Beiträge von Numerius Duccius Marsus

    Zitat

    Lando
    ...Pänz kütt unso...


    Da machte Witjon aber große Augen. "Das ist ja großartig!" Als er jedoch Landos besorgten Gesichtsausdruck wahrnahm, wurde ihm auch bewusst wie gefährlich eine Geburt sein konnte. Der Mann musste abgelenkt werden, und zwar schnell! Daher fragte er ganz blöd mit Blick auf Landos Bier: "He, wo gibt's mehr davon? So eins könnte ich jetzt auch gebrauchen." Natürlich wusste er genau, wo es Bier im Haus gab, weshalb er seinen Vetter auch direkt in die entsprechende Richtung schob und zu reden begann. "Ich hab plötzlich auch ganz schönen Hunger. Komm, wir holen was zum Frühstück!" Ablenkung, jawohl. Nicht nur für Lando, Witjon selbst versuchte sich hier auch abzulenken. Von seiner immer noch nicht schwangeren Frau, von den Sorgen, die er hatte...und natürlich auch von seinem morgendlichen Hunger. Denn den konnte man nur durch essen besiegen! (:D)

    Sim-Off:

    So. Entschuldigt, dass sich das hier so lange hinzieht. Jetzt kann's weitergehen.


    Zitat

    Original von Marcus Vinicius Hungaricus
    Allerdings hätte ich gerne, daß den Bürgern hier sehr stark bewußt ist, daß die Statue von mir finanziert wurde. Du solltest noch einmal darauf hinweisen.


    Witjon nickte bekräftigend und setzte das Gesagte auch gleich in die Tat um. Bevor der Sacerdos also zur Tat schreiten konnte und dem verstorbenen Kaiser ein Opfer darbringen konnte, schritt er noch einmal ein und verkündete: "Geehrte Anwesende! Bevor der Sacerdos das Opfer vollzieht... - es war noch etwas unruhig auf dem Platz, also verschaffte er sich mit einem gebrüllten Silentium die nötige Aufmerksamkeit - ...möchte ich noch einmal betonen, dass diese Statue des göttlichen Iulianus vom Legaten persönlich gespendet wurde! Ich bitte um einen gebührlichen Beifall für diese großzügige Tat!" Das Volk verstand und der Großteil fiel auch sofort in die Beifallsbekundung ein, während der Rest einfach noch verwirrt dreinschaute. Witjon seinerseits gab nun dem innehaltenden Priester Phelan ein Zeichen und das Opfer wurde vollzogen.

    Der Legat und der Praefectus betraten mitsamt Gefolge und Stab den Besprechungsraum. Auch hier betrachtete Witjon die Ausstattung, doch fiel sein Blick bald auf die Häppchen und Getränke die bereitstanden. Ein wenig Appetit hatte er ja schon, aber der Legat würde sich vermutlich erst einmal unterhalten wollen. Er wartete also geduldig, bis Hungaricus sich gesetzt hatte und würde sich dann ebenfalls setzen, um den Gesprächen zu folgen und alles zu notieren, was ihm wichtig erschien. Dafür zückte er Wachstafel und Griffel und war bereit zu jeder Schreibtat.

    Witjon stieg mit Valgiso aus der Kutsche und sah sich um. Es hatte sich nicht viel geändert seit seinem Besuch damals. Er erinnerte sich wie er mit Lando als popeliger Scriba Consortii im Auftrag der Freya Mercurioque beim Praefectus Alae vorstellig wurden. Zu dieser Zeit war das noch Octavius Sura. Wie schnell die Zeiten sich doch änderten. Einmal mehr war Witjon beeindruckt von der Uniformpracht und der Ordnung, die dieses Lager zur Schau stellten. Nach der knappen Begrüßung wurden sie hereingebeten und so folgte er den Offizieren ins Innere des Castellums, in die Principia.

    "Es gibt viel neues zu berichten," begann Witjon seine Ausführungen. Er grinst und fuhr fort. "Zum Beispiel, dass ich seit kurzem Magister Officiorum bin und wir somit wieder im selben Gebäude arbeiten. Aber soweit ich weiß, bist du auch eine Stufe nach oben geklettert. Man hat dich endlich zum Comes gemacht, wie? Meine Glückwünsche!" Er hob noch einmal den Becher und setzte zum trinken an. Witjon freute sich wirklich für seinen Freund und das konnte man ihm auch ansehen.


    Nun, was gab es noch zu wissen? "Hast du schon mit dem neuen Legaten gesprochen? Bei deiner Beförderung vermutlich, oder?" fuhr Witjon fort. Er wollte gerne Maecenas' Meinung über den Vinicier hören. "Was hälst du von ihm? Scheint ein kompetenter Mann zu sein wie ich finde."


    "Naja und sonst habe ich mich hauptsächlich mit Ehepflichten herumgeschlagen. Callista lernt schnell die Sprache meiner Sippe und macht sich gut im Haushalt. Das einzige worauf ich warte ist ein Sohn, den ich großziehen kann." Der junge Duccius lächelte bei diesem Gedanken. Ein kleiner Witjon, wie schön das doch wäre. Doch so sehr er sich bisher angestrengt hatte, seine Frau war immer noch nicht schwanger. Langsam machte er sich sorgen, ob es womöglich an ihm lag...

    Vom Gebrüll ebenso unsanft geweckt stand bald Witjon auf der Treppe des Wohnturms. Er hatte nur eine Hose an und rieb sich verschlafen die Augen. Marga kam ihm ruhigen Schrittes entgegen, was so gar nicht zum zuvor gehörten passen wollte. "Moin Marga. Was'n los, wieso'n das Gebrüll?" Der Hausdrache winkte nur gelassen ab und marschierte an dem jungen Mann vorbei die Treppe hinauf in Richtung Dachgeschoss. "Na, frag halt den Chaoten drunten." So ließ sie den ahnungslosen Witjon stehen und verschwand in Elfedas und Landos Zimmer. Ein leiser Verdacht keimte in Witjon auf, der nach Bestätigung schrie. Er hastete die Stufen hinunter und schaute sich nach seinem Vetter um. "Loki? Loki! Mensch, was ist hier los, dass so ein Lärm veranstaltet wird?" Ein großes (und äußerst müdes) Fragezeichen stand in sein Gesicht geschrieben, als er den Herrscher des Chaos in Lanthiltas Beisein vorfand. Irgendwie wirkte der sonst so selbstbewusste Mann in diesem Moment sehr konfus.

    Noch nie zuvor war Witjon in einer Reisekutsche unterwegs gewesen. Das rythmische Rumpeln der Räder und das Klappern der Hufe machte schläfrig und das Fehlen von Gesprächsstoff schuf Langweile. So starrte er eine ganze Zeit lang in die Landschaft hinaus, die er bereits von vorherigen Unternehmungen kannte. Auch der Anblick von Confluentes selbst war nichts Neues mehr für den Magister, weshalb er mit stummer Zufriedenheit die Civitas am Rhein betrachtete. Boten wurden geschickt, der Tross setzte sich wieder in Bewegung und bald befuhren sie die Straßen der kleinen Provinzstadt.

    Zitat

    Original von Marcus Vinicius Hungaricus
    Gekleidet in Tunika und synthesis, die bekanntlich einfachere Version der umständlichen Toga, trat er aus dem Haus. Und wunderte sich wie zuvor der Tribun über die Stärke der hier anwesenden Reiter.


    Auch Witjon bestaunte das Aufgebot der Reiterei, als er beinahe Zeitgleich mit dem Legaten den Platz im Castellum betrat. Er mogelte sich mit seinen wenigen Dingen, die er für die Reise als notwendig erachtete, zwischen den Männern, Tieren und der Kutsche vorbei, bis er schräg hinter dem Vinicius stand und den Gruß der Soldaten und die kurze Ansprache des Legionskommandanten mitbekam. Nicht wenig beeindruckt nickte der Duccier und trat dann ruhig in das seitliche Sichtfeld des Statthalters, um diesen zu begrüßen. "Salve Legatus. Die Götter segnen uns heute mit einem milden Tag." Er blickte gen Himmeln und versuchte es dann mit einem Lächeln, das jedoch etwas schief geriet. Witjon war im Grunde genommen ein Langschläfer und Morgenmuffel und war deshalb auch an diesem Morgen nicht die perfekte Reisegesellschaft. Aber das würde sich im Laufe des Vormittags noch ändern.

    Und Marsus kam. Der junge Mann betrat den Schankraum der Silva Nigra. Er sah sich um und stellte zufrieden fest, dass sich nichts verändert hatte. Raue Gesellen saßen bei Würfelspiel und Bier zusammen und machten derbe Späße. Geschäftsleute aßen und besprachen ihre neuesten Verträge. Hafenarbeiter, Handwerker, Tagelöhner, Bauern auf der Durchreise, sie alle ließen es sich an diesem Abend in der Silva Nigra gut gehen oder ertränkten ihre Sorgen im Bier. Unter den vielen Menschen entdeckte er bald seinen Freund an einem Tisch sitzend. "Grüß dich Maecenas," sagte er und setzte sich zu diesem. Dem Schankmädchen gab er mit einem Wink zu verstehen, dass er ebenfalls etwas zu trinken wollte und lehnte sich dann bequem zurück. "Lange saßen wir nicht mehr bei einem Bier zusammen, alter Freund." Witjon grinste. Dankend nahm er den Krug entgegen, den das Schankmädchen ihm brachte und erhob diesen zum zutrinken. "Auf die Freundschaft!" rief er gut gelaunt aus und stieß mit dem frisch ernannten Comes an, dass das Bier auf den Tisch schwappte.

    IN NOMINE IMPERII ROMANI
    ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI
    ET IN NOMINE CIVES MOGONTIACI


    ERNENNE ICH
    Marcus Duccius Rufus


    MIT WIRKUNG VOM
    ANTE DIEM IV NON OCT DCCCLIX A.U.C. (4.10.2009/106 n.Chr.)


    ZUM
    Magistratus - Mogontiacum



    Numerius Duccius Marsus - Duumvir Mogontiaci

    IN NOMINE IMPERII ROMANI
    ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI
    ET IN NOMINE CIVES MOGONTIACI


    ENTLASSE ICH
    Decimus Duccius Verus


    MIT WIRKUNG VOM
    ANTE DIEM IV NON OCT DCCCLIX A.U.C. (4.10.2009/106 n.Chr.)


    AUS DEM AMT DES
    Magistratus - Mogontiacum



    Numerius Duccius Marsus - Duumvir Mogontiaci



    Ad:
    Praefectus Alae Lucius Iunius Silanus
    Castellum Alae II Numidiae
    Confluentes - Germania Superior - Germania


    Salve Praefectus Iunius,


    der Legatus Augusti Pro Praetore Vinicius Hungaricus lässt dir seine Grüße übermitteln. Er wird in den nächsten Wochen eine Rundreise durch die Provinz unternehmen. Confluentes gehört zur Reiseroute, wo unter anderem Halt gemacht werden wird. Der Statthalter wünscht dich bei dieser Gelegenheit persönlich kennen zu lernen und wünscht über die Lage deines Befugnisgebiets selbst in Kenntnis gesetzt zu werden.


    Der genaue Termin des Besuchs ist nicht abzuschätzen, rechne daher jederzeit mit der Ankunft der Reisegesellschaft. Um die Vorbereitung entsprechender Quartiere für den Legaten, sein Beamtengefolge und die Leibwache wird gebeten.



    Die Götter mit dir




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    Numerius Duccius Marsus - Magister Officiorum - Provincia Germania

    Zitat

    Original von Valgiso
    "Kann ich auf deinen ersten Vorschlag zurückkommen, dass ich nun meine Kollegen kennen lernen sollte?"


    "Aber ja, gerne. Komm, ich mache euch miteinander bekannt." Witjon erhob sich und öffnete die Tür, die in den Raum der Schreiber führte.
    Zur Erklärung: Die Räume der Scribae, des Magister Officiorum und des Statthalters liegen alle nebeneinander. So kann man sie alle über den Flur erreichen. Doch man kann ebenso über Seitentüren direkt von Zimmer zu Zimmer gelangen. So ist es die Regel, dass sich Besucher beim Scriba anmelden müssen, um zum Magister Officiorum vorgelassen zu werden, der dann möglicherweise zum Statthalter selbst weiterleitet.
    In diesen ersten Raum mit den Scribae führte Witjon seinen neuen Untergebenen nun hinein. Er begrüßte die Anwesenden und stellte die Männer einander vor. "Leute, das hier ist Valgiso. Er wird euch von nun an zur Seite stehen." Die anderen Scribae hießen den Neuen freundlich willkommen. Einer der drei Männer trat vor und übernahm das Reden. "Salve Valgiso. Mein Name ist Mamercus Furnius Calvus und ich bin hier momentan der dienstälteste Schreiber. Wenn du also Fragen hast, wende dich an mich." Daraufhin deutete er auf einen freien Schreibtisch. "Das ist dein Arbeitsplatz. Und das hier sind deine Kollegen Aulus Ovius Rectus und Euphorbus." Die beiden Männer nickten dem Neuen zu und hießen ihn ebenfalls willkommen.
    "Ich unterbreche euch nur ungern, aber wenn dann soweit alles klar ist, würde ich wieder an meine Arbeit gehen." Er schmunzelte und fragte sich insgeheim wie lange Valgiso wohl Scriba bleiben würde. Hoffentlich würde er nicht ebenfalls verschwinden, erkranken, oder vor irgendetwas davonlaufen wie so viele vor ihm. Mit einem Schulterzucken machte er sich also wieder an sein Tagwerk...

    -Bekanntmachung-


    Ergebnisse der Wahlen in Mogontiacum


    Der Comes der Regio Germania Superior gibt hiermit die offiziellen Endergebnisse der Wahlen zur Stadtverwaltung der Civitas Mogontiacum bekannt.


    Wahlen der Magistrati
    Gültige Stimmen: 3756
    Ungültige Stimmen: 141



    Wahlen der Duumvirn
    Gültige Stimmen: 3823
    Ungültige Stimmen: 180