Beiträge von Germanica Calvena

    Sie genoss die wenigen Augenblicke die sie mit ihrem Liebsten hatte, als ihr dann aber die Großtante ins Auge stach. Innerlich seufzte sie auf, denn wie es aussah hatte der Drachen ein Opfer gefunden. Ihre Freundin Serrana und sie hatte dieser versprochen, dafür zu sorgen, dass Laevinia die arme Iunia an diesem Abend nicht quälen würde. "Ich bin gleich wieder da!" versprach sie ihrem Valerian. "Ich will nur dafür sorgen, dass Laevinia genügend abgelenkt ist!" fügte sie erklärend hinzu. "Wer weiß, was sie sonst anstellt", fügte sie seufzend hinzu. Schenkte ihm aber noch einmal ein strahlendes Lächeln. Verstohlen schmuggelte sie einen Kuss auf seine Wange ehe sie mit einem Lächeln, welches nicht im geringsten ehrlich gemeint war, zu der Alten herbüer ging.


    "Laevinia!" grüßte sie die Tante mit einem strahlendem Lächeln und freundlichen Worten. Das sich die Beiden nicht im geringsten ausstehen konnten, würde wohl niemanden erkennen. "Du siehst wunderbar aus!" sprach sie ein scheinheiliges Kompliment aus und drückte der Tante einen höflichen Kuss auf die Wange. Zumindest an einem solchen Abend, sollte man wohl trautes Familienglück symbolisieren. "Gefällt es dirß" fragte sie die alte Dame. "Komm mit, ich möchte dir jemanden vorstellen... hast du schon Dentatus kennen gelernt? Ein wahrer Künstler!" fügte sie hinzu und komplementierte die Verwandte ins angrenzende Triclinium. "Ich habe dir einen Ehrenplatz herrichten lassen", erklärte sie Laevinia liebenswürdig. Sie winkte einen Sklaven heran, dieser würden sich den ganzen Abend um die ältere Germanica kümmern und ihr jeden Wunsch erfüllen. Wenig später fand sich Laevinia dann in der Gesellschaft des Schauspielers wieder und ein Sklave kümmerte sich mit unendlicher Geduld um sie. Somit war zumindest erst einmal ein Unheil abgewendet. Unterwegs unterwies sie einen Sklaven, dass er Serrana in den Garten geleiten sollte, mit dem Kommentar, dass dieser ihre Freundin vor Laevinia warnen solle.


    Im vorbeigehen griff sie sich einen Becher, begrüßte einige Gäste und kehrte dann zu Valerian zurück. "Entschuldige...." sie sah ihn liebevoll an. "Ich wollte nur dafür sorgen, dass Serrana vor ihrer Großmutter sicher ist...", sie senkte die Stimme. "Sie ist ein Biest" erklärte sie ihm und verzog das Gesicht zu einer kurzen Grimasse. "Laevinia hat in meinem Zimmer herumgeschnüffelt und seitdem...", sie winkte schließlich ab. "Ach, lassen wir das...", ihr Lächeln kehrte zurück. "Ich will uns den Abend nicht verderben!"

    Das Problem derzeit ist das unsere beiden Gastgerberinnen entweder gerade im Urlaub (Serrana) oder aber im Uni Stress (Narcissa) sind.... deswegen geht es derzeit nicht wirklich voran

    Etwas verblüfft blinzelte sie mehrmals. Was war denn das nun für ein Abgang? Eigentlich hatte sie so ziemlich alles erwartet, angefangen bei einer lautstarken Auseinandersetzung bis hin zu überzeugenden Argumenten, aber das Avarus dann einfach davon stapfte und sie wieder in Ruhe ließ, war doch etwas ungewöhnlich. Ob das Ärger bedeutete.....


    "Ehm.... ja!" entfloh es ihren Lippen. "Bis später!" fügte sie hinzu. Es war wohl besser, wenn sie dann mal zu Sedulus ging und ihn vorwarnte. Irgendwie befürchtete das nun ihrem Onkel Ärger bevorstand. So hatte sie das ja eigentlich nicht gewollt. Aber vermutlich war Avarus gerade auf dem direkten Weg zu Sedulus. Sie biss sich auf die Unterlippe. Vermutlich konnte sie jetzt nur noch der Dinge harren, die da auf sie zukommen würde.

    Sie wusste er machte nur Scherze auf ihre Kosten, dennoch setzte sie eine empörte Miene auf. lange konnte sie diese aber nicht beibehalten, dazu freute sie sich viel zu sehr in wieder zu sehen. Es erschien ihr wie eine halbe Ewigkeit, seit dem letzten Treffen und sie hatte ihn vermisst.
    "So viele Frauen und von keiner hast du mir erzählt!" grinste sie. "schämen solltest du dich!" scherzte sie. Am liebsten hätte sie ihn geküsst, aber bei so vielen wachsamen Augen war das wohl für den Moment nicht ratsam. Dafür aber zeigte sich ein Strahlen auf ihrem Gesicht.


    "Danke!" lächelte sie und errötete etwas, ob des Komplimentes. Sie hatte ja ewig nach dem richtigen Kleid gesucht.


    "Ich muss mit dir reden!" sagte sie, etwas ernster, aber immer noch äußerst gut gelaunt. Mit einem verschmitzten Grinsen zog sie ihn dann in den Schatten einer Säule.


    "Es geht um Romana!" erklärte sie ihm, ehe er irgend etwas schlimmes ahnte. Und ehe er etwas entgegnen konnte, rückte sie auch erst mal mit der Sprache heraus. "Sie hat mich vor einigen tagen besucht udn einige vorbehalte geäußert was dich angeht...", kurz seufzte sie. Wusste er eigentlich wie gut sie und die Claudia sich verstanden und wie nahe sie sich waren. "Naja... sie meinte du wärst nicht gut genug für mich." Sie zog die Nase kraus, auch Avarus hatte so etwas gesagt. "Aber naja ich denke sie gibt dir dennoch eine Chance!" lächelte sie. "Und selbst wenn sie es nicht täte....", sie grinste schließlich breit. "Wäre es egal... ich liebe dich und ich will dich heiraten! Und nur das zählt!" Das wollte sie unbedingt loswerden, ehe sie in ihrer Zweisamkeit gestört wurden. Sie meinte ihre Worte sehr ernst udn hätte es nur zu gern mit einem Kuss besiegelt, aber Zurückhaltung war eine Tugend.

    Für diesen Abend hatte sie sich ein ganz besonderes Kleid gegönnt und sie hatte Stunden gebraucht um sich herrichten zu lassen. Der Stoff war azurblau, mit goldener Borte am Saum und unterhalb der Brust, auch die schmalen Träger waren in Gold gehalten. Kleine Glasperlen fingen das Licht ein und unzählige Falten umschmeichelten ihre Figur. Es war ein Kleid, wie es Pharaoninen getragen haben. Ihre Schultern blieben dabei frei.
    Ihr dunkles Haar fiel in sanften Wellen offen herab, silberne kleine Spangen und durchsichtige Glasperlen glitzerten um die Wette darin. An ihren Handgelenken klimperten silberne Armreifen und um ihren Hals hatte sie eine blau-grüne Kette mit einem Delphin. Der Delphin war ein Glücksbringer von Valerian, auf diese weise trug sie ihn immer bei sich. Im Grunde war sie bei weitem nicht so sehr geschmückt, wie vielleicht einige der Gäste, eher dezent gehalten, aber geschmackvoll und richtig in Szene gesetzt. Zumal sie die Gastgeberin war und ruhig hervorstechen durfte. Sie war sich ziemlich sicher, dass niemand in dem gleichen Kleid wie sie kam. Der ägyptische Stil war schon vor einiger Zeit aus der Mode gekommen.


    Calvena streckte die Hand aus und zwinkerte dann Sabina zu, diese trug ein ähnliches Kleid wie sie und würde nur den ersten Teil des Abends dabei sein. Sie hatte die Kleine nicht völlig außen vor halten wollen, außerdem hatten sie Beide eine kleine Überraschung geplant. Das Mädchen war nervös, aber auch total aufgedreht, vermutlich durfte sie sich Beide später von Sedulus etwas anhören. Der ging nämlich davon aus, dass Sabina den ganzen Abend in ihrem Zimmer blieb.
    „Gefällt es dir?“ fragte Calvena sie und lächelte vergnügt darüber, dass Sabina so verblüfft war. Sie selbst sah sich auch einmal bewundernd um. Man konnte das Atrium kaum wieder erkennen. Ein Märchen oder ein Gedicht. Die Planung und die Vorbereitung hatten sich durchaus gelohnt. Und auch dass sie dekoriert hatte, etwas, dass Sedulus ja ursprünglich nicht als Notwendig erachtet hatte.


    Nicht nur Sabina begleitete sie, sondern auch Serrana. Calvena hatte ihr ein magentafarbenes Kleid geliehen, dazu passender goldener Schmuck und sie war ebenso wie die Germanica von Elissa geschminkt und frisiert worden. Alles in allem konnte sich die Iunia sehen lassen, mit ziemlicher Sicherheit würde diese sogar den einen oder anderen Verehrer an diesen Abend abbekommen. Calvena lächelte, das würde ihrer Freundin etwas mehr Selbstvertrauen geben.


    Sie kam nicht wirklich dazu die ersten Gäste zu begrüßen, denn ein ganz besonderer Gast viel ihr sofort ins Auge. Ihr Herz schlug Purzelbäume in der Luft, als sie Valerian erkannte. Kurz sah sie sich verstohlen um, die wenigen Gäste waren anscheinend gut genug abgelenkt, sodass sie sich einige kostbare Minuten mit Valerian allein gönnen konnte. Fast lautlos schlich sie sich an ihn heran -er hatte ihr den Rücken zugekehrt. Geschwind legte sie ihm ihre Hände über seine Augen und sagte: „Na wer bin ich?“ Sie musste sich echt zusamen reißen um nicht wie Sabina in klein-mädchen-manier zu kichern.

    Ob und in wie fern sich der Freudinnenkreis als die Furien bezeichnen würden, würde die Zukunft zeigen. Das Beste aber daran war, dass sie überhaupt Freundinnen gefunden hatte. Es erleichterte das Leben doch ungemein, mit solchen Verbündeten auf ihrer Seite.


    Sie lächelte ihr Verständnisvoll zu, siewusste wie wichtig die Familie war und ihre eigene hatte sie lieb gewonnen, trotz anfänglicher Schwierigkeiten und einer langen Eingewöhnungszeit. Zwar konnte man sie nicht unbedingt als Mustergültiges Beispiel bezeichnen, aber sie wusste sich zumindest zu benehmen. "Ich weiß, Romana und ich mach dir daraus auch keinen Vorwurf!" erklärte sie ihr und verstand die Claudia nur zu gut. Auch sie leiß ncihts auf ihre verwandten kommen, obwohl ihr durchaus bewusst war, dass diese nicht fehlerfrei waren. "Hoffentlich ist es dann eine gute Überraschung!" grinste sie verschwörerisch. Sie hatte ja Celerina von ihrer zickigen Seite kennen gelernt, wollte aber versuchen mit der Flavia auf einen grünen Zweig zu kommen.


    "Ich kann es doch nicht zulassen, dass meine liebste Freundin mit meinem zukünftigen Ehemann im Klinsch liegt!" lächelte sie und nahm es sich wirklich fest vor, Valerian vorher noch einmal darauf anzusprechen.


    Calvena folgte ihrem Blick und seufzte leise. "Es war schön, dass du da warst!" Sie erhob sich und umarmte ihre Freundin. "Wir sehen uns ja schon recht bald wieder! Ich freu mich schon darauf. Komm gut nach Hause! Vale, Romana!" verabschiedete sie sie.

    Neugierig folgte dem Aufmarsch der Vigiles. Vermutlich um die üblcihen verbererischen Subjekte daran zu erinnern, dass sie ihren Geschäften wohl in Zukunft hier nicht mehr würden nach gehen können.


    Zielstrebig ging Macer auf den Kommandaten zu und nur zu gern folgte sie ihm. Sie schenkte demm Man, welcher sich als Eprius Seleucus herraus stellte, dann ein Lächeln.


    "Es freut mich, deine Bekanntschaft zu machen!" sagte sie höflich und sah zu, wie sich die Soldaten über die Hafenanlage verteilten.

    Huuhuu ich misch mich mal ein ;)


    Also ich bin die Gastgeberin des Festes und es freut mich, dass ich auch unbedingt dabei sein wollt :) Wenn ihr es einrichten könnt, als ein Begleiter der geladenen Gäste zu bekommen, dann hab ich grundsätzlich nichts dagegen.... aber ohne Einladung, werdet ihr nicht eingelassen ;)


    Liebe Grüße,
    Calvena

    Wasser.


    Wasser trägt im Ozeane
    Tröstend fernhin den Betrübten,
    Spült im Fluss auf leichtem Kahne
    Den Geliebten zur Geliebten.


    Wasser rauscht aus Felsenklüften
    Als Gesang herab zum Tale,
    Perlt als Tau aus Morgenlüften
    In der Blumen Duftpokale.


    Wasser träuft, als milder Regen,
    Kühlend in die trockne Erde,
    Wasser labt als Quell an Wegen
    Wand’rer, Hirten, Wild und Herde.


    Ohne dass es Wasser sauge,
    Stürb‘ auf Erden alles Schöne,
    Ach! und nur im Menschenauge
    Ist das Wasser – eine T r ä n e !


    Karl Egon Ebert



    Schon seit Tagen stand die Casa Germanica auf den Kopf, Calvena scheuchte alle Sklaven durch die Gegend und dirigierte diese schon fast militärisch. Sie ließ die Böden so lange schrubben, bis man sich darin spiegeln konnte, selbst das kleinste Staubkörnchen war zum Staatsfeind Nummer eins erklärt worden und jedes Mosaik, jedes Wandbild und jede Vase wurde in Szene gesetzt und wenn nötig, auch ausgebessert. Bis es dann soweit war sollte alles Perfekt sein und sich alles von seiner besten Seite zeigen. Schließlich waren die Fontinalien da und die Casa erschien in einem Licht, wie sie wohl nur selten erstrahlte. Die Gäste würden als erstes in das Atrium geführt werden, aber auch das Triclinium und der Garten würden den Gästen Platz und Raum bieten um sich zu amüsieren, zu entspannen und das ein oder andere Gespräch zu führen. Da sie jede Menge Gäste erwarteten hatte sie diese nicht alle in einen Raum sperren wollen, zumal ihre Freundinnen gern auch einmal kurz unter sich sein wollten. Aus ihrer Sicht hatte sie für genügend Unterhaltung gesorgt und jeder dürfte auf seine Kosten kommen. Ein letzter aufmerksamer Rundung, einige Befehle und dann nickte sie zufrieden. Sie konnte zu Recht Stolz auf sich sein, zumal es ihr sogar gelungen war, ihre Verwandten bis zur letzten Minute von den Räumen fern gehalten hatte. Jetzt musste sie sich nur noch herrichten und umziehen –ein langes ausgiebiges Bad hatte sie sich bereits gegönnt. Außerdem wartete ja Serrana auf sie, diese hatte sich ja an ihrem Kleiderschrank bedienen dürfen und war auch fündig geworden.

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    Das Atrium war ein Raum voller Licht und Schatten geworden, die Säulen waren mit blauen Bändern in allen Nuancen und Blumengirlanden umwickelt worden. Weiße Rosen rankten sich zur Decke hoch und setzten kleine helle Akzente auf den dunklen leichten Stoffen. Fackeln, Öllampen und zart duftende Kerzen warfen flackernde Muster auf Wände, Klinen und Kissen. Im Wasserbecken schwammen zarte Blütenblätter und kleine Kerzen, sie schienen den Sternen am Himmel Konkurrenz zu machen. Drumherum waren Kissen in blau, grün und rot drapiert und luden zum verweilen ein. Auf kleinen Tischen standen Erfrischungen bereit und in den Schatten warteten eifrige Sklaven darauf, den Gästen jeden Wunsch zu erfüllen. Die Sklaven hatten alle Blumengirlanden im Haar und trugen passend zum Anlass blaue Tuniken.
    Über das Wasserbecken spannte sich eine Art Brücke, nicht gerade breit, aber sie würde den Hausherren ein etwas erhöhtes Podium bieten, um eine kurze Ansprache zu halten und sie war Bühne für eine Feuertänzerin.


    Feuerschalen flankierten die Künstlerin in ihrem aufreizenden Kostüm. Sie trug fast nichts, nur einen kurzen Rock und ein Brustband, rote und gelbe Flammen waren auf ihren Körper gemalt und ließen die Frau einer lebenden Flamme gleichen. Ihre Bewegungen waren geschmeidig und elegant. Ein Trommler untermalte ihren Tanz mit dem wilden ungezähmten Element.


    Es war Zufall gewesen, dass Calvena dieses Pärchen an Künstlern gefunden hatte. Als sie auf der Suche nach Musikern war, welche das Fest untermalen sollten, war sie eben auf diese Tänzerin gestoßen, sie hatte nicht nur mit dem Feuer gespielt, sondern auch mit einer weißen Schlange getanzt. Fasziniert hatte sie dem Pärchen zugesehen und dann kurz entschlossen Beide gebucht.


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    Durch eine Kaskade an schimmernden blauen Stoffen gelangt man in das Trclinium. Duftende Öllampen erhellen den Raum, in großen Vasen stehen immergrüne Zweige mit tiefroten Beeren oder Sträuße mit Rosen, Mohn und Gerbera. Klinen sind um niedrige Tische mit kleinen Vorspeisen drapiert. Muscheln, Huhn in pikanter Soße, gefüllte Weinblätter, gegrilltes Spießchen von Lamm und Gemüse, Oliven, Käse, frisches Brot und andere lukullische Genüsse, laden zu wahren Gaumenfreuden. Auf silbernen Tellern warteten süße kleine Speise, aus Honig, mit Mohn und Obst.
    Sklaven mit großen Krügen voll bestem Wein, oder Saft, oder Wasser stehen bereit. Auch war hier ein kleines Podest aufgebaut worden, darauf, ein Schauspieler, ein wahrer Künstler. Neben Plautus und anderen wichtigen Dichtern konnte er sich auch lustige Geschichten aus dem Stehgreif ausdenken. Ihm genügten nur wenige Stichworte. Er war ganz in weiß gekleidet, die Haare hatte er sich gekalkt und weiße Schminke ließ ihn wie eine Statue erscheinen. So stand er auch da und wartete darauf die ersten Gäste zu unterhalten.



    Es war ein Schauspieler aus dem Marcellus Theater, er hatte bei Plautus Aulularia den Euklio gespielt und am Ende bewusstlos auf dem Boden gelegen. Es war zwar keine Glanzstunde für ihn gewesen, aber es tat seinem Talent keinen Abbruch.


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    Vom Atrium aus, gelangt man auch in den Garten. Fackeln zieren die Wege und Bete, unter dem alten Olivenbaum, liegen Unmengen von Kissen, in deren Mitte ein kleiner niedriger Tisch steht, darauf eine Öllampe und süßes Gebäck. Mehrere Musiker und Tänzer sorgen für Unterhaltung. Bunte Bänder und Blumengirlanden spannen sich um Statuen und Bäumen und im großen Brunnen schwimmen Kerzen und Blütenblätter. Auch spannen sich Sonnensegel über die freien Flächen. Sollte es regnen waren die Gäste geschützt und es würde keine unangenehmen Überraschungen geben.


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    Die Gäste werden direkt von eifrigen Sklaven empfangen, diese reichen den Damen einen Blumenkranz aus kleinen weißen und wasserblauen Blüten fürs das Haupt und den Herren einen duftenden Kräuterkränze. Diese sollten am Ende des Festes in den Brunnen der Stadt landen um Fons mildtätig zu stimmen. Denn schließlich war dies sein Tag und man sollte ihn nicht vergessen.


    Sim-Off:

    Liebe Gäste, einfach direkt hier anfangen ;) Und um die Übersicht ein wenig zu erhalten, mit separaten Überschriften einfach kennzeichnen wer sich wo aufhält und mit wem man sich unterhält. Die Baumstruktur dürfte ganz Hilfreich sein. Die Gastgeberin wird etwas später dazu kommen ;)
    Für Speis und Trank ist natürlich gesorgt -> Wisim

    Sie lachte und versuchte sich die Männerwelt vorzustellen, wenn sich der eingeschworene Freundekreis aus jungen Frauen die Furien nannte. „So bescheuert ist die Idee nun auch nicht!“ zwinkerte sie ihr zu.


    Leicht zuckte sie mit den Schultern. „Ich weiß auch nicht so recht was ich davon halten soll, aber ich denke nur das Beste bei den Absichten meiner Verwandten… der Rest wird sich zeigen.“ Meinte sie. Sie hoffte nur, dass der Abend nicht in einer Katastrophe endete, weil alte Zwistigkeiten nicht beigelegt werden konnten. „Aurelius Cornelius habe ich kurz einmal kennen gelernt, er machte einen netten Eindruck auf mich!“ erzählte sie. Romana hatte die Flavia ja noch nicht kennen gelernt. „Nun Celerina ist … schwer zu beschreiben…“, gab sie zu.


    Wieder lachte sie. Auch ihre männlichen Verwandten konnten reichliche Querköpfe sein, sie würde es nur niemals jemanden anvertrauen. Vielleicht Romana und Serrana, aber ansonsten war sie vorsichtig mit solchen Aussagen. „Nur immer mit der Ruhe, sobald du und dein Vetter etwas Zeit haben, können wir ja mal etwas ausmachen!“ schlug sie vor.
    „Valerian bekomm ich schnell überzeugt!“ zwinkerte sie ihrer Freundin zu. „Es gibt kaum einen Wunsch, den er mir abschlagen würde!“ kicherte sie. Sie war sich ziemlich sicher, dass Valerian auch darauf eingehen würde. Sie musste ihn nur dann einmal zur Seite nehmen und ihn vorwarnen. Innerlich seufzte sie auf, zu den Fontinalien würden sie vermutlich kaum ein Wort wechseln können, schließlich war sie Gastgeberin und als sloche ganz schön eingespannt.

    Kann es sein, dass diese ID nicht für die Wahlen freigeschaltet ist? Den CRV hab ich ja bestanden, damit müsste ich das Wahlrecht haben... aber bei mir fehlt im Tabularium der dazugehörige Button -.- oder ist das geändert worden mit dem Wahlrecht ?(


    [SIZE=7]Und ja, ich hab definitiv noch nicht gewählt[/SIZE]


    Ich will doch meinen Senf dazu geben...

    Hätte Calvena gewusst, dass auch Avarus aus Liebe geheiratet hatte, hätte sie seiner Frau umgehend einen Brief geschrieben und sie auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam gemacht. Irgendwie war sie sich sicher, dass Lucilla ihr Beigestanden hätte. Irgendwie war es ungerecht, dass sie derzeit keinerlei weibliche Unterstützung hatte. Wie bereits erwähnt, würde sie Calvena nicht an Laevinia in Herzensdingen an sie wenden, oder jemals mit Probleme, sie konnte diesen Drachen gar nicht ausstehen. Dieses Biest, welches einfach so in ihrem Zimmer herum geschnüffelt hatte. Sabina war ja zu jung, um als Unterstützung zu gelten. Sie nahm sich vor, zumindest später ihre kleine Base so gut es ging, den Rücken zu decken.


    Kurz blinzelte sie. Wollte Avarus jetzt einen Vortrag über die Pflichten einer treuen und loyalen jungen Frau aus einflussreicher Gens hören. Oder was bezweckte er mit seiner Frage. Diese Senatoren konnte man wirklich nicht durchschauen. Doch ehe sie zu einer ausführlichen Antwort ansetzen konnte, kam das Thema auf ein anderes.


    Nun war es raus… „Ja, das hat er!“ Sedulus hatte er es ihr doch gesagt und erzählt. Oder wollte Avarus das nicht glauben.

    Endlich hatten sich die Freundinnen geeinigt und zumindest war dieses Streitthema vom Tisch. Sie nahm sich aber in Zukunft mal vor, ihren Valerian beiseite zu nehmen und ihn mal über wilde Tiere aufzuklären. Auch wenn das jetzt recht albern klang. Sie kicherte innerlich über diesen Gedanken.


    Für einen Moment befürchtete Calvena, Romana würde ihre Worte als Vorwurf nehmen. Es war kein Vorwurf, sie wollte nur dass auch die Claudia Valerians Verhalten verstand. Sie war sich ziemlich sicher, dass er es wirklich nicht Bös gemeint hatte, sondern einfach etwas überrumpelt war. Schließlich grinste Romana und sie erwiderte dies spitzbübisch. „Die Furien… ist das dein Ernst? Am Ende laufen noch alle vor uns Weg, weil sie glauben, wir seien launisch!“ kicherte sie.


    Nachdenklich nickte sie. Auch ihr war es zu Ohren gekommen, das Prudentius Balbus nun Praefectus Preatori war. Innerlich machte ihr Herz mal wieder einen Hüpfer, das erleichterte es Valerian die Heiratserlaubnis zu bekommen. Ihr wurde heiß und kalt zugleich, weil das nun für sie bedeutete, dass sie und er bald verlobt waren und dann die Hochzeit geplant werden musste. Kurz hatte sie das Bild eines kopflosen Huhnes vor ihrem Auge, es beschrieb ihre Gefühle recht gut.


    Ob Dursus wirklich dazu bereit war, über die Differenzen hinweg zusehen, obwohl sie eng Verwandt war mit Avarus und Sedulus, würde wohl nur die Zeit zeigen. Aber dennoch hörte sie sich stattdessen um und suchte sich dann doch lieber noch einen weiteren Fürsprecher. „Wir werden es sehen! Tiberius Dursus ist auch eingeladen, es war Avarus Wunsch!“ erzählte sie. Anscheinend war dieser zumindest bereit, über seinen Schatten zu springen. Aber ob der Pontifex kommen würde, dass wusste sie bisher nicht. „Und Aurelius Corvinius wird der Begleiter von Flavia Celerina sein!“ So langsam trudelten nämlich alle Bestätigungen ein und sie steckte bis über beide Ohren in den Vorbereitungen. „Du musst es wohl am Besten wissen, in wie weit die patrizischen Männer Querschädel sind!“ kicherte sie.


    „Du musst ihn mir mal bei Gelegenheit vorstellen, deinen Vetter!“ meinte sie. „Das lässt sich sicher bald einmal einrichten, sobald ich die Feierlichkeiten für Fons überlebt hab!“ zwinkerte sie und nippte etwas an ihrem Becher.


    Calvena strahlte, als Romana dann auf ihren Vorschlag einging. Mit etwas Glück würden sowohl die Claudia, als auch Valerian, ihre Vorbehalte ablegen. „Ich danke dir!“ lächelte sie.

    Jeder Händler war darauf bedacht, ein gutes Geschäft zu machen und Kunden dauerhaft an sich zu binden. Deswegen bedrängte der Ägypter die junge Germanica nicht weiter, auch wenn er so seinen Schmuck einer anderen Kundin anbieten musste. Nachdem sie sich wieder umgezogen hatte und dem Händler erklärt hatte, wohin er liefern sollte, setzten sie ihren Weg fort.
    Nach einigen Schritten hatten sie dann endlich den Schmuckhändler erreicht. Nach einiger Zeit hatte sie einige silberne und goldene Armreifen, ein paar schöne zierliche Ohrringe und ein kleines Fußkettchen. Mit einem verschmitzen Grinsen überließ sie Elissa die Börse und wartete dann draußen auf ihre Sklavin. Sie konnte sich gut vorstellen, wie die andere Frau den Händler überzeugen wollte, den Preis zu drücken. Wenig später folgte dann die Sklavin.


    Dankbar lächelte sie ihr zu. „Danke, was würde ich nur ohne dich machen! Du bist eine wahre Verhandlungskünstlerin!“ lächelte sie. „Ich hoffe der Händler wird nicht zu sehr zudringlich…“, meinte sie zwinkernd und setzte dann den Weg nach Hause fort.

    Amüsiert verfolgte sie das kurze Gespräch zwischen Sedulus und Macer. Auch sie bezweifelte ein wenig, das Avarus einen Konkurrenten in seinem Fachgebiet dulden würde. Oder das Macer gar ihn eines Tages ablösen würde. In dieser Hinsicht war der Großonkel wohl eigen, er würde es nicht dulden, wen jemand seinen Platz streitig machte. Erst mal aber enthielt sie sich eines Kommentars. Über kurz oder lang würde Macer seine Erfahrungen machen, auch mit Avarus.

    Duccia Clara hieß also die junge Frau, welche Prisca und Sermo begleitete. Auf den ersten Blick war sie ebenso sympathisch wie die anderen Anwesenden. Sermo grinste schief, als sie sich kurz über diesen sagenhaften Masseur ausließen, nur zu schade, dass er nun nicht mehr der Öffentlichkeit zugänglich war und sie sich wohl jemand anderes suchen musste. Aber sie konnte auch auf diesen Luxus verzichten. Aber in die Thermen würde sie bald wieder gehen, schließlich erfuhr man dort reichlich neues.
    „Ich kann den kretischen Stier nur weiter empfehlen!“ zwinkerte sie Prisca zu. Sie war ihr nicht Bös, dass sie einen Scherz auf ihre Kosten machen wollte. Für Streit war an diesem Abend einfach kein Platz. „Er arbeitet nicht mehr in den Thermen…? wie Schade… naja es gibt ja noch viele andere Masseure!“ kicherte sie. „Haben die Thermen nicht Neuzugänge bekommen? Sklaven aus Baie, von denen hat doch Celerina so geschwärmt!“ meinte sie.
    Schließlich nickte sie zustimmend, vermisste aber einen tapferen Mann ganz besonders. Es war wirklich Schade, dass sich Valerian ihnen nicht hatte anschließen können. Aber sie würde ihn schon bald wieder sehen.


    „Centho hat am Ende den tödlichen Treffer gelandet!“ erklärte sie der Aurelia. Sie wusste warum Prisca den Kampf nicht ganz mitbekommen hatte. Lagen sich doch Die Germanica und die Aurelia in den Armen und hatten geflennt. Aber das war ein Geheimnis, dass sie beide wohl für sich behalten würden. Kurz warf sie der Aurelia einen verschwörerischen Blick zu. „Wir sollten auf die Helden des Tages anstoßen!“ meinte sie in die Runde und ließ sich einen Becher verdünnten Wein reichen.


    Schließlich grinste sie Romana zu. „Wusste ich es doch!“ sie zwinkerte der Claudia zu. Schließlich konnte sie sich noch zu gut an ihre erste Begegnung erinnern und seit diesem Tage waren sie Freundinnen. „Ja, ich bin auch schon gespannt was noch so alles passieren wird!“ Romana wandte sich schließlich an ihren Onkel und Serrana gesellte sich in die illustre Gruppe der Damen und des einen Herrn und vertiefte sich in ein Gespräch mit Clara.

    Calvena setzte nicht voraus das jeder jeden in Rom kannte. Im Gegenteil, sie befürchtete jeden Tag, dass sie sich einen gewaltigen Fauxpas erlaubte, weil sie die Leute nicht mit dem nötigen Respekt behandelte. Sicher unter jungen Frauen war der Umgang miteinander und untereinander anders, als wenn man einem Senator, Pontifex oder Soldaten begegnete. Was sie aber etwas wurmte, war das Avarus sich nicht um ihre Gefühle kümmerte. Kein Wunder das es Paulina scher gehabt hatte. Zumindest nach dem was Sedulus ihr erzählt hatte, war es eine Hochzeit aus Liebe gewesen. Deswegen war ihr Onkel wohl auch eher bereit, ihr dieses Glück nicht zu verwehren. Sie wusste auch das Avarus verheiratet war, aber seiner Frau war sie bisher auch noch nicht begegnet, diese war in Hispania oder so. Innerlich seufzte sie auf, nur zu gern hätte sie jetzt etwas weibliche Unterstützung gehabt. Großtante Laevinia kam ihr gar nicht erst in den Sinn, dieses Biest hätte sie nur zu gern wieder in Nola gesehen, weit weg von Rom.


    Seine Worte bezüglich der Weisheit des Alters und der Verantwortung gegenüber der Familie ließ sie mehr oder weniger stumm über sich ergehen. Was hätte sie auch dazu sagen sollen? Ja, ich weiß klang sehr flach und so als würde sie sich fügen. Ein aufbrausendes Nein würde nur zu weiteren Ermahnungen führen.


    „Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass ich eine Germanica bin“, meinte sie. Sie wusste auch wessen Enkeltochter sie war, sie hatte sich schließlich die Familienchronik angesehen und auch den Stammbaum. Aber sie konnte nicht aus ihrer Haut raus. Zumal es ihr gar nicht passte, als Handelsware gesehen zu werden.


    „Sedulus hat doch schon längst zu gestimmt!“ platzte es ihr heraus. Ups, wurde es ihr bewusst. So hatte sie es ihm nicht sagen wollen….