Beiträge von Aulus Flavius Piso

    Piso sah den Nubier schraeg an. Sah man ihm das nicht an? "Ich glaube das, ja.", sagte er im Inbrust der Ueberzeugung. Cassivellaunus neben ihm versuchte mit Gesten seinen Herrn ueberzeugen, nicht auf so etwas reinzufallen, doch Piso uebersah ihn ganz einfach. Er war ja nur ein Sklave. Keine Sekunde lang kam ihm der Gedanke, dass er sich komplett blamieren koennte. Siene ausgepraegte Eitelkeit liess das nicht zu, und seine Sturheit verleitete ihn dazu, seinen mit dem Armen fuchtelnden Sklaven zu ignorieren.
    Immerhin rief der Nubier die Frau her. Piso schaute auf. Sie. Huebsch war sie durchaus, aber dies half halt nichts, wenn man nicht ordentlich singen konnte. Und der Poebel fiel noch darauf rein! Ja, Piso erachtete es durchaus als seine Pflicht als roemischer Buerger, die Leute hier auf den rechten Weg zu bringen. Diese Frau symbolisierte etwas, was gegen die traditionellen Werte ging. Dies durfte er nicht zulassen. Und er war sich sicher, dass er das Zeug dazu hatte, die Anwesenden zu ueberzeugen.
    Die Frau schien Pisos Vorschlag gar nicht abgeneigt zu sein. Na, immerhin etwas. Er war sich ziemlich sicher, dass sie ihn fuer nicht voll nahm. Doch da hatte sie sich vertan. Ja, Piso gefiel sich in der Rolle des Missunterschaetzten. :D
    "Ankuendigen kannst du: Aulus Flavius Piso.", meinte Piso wuerevoll zum Nubier.
    Er sah auch den verzweifelten Blick des Nubiers. Ja, dieser Mann wusste, was vor sich ging! Er sah es kommen! Er wusste, Piso wuerde diese Jaulerei so dermassen in den Schatten stellen, dass sich niemals jemand von dieser Truppe mehr nach Rom wagen wuerde!
    Cassivellaunus hatte sich mittlerweile abgewandt. Er schuettelte nur den Kopf. Er wuerde auf jeden Fall den Weg freihalten, falls man seinen Herren mit faulen Eiern bewarf. Was durchaus schon vorgekommen war.
    Piso versuchte waehrenddessen, auf das Podest zu kommen. Wieso war das so hoch? Und wieso half ihm keiner?

    [Blockierte Grafik: http://www.cavernbeatles.com/blog/images/baldrick.jpgCassivellaunus


    Cassivellaunus nickte schwer, als er Fiona hoerte. "Ich glaube, ich weiss, was du meinst... da war ja dieser Aufstand bei euch Silurern, vor ein paar Jahren! Wir waren ja im ehemaligen Ordovizergebiet oben, und wir haben alle gehofft, dass ihr gewinnt... obwohl es klar war, das das nicht so sein wird.", meinte er. "Die Roemer zertrampeln alles. Doch irgendwann einmal werden sie an ihrer eigenen Gier ersticken." Zorn blitzte kurz in seinen Augen auf, aber dann blickte er wieder ruhig drein. "Ich habe schon davon gehoert. Sie haben alle Doerfer, die sich aufgelehnt haben, zerstoert und dann alle ueberlebenden versklavt. Sowas tut man ja echt nicht.", schloss er.
    Sie fragte ihn auch nach Hispania und seinem Herrn. "Ja, Piso. Ist gerade angekommen. Er ist... ziemlich schwierig. Aber im Grunde ein guter Mensch. Er hat mich aus dem Bergwerk herausgekauft, wo sice mich zu Tode pruegeln wollten, und das werde ich nie vergessen.", meinte Cassivellaunus. Er war ein schlechter, ineffizienter Minenarbeiter gewesen, und er hatte mehr Geld gekostet, wie er einbrachte. Deshlab wollten sie ihn ganz einfach umbringen, wie ein Schwein. Doch Piso, der die Schieferbergwerke besichtigt hatte, war eingeschritten und hatte ihn gekauft. "Du wirst ihn schon noch kennenlernen, denke ich."
    Er wollte doch noch was sagen? Ah ja, genau, Hispania. "Dort war ich, ja, mit Piso. Nicht so lange noch her, war dort letztes Jahr. In Tarraco, Caesaraugusta, Pompaelo und Flaviobriga.* War sehr schoen dort, besonders der letzte Abschnitt. Das Leute dort nennen sich die Basken. Da sind wir durch sehr schoene Berge durch. War eine schoene Zeit. Leider gab es da auch ein paar duestere Geschehnisse.", meinte er und seine Gesichtszuege verdunkelten sich.


    Sim-Off:

    Leider war ich noch nie in dieser Stadt! :( Aber schon in Conwy, das ist ja genauso!
    *Tarragona, Saragossa, Pamplona und Castro Urdiales bei Bilbao

    Wieder dieses Laecheln! Wie symetrisch, wie wundervoll, einfach hinreissend! Irgendwie hatte er doch nun das Gefuehl, dass sie das mit dem hinreissenden Laecheln besser hinkriegt wie er selber.
    Doch schien sie unzufrieden damit zu sein, dass Cassivellaunus ihr nicht die beiden Haende befreite, sondern nur den einen.
    Cassivellaunus blickte sie erstaunt an. "Knolle?" Er dachte an Erdgewaechse. "Ich liebe Moehren!", meinte er mit einem breiten Grinsen, welches Zaehne entbloesste, die zweifellos bezeugten, dass er von moderner Zahntechnik komplett unberuehrt war.
    Piso selbst ueberlegte, als er sich den Wortschwall von Semiramis anhoerte. "Doch, du schreist, aber ich lasse dich ausreden, wie abgemacht.", entgegnete er in aller Seelenruhe.
    Dieses versprechen hielt er auch ein.
    Am Ende rieb er sich am Kinn und begann nun selber, eine Rede zu schwingen.
    "Natuerlich macht der Sklavenhaendler einen Profit! Sonst gaebe es den Beruf gar nicht. Man nennt dieses System "Freie Marktwirtschaft."", erklaerte er Semiramis wie einem ungezogenen Kind. "Manche Sklavenhaendler erwarten nicht weniger als 2000 Sesterzen fuer Sklaven, die sie in Germanien zu einem Pappenstiel erworben haben. Ich bin mit meiner Summe noch gut davongekommen.", predigte er. "Und ja, ich schwimme nicht gern im Strom. Ich meine, wer hat dieses Zehner-System erfunden, hae? Die Babylonier rechneten in Zwoelfern. Wieso sollte ich mich dem Diktat der Zahlen beugen? Das ueberlasse ich den Kleingeistern." Er winkte ab, wie vor der Vorstellung von solchen Proletarien physisch angeekelt. "Hunger? Dafuer kann gesorgt werden. Wenn du willst, koennen wir gleich zu mir nach Hause gehen. Dort kannst du dich baden, du kriegst eine Suppe, und dann schauen wir mal, was wir weiter mit dir machen."
    Streng blickte er sie an. "Nur soweit! Du hast offenbar meinen Namen nicht richtig verstanden. Ich bin Aulus FLAVIUS Piso. Nicht irgendein dahergelaufener Aziz.", betonte er seinen Familiennamen. "Ein Flavier mag Macken haben, spinnen, komplett verrueckt sein. Doch er ist kein Krimineller. Unsere Familie hat Kaiser gestellt, und die Gesetze jener Kaiser werde ich nicht brechen. Ausserdem!", er machte wieder eine gewaltige Geste. "Wenn wir das so amchen, wer garantiert mir, dass du nach deiner Flucht zurueckkehrst, und nicht einfach zurueck nach Hause ausreisst, zu deinem Aas-iss oder wie auch immer der heissen mag?" Er legte seine Strirn in Runzeln. "Aber du bist aufgeregt, wie ich sehen kann. Gehen wir zu mir nach Hause. Dort kriegst du was zum Essen, und dann laesst es sich viel besser und vor allem zivilisierter reden."
    Er sah seiner neuen Sklavin die Aufregung ab. Alle waren so, nachdem sie gekauft worden waren. Bald schon wuerde sie sich fuegen. Hoffentlich.


    Sim-Off:

    EDIT: Fast vergessen, dass es damals noch keine Kartoffeln gab. :D

    Zitat

    Original von Lucius Aelius Quarto
    “Ja.“, antwortete Aelius Quarto.
    “Einer meiner Sklaven wird dich hinaus geleiten. Einen schönen Tag noch.“


    "Danke. Vale.", sagte Piso und liess sich hinausfuehren.
    Eigentlich war der Mann ja gar nicht so schrecklich, wie man es in der Villa Flavia immer sagte. Irgendwie mochte er den alten Grummelbart sogar.
    Er verliess das Haus und ging den Palatin hinunter, wieder in das Gewuehl von Rom hinein.

    Sie entgegnete sein Laecheln. Na, das war doch schon mal ein guter Anfang.
    "Cassivellaunus! Fesseln sind was Unaesthetisches. Befreie Semiramis davon.", meinte er zu seinem Sklaven, der nickte und sich auch daran zu schaffen machte. Der Britannier war schon an die Prozedur gewoehnt, er befreite die linke Hand, waehrend er das Seil an der rechten Hand liess und das freigewordene Seilende festhielt. Er seufzte kurz und blickte dann seinen Herren an.
    Piso hatte Muehe, die vor sich hin faselnde Sklavin zu uebertoenen. Was sagte sie denn da? Piso verging sein Laecheln.
    "Aeh, doch, du bist Sklavin. Lass mich sehen... ja, das ist eine Sklavenauktion." Er machte eine grosszuegige Geste Richtung Sklavenpodest, wo der Sklavenhaendler wieder neue Ware anbot. "Und das sind wohl Fesseln. Und.... nana, meinst du, es hilft dir, wenn du mich so anschreist?", meinte er ganz ruhig. Mensch, hatte diese Frau eine laute Stimme. "Es ist normalerweise so, dass ein Mensch, der von jemand anderem gekauft worden ist, diesen als Herrn bezeichnen sollte. Beruhige dich erst mal. Dann koennen wir darueber reden. Wie ganz zivilisierte Leute." Durchaus betoert von ihrem Zwinkern, warf Piso seine haende hoch, als Zeichen dafuer, dass er sich ausreden lassen wuerde. "Du legst mir jetzt mal dar, wieso du mich nicht Herr nennen willst. Und du sagst mir, wie ich das Geld zurueckerhalten soll." Er wollte sich nicht nachsagen lassen, er hoere nie zu. Zuhoeren war immer gut, vielleicht hoerte man ja ein interessantes Offert. Und ablehnen konnte man noch immer.

    Eine kurze Pause? Zeit war's, hoechste Zeit! Dieses grauenvolle Gesaeusel war ja zum Davonrennen. Piso klatschte zwei-, dreimal, doch dann hoerte er auf. Cassivellaunus klatschte die ganze Zeit, er konnte sich gar nicht mehr einkriegen. Piso warf ihm einen strengen Blick zu, welches seinen Sklaven sofort zum Verstummen brachte.
    Piso, der nicht wusste, dass Aoide in Wirklichkeit eine Roemerin war, war wuetend. Alle die roemischen Buerger hoerten dieser Fremden, dieser Personifizierung des Niemand-Sein, zu! Und niemand hoerte ihm zu! Das konnte es gar nicht geben.
    "Casse! Geh mit mir!", befahl er seinen gluecklosen Sklaven, der ihm hinterherstolperte, als der Gesang aufhoerte.
    "So, eine Pause gibt es! Das werden wir ja sehen!" Er schnaubte vor Wut. Das durfte es nicht geben. Nein, sie wuerden diese Frau hassen, nachdem sie ihn erstmals gehoert haben. Genau, dies war sein Sprungbrett zum kuenstlerischen Erfolg.
    "He!", meinte er zum Nubier, als er ihn erreicht hatte. "He, du!" Er wollte unbedingt seine Aufmerksamkeit erregen. "Zeichnest du dich fuer dieses Gewinsel verantwortlich? Ich mochte es gar nicht. Im Gegenteil, ich bin mir sicher, dass ich das sicher viel besser machen kann." Er blickte nochmals auf die Leute unter ihm. Ja, er wuerde es ihnen zeigen.
    "Ich moechte gern auf die Buehne, singen und dabei die Lyra spielen! Genau, ich will euch zeigen, was echte Kunst ist!", exklamierte er. "Laesst du mich drauf? Jeder wird danach feststellen koennen, dass man auslaendisches mit roemischen Liedgut einfach nicht vergleichen kann!"
    Cassivellaunus waere vor Scham am liebsten im Boden versunken und machte sich so klein wie moeglich.

    [Blockierte Grafik: http://www.cavernbeatles.com/blog/images/baldrick.jpgCassivellaunus


    Cassivellaunus schuettelte langsam den Kopf. Er musste immer wieder daran denken, was ihm sein Grossvater erzaehlt hatte. Vor 3 Jahren war er gestorben, die Goetter seien ihm gnaedig.
    Viel hatte er nicht hinterlassen, nur ein paar leere Flaschen und seine Lebensgeschichte, die er seinen Enkeln in der Sklavenhuette inmitten der verstaubten Schieferbergwerke nahe bei Segontium* ausgebreitet hatte.
    Immer wieder hatte er von der Koenigin erzaehlt, und den Schlachten, die die Icener ausgefochten hatten. Und er hatte als Bergarbeitersklave geendet. Das war nicht in Ordnung. Die ganze Sklaverei war das nicht.
    Er nickte also nur bestaetigend zu Fionas Worten.
    "Ich gebe mir immer viel Muehe. Habe so ein Wachs, mit dem ich das immer einschmiere. Hilft ziemlich gut.", gab er Auskunft.
    Ihm gefiel die respektvolle Art und Weise, wie Fiona ueber das Haarbueschel fuhr, wie ueber jene wertvolle Reliquie, als die Cassivellaunus sie auch erachtete. "Weisst du? Mein Grossvater hat mir immer gesagt, sie haette sehr friedlich ausgesehen in ihrem Tod. Ich habe es nie geglaubt. Aber dann habe ich auch mal eine Tote gesehen, damals in Hispania, und die hat auch so friedlich in ihrem Tod dreingeschaut. Seither habe ich die Worte meines Grossvaters immer fuer voll genommen.", meinte er mit ernster Stimme.
    Bei ihrer letzten Frage schuettelte er den Kopf. "Ich gehoere meinem Herrn schon einige Zeit, seit 2 Jahren. Aber ich frage mich, hast du ihn schon kennengelernt? Aulus Flavius Piso. Gerade erst heute in der Fruehe angekommen, zusammen mit mir."


    Sim-Off:

    *Caernarfon

    Fast sah es so aus, als haette Piso Gracchus beschaemt durch seinen Dank. Hatte er jetzt schon wieder ein Fauxpas begangen? Ungewoehnlich waere es ja nichts.
    Er hoerte aufmerksam den Worten des Gracchus zu. Genau... das Aelierproblem. Oder halt, er hatte bei den Aeliern ja noch einen Stein im Brett... viellicht half ihm seine Bekanntschaft mit Quartos Vetter zweitem Grades ja.
    "Denkst du, es gaebe keinen Weg, wie man Quarto herumkriegen koennte? Ich meine, den groll, den die Aelier auf uns hegen, ist ja schon laecherlich. Es sollte irgendwann beendet werden."
    Stadtverwaltung klang ja aber auch gut. Zwar hatten die beiden Flavier Aristides und Gracchus keinen Fuss in diesem Geschaeft, doch irgendjemand musste ja einmal den ersten Schritt machen.
    Doch was jetzt Gracchus sagte, klang sehr gut. "Ich wuerde euch liebend gerne in der Wahlkampagne und eurer nachfolgenden Amtsperiode helfen!", freute er sich.
    "Es faellt eigentlich durchaus in die Art von Arbeit, die ich mir vorgestellt habe. Weisst du, Gracchus, dadurch koennte ich dir und dem Staat helfen. Ich habe schon einiges ueber die Rechtstheorie gehoert - mit grossem Interesse habe ich die grossen Reden des Cicero, aber auch des Hortalus und der Anwaelte Griechenlands gelesen - und will so bald wie moeglich den CRV und dann den Cursus Iuris ablegen, um die noetigen Qualifikationen fuer Aemter zu erwerben, die ich dann in weiterer Folge anstrebe. Ich wuerde gerne Senator werden, so wie du. Ich weiss, es ist ein langer Weg, aber es waere..." Wie sollte er das sagen? "Die Erfuellung eines langgehegten Traumes.", schloss er.

    Eine dieser Gestalten mit dem Beutel, die passanten um eine Spende baten, naeherte sich Piso. Dieser blickte das Maedchen mit dem Klingelbeutel an. Sie schielte leicht. So etwas Unaesthetisches! Zuerst diese Sprache, und dann noch dieses Schielen... nun, das Maedchen an sich war ja ganz ansehnlich, aber das Schielen zerstoerte alles. Als sie also zu ihm kam und auffordernd den klingelbeutel hinhielt, schaute er sie hoechst erstaunt an, dass man fuer ein derartiges Tamtam noch Geld verlangte. Verklagt muessen die werden, wegen oeffentlichen Aergernisses.
    Piso blickte also das Maedchen nur an und schuettelte dann langsam den Kopf. Enttaeuscht zog die Kleine weiter, zum veteranen, der neben Piso stand und ihr 2 Sesterzen in den Beutel warf (wobei er ihr "Der zweite als Ausgleich fuer diesen Lackaffen.", zuwisperte und das Maedchen kicherte, bevor sie weiterging).
    Wieso heute Piso wohl so eine A****geige war?, fragte sich Cassivellaunus, der eingeschuechtert zu seinem Herrn blickte, aber sich nichts zu sagen traute.
    Er verfolgte die Auffuehrung weiter, nur aus Interesse. Piso nannte das Unschoene seinen groessten Feind, und er wollte seinen Feind kennen (objektiv muesste er sich selbst fuer seinen Gesang hassen, aber das wuerde ihm nicht im Traum einfallen).
    Und dann noch das Lyraspiel! So traege, so fad, es muesste schneller und lustiger sein, genau so wie das fahrende Volk selbst. Da konnte er doch zehnmal besser spielen. Aber das war eh im vorhinein klar gewesen.


    Piso grinste leicht, als Quarto sagte, was Piso vorher mit seinen Worten leicht angedeutet hatte. Archias waere ja schoen bescheuert gewesen, wenn er als Kind Quarto von seiner Freundschaft mit einem Flavier gebeichtet haette. Und nachher hatte es sich wohl nicht mehr ergeben.
    "Nun...", meinte er, ein kleines bisschen eingeschuechtert von dem strengen consularischen Blick. "Ich hoffe zutiefst, dass unsere Familien irgendwann einmal diese alte Auseinandersetzung beenden koennen.", sagte er eine Floskel auf, obwohl er wusste, dass der Streit den Leuten aus beiden gentes noch immer in den Knochen sass.
    Was er nun hoerte, erstaunte ihn etwas. Aegypten? Wie zum Henker war der denn dorthin gekommen? Praefectus Vehiculorum? Der Postler vom Dienst? Bei den goettern! Immerhin wusste er nun, wo sich Archias aufhielt.
    Er haette den Consul noch gerne etwas mehr ausgefratschelt ueber seinen alten Freund, doch merkte er, dass er die Geduld Quartos nicht ausreizen sollte.
    Er neigte also einfach nur den Kopf. "Ich danke dir fuer diese Auskunft. Aegypten ist weit weg, ich war dort schon einmal und weiss, was das fuer eine Strecke ist, doch einen Brief werde ich auf jeden Fall schreiben." Er blickte so serioes wie meoglich daher. "Ich danke dir nochmals, aber ich muss jetzt gehen."

    Musik! Tanz! Heiterheit! Schoenheit und Freude! Nach diesem Sachen stand Piso der Sinn. Er wandelte also die Strassen hinunter, das Ohr seines Sklaven mit einem staendigen "Falalala-lalala-la-la-la-la", maltraetierend. Cassivellaunus, der arme Teufel, konnte gar nichts anderes tun als zuzuhoeren und freundlich zu nicken, obwohl er den Gesang seines herren nicht sehr schaetzte. Kein Wunder, warfen doch die Leute, sobald man an ihnen vorueberging, einen staendigen verwunderten bis genervten blick auf den mann, wohl denkend, dass sein Gedroehne von einem gewaltigen Rutsch kaeme.
    Dies war fast richtig. Er hatte einen gewaltigen Kater von gestern Nacht, wollte sich das aber nicht anmerken lassen.Und was war denn da? Ah! Eine Auffuehrung von irgendwelchen Landstreichern. Vielleicht wuerde dies seine Begier nach Gesang und Freude stillen.
    Er ging zur Menge hin, die sich um den Wagen versammelt hatte. Er griff nach seinem beutel - 15 Aurei hatte er dort drinnen, mehr oder weniger, einmal, was von gestern Nacht uebriggeblieben war.
    Doch der Beutel war schnell vergessen. Viel interessanter war die Auffuehrung.
    Sie hielt zunaechst, was sie verspach. Tanzen und Springen, Singen und Klingen!
    Ploetzlich wurde das ganze von einem riesigen Schwarzen unterbrochen.
    Seine Stimme droehnte ueber den Platz. Die Muse Aoide hoechstselbst? Na, dies konnte ja heiter werden.
    Er verschraenkte seine Arme und schaute die Frau an. Huebsche Augen hatte sie, doch koennte sie singen?
    Sie hatte wohl einige Scheu, doch dann begann sie.
    Au weia! Was war das fuer ein Gejaule in einer schrecklichen Sprache? Wie konnte man das so einer Gesangsstimme nur antun? Aergerlich blickte er auf Cassivellaunus, der die Frau fasziniert anblickte und ausschaute, als ob er vor ihrem Gesang gleich dahinschmelzen wolle. "Denkst du nicht auch, dass dieses Lied einfach nur schrecklich ist? Was ist denn das fuer eine Sprache? Die Sprache der graesslichsten Barbaren?"
    "Es ist germanisch.", ertoente eine Stimme von hinten. Es war ein baerbeissiger Mann, sein Guertel war nach der Art von ehemaligen Legionaeren gebunden.
    "Sag ich ja! Einfach nur entsetzlich. nicht zu vergleichen mit meinem Gesang, oder?" "Aeh, nein, Herr.", machte Cassivellaunus widerstrebend.
    Der Soldat blickte die beiden nur komisch an, schuettelte den Kopf und ging ab. Was fuer ein sonderbarer Mann.

    Ujegerl, das kleine Bonmot war wohl ueberhaupt nicht gut angekommen. Piso wuergte das Laecheln, das ihm auf den Lippen gelegen war, ab. Natuerlich, Gracchus Frau war ja auch Claudierin. Na super, wieso konnte er seinen Mund nicht halten? Den Goettern sei Dank, dass Gracchus seiner Bemerkung keine weitere Beachtung schenkte.
    Also: Volle Kraft zurueckrudern!
    "Aeh, stimmt.", meinte er also nur. "Aristides hat nichts schlechteres als eine echte Patrizierin verdient."
    Was nun kam, gefiel Piso weitaus besser. Wein! Das Goettergetraenk! Piso wollte gerade ein Lied auf jenes kostbare Nass anstimmen, jedoch musste er wieder an das unschoene Bruellduell denken, welches sich zwischen ihm und seinen Vater entsponnen hatte. Er liebte seinen Vater, doch alles liess er sich nicht gefallen. Ein kurzes Laecheln entfloh ihm, als er daran dachte, wie sehr es Aetius jetzt wurmen wuerde, koennte er sehen, was fuer ein gepflegtes Gespraech er jetzt mit Gracchus hatte.
    Da sprach sein Vetter schon wieder. Und wieder bewies sich, dass Blut dicker als Wasser war. Ohne Piso wirklich gut zu kennen, bot er ihm einfach eine Unterkunft in der Villa an.
    "Danke, Vetter, danke. Du bist wirklich zu grosszuegig!", meinte er mit ehrlicher Aufrichtigkeit in seiner Stimme. "Weisst du, bezueglich meiner Karriere... ich verhere die Goetter inbruenstig, aber ich fuehle mich nicht dazu befaehigt, ihnen zu dienen." Zwar mochte er die Tempel, doch er konnte sich einfach nicht als Priester sehen. "Die Legion zieht mich auch nicht an." Im Matsch herumzumarschieren und Blut zu vergiessen, grauenvoll! "Viel eher treibt es mich in Richtung Staatsdienst. Arbeiten zum Wohle meines Volkes und des Kaisers, das klingt gut.", ueberlegte er laut.

    Zitat

    Original von Lucius Aelius Quarto
    “Caius Aelius ist dein Freund?“, rief Quarto erstaunt aus.
    “Ich weiß zwar, dass mein Vetter zweiten Grades manchmal recht unkonventionelle sein kann, aber das er einen Flavier seinen Freund nennt, dass wusste ich nicht.
    Woher kennt ihr euch? Ich bedaure, aber ich habe dich noch nie gesehen und deinen Namen noch nie gehört.“


    "Das stimmt, Consul. In unserer Jugend - wir sind beide in Ravenna aufgewachsen - waren wir die besten Freunde. Leider haben wir uns aus den Augen verloren, und ich habe mir gedacht, dagegen muss etwas unternommen werden.
    Hat er dir noch niemals von mir erzaehlt, Consul? Hmm, er muss gedacht haben, dass es dich nicht interessiert.",
    meinte er. "Und deshalb wuerde ich gerne, wenn es moeglich ist, seine Adresse erfahren, Consul.", bat er.

    Gracchus wusste ganz genau, dass die Gruesse aus Ravenna alles andere als vom herzen kam. Um ehrlich zu sein, war der einzige, der gruessen liess, einer der Sklaven seines Vaters gewesen, weil er gedacht hatte, er wuerde dafuer eine Beguenstigung kriegen. Weit gefehlt, er musste weiter Pampe essen wie alle anderen Sklaven.
    "Natuerlich habe ich von der Hochzeit gehoert. leider habe ich nicht kommen koennen, die Umstaende haben mich dran gehindert. Ich freue mich schon drauf, Epicharis kennen zu lernen, ich habe nur gutes ueber sie gehoert. Obwohl sie im Grunde eine Claudierin ist.", grinste er.
    Ueber Celerina hatte er schon gehoert, aber er hatte sie noch nie persoenlich gesehen. Er wuerde sie sicher kennen lernen, spaetestens bei der Hochzeit.
    "Es scheint bald noch eine Hochzeit zu geben, ich bin wohl gerade noch zeitig gekommen.", meinte er hocherfreut. hochzeiten waren doch immer wieder was feines. Man konnte soviel trinken wie man will, ohne dass irgendjemand einem das uebel nehmen wuerde.
    Eines fiel ihm auf, Gracchus hatte seinen Sprachfehler noch immer nicht abgelegt. War schon mies, wenn man nicht mal den eigenen Namen aussprechen konnte. Gut, dass Gracchus es war, der den Sprachfehler hatte, und nicht er, denn als Aesthet haette er das untragbar gefunden.
    Bei der Erwaehnung von Gladiatorenspielen nickte er leicht. "Danke, das ist sehr nett.", meinte er. Nicht, dass er Gladiatoren mochte, aber so ein kleines Gemetzel war schon immer wieder ganz nett, und er schaute es sich schon hie und da an, weil es einfach en vogue war.
    "Hier in Rom bleiben... hmm...", meinte er. "Um ehrlich zu sein, so viel treibt mich jetzt nicht nach Ravenna zurueck. Mein Vater ist... wie du weisst... etwas... eigen. Um es kurz zu sagen, wir hatten eine gewisse Meinungsverschiedenheit. Ausserdem, ich wollte schon immer einmal in Rom leben. Wer weiss, vielleicht kann ich einmal dem Staat in einem oeffentlichen Amt diesen, so wie du."

    Der Geselle machte ueberhaupt keine gute Miene zum eigentlich nicht so boesen Spiel. Schliesslich ging es um ein As, eine ziemlich obskure kleine Summe. Doch er bestand drauf. Zwar hatte er anfangs gefragt, ob er sie gleich mitnehmen wollte (was er bejaht hatte), was wie ein gutes Zeichen ausgeschaut hatte... doch dies war nicht gut.
    Piso sah sich schon in einer hoechst peinlichen Situation. Am Boden herumklauben, um eine kleine Muenze zu suchen. Nun ja, er haette es sowieso seinen tumben britischen Sklaven machen lassen, aber trotzdem... die Blicke, die das auf sich gezogen haette! Was haetten die Leute bloss gesagt!
    Allerdings passierte dies nie, denn die Sklavin machte nun etwas, was Piso hoechst erstaunte. So weit hinunterbeugen, das gab es doch nicht. Er selbst war schon froh, wenn er mit geraden Beinen mit den haenden seine Fingerspitzen beruehren konnte. Das war ja absolut fantastisch.
    Pisos Blick folgte seiner neuen Sklavin fasziniert. Nicht schlecht. Und somit hatte sie ihn auch aus einer schier aussichtslosen Situation gebracht. Sie schien auch einen scharfen Blick zu haben, amsonsten haette sie die Muenze nie gefunden - Piso hatte ja darin versagt, die Muenze am Boden zu finden. Nun ja, man musste ihm zugute halten, dass er groesser war als seine Sklavin, das hiess, sie musste nicht so weit an den Boden blicken wie er.
    Und tatsaechlich war es so, dass der Genosse zufrieden war. Den Goettern sei Dank. Wieder musste er an die 15 Aurei denken, die mysterioes verschwunden waren. Konnte es tatsaechlich sein, dass er sie alle vorgestern Nacht durchgebracht hatte? Das konnte ja kaum sein. Neinneinnein, er hatte sie garantiert zu Hause gelassen.
    Er wandte sich nun an die Sklavin. "Das war wirklich beeindruckend.", meinte er mit einem gewissen Respekt in seiner Stimme. "Ich muss dir danken." Haette sie nichts getan, waere er in grosser Peinlichkeit gewesen.
    "Semiramis heisst du also? Ich bin Aulus Flavius Piso. Du wirst von nun an bei meiner Familie in der Villa Flavia wohnen und mich Herr nennen.", meinte er mit einem Laecheln, von dem er sich tatsaechlich einbildete, dass es jede Frau zum Dahinschmelzen bringen muesste.

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    "Fiona, schoen dich zu treffen.", meinte Cassivellaunus. Wenn er sie unter anderen Umstaenden als dieses getroffen haette, waere es sogar noch schoener gewesen.
    Die Silurerin hoerte aufmerksam zu, was ihm gefiel. Noch niemals haette er jemals so ein gutes Publikum in jenen Reden, die er schon vor so einigen desinteressieren Zuschauern geschwungen hatte, gehabt.
    "Da, das sagen sie... ist alles nur Proda... Proga... Porgaganga... Propaganda." Er war stolz, dass er das Wort noch herausgebracht hatte. "Die Roemer wissen ja nicht einmal genau, wie sie gestorben ist! Irgendjemand hat gesagt, sie waere an einer Krankheit zugrunde gegangen. Pah, dass ich nicht lache. Ihre Krieger hatten sogar noch Zeit, sie zu begraben. Und, tja, einige Tage spaeter sind die Roemer gekommen, haben die uebrig gebliebenen Leute Boudiccas versklavt, auch meinen Grossvater, und haben ihr Grab geschaendet. Das gibt es jetzt nicht mehr. Nur noch das da.", meinte er und nickte Richtung Haarstraehne.
    Er dachte kurz nach. Sollte er eine wildfremde Frau, von der er kaum etwas anderes wusste als ihren Namen und ihren Stamm, das anfassen lassen? Er zoegerte, doch dann nickte er. Sie hatte als Britannierin ein Recht drauf.
    "Vorsichtig.", bat er sie und hielt ihr die Straehne, die so gut erhalten war (weil schon 3 Generationen seiner Familie sie staendig gewartet und immer wieder eingewachst hatten) hin. Im Licht, welches das Atrium durchflutete, strahlte das Haar, fast so, als ob es unter Feuer waere.

    Indigniert blickte Piso um sich. Was war denn das? Niemand hatte den subtilen Witz in seinem Offert verstanden! Niemand, der nun 1611 Sesterzen bot? Was war den das? Nicht einmal ein Kichern irgendwo! Unerhoert! Er wusste, dass er witzig war. Jawohl. Das ganze musste mit dem mangelnden Humor der Roemer heutzutage zusammenhaengen.
    Oder hing es damit zusammen, dass die Leute heute kein Geld mehr hatten? Hing es damit zusammen, dass die Sklavin dem Sklavenhaendler einen Fusstritt gegeben hatte, und niemand sie mehr wollte? Vielleicht hatte sein schmaeh den Leuten nur den Atem beraubt, und gleich wuerden sie in Applaus ausbrechen.
    Nein, das taten sie nicht. Und niemand bot mehr.
    Und tatsaechlich. Er bekam sie. Um 1610 Sesterzen, einen Preis, von dem er sich niemals haette traeumen lassen.
    Ein Dialog entspannte sich nun zwischen Piso und Cassivellaunus. Hektik und Panik wuchs in jedem Satz hier an.
    "Also. Zaehl mir das Geld raus.", sagte er und recihte ihm seinen Geldbeutel.
    Cassivellaunus zaehlte. "15... 16 Aurei."
    "Gut. Und dann noch 10 Sesterzen."
    "Nein, Heeeeeeeeeerr."
    "Was, nein?"
    "Das war es.""Was? Zaehl nochmals."
    Cassivellaunus zaehlte nochmals und kam wieder auf das selbe Ergebnis. Piso riss ihm den beutel aus der Hand und zaehlte selbst. Tatsaechlich. Nur noch 16 Aurei.
    "Was? Ich habe doch noch gerade mehr als 30 gehabt?"
    "Ja. Das war vorvorgestern."
    "Genau!""Kannst du dich noch an vorgestern Nacht erinnern, Heeeeeeeeeeerr?"
    "Aeh... nein." Es schwante ihm uebles. "Wart... gestern bin ich mit einem Brummschaedel aufgestanden...""Ich auch."
    "Was ist da passiert?"
    "Weiss nicht... da war doch was... ich kann mich nicht mehr erinnern..."
    "Ach was. Ich werde das Geld einfach zu Hause gelassen haben.", wuergte Piso den Dialog ab.
    "Also." Er druchwuehlte sein Geld. Es waren ein paar Sesterzen und viele kleine Asse.
    "9 Sesterzen, 3 Asse... und da, noch ein As! Mein letzter! Genau 10 Sesterzen!"
    Laechelnd stellte er sich hin vorm Gehilfen des Sklavenhaendler, der Semiramis mittlerweile bis zu Piso verfrachtet hatte. "Hier. Stimmt ganz genau.", meinte er und wollte ihm schon das Geld uebergeben... da kullerte ihm ein As durch die Fingerspitzen und kam irgendwo am Boden auf. Piso schaute nach unten und grinste dann. "Na ja, dann sind es halt 1609 Sesterzen und 3 Asse. Ist das so schlimm?", fragte er.

    [Blockierte Grafik: http://www.cavernbeatles.com/blog/images/baldrick.jpgCassivellaunus


    Er hoerte zu. Aus den Augen der Frau sprach die Begeisterung. Cassivellaunus fruete sich wie ein Honigkuchenpferd. Noch nie hatte ihn jemand jemals soviel Respekt und ja, fast schon Ehrfurcht gezeigt! Dies allein wegen seines Stammes und seiner Ahnen. Er grinste stolz. "Apropos, ich heisse Cassivellaunus. Was ist dein Name, Silurierin?", fragte er interessiert.
    Sie schien sich auszukennen. "Gut, dann muss ich dir auch nicht erzaehlen, was passiert ist. Es war eine Katastrophe. Fast alle Krieger waren tot. Nur mein Grossvater ist mit dem Leben davongekommen, weil er bewusstlos geschlagen wurde und die Roemer ihn fuer tot hielten. Er krebste, nachdem er wieder aufgewacht war, nach Venta zurueck, in die Hauptstadt von Koenigin Boudicca. Diese war dorthin geflohen, um dem zu entgehen, was die Roemer fuer sie geplant hatten.
    Dort traf er sie wieder. Ich kann mich noch gut an das erinnern, was mir mein Grossvater immer von jenem Tag gesagt hatte. Boudicca war zu ihm gekommen und er hatte ihr seine Plaenen, wie sie wieder neu gegen die Roemer ankaempfen konnten, berichtet. Doch irgendwann einmal hat sie ihm dann das Wort abgeschnitten. Sie hat gesagt, genug Roemer waeren gestorben, damit der Tod ihres Mannes Prasutagus geraecht waere. Und dass die Roemer gekommen waeren, um zu bleiben.
    Dies brachte meinen Grossvater fast um den Verstand. Die ganze Nacht hindurch kam er nicht zum Schlafen. Irgendwann in der Frueh entschloss er sich, nochmals zu Boudicca zu gehen. Und er war der erste, der sie tot auffand. Sie hatte sich selber vergiftet."
    Er schwieg kurz, erschoepft von dem Redeschwall.
    "Und bevor er Alarm gab und alle informierte, tat mein Grossvater noch was. Er zog sein Messer uns schnitt eine Haarstraehne ab, hinten am Kopf, wo es keiner sah."
    Er hob den Umschlag mit den Haaren hoch, auf die Augenhoehe der Silurierin.
    "Das hier sind die einzigen verbliebenen Ueberreste unserer letzten Koenigin."

    Zitat

    Original von Lucius Aelius Quarto
    Der Hausherr betrat das Atrium und musterte den ungeladenen Gast.


    “Salve!“, sagte er kurz angebunden zur Begrüßung.


    Piso hatte sich ins Atrium hingesetzt. Lange musste er nicht warten, bis sich die bedeutende Figur des Consuls, zu der auch ein beduetender Bauch gehoerte, einen Weg ins Atrium bahnte.
    "Salve, Consul!", rief Piso aus. "Ich danke dir fuer die Zeit, die du fuer mich aufbringst. Ich bin Aulus Flavius Piso und moechte dir eine Frage stellen... sie ist aber nicht politisch, sondern bezieht sich auf einen deiner Verwandten, meinen alten Jugendfreund Caius Aelius Archias. Ich habe schon lange nichts mehr gehoert, und wollte gerne nachfragen, wo er jetzt lebt, damit ich ihn besuchen oder einmal einen Brief schreiben kann."