Beiträge von Tilla Romania

    Dass die Rothaarige inzwischen ebenfalls die Balken betreten hatte, bekam sie durch das Knacken der Balken mit. Es war schön anzusehen... und ganz toll auch mal etwas vorgeführt zu bekommen. Sie schwitzte vom Rennen, das führte zu leichtem Frösteln in der nicht gerade warmhaltenden Kleidung. Rasch breitete sie eine Decke um sich herum aus und kuschelte sich hinein. Gebannt verfolgte sie Fionas Balancierkünste. Die junge Frau war gar nicht mal so schlecht. Ob sie irgendwo in der Stadt auch ein heimliches Versteck hatte? Bei Fionas Ausrutschter zuckte Tilla zusammen.. sie wühlte sich aus der Decke hervor und kletterte am nächsten Balken hinauf.


    Sie knotete ein Seil ab, schlang es um ihren Oberkörper und kletterte zu dem Balken, wo Fiona hing. Balancierend tastete sie sich vorsichtig vor, bemüht den Balken nicht zu arg zum Wackeln zu bringen. Am Ziel angekommen knotete sie das Seil fest und liess es zu Fiona runter. Es langte gerade so noch bis zum Heuboden runter. Eine knappe Mannesstatur fehlte. Von Maßen und Größen hatte Tilla keine Ahnung. Tilla rutschte über den Balken, fasste nach dem Seil und kletterte selbst hinunter. Einen kurzen Moment direkt neben Fiona verharrend zeigte sie ihr wie sie die Füße im Seil verhaken sollte, damit sie nicht zu schnell hinunter rutschte. Tilla liess sich das kurze Stück in den Heu fallen fallen und machte sich sogleich aufrappelnd den Platz frei, krabbelte zu den Decken zurück. Jetzt war es an Fiona... Wie würde sie sich entscheiden? Seil oder freier Fall? Wo war eigentlich Minna? Leise klatschte sie in die Hände.

    Diesmal hielt sie sich die Ohren zu. Nein.. nicht schon wieder ein neues Wort. Ein bisschen von seiner Stimme hörte sie immer noch. Das Gesicht verziehend, sah sie Sertorio an, wartete bis er fertig mit Reden war beziehungsweise seine Lippen stillstanden. Tilla griff sich die Tafel, wischte das vorherige weg und schrieb nieder, was ihr durch den Kopf ging. Gut, ich weiss jetzt was wir noch brauchen. Aber noch so ein Wort und ich gehe zurück! Ich bin kein S-Kind. Lass deine Wörter an anderen aus aber nicht an mir. Wenn du dich nicht selbst beim Reden hörst, müssen alle deine Zuhörer immer wieder die Ohren putzen. Da! betonte Tilla und kletterte vom Karren runter. Sie gab die Klapptafel an Sertorio weiter. Caelyn blieb nicht verschont. Du redest auch voll schlimm. gebärdete sie. Die Arme verschränkend sah sie zwischen Caelyn und Sertorio hin und her, darauf gefasst ganz schnell Leine ziehen zu müssen.

    Sie fror schon wieder. Tilla bewegte sich, zog die Decke bis über ihre Schultern und kuschelte sich bis unters Kinn in diese hinein. Sie war schön warm und weich. Ganz anders als die Decken die sie besessen hatte, bevor sie plötzlich von den Suchern des Sklavenhändlers aufgestörbert worden war. Ja.. wie und woher hatten diese eigentlich gewusst wo sie schlief? Eine Frage die sie wohl niemals lösen würde. Das wusste nur Titus Tranqullius allein. Da sollte ihn doch ein Regenschauer treffen!! Aber wenn sie so nachdachte und ehrlich sich gegenüber war. Hätte sie wirklich noch ein Jahr länger auf der Straße ausgehalten? Noch länger um ihr Leben kämpfen ohne Schutz und Wärme? So schlecht hatte sie es bei den aurelii gar nicht getroffen.


    Hektors Stimme ertönte neben ihr. Tilla schreckte aus den Gedanken auf und ergriff mit einem scheuen Blick die Schale. Was hatte er vorhin gesagt? Sie hatte gar nicht zugehört vor lauter Gedanken spinnen. Warum dachte sie gerade jetzt eigentlich über die Vergangenheit nach? Sollte sie besser nicht über die Hellen und die Schwarzen nachdenken? Warum der cetus die Erwachsenen hatte angreifen wollen? Danke. erwiderte sie mit kurzer Gebärde. Den Löffel anpustend, bevor sie die Portionen in den Mund schob, aß sie Bissen für Bissen und merkte, wie warm es in ihr innendrin wurde. Auch so etwas was sie auf der Straße kaum bekommen hatte.


    Immer wieder strich sie sich die Haarsträhnen aus dem Gesicht. Blickte zu Hektor, der andere Kleiderfarben trug und ebenfalls am Essen war, sah zu Straton und den anderen Männern rüber. Rutger Severus Anwesenheit hatte sie noch nicht bemerkt. Er wusste als einziger, was sie getrieben hatte, bevor sie zu den Aureliern gekommen war. Tilla sah zu dem Zelt, aus welchem sie vertrieben worden war und senkte den Kopf. Abrupt stellte sie die Schale beiseite, wühlte sich aus der Decke heraus und rannte hinters Zelt und ein bisschen die steile Düne hinauf. Warum war sie nur so durcheinander? Erst so, dann so? Atemlos liess Tilla sich bäuchlings hinter Dünengräser fallen und vergrub das Gesicht in den Armen. Tränen füllten ihre dunklen Augen, traten über ihre Wimpern den Weg über die Wangen an. Noch einmal liess sie die ganze Anspannung heraus. Was für seltsame Stunden!

    Plötzlich hallte eine Stimme bis hierher zum atrium. Tilla hob den Kopf. War das Leones Stimme.. oder kam sie von woanders her? Vielleicht ahmte sie jemand nach, um einen Scherz zu treiben? In ihr Blickfeld traten wieder die blutigen Tuniken von denjenigen die etwas später nachgekommen waren und sogleich von Matho Schelte bekamen. Angeblich beim Schlachten gewesen? Das konnte jeder sagen! Tilla wusste nicht wem sie nun trauen sollte. Ihren Augen oder ihren Ohren? Aber sie wusste doch, dass Leone die porta betreute. Sie konnte nicht mehr an allen Fingern abzählen, wie oft sie ihm heimlich zugesehen hatte, wenn er sich um Besucher kümmerte. Wenige Male hatte er sie erwischt. Das stumme Mädchen schluckte hart, schüttelte den Kopf und rieb sich das linke Auge. Wem sollte sie nur glauben? Matho schien gar nicht erfreut zu sein, dass da wer mit Leones Stimme rumbrüllte.


    Dina und ihren fiktiven Freund kümmerten Tilla gar nicht, zu sehr war sie mit ihren Gedanken bezügliche Leones Schicksal beschäftigt, bekam das Theater um Rollo gar nicht richtig mit. In einer Reihe aufstellen bedeutete nichts Gutes! Langsam rutschte ihre Hand aus von Hektor. Tilla wich hinter seinen Rücken zurück. Warum sprach der majordormus bloß so laut? Selber Schmutzfink! brummelte der kleine Mann im Ohr. Unwillkürlich musste Tilla lächeln, verbarg das Lächeln hinter ihrer erhobenen Hand. Was ärgerte Matho bloß so? Was war es denn? Tilla verliess die 'Hektor'-Deckung schlich kurzerhand an den Rücken der anderen vorbei zu dem Schmutzfleck. An der Säule angekommen hob sie das verschimmelte Brot auf. Das war ja gar nix worüber man sich so aufregen musste! Putzen, kehren, wienern, fegen, wedeln, reinigen und polieren. Der ältere Mann hatte wesentlich mehr Wörter zum Thema 'Putzen' in seinem Wortschatz parat als Tilla selbst. Nachdenklich drehte Tilla das Brotstück in ihrer Hand hin und her, suchte nach einer Idee. War dasatrium nicht der größte Raum in der Villa?


    Tilla sah zum offenen Dach und zum impluvium. Mit leisen, schnellen Schritten lief sie hin, hockte sich am Rand des Beckens nieder und begann das Brotstück über der Wasseroberfläche zu zerkrümeln. Ihr Spiegelbild verschwamm vor ihren Augen.
    Plitschplatschplutschplitschplatsch. Plutsch? Egal! Tilla machte unbeirrt weiter, wischte auch das letzte Krümelchen von ihren Händen und wartete darauf, dass das Wasser wieder ruhig sein würde.

    Sich schon wieder nützlich machen? Sollte sie nicht sitzenbleiben? Tilla nahm die Tafel an sich und schrieb auf was sie mit ihren Händen 'gesagt' hatte. Nein, ich war noch nie hier. Bei den Spielen und in diesem Oval, diesem Gebäude meine ich. Ich habe diese komischen 'Bäume' gesehen. Die haben gar keine Äste!! Warum haben die Vierbeiner Beulen auf dem Rücken? Erklärst du es mir? Bitte! Sie liess sich viel Zeit beim Schreiben, weil immer wieder etwas sie ablenkte ihre Sätze zu Ende zu bringen, sei es Geräusche, Stimmen, Töne oder die Bewegungen der Erwachsenen mit denen sie jetzt auf dieser Tribüne saß. Tilla wusste nicht was eine Tribüne war, kannte nur die Plattform von dem Sklavenhändler, wo sie von Brix gekauft worden war. Aber daran wollte sie jetzt nicht denken. Kritisch blickte sie auf ihre Worte hinunter und legte die Schreibtafel in Priscas Schoß.


    Die Fanfaren waren ganz schön laut. Tilla reckte den Kopf, wo denn bloß die Bläser saßen, konnte sie jedoch nicht finden. Mit fragender Miene sah sie zu Aurelia, die von irgendwoher einen Becher in die Hand bekommen hatte. Achja.. die Früchteschale. Sie rappelte sich auf und kletterte die Stufen hinauf zu den übrigen Sklaven, wo das Tablett stand. Das sah lecker aus, nur zugreifen konnte sie nicht, weil sie sich von den vielen Zuschauern und Augenpaaren beobachtet fühlte. Langsam tapste sie die Stufen hinunter. Der Mann in Uniform saß mittlerweile zwischen den Frauen. Innerlich schüttelte Tilla den Kopf, musterte ihn scheu, rief sich in den Kopf, dass er sie nicht erkannt hatte. Oder erkennen wollte? Nunja, als fingerflinke Diebin war sie damals viel dreckiger und zersauster gewesen. Langsam setzte Tilla sich wieder auf das Kissen zu Aurelias Knien und stellte die Früchteschale praktischerweise auf die beschriebene Tafel. Somit erfand Tilla kurzerhand die Selbstbedienung per Schoß. Zufrieden klatschte sie in die Hände und stupste ihr Glöckchen im Beutel an. Klingeling. Der Ton ging im rauschenden Beifall unter. Dieser Lärm, dieser große Platz, der offenen Himmel über ihnen, die vielen anwesenden Leute... das ist Rom. dachte Tilla.

    Tilla nickte und deutete nach oben. Ja, man kann. Gutes Heu. Riecht gut. Keine Mäuse. Sie nahm die Lampe in ihre Hand und kletterte, sich einhändig an der Leiter festhaltend, hinauf. Oben angekommen hängte sie die Lampe an einem Nagel am Balken neben der Leiter auf und spähte zu Fiona und Minna runter. Langsam kniete sie sich runter, rüttelte an der Leiter, um auf sich aufmerksam zu machen. Was ist? Kommt doch gucken. Alles trocken.


    Tilla winkte ihnen und trat weg vom Rand. Sie sah sich um. Die Seile waren alle da. Tilla zog sich an einem Seil hinauf ins Gebälk, wartete einen Moment, bis sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten und suchte die Balken nach einer weiteren Lampe ab. Mhm... hatte sie nur die eine? Mit Bedacht kletterte sie noch eine Etage höher und suchte noch einmal nach der Lampe. Schritt für Schritt balancierte sie auf die gegenüberliegende Seite das Balkens und kletterte von dort wieder zum Heuboden hinunter, fand die Decken in einem alten Weidenkorb. Auch gut! Fröhlich klatschte sie in die Hände, plumpste neben dem Korb nieder.

    Hektor gab ihr anstatt einer Antwort ein Zwinkern zurück. Das war beinahe noch besser als zu erfahren wer die rothaarige Fremde war. Tilla versuchte das Zwinkern zurückzugeben, stellte sich jedoch recht ungeschickt an und kniff beide Augen zusammen. Mhm, das Zwinkern musste sie noch öfters üben. Verlegen kratzte sie sich hinterm Ohr, sah zu Siv auf und bekam auch von ihr ebenfalls eine stumme Antwort zurück. Ein hübsches Lächeln. Zwischen den wenigen Spalten, die den Blick nach vorne freigaben, sah sie das Wasser im impluvium blinken. Tilla lächelte schwach. Ohja... ein schöner Anblick. Nur leider so leer. Nicht mal Fische gab es da drinnen. Ein aufblitzender Gedanke in ihrem Kopf meinte, dass dieses Becken viel zu klein und flach sei, um Wasserwesen zu beherbergen. Überhaupt tauchte der kleine Mann im Ohr immer seltener auf. Das fand sie schade. Ihre Kehle fühlte sich wieder ganz trocken an.


    Dinas Stimme riss sie aus den Gedanken. Von dem unsichtbaren Mann namens Rollo wusste Tilla inzwischen und hielt das trotzalledem für ein Spiel von Dina, um sie aufzumuntern. Sie spitzte ihre Ohren und prustete hinter vorgehaltener Hand amüsiert auf, als sie hörte, dass Rollo laut Dinas Worten Grimassen schnitt. Tilla hörte Schritte näherkommen und entdeckte Sertorio, der sich zu ihnen stellte. Beim Anblick seiner Kleiderfarbe wurde sie ganz blass. So viel Blut! Tilla schob sich impulsiv auf die andere Seite von Hektor, umklammerte seine angenehm warme Hand ein wenig mehr. Ein sachtes Vibrieren auf dem Boden kündigten drei Paar eilig rennende Füße an. Keuchend traten die fehlenden Sklaven der Sklavengemeinschaft zu ihnen, die da noch waren: Brix und Alexandros und Saba. "Tschuldige, Matho, wir hatten mit Sertorio im Stall zu tun..." dröhnte Brix's Stimme. Tilla lugte vorsichtig hervor, bemühte sich Sertorio zu ignorieren. Ihr fiel eine Person ein die immer noch fehlte: Wo war denn Leone? Beim Anblick der ebenfalls blutverschmierten Kleidung der Neuankömmlinge wurde sie noch ein Quentchen blasser. Sie hatten doch nicht..?

    Asny..
    du musst unbedingt dein Postfach aufräumen sonst kann ich dir gar nicht erzählen was hier und dort in Rom passiert. :]


    Im Klartext:


    Der Posteingang von Benutzer »Asny« ist bereits voll.

    Tilla hielt sich mit der Sklavin Dina im Bad von Aurelie Helena auf, welches eine gründliche Grundreinigung nötig hatte, als Mathios Stimme durch das Haus hallte. Prompt liess sie den Lappen fallen und starrte zur Tür. Herrjeh... was war denn jetzt wieder los? Dina eilte schon zur Tür und winkte ihr nachzufolgen. Tilla rappelte sich langsam auf die Füße und folgte Dina hinterher so schnell sie eben konnte. Körperlich geschwächt war sie ohnehin vom letzten Fieberanfall und stützte sich, wo es nur ging, an den Wänden der Gänge ab. Dina, die schon vorausgeeilt war, kehrte um und nahm Tilla an die Hand, damit sie schneller vorankamen.


    Mit einem stummen Aufatmen betrat Tilla das Atrium, stellte sich sogleich ohne zu Zögern neben Hektor, legte ihre schmale Hand in die des Mannes und lehnte sich zugleich an ihn an. Ihr herumschweifender Blick 'erzählte' ihr wer denn alles da war: Dina sowieso, Siv, eine ihr unbekannte Frau mit roten Haaren, Sofia und Caelyn. Kaum, dass sie dies erfasst hatte, traten Brix und Sofia ihrer Gruppe bei. Tilla konnte Matho zwischen den Leibern nicht mehr sehen und fühlte sich etwas eingeengt zwischen all den groß gewachsenen Sklaven. Wenn sie altersmäßig richtig tippte, war sie die jüngste in der Gemeinschaft der Sklaven. Kurz nur erhaschte sie Sivs Blick, lächelte ihr müde zu. Dasselbe tat sie in Caelyns Richtung und blickte schliesslich zu Hektor auf. Unbewusst spielte sie mit dem tränenförmigen Amulett, welches an einem schwarzen Lederband um ihren Hals hing. Wenn wer wusste wie die rothaarige Sklavin heiss, dann war es Hektor.

    Tilla spürte wie sie den Boden unter sich verlor und fand sich auf zwei Armen einer Person wieder. Jemand trug sie. Schimpfte sie gerade mit ihr? Die Stimme sagte nur Nein. Mit blinzelnden Augen sah sie zu Siv auf, hielt sich an ihr fest und fand sich wenig später unter den Decken wieder. Darunter war es warm. Nein, ihr war warm. Sie hätte die Laken gerne weggestrampelt, aber sie war schon erschöpft davon sich überhaupt aus den Bettdecken herausgekämpft und das Bett verlassen zu haben.


    Aufschniefend verharrte sie auf dem Rücken liegend. Die Bläschen die sie auf ihrem Weg durch die Reibung mit dem Stoff zum Platzen gebracht hatten brannten etwas, hatten aber kaum mehr Juckreiz in sich. Also brauchte sie sich nicht zu kratzen. Tilla hörte Sivs Stimme, sah zu ihr auf und erinnerte sich an Hektors Anwesenheit. Die laute Stimme schien fort zu sein.. das war gut. Hatte er also doch davon abgesehen sie in der Küche arbeiten zu sehen? Tilla zog beide Arme unter der Decke hervor und rieb mit den Händen die Augen, gähnte stumm. Immer noch war ihr so heiss. Möwen können gar nicht singen.. 'sprachen' ihre Hände. .. sie können nur lachen. Ob dies ihrer fiebernden Fantasie entsprang konnte sie nicht so genau sagen. Sie drehte den Kopf auf die Seite, fort von der Helligkeit.

    Ihre Augen konnte sie zumachen, aber ihre Ohren konnte sie nicht verschliessen. Sie sollte in die Küche gehen... und wenn sie nicht kommen würde, würde ein Wassereimer über sie ausgeschüttet werden. Die Minuten liefen ihr davon. Tillas kleines Herz begann schneller zu klopfen. Es erschreckte sie immer mehr, was um sie herum vorging. Die Stimme von Hektor entfernte sich und Matho erwiderte daraufhin noch einiges mehr. Er erwähnte noch einmal die Zeit.. jetzt hatte sie noch weniger Sekunden zum Handeln zur Verfügung. Was sollte sie nur tun? Tilla nahm ihre geschwächten Kräfte zusammen und rutschte näher an den Bettrand heran, quälte sich mit zusammengebissenen Zähnen aus der Bettdecke hervor. Zahlreiche zugeschorfte Bläschen sprangen durch die Reibung mit der Liegestatt wieder auf.


    Das Abholkommando war da? Nee. Tilla schüttelte den Kopf. Will nicht. Nach einem weiterem Atemzug fügte sie hinzu. Nicht Backen. Heute nicht. Zu der Stimme von Hektor kam die von Siv hinzu.. und noch eine und noch eine! Sie konnte sie alle gar nicht mehr auseinanderhalten und rutschte über die Bettkante auf den Boden hinunter. Au. Sie hatte sich das rechte Knie angestoßen.


    Die Schweisstropfen, die eine erneut steigenden Körpertemperatur ankündigten, wischte Tilla weg und visierte den Weg unterm Bett an. Da unten war es schön dunkel... Stück für Stück schob sie sich drunter, zog die Beine an den Oberkörper und schlang die Arme drum rum. Sie glaubte die Flügel der Möwe zu hören die sich ihr näherte. Tilla litt unter der Kälte die sie überfuhr, genoß die Wärme die daraufhin folgte. An ihren Schlafen hämmerte das Fieber. Sie rieb ihre kalten Hände und Füße aneinander, liess dies aber bald sein, weil es anstrengend war. Tilla rutschte noch ein bißchen nach hinten, entzog sich der Helligkeit und dem Stimmengewirr. Gleich würde die Möwe wieder bei ihr sein.. gleich.. jeden Moment.

    Caelyn freute sich bei ihr zu sein? Nunja.. irgendwie war Tilla auch froh, dass die Ältere da war. Sertorio war, bevor Caelyn aufgetaucht war, ziemlich unheimlich geworden. Nicht nur wegen seiner Worte. Sie lächelte ihr zu und sah Sertorio an. Die Saturnalien waren vorbei und welcher Monat kam dann? Januar? April und Mai hören sich nach tausend mal noch schlafen an. Und warum nicht jetzt in die Erde stecken? beharrte sie auf der Sommenblumenkern-Frage, zog ihrerseits die Nase kraus. Tilla zuckte auf Caelyns Frage die Schultern, doch ihre Miene hellte sich auf. Sie hatte keinen Ärger bekommen. Tilla kletterte spontan auf den Ziehkarren, stellte sich in gleicher Höhe zu den Erwachsenen auf. Sonnenblumenkerne zu kaufen war mein Einfall. Zum Brot backen. Mit der Köchin Niki. Sertorio allein hat die Einkaufsliste im Kopf.

    Tilla legte den Kopf schief, als Caelyn plötzlich loslachte. Hm? Zu Hause erst erzählen? War das so kompliziert? Oder steckte einfach mehr dahinter? Mit kurzen knappen Bewegungen wischte sie die letzten Tränen aus den verweinten Augen. Irgendwie funzte es besonders gut in Anwesenheit Erwachsener zu weinen. Dann kam immer eine Reaktion. Ich darf sowas zu ihm sagen? Das wusste ich gar nicht. Schimpfen ist gefährlich. behauptete sie und nickte Caelyn auf ihre Frage schwach lächelnd zu. Das wär toll, wenn du ihn begleitest.. Dann konnte sie ja zur Villa zurück gehen, wenn sie nicht gebraucht wurde.


    Doch zu früh gefreut. Sertorio will trotz alledem, dass sie mitkommt. Oh, verflixt... die Säcke. Die waren recht schwer.. aber das man sie so shcnell wegnehmen konnte, wunderte sie doch ein bisschen. Na gut... entgegnete Tilla, stellte sich wieder neben dem Karren auf. Da siehste, die Sonnenblumenkerne sind dir glatt entfallen, wenn ich nit probiert hätt. Ein verschmitztes Grinsen legte sich auf ihr Gesicht wo noch ein paar Tränenspuren zu sehen waren. Nächste Woche heimkommen? Machen wir das wirklich? Wie lange brauchen in die Erde gesteckte Sonnenblumenkerne bis die gelbe Blume herauskommt? Von einem zum anderen huschten ihre dunkle Augen.

    Der Besucher kam immer näher. Tilla meinte das Blut in den Ohren rauschen zu hören. Eigentlich wollte sie nur wissen, ob sie dieses Stimme kannte. Mit dem Hinsetzen an die andere Seite des Bettes entpuppte er sich als Hektor, der aus dem Stall, der mit den Pferden tanzt. Puhh... Tilla atmete erleichtert aus und lächelte ihm zu. Wen hatte sie denn sonst erwartet? Vielleicht hatten ihre Gedanken einen Streich gespielt. Hektor sprach zuerst mit Siv. Sie kratzte sich am Ellenbogen, um dieses lästige Jucken 'abzustellen'. Sie wurde mit Sivs Angebot etwas zu trinken vom Kratzen abgelenkt und nahm es bereitwillig an. Tilla versenkte ihre Nase in den Becher und trank alles Schluck für Schluck aus. Dann sprach er mit ihr. Den leeren Becher legte sie auf der Bettdecke ab, erhaschte sein Zwinkern. Hej! begrüßte sie ihn. Sie schüttelte langsam den Kopf. Ne.. nicht gut.. viel müde.. und aua. Tilla gähnte prompt auf sein Stichwort, dass sie noch Ruhe brauchte und legte die Hand vor den Mund. Was ist.. eigentlich.. los? startete sie erneut den Versuch herauszufinden was sich hier abspielte.


    Die Tür öffnete sich noch einmal und noch jemand kam herein. Der Besucher sprach sofort drauflos und seine Stimme klang nicht sehr freundlich. Sie stank? Sie war schon tot? Nee. Sie schüttelte den Kopf. Der Mann, den sie überhaupt nicht kannte, sprach schon weiter. Tilla umklammerte den Becher. ..wenn sie tot ist, dann muß das Zimmer desinfiziert und das Bett für eine neue Sklavin bezogen werden.. Nee. wiederholte Tilla. ..und wenn Tilla gesund ist, dann sollte sie schleunigst wieder arbeiten.. Sie schüttelte den Kopf und schloß die Augen, weil ein kurzer Schwindel sie überfiel. ..Du sollest vorgehabt haben zu backen. Naja, wenn's hilft. Jedenfalls mach' mal zackus-zackus.. Jetzt erschreckte sie sich erst recht, öffnete die Augen. Tilla sollte aus dem Bett raus? Es verlassen, um zu arbeiten? Sie fühlte sich nicht mal in der Lage dazu, die schwere Bettdecke wegzuschieben. Ihr wurde heiss und kalt zugleich. Das kranke Mädchen biss sich auf die Lippen und versuchte sich aus Mathos Blickfeld wegzudrehen. Es war anstrengend sich zu bewegen. Sie liess den Trinkbecher los, der von der Bettdecke hinunterkullerte. Kleine Schweisstropfen wurden auf ihrer Stirn sichtbar.

    Mit schiefgelegtem Kopf sah sie Caelyn an, schniefte wieder auf. Angemacht? Schon wieder ein neues Wort! Sie warf hilflos die Hände in die Luft und liess die Schulter hängen. Tilla schniefte, wischte die Tränen aus dem Gesicht und setzte sich mit verschränkten Armen auf den Karren. Ihr fiel die Klapptafel ein, diese nahm sie zur Hand und wiederholte mit kleinen Veränderungen ihre Worte, die sie vorhin gebärdet hatte. Die andere Sklavin sprach sowieso gerade mit Sertorio.
    Einkaufen tun wir gerade nichts. Sertorio soll doch mit Caelyn weiter gehen. Caelyn weiss offensichtlich Bescheid über was Sertorio redet. Und bewerft mich beide nicht mit Wörtern die ich nicht kenne!! So viele neue Wörter und diese scheinen keine besonders angenehmen Bedeutungen zu besitzen. Pappnase? Was ist das für ein Wort? Holzkopp? Was meinst du? Was meint er? Was ist 'Arsch' und 'Angemacht?' Was ist 'rangelassen'? Was heisst 'vafickt'? 'Ballast' und 'Krüppel'? Der Platz auf der Tafel reichte gerade noch für alles aus. Sie stand vom Karren auf und reichte die Tafel Caelyn. Eine Frage hatte sie nicht hinzugefügt... nämlich diejenige ob Mann und Mann ebenso wie Frau und Mann ins Bett gehen?

    Tilla lief weiter, sah sich ein paar Mal nach ihren Begleiterinnen um. Die Stimmen und Schritte hinter ihnen wurden immer leiser und leiser. Das hielt Tilla aber nicht ab weiterzulaufen. Immer wieder bog sie um eine Ecke ab und wartete hinter der Ecke auf Fiona und Minna, um dann gleich wieder weiterzulaufen. Kommt schon! Nach einiger Zeit und quälend langsam verlaufenen Minuten erreichten sie die dritte Strasse hinter dem Forum Romanum. Hinter dem Bretterzaun befand sich der alte Pferdestall. Inklusive Heudachboden. Und mitsamt einem Brunnen auf dem Hof. Das Gebäude war längst verlassen, aber dennoch gut in Schuß.


    Tilla sah die Älteren an, die ihr Fragen stellten. Was sie hier wollte? Konnte sie Ihnen vertrauen? Vor den anderen verstecken. erwiderte sie. Sie kniete sich vor dem Bretterzaun, hob die ersten drei Bretter von rechts an und drehte sie um. Das ist mein Versteck. Von früher. Tretet ein. gebärdete sie und hielt die drei Bretter hoch, solange die beiden durchstiegen. Als letzte stieg sie hindurch und drehte die Bretter wieder in die ursprüngliche Lage zurück. Von außen sah es wieder aus wie ein normeler Bretterzaun. Die meisten Passanten ahnten nichts von dem verlassenen Hof und Pferdestall.


    Es war recht dunkel. Der Mond war hinter einer Wolke verschwunden. So konnten die beiden gar nicht sehen, was sie gebärdete!! Tilla griff nach rechts und angelte eine Öllampe hervor. Vorsichtig drehte sie den Docht auf und lächelte als das Licht größer wurde. Jetzt konnte sie 'sprechen'. Verlassener Hof. Alter Pferdestall. Brunnen. Heudachboden. Einsam und doch gemütlich. Etwas außer Atem vom Rennen betrat Tilla den gepflasterten Hof und strebte dem Pferdestall zu. Die Leiter zum Heuboden war aufgestellt. Still wartete sie auf Fiona und Minna, fühlte sich in der vertrauten Umgebung wohl.

    Du kannst auch alleine gehen. Du bist doch stark. erwiderte sie gebärdend auf seine Worte. Ich bin kein Fräulein. Ich bin eine dumme Nuss, die so blöd ist, jemanden zum Einkaufen zu begleiten und dann was erfährt, was sie gar nicht wissen will. fügte sie hinzu, schüttelte den Kopf. Am Karren stehen und aufpassen? Würde sie ja gerne tun. Wenn sie nicht dieses Wissen im Kopf hätte. Sie sah auf, als Caelyn plötzlich bei ihnen stand. Sertorio erzählte ihr was sie sie hier taten. Was war das nur wieder für ein neues Wort? Arsch Tillas Augen füllten sich mit Tränen, die über ihre Wangen rollten und auf den Mantel tropften. Irgendwie schien ihr, sie hatte von nichts Ahnung. Sie wusste nur, dass ein Mann eigentlich mit einer Frau ins Bett ging und nicht mit einem Mann! Einkaufen tun wir gerade nichts. Geh doch mit Caelyn weiter. Die weiss offensichtlich Bescheid über was du redest. Und bewirf mich nicht mit Wörtern die ich nicht mal kenne. Tilla regte sich auf, was sie sher sehr selten tat, war sie doch sonst sehr ruhig und in sich gekehrt.

    Ein bisschen drehte sie sich zu Fiona um, die ihr beruhigende Worte zusprach, mied aber weiterhin den Blick auf Minnas Verletzung. Sie sollte keine Angst haben? Zu Boden schauend scharrte sie mit dem Fuß einige Kieselsteine zusammen, lauschte den Geräuschen der beiden. Wie konnte man Witze machen, wenn man blutete? Ihre bisher gemachten Erfahrungen sprachen das Gegenteil. Ein leises ratschratsch verriet ihr, das Stoff zerrissen wurde. Jetzt hörte sie Minna sprechen. Wenn sie so sprach.. dann.. dann schien es wirklich nicht so schlimm um sie zu sein? Oder?


    Zaghaft blickte Tilla zu beiden auf, die auf einmal davon zu sprachen wieder etwas zu spielen. Minna hielt sich ein Tuch vor die Nase. So konnte Tilla das Blut nicht mehr sehen. Und Minna lenkte sie auch schon wieder von ihrem Malheur ab, nahm ihr den Ball ab. Verwundert beobachtete sie die blonde Frau, die irgendetwas im Sinn zu haben schien. Sie liess den Ball auf Amphoren zurollen. bumssrummbumssplumpsbumms Uh.. war das laut!!
    Mit großen Augen sah sie zum kreuz und quer liegenden Tonhaufen hinüber.


    Das waren alle Amphoren! Wie hast du das geschafft? fragte sie Minna, drehte sich zu ihr rum. Das Weite suchen? Es öffneten sich einige Fensterläden und hinter anderen Villatoren hörte man aufgeregte Stimmen, die näherkamen. Oh... das sollten sie nun aber wirklich machen! Los.. weg hier! forderte sie die beiden anderen auf, vergaß für den Moment ihren Ball unter dem Scherbenhaufen. Na.. kommt schon.. Tilla klatschte in die Hände und lief los. Eines ihrer Verstecke war ganz in der Nähe.

    Tilla sah Sertorio aus gebührendem Abstand seinen Gesten zum Tragen von schweren Gegeständen zu. So ganz recht traute sie ihm nicht. Oder wollte ihm noch nicht trauen! Seinen nächsten Worten wollte sie zuerst gar nicht mal trauen.. traute ihren Ohren nicht. Wie? Sertorio war mit dem Uhu zusammen gewesen? Das trug dazu bei, dass Tilla noch ein paar Schritte zurück trat. Ein Mann und ein Mann zusammen im Bett? Neenee.. also wirklich, das überstieg ihren Horizont. Zusammen im Bett sein, nur um etwas billiger zu kriegen? Was sollte sie jetzt bloß machen? Mit diesem Wissen? Ach, hätte sie doch gar nicht erst nachgefragt. Am liebsten würde sie den Einkaufsbummel abbrechen. Ich will zurück zur Villa. 'sprachen' ihre Hände auch schon aus, was sie dachte.

    Anstatt Hektor fand sie ihre Herrin mit ihrem Verehrer vor. Ausgerechnet mitten im Umkleiden platzte sie bei diesen beiden Erwachsenen hinein. Bevor sie auch nur einen längeren Blick auf die schlanke und kräftige Gestalt von Aquilius werfen oder den Blick von Prisca erhaschen konnte, berührte sie jemand am Arm und nahm sie zudem auch noch an die Hand. Tilla liess es geschehen, folgte der anderen wieder in die Kälte hinaus. Auch jetzt fragte sie sich, was das jetzt eben gewesen war? Hatte sie eben tatsächlich die Kühnheit besessen einfach da rein zu gehen? Von der Inneneinrichtuing hatte sie ein bisschen wahrgenommen. Äußerst prächtige Stoffe... unter anderem auch ein blaues Tuch. Irgendwie ein gutes Zeichen, wenn es da drinnen bei den beiden hing, oder?


    Aus den Gedanken riss sie Hektors Stimme, der sie nach ihrem Tun fragte. Still zuckte sie die Schultern, setzte eine Miene auf, dass sie selbst ganz durcheinander war. So kannte sie sich gar nicht. Inzwischen wieder mit den Zähnen klappernd, entzog sie ihre Hand der Sklavin, trat sie von ihr weg und näher zu Hektor hin, um in seinem Windschatten Schutz vor dem Wind zu suchen. Hektor überfiel sie mit Fragen zu den Delphinen. Wenn sie das wüsste... diese passenden Antworten, die eine Erklärung parat hatten. Froh, irgendeinen Halt im ganzen Trubel zu haben, ergriff sie Lunas Leine und trottete los. Ich hab gesagt, die Schwarzen bekommen Prisca nicht. Und dann waren die Hellen auf einmal da. Sie haben ihn gemeinsam abgedrängt und der Älteste hat mich begrüßt. Der hat sich gefreut, dass ich da bin. Ein magerer Versuch. Naja.. besser als nichts.


    Sie musste ihre Gebärden unterbrechen, weil sie eine Decke bekam. Tief kuschelte Tilla sich in diese hinein, liess Lunas Leine nicht los. Nicht, dass die noch weglief. Scheu sah sie zu Straton auf, der übrigens nicht der flavische Sklave war, der ihr böse war. Ersatzkleidung. Aufwärmen. Brühe essen. Das klang gut. Ihre Miene hellte sich auf. Das waren ganz tolle Aussichten! Si. Mach ich. Danke. Sie sah sich um, wo die Pferde standen und trabte los. Luna tat es ihr gleich, folgte ihr hintendrein. Tilla band die Stute ganz außen an und kehrte wieder um. Unter der dicken Decke wurde ihr vom Rennen ein wenig warm. Beeil dich, Hektor. Das Essen ruft. neckte sie den anderen und erreichte das Zelt wieder. Dort bekam sie die Wechselkleidung in die Hand gedrückt und verschwand für einige Sandkörner-Minuten hinterm Zelt.


    Mit sichtlich verlegener Miene tauchte Tilla wieder auf, knautschte den viel zu langen Saum des neuen Kleides zusammen, die überlangen Ärmel hatte sie mehr schlecht als recht hochgekrempelt. In der anderen Hand hielt sie ihre nassen Sachen und ihre vom Umziehen zersausten Haare wollten nicht gehorchen. Der weiche wollene Stoff umspielte ihre magere, nicht sehr weiblich ausgeformte Figur. Wahrscheinlich sah sie gerade wirklich wie ein Irrwisch aus, der aus seiner Baumhöhle gekrochen kam. Oder eher wie ein ungezähmtes wildes Mädchen. Die nassen Sandalen hatte sie wieder an den Gürtel geknotet, grub ihre Zehen tief in den weichen weißen Sand ein, bevor sie am Feuer einen Platz aussuchte. Das Meer ist ganz ruhig. Die Möwen setzen sich nicht drauf. Der Schwarzen wegen? Die sind böse. teilte sie niemandem bestimmten mit. Der einzige, der sie hier unter den Sklaven verstand war Hektor. Die dicke Decke hing schlapp auf ihrem Rücken hinab. Die langen Beine in den Schneidersitz schlingend sah sie aufs Meer hinaus.