Beiträge von Titus Aurelius Ursus

    Auch für Ursus war es selbstverständlich, daß er sich setzen konnte, nachdem Corvinus bestätigt hatte, daß Zeit kein Problem war. Warum auch nicht? Und so nahm er erst einmal bequem Platz und richtete seine Toga, bevor er ohne weitere Umschweife auf sein Anliegen zu sprechen kam.


    "Nun, der Consul Aelius Quarto bat mich, Dir eine Einladung zu einer Cena zu überbringen. Und zwar für ANTE DIEM XIII KAL FEB [Di, 20.1.]. Außer Dir und mir ist zudem noch der neue Praetorianerpraefect Artorius Avitus eingeladen. Ob weitere Gäste vorgesehen sind, ist mir nicht bekannt. Wie sieht es aus? Hast Du an dem Abend Zeit?" Ursus erwartete, daß diese Cena durchaus interessant werden konnte. Er selbst würde auf jeden Fall der Einladung Folge leisten. Schon weil er auf Avitus sehr neugierig war. Die Macht, die dieser Mann innehatte, war schließlich nicht zu unterschätzen.

    Tatsächlich fand Ursus daran nun nichts zu lachen. Aber wohl auf etwas andere Art, als Caelyn vermutlich gedacht hatte. "Caelyn... dies ist ein sportlicher Wettkampf. Er hat keine Probleme, wenn er hier teilnimmt. Dies ist keine brenzlige Situation. Es macht ihn um eine Erfahrung reicher. Und auch wenn er nicht gewinnt, kann dies eine positive Erfahrung sein. Es ist doch ganz legitim, wenn er auf den Gewinn hofft. Jeder der Männer da unten hofft darauf. Jeder aus seinen ganz persönlichen Gründen. Und es ehrt ihn, daß er es für Deine Freiheit tun will. Warum bist Du zornig? Sei lieber stolz auf ihn, daß er den Mut besitzt, hier anzutreten. Wenn er hier verliert, wird er andere Möglichkeiten finden, Geld zu verdienen. Er lernt sehr fleißig und ich glaube, in ein paar Jahren wird er sehr gut auf eigenen Füßen stehen können. Und dann auch für Dich sorgen können." Caelyn hatte immer so eine merkwürdige Sichtweise. Konnte sie denn dem Bruder nicht mal etwas zutrauen? Wie sollte er je auf eigenen Füßen stehen, wenn sie immer versuchte, ihn vor allem zu schützen? Mißerfolge gehörten zum Leben. Und gerade die in einem sportlichen Wettkampf konnte man doch eigentlich gut verschmerzen.

    Zitat

    Original von Aurelia Laevina
    Wieso wollten alle Männer erinnert werden? Was war daran so Grossartiges? Wenn man tot war, war es einem dann nicht eh egal? Auf der anderen Seite wollte ich auch mal jemanden heiraten, der erinnert werden würde.
    Caesar schaute ich bewundernd an. Er war so ein Mann. Ein wahrhaft grosser Mann! Und hatte er nicht auch diese Verbindung zur Venus?
    "Warum steht Caesar hier direkt beim Venustempel? Hat er ihn bauen lassen? War er nicht ein Abkomme von ihr oder so?" Ich hoffte, dass mein griechischer Geschichtslehrer, der freilich selbst nicht besonders viel von Caeser oder irgendeinem wahrhaft grossen Mann gehalten hatte, mit seinem Unterricht bei mir nicht völlig vergebens gewesen war.
    Ja, Venus faszinierte mich und ich nickte freudig, dass wir dorthin gehen würden. Vielleicht konnte ich beim Tempel ja auch ein kleines Opfer kaufen und... nunja- opfern.



    Ursus staunte, daß Laevina davon wußte. Sie war offensichtlich eine sehr gebildete Frau, was ihn nicht wenig stolz machte auf seine Verwandte. Er nickte daher zustimmend. "Ja, der Tempel, sowie auch das Forum, wurden von ihm errichtet. Als Iulier führte er seine Wurzeln auf Askanius-Iulus, den Sohn des trojanischen Adligen Aeneas, zurück, welcher der Sage nach Sohn der Göttin Venus gewesen sein soll. Er wurde es nicht müde, das immer wieder zu erwähnen und zu betonen. Er baute auch die Curia Iulia, zu der wir gleich noch kommen werden. Dort tagt der Senat... Gefällt Dir der Tempel?" Sie schritten auf das Gebäude zu, ohne zu merken, daß ihnen ihr Anhang verloren gegangen war. Es war auch gut für die beiden Sklavinnen, daß Ursus dies noch nicht bemerkt hatte.

    Ursus legte den Kopf schief und dachte angestrengt nach. So ganz konnte er sich nicht in Brutus hineinversetzen, da er seinen Weg immer gekannt und gewollt hatte. Doch er wollte wenigstens versuchen, es nachzuvollziehen. "Und wenn Du Dir von Deinem Vater Zeit erbittest? Du bist noch jung, die Politik läuft Dir nicht davon. Und glaube mir: Im Senat haben sie auch lieber Kandidaten, die schon ein wenig Lebenserfahrung haben." Weiterhin beobachtete er diesen Lucius, von dem er immer noch nicht wußte, welcher Familie er angehörte oder warum er das Gefühl hatte jemanden zu kennen, der ihm ähnlich sah. Daß er einen Verwandten vor sich hatte - immerhin war Ursus' Mutter eine Claudia gewesen - ahnte er nicht.


    "Warum lehnst Du Dich nicht zurück und nutzt Deine Zeit, um Dich weiterzubilden? Gerade wird ein neuer Kurs an der Schola angeboten. Bald wird es auch wieder einen weiterführenden Kurs geben. Zumindest den Cursus Res Vulgares brauchst Du ohnehin, wenn Du doch noch in die Politik gehen wollen würdest. Und auch der weiterführende Kurs ist für höhere Ämter vorgeschrieben. So ist Deinem Vater der Wind aus den Segeln genommen, da Du ja für Deine Zukunft lernst. Und Du erhältst Zeit, Dich zu orientieren und Dich vielleicht ein bißchen von ihm freizuschwimmen." Mischte er sich vielleicht zu sehr ein? Aber er meinte es nur gut und wollte ihm nur Möglichkeiten aufzeigen. "Rom bietet unendlich viele Möglichkeiten. Eigentlich für jeden." Aber wollen mußte man natürlich. Irgendwas wollen.


    "Bildung ist eine gute Grundlage für alles. Egal, welche Tür sich als die richtige für Dich herausstellen mag." Vielleicht war Lucius ja auch für die Landwirtschaft geboren? Eine ehrenvolle Tätigkeit war es allemal.

    Dieses mal schien er Glück zu haben. Allerdings erklang kein "Herein", wie er es erwartet hatte, sondern die Tür öffnete sich. Es war der Scriba, der ihm öffnete. Pyrrus. Der hatte ihn auch schon so manches mal bei seiner Arbeit unterstützt. "Salvete", grüßte Ursus die beiden Anwesenden und trat ein. Er merkte noch, daß Pyrrus die Tür hinter ihm schloß, wandte sich aber gleich an Corvinus. Der schien recht beschäftigt zu sein. "Entschuldige, wenn ich Dich mitten in Deiner Arbeit störe, Marcus. Mein Anliegen wird allerdings nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, denke ich. Hast Du einen Augenblick für mich oder ist gerade sehr unpassend?"

    Wieder einmal stand Ursus vor dem Officium seines Onkels. Er hoffte, daß dieser da war, denn seit einiger Zeit hatte er nicht viel Glück gehabt, wenn es darum ging, Corvinus anzutreffen. Nun ging es aber nicht um eine private Angelegenheit, sonst würde ihm das eher weniger ausmachen. Also klopfte er an, in der Hoffnung, daß er dieses Mal Glück haben möge.

    Ursus zuckte mit den Schultern. "Leider kenne ich den Betrieb auch nur vom Hörensagen - und von der vielen Werbung an den Hauswänden, ich selbst habe dort noch nie etwas bestellt. Aber es sollte ja nicht schwer sein herauszufinden, was sie schon so gefertigt haben. An diesen Beispielen sollten wir uns über die Qualität dieser Werkstatt ein Bild machen können. Meines Wissens nach ist dies der größte derartige Betrieb in erreichbarer Nähe." Er wollte keine direkte Empfehlung aussprechen. Konnte er auch gar nicht, da er sich dafür nicht genug auskannte. Fieberhaft überlegte er, wer ihm da nähere Auskünfte geben könnte.

    Wie die anderen Anwesenden auch beobachtete Ursus das Opfer sehr genau. Immerhin war dies ein ausgesprochen wichtiger Moment. Er erwischte sich dabei, daß er die Luft anhielt, während der Haruspex seine Inspektion der Leber durchführte. Und lächelte erleichtert, als das erlösende Wort "Litatio" gesprochen wurde. Er fiel in den Beifall mit ein und freute sich für das Brautpaar. Das war doch schon mal ein gutes Zeichen für die Zukunft der beiden.


    Die Zeremonie nahm ihren Fortgang und wieder trat Stille ein. Gespannt lauschte Ursus auf die Worte, die nun gesprochen werden sollten.

    Ursus hatte genau das befürchtet und nickte ernst. "Dann sollten wir das gleich in Angriff nehmen. Sonst steht das Ulpianum fertig da - nur ohne Statuen. Wir wissen ja alle, wie diese Künstler arbeiten. Und sie sollen ja sicher auch besonders gut sein." Vor allem die von Iulianus. Das war nichts, was ein Steinmetz sich mal eben aus dem Ärmel schüttelte. "Am besten wäre es natürlich, wenn die Statue gleich hier in Rom gefertigt werden könnte. Dazu fällt mir nur der Bildhauer von Rom ein, ein ziemlich großer Betrieb. Aber vielleicht sollte man auch kleinen Betrieben die Möglichkeit geben, sich zu profilieren? Sie könnten unter Umständen auch günstiger sein, nur bei der Schnelligkeit wird es dann vermutlich hapern."

    Neugierig blickte sich Ursus um, fand die Castra Praetoria aber abgesehen von ihrer Größe nicht viel anders als das Lager in Mogontiacum. Er fand es nur irgendwie merkwürdig, daß hier zwei verschiedene Truppen untergebracht waren. Ob es wohl Konkurrenzdenken gab? Bestimmt.


    Der Praetorianer führte ihn zielsicher zum Officium des Praefecten und Ursus zögerte nicht, anzuklopfen.

    Zitat

    Original von Caelyn
    Ich sah meinen Herr und Meister an, als ob er eben gerade ´nen schlechten Witz gerissen hätte. "Was los ist? Das fragst du noch? Guck dir doch die Typen mal an! Das sind durchweg alles Soldaten! Wenn die nachher auch gegen Louan antreten, dann gute Nacht, schöne Welt! Gegen die hat der doch gar keine Chance!" Das war doch offensichtlich. Ich hatte keine Lust, dabei zuzuschauen, wie ´ne Horde römischer Legionäre, Kleinholz aus meinem kleinen Bruder machten.
    "Sag mal, kennst du hier zufällig ´nen guten Arzt in Mantua?"



    Da mußte Ursus dann doch lachen. "Caelyn, Dein Bruder hat gewußt, daß er gegen eine harte Konkurrenz antritt. Was dachtest Du denn, was für Leute bei solch einem Preisgeld antreten würden? Umso stolzer kannst Du auf ihn sein, wenn er gewinnt. Oder auch schon, wenn er einfach einen guten Platz belegt. Es ist ein sportlicher Wettkampf. Und er wird am Ende des heutigen Tages sehen, wo er sportlich steht." Wenn er verlor, konnte er es als Anreiz nehmen, mehr zu trainieren. Und wenn er gewann, konnte er wirklich enorm stolz auf sich sein. "Feuer ihn ordentlich an, dann schafft er es schon! Glaube an ihn!"

    Ursus nickte auf die Frage hin. "Ja, er ist mein Onkel. Ich werde es gerne ausrichten und ich bin sicher, er freut sich sehr über Deine Einladung." Einer Einladung des Consuls würde Corvinus bestimmt gerne folgen, doch natürlich konnte er nicht für ihn zusagen, solange er nicht mit ihm gesprochen hatte. Und sicher war Corvinus ebenfalls daran interessiert, den Praetorianerpraefecten näher kennenzulernen.


    Als die Sklaven wieder frisches Brot, dieses mal mit allerlei leckeren Dingen brachten, nahm sich Ursus von jeder der Speisen ein bißchen, um alles wenigstens probiert zu haben. "Wie gehen wir dann beim Ulpianum weiter vor? Gibt es schon Entwürfe für die Statuen?"



    Sim-Off:

    Vielen Dank :)

    Ursus hoffte ja, den neuen Praefecten der Praetorianer in der Castra anzutreffen. Immerhin lag der Termin, den der Consul ihm genannt hatte, nicht in allzugroßer Ferne. Je eher er den Artorier aufsuchen konnte, umso besser.


    "Salvete", grüßte er die Wachen am Tor und wandte sich dann an einen der Praetorianer. "Ich bin Quästor Consulum Titus Aurelius Ursus und möchte im Auftrag von Consul Aelius mit Praefectus Artorius sprechen." Eigentlich sollte das ausreichen, um ihm die Tür zu öffnen. Falls der Praefect da war.

    Ursus runzelte die Stirn. Langsam verstand er, wo das Problem lag. "Du hast recht. Du wirst nichts Positives darin finden. Weil Du es vollständig ablehnst. Also kann da auch nichts Positives sein. Dein Vater will Dich also in die Politik zwingen und Du siehst diesen Weg für Dich als falsch an? Wenn Du diesen Weg nicht willst, wirst Du es auch nicht schaffen, soviel ist klar. Und das hat nichts mit den Folgen von zuviel Macht zu tun." So etwas kam ja ohnehin erst später. Viel später. War dem Vater nicht klar, daß sein Sohn nicht weit kommen würde, wenn er selbst die Politik verabscheute? Für einen Moment überlegte Ursus, was sein eigener Vater wohl sagen würde, wenn er noch leben würde. Wäre er wohl zufrieden mit ihm? Oder würde er ihn auch auf Wege zwingen, die er nicht gehen mochte? Ja, langsam verstand er, warum Lucius so pessimistisch war.


    "Und wenn Dein Vater nicht wäre. Wenn da niemand wäre, der Dich auf diesen Weg zwingen will. Was würdest Du tun wollen? Was mit Deinem Leben anfangen?" Eigentlich war das erst die wirklich interessante Frage. Was wünschte sich Lucius für sich selbst? Er mußte sich doch mal Gedanken gemacht haben. Jeder hatte doch seine Träume, egal ob sie erfüllbar waren oder nicht.

    Als sie eintraten, waren bereits eine Menge Leute anwesend. Ob die Versammlung bereits vollständig war, konnte Ursus natürlich nicht beurteilen. Er nahm nach einem höflichen Gruß in die Runde Platz, nachdem Gracchus ihm diesen angeboten hatte. Irgendwie war er nervös. Würde man ihn aufnehmen? Schließlich wechselte man die Sodalität nicht einfach so, immerhin war es etwas anderes als irgendein Verein. Und es war auch kein guter Einstieg, sagen zu müssen, daß man einer anderen Sodalität verwiesen worden war, was für Gründe auch immer dazu geführt haben mochten. Es lag ihm doch schwerer auf der Seele, als er gedacht hatte.


    Noch mit diesen finsteren Gedanken beschäftigt, bemerkte er Orestes erst, als der sich neben ihn setzte. "Oh, salve Manius. Ja, bis heute morgen war ich das auch noch. Es ist eine sehr unerfreuliche Angelegenheit und ich werde Dir nachher alles erzählen. Jetzt nur so viel, daß zuerst Marcus und dann ich bei den Collini unfreiwillig ausgeschieden sind. - Und nun hoffe ich auf Aufnahme bei den Palatini." Er versuchte sich an einem Lächeln, das allerdings nicht sehr glücklich ausfiel. "Ich hoffe doch, daß ich Deine Stimme sicher habe?"

    Zitat

    Original von Caelyn
    Die aurelische Abordung war auch schon eingetroffen uns suchte sich jetzt nur noch ein paar gute Plätze, von wo aus man auch was sah.
    Was soll ich sagen, was ich dann sah, gefiel mir gar nicht! Hier wimmelte es ja nur so von Militär! Nicht dass ich was gegen die hatte, aber ich dachte da mal in erster Linie an meinen Bruder, der es gegen lauter gutausgebildete Soldaten aufnehmen musste. "Na toll!" sagte ich eigentlich mehr zu mir, als zu den anderen.



    Sie hatten dann schließlich doch noch ganz gute Plätze ergattern können. Ursus ärgerte sich ein wenig über sich selbst, daß sie nicht früher hergekommen waren, doch dann ließ er sich einfach von der Stimmung anstecken und richtete seine Aufmerksamkeit auf den Wettkampf. Die Wettkampfteilnehmer machten alle einen gut trainierten Eindruck, das würde sicher sehr spannend werden.


    Caelyns Bemerkung irritierte ihn ein wenig. "Was ist los? Kannst Du nichts sehen oder was mißfällt Dir so? Ich hätte ja eher erwartet, daß Du an solch einem belebten Ort so richtig ausflippst vor Freude." Sonst war sie doch immer ganz wild darauf, etwas zu erleben?

    Ursus war überrascht und erfreut, daß der Consul ihn einlud. Schnell ging er im Geiste seine Termine durch und überlegte, ob ihn etwas hindern würde, an dieser Cena teilzunehmen. Nein, wenn da etwas so wichtiges wäre, hätte er den Termin im Kopf. Und alles, was nicht so wichtig war, daß er es im Kopf hatte, konnte verschoben werden. "Sehr gerne werde ich daran teilnehmen. Hab Dank für die Einladung." Wenn er Glück hatte, konnte er den Praefecten vielleicht sogar heute noch aufsuchen. Er würde es nachher einfach versuchen. "Ich muß zugeben, daß ich nicht wenig neugierig auf den Mann bin", lächelte er und tunkte mit einem Stück Brot den letzten Rest der Suppe aus der Schale.

    Als Ursus das prächtig geschmückte Atrium betrat, waren schon viele Gäste anwesend. Einige von ihnen kannte er. Seine Cousine Prisca natürlich. Aber auch Annaeus Florus und Flavia Epicharis. Der Haruspex war offenbar kurz vor ihm eingetroffen und so war der Bräutigam leider mit Beschlag belegt. Doch sicher würde sich später Gelegenheit zu einem Gespräch finden.


    Nun erblickte er auch Stelle, die gerade den Raum betrat. Viel von ihr sehen konnte man nicht, wegen des Schleiers. Doch ihre anmutigen Bewegungen sprachen bereits für sich. Varus hatte wahrhaftig Glück, von nun an eine solche Frau an seiner Seite zu haben. Und auch Stella hatte es nicht schlecht getroffen. Varus war gewiß ein guter und fürsorglicher Ehemann.

    Nur zu gerne war Ursus der Einladung der beiden gefolgt, an den Hochzeitsfeierlichkeiten teilzunehmen. Die Sklaven am Eingang des Domus Sergia waren auf Zack und führten unermüdlich die Gäste hinein. Ursus folgte ihnen nach einer kurzen Begrüßung und freute sich schon darauf, das glückliche Paar zu begrüßen.

    Daran hatte Ursus überhaupt nicht gedacht! Aber es störte ihn auch nicht sehr. Es war nicht das erste mal, daß er sich sein Pferd selbst satteln mußte und würde sicherlich auch nicht das letzte mal sein. Er ging also in den Stall und putzte und sattelte Arbo. Als er ihn herausführte, waren auch einige der anderen schon aufgetaucht.


    "Es ist wirklich schade, daß Du nicht mitkommst, Corvinus." Das war nicht mal gelogen. In der letzten Zeit waren sie gar nicht so schlecht miteinander ausgekommen. Und so eine gemeinsame Reise hätte ihr Verhältnis vielleicht noch weiter verbessern können. Natürlich hätte auch das Gegenteil passieren können. Na, so negativ wollte er lieber nicht denken.