Beiträge von Duccia Clara

    Mit einem charmanten Lächeln begrüßte ich die Probati und auch Duplicarius Atius Romanus:


    " Ich verzeihe Dir, Atius Romanus ..."


    und hob auch meinen Becher, stieß aber mit Cupidus Kameraden nicht an, denn mein Becher war leer !

    Die Feierlichkeiten waren in vollem Gange. Das bunte Publikum feierte mit Begeisterung, laut und ausgiebig ...
    Eigentlich hatte ich keine Lust aufzustehen, aber als Cupidus mich seinen Kameraden vorstellen wollte,
    sagte ich gelassen, nachdem ich einen Schluck trank -


    "... Mein Liebster, wenn es Dir Freude machen wird, dann bin ich bereit Deine Soldaten kennen zu lernen ..."


    vor allem wollte ich mich aber nicht von Cupidus trennen, nicht für einen Moment, ... wenigstens heute nicht...., und
    ich drückte sanft seine Hand

    "Danke Dir, mein Cupidus, ja, das Bier schmeckt mir nicht ... ich bevorzuge lieber Apfelwein, auch Honigwein, oder eben
    Wein mit Wasser ..."
    .


    ich war ziemlich müde und sehr durstig. Mischte in einem Becher Wein mit Wasser und trank langsam das Getränk aus.


    "So, jetzt geht es mir viel besser ..."


    dabei merkte ich, dass Cupidus in seinen Gedanken weit weg war:


    "Cupidus, vielleicht möchtest Du mit Deinen Kameraden weiter feiern, ich hätte nichts dagegen ... und werde einfach
    hier auf Dich warten "

    Nach diesem langen und aufregenden Ritt durch die schöne Natur, war ich nun froh, dass wir noch einen ziemlich guten Platz gefunden haben. Sofort habe ich meinen staubigen Mantel abgelegt und begutachtete nun meine Tunika aus dunkelroter Seide und stellte mit der Erleichterung fest, dass der lange Ritt ihr nicht geschadet hat. Das leuchtende, dunkelrote Gewand hatte ich speziell für diese Feier der Einweihung des neuen Marstempels ausgewählt...
    Das Essen war gut, bloß das Bier mochte ich nicht... Ich sah mich um, Cupidus hob gerade seinen Becher, vermutlich wollte er jemanden begrüßen, ich drückte leicht seinen Arm und fragte leise:


    "Liebster, wäre es möglich einen Becher Wein oder Wasser hier zu bekommen? ... "

    Als ich mit Vorbereitungen nun fertig war, schickte ich eine Bedienstete ins Gästezimmer, um Cupidus Bescheid zu sagen,
    dass ich ihn vor dem Tor der Casa erwarte, dann ging ich in den Stall und holte meinen "Lampos", der mich laut begrüßte.
    Zusammen begaben wir uns nun zum Tor und warteten dort auf Cupidus und sein Pferd.

    "Der Hausherr wird sicherlich nichts dagegen haben, Du bist mein Gast und die Familie ist sehr gastfreundlich..."


    meine Hand fühlte sich wohl in seiner, für einen Moment ließ ich die auch da ruhen, dann erhob ich mich, machte ein paar
    Schritte und stand nun vor Cupidus, der noch in seinem Sessel saß ...


    "Komm, mein Liebster, wir können gleich aufbrechen, ich muss mich noch schnell umziehen ... und ein paar Sachen einpacken ... dann können wir los ... !"


    sagte ich begeistert und konnte der Versuchung, ihn auf die Wange zu küssen, nicht widerstehen ... was ich auch sehr zärtlich tat...

    Es dauerte einen Augenblick, bis ich antwortete:


    " ... Meine alte, geliebte Stute "Nocta" schafft es natürlich nicht, aber auf den "Lampos" kann man sich verlassen, er ist ein Rennpferd..."


    bei dem Gedanke an die "Nocta" seufzte ich traurig und schwieg eine Weile, dann fiel mir noch etwas ein:


    " ... Übrigens, die Familia Duccia besitzt auch eine Casa in Confluentes, ich war schon mal da, als Duccia Venusia und Decimus Magnus ihre Hochzeit feierten ... ein sehr gemütliches Haus ... wir können dort übernachten, wenn es Dir recht ist, und am nächsten Morgen dann zurückreiten...


    und ich sah Cupidus abwartend an

    "Nach Confluentes?" ... ich verschluckte mich fast, dann trank ich meine Milch aus und überlegte kurz.
    Theoretisch würde ich mit Cupidus bis an das Ende der Welt ausreiten, oder noch weiter ... aber praktisch ...


    "Aber, mein Liebster, denkst Du, werden wir es heute noch schaffen ? "


    fragte ich Cupidus unsicher, obwohl mich die Vorfreude auf diesen aufregenden Ausritt schon voll gepackt hat ...

    Erfreut über seinen guten Appetit, lächelte ich Cupidus liebevoll an und goß ihm einen vollen Becher frisches Wasser
    ein. Dann aß ich einen Stück Brot mit Honig und trank dazu eine Schale Milch ...


    "Nun, ... wenn Dein Pferd sich weigern würde Dich zu tragen, habe ich ein anderes für Dich ... ein sehr schönes
    Tier, groß und kräftig ... "


    Das Brot schmeckte köstlich, ich nahm noch einen Stück und kaute genüsslich weiter.

    Ich nickte und goß mir einen Becher kaltes Wasser ein:


    " ... Ja, es stimmt, die Familia besitzt viele Pferde ... meine sind auch dabei ..."


    sagte ich beiläufig und trank einen großen Schluck Wasser


    " ... Ich finde, es ist eine gute Idee von Dir, wir werden heute ausreiten, aber zuerst "ientaculum" ... und lass mich Dich
    verwöhnen, mein Cupidus ..."


    und ich nahm einen Teller und füllte ihn mit den verschiedenen Speisen, die man eben zum Frühstück aß ...


    "...So, bitte, ... und was möchtest Du trinken: Wasser, Milch oder Wein...?"

    Mit einem sanften Lächeln begrüßte ich Cupidus und gab ihm meine Hand:


    "Danke, carissime, ich habe gut geschlafen ... und Du? War das Bett bequem?"


    mit einer Geste deutete ich auf den zweiten Korbsessel -


    "Bitte, nimm Platz, wollen wir frühstücken? Du hast bestimmt Hunger, mein Cupidus..."


    Ich sah zu ihm auf in seine bezaubernden Augen und wieder spürte ich diese Flamme
    in meinem Herzen ... ich seufzte und senkte dann meinen Blick ...

    .... Die Sonne hat mich geweckt . Beim Erwachen spürte ich jene Flamme in meinem Herzen, mit der ich zu Bett gegangen war ...
    Ich seufzte glücklich und stand auf. Nach einem erfrischenden Bad rief ich nach Marga, die auch ein wenig später mit dem
    Frühstück kam. Sie half mir beim Ankleiden, heute habe ich eine Tunika in tiefstem Blau angezogen, und dann gab ich
    Marga meinen Kamm und bat sie, mich heute besonders hübsch zu frisieren, da ich einen besonderen Gast erwarte, Marga
    lächelte verständnisvoll und hat angefangen ganz behutsam meine Haare zu kämmen, ein wonniges Gefühl überkam mich,
    ich machte die Augen zu und genoss einfach diese Prozedur ...
    Als sie nun fertig war betrachtete ich mich im Spiegel und lächelte zufrieden ... Dann, mit einem Dank, entließ ich Marga und
    machte das Fenster auf, heute war ein schöner Tag, sehr gut für einen Ausritt oder Spaziergang ... Ich setzte mich auf einen
    Korbsessel und wartete nur auf meinen geliebten Cupidus ....

    Der süße Kuss, der mich so mit Freude erfüllte, fühlte ich immer noch auf meinen Lippen ...
    und obwohl im Zimmer sehr warm war, zitterte ich leicht und lächelte verlegen:


    "... Ich hoffe, Du hast hier alles, was Du brauchst, mein Cupidus ... , ich gehe jetzt lieber,
    morgen, wenn Du ausgeschlafen bist, komm einfach in mein Cubiculum, ich werde auf Dich warten ..., gute Nacht, mein Liebster ..."


    und mit diesen Worten verabschiedete ich mich von Cupidus, obwohl ich am liebsten bei ihm bleiben wollte...

    Seinen leidenschaftlichen Kuss, auf den ich so lange gewartet hatte, raubte mir fast den Atem ...
    Ich hatte das Gefühl, dass die Welt um mich versank ... und ich erwiderte diesen süssen
    Kuss mit aller meinen Leidenschaft ... Ich wusste nicht, wie lange wir uns
    küssten, dann löste ich mich langsam von Cupidus und sah ihm in die Augen :


    "Komm, carissime, ich begleite Dich selbst in das Gästezimmer,
    es ist nicht weit ..."


    sagte ich leise und ging voran --->

    Das Gästezimmer war gemütlich eingerichtet mit allem, was man brauchte. Etwas Wein und Obst in einer Schale standen ebenfalls auf einem kleinen Tisch für den Gast bereit.


    Der Kamin brannte schon eine ganze Weile. Deswegen war es im Zimmer auch schön warm.

    Mein Herz schlug heftig als er mich an sich heranzog und ich seinen starken Körper fühlte ... ich umarmte ihn auch
    zärtlich und machte die Augen zu, seine Berührung war zu schön ..., dann vernahm ich seine Stimme und sah ihn liebevoll an


    " ... Ach, Cupidus, es ist so lieb von Dir, dass Du Dich Sorgen um mich gemacht hast, aber nun
    bin ich ja hier, in Deinen Armen, die Götter haben mich beschützt..."


    murmelte ich glücklich und gerade in diesem Moment klopfte es an der Tür, ungern richtete ich mich auf:


    "Ja ... a...!"


    Eine Dienerin kam rein, brachte das Licht, räumte den Tisch auf, nickte mit dem Kopf und verschwand.

    "Cupidus, mein Liebster, es ist schon sehr spät, Du bist bestimmt sehr müde und ein gemütliches Gästezimmer wartet
    auf Dich, dort kannst Du Dich ausruhen und morgen werden wir dann zusammen frühstücken ..."


    und mit einem sanften Lächeln sah ich ihn abwartend an, seine Unsicherheit habe ich bereits bemerkt

    Es freute mich sehr, dass Cupidus das Essen so gut fand, bestimmt hat er als Soldat selten Gelegenheit dazu gehabt
    solches Essen zu genießen ... . Ich lächelte zufrieden:


    "Oh, ja, unsere Köchin Marga ist eine wahre Künstlerin ... !"


    Dann lehnte ich mich auch zurück. Sein Kompliment machte mich leicht verlegen :


    "Danke Dir, .... vielleicht, ... aber wenn Du das sagst, klingt es süß und betörend ... . Ja, Cupidus, ich habe auch
    die ganze Zeit nur an Dich gedacht ... "


    Dabei sah ich Cupidus tief in die Augen und sehnte mich so sehr nach seiner Umarmung ...

    Während Cupidus sprach, entspannte ich mich allmählich, in seinen Augen fand ich Trost
    und streichelte zärtlich seine Hand:


    "Du bist ein tapferer Mann, Cupidus, solange solche Männer in der Römischen Armee dienen,
    wird das Imperium vor Feinden und Wilden sicher geschützt sein ... aber ich möchte nicht mehr über
    das Sterben reden, lass uns diesen köstlichen Wein auf das Leben trinken ... "


    ich trank meinen Becher leer aus und bemerkte lächelnd:


    "Ach, wir haben noch gar nichts gegessen ...! "


    Auf dem Tablett wurden viele verschiedene Leckereien serviert. Unter anderem der kalte
    Lammbraten und die hausgemachte Pastete, das frische Brot und das süße Backwerk,
    eine Schale mit Oliven und eine mit Nüssen, das Obst lag auf einem schönen Keramikteller...


    "Bitte, bediene Dich, Cupidus, und lass es Dir gut schmecken..."