Beiträge von Titus Duccius Vala

    Valas Weg, die Welt zu begreifen bestand darin, Raster zu erkennen. Muster, Ähnlichkeiten, Gleichungen und Routinen. Was daher rührte, dass Vala irgendwann einmal gesehen hatte wie ein nicht unbekannter römischer Gelehrter auf einen eigenen Fehler genauso reagierte, wie ein germanischer Fürst niederen Ranges es Jahre zuvor getan hatte: er ging in die Offensive, bis er sich selbst in eine Ecke manövrierte aus der er selbst nicht mehr herauskam. Dem Stammesfürsten hatte es das Leben gekostet, dem Römer nicht. Wenn Vala heute darüber nachdachte, wäre es anders herum wohl besser für ihn gelaufen.


    "Danke.", sprach er schließlich, nachdem er die Routine des ewig schlecht gelaunten Türstehers bei Domu patrizischer Geschlechter bestätigt sah. Nichtsdestotrotz drückte er dem Mann einen Dupondius in die Hand, wie er es immer machte, wenn er irgendwo zu Besuch war, bevor er ihm ins Haus folgte.

    Abrax
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    So sehr Abrax auch versuchte, sich mit dem wendigen Dimachaerus mitzudrehen, der Mann kam dennoch weit genug auf seine rechte Seite. Die beiden Klingen blitzten in der Sonne. Abrax versuchte noch, die Parma herumzureißen, während er eher reflexartig seine Klinge abwehrend zwischen sich und den Gegner brachte, aber er wusste bereits, dass es nicht ganz reichen würde. Eine Klinge konnte er mit seiner Sica abfangen und von sich weglenken, aber die zweite biss ihn in die ungeschützte Seite. Er konnte noch soweit zurückspringen, dass es nicht viel mehr als ein Kratzer war. Ein wenig mehr Unachtsamkeit, und hier und jetzt hätte er sein Leben ausgehaucht.
    Er ging rückwärts, von seinem Gegner weg. Siebe Seite brannte, aber er konnte noch stehen. Ein kurzer Blick nach unten zeigte ihm das Blut, das klebrig und rot über sein Bein nach unten lief. Der Junge hatte ihn sauber erwischt, aber nicht tief genug. Allerdings ließ Lobo ihm nicht die Zeit, sich darüber zu freuen, noch am Leben zu sein. Fast augenblicklich setzte er ihm nach, bedrängte ihn weiter mit Hieben, ide hauptsächlich auf seine verletzte Seite gerichtet waren. Abrax wich immer weiter zurück, versuchte sich so zu drehen, dass er sein Schild effektiver nutzen konnte. Aber die Verletzung schränkte ihn doch ein wenig ein, und Lobo war schnell. Wieder zuckten die Klingen vor, diesmal konnte er sie mit dem Schild abfangen, aber direkt danach kam ein weiterer Schlag. Abrax blockte ihn mit seinem Schwert, und das Gladius seines Gegners verhakte sich kurz in der Biegung seiner Sica. Bevor er die Gelegenheit nutzen konnte, mit dem Schild einen Schlag anzubringen, drehte Lobo geschickt seine Klinge. Mit einer Kraft, von der Abrax nicht wusste, woher der Junge sie nahm, riss es an seiner Klinge, und in einem schillernden Bogen segelte die Sica durch die Luft und blieb etwa drei Schritte von ihnen entfernt im Sand liegen.
    Abrax griff sein Schild schnell mit beiden Händen, hielt es frontal vor sich, blockte noch drei weitere Schläge. Er versuchte, in die Richtung seiner Klinge zu gelangen, aber der Dimachaerus wusste ebenfalls, wohin er wollte und verhinderte es durch geschickte Schritte und wilde Attacken. Abrax merkte, dass er diesen Kampf verloren hatte. Lobo würde ihm keine Gelegenheit geben, seine Waffe zurückzuholen. Abrax hoffte nur, er gab ihm die Gelegenheit, um Gnade zu bitten. Abrax wartete eine weitere, heftige Attacke ab, die er noch gerade so abwehrte, und ließ sich dann auf die Knie sinken. Eine Hand reckte er unbewaffnet gegen seinen Gegner, legte sein Schild beiseite. Nun, unbewaffnet und kapitulierend, war er auf die Gnade des Veranstalters angewiesen.

    Mit der Einladung in der Hand kam Vala am durch sie bekanntgegebenen Termin zur Villa der Flavier, die sich eindrucksvoll dort erhob, wo normalerweise ein ganzer Häuserblock Platz finden würde. Es vergingen ganze Momente, in denen Vala nur an der Mauer der Villa vorbei schritt ohne die Porta auch nur zu sehen.


    Stark beeindruckt kam er schließlich bei dieser an, und hob den schweren Ring aus Metall um sich dreimal klopfend bemerkbar zu machen.


    "Salve.", sprach er, als ihm geöffnet wurde, "Mein Name ist Titus Duccius Vala. Ich wurde zum Gespräch mit dem Consul Flavius Furianus geladen."
    Anschließend zeigte er die Einladung vor, die ihn hierher geführt hatte:


    ad Titus Duccius Vala


    Casa Prudentia
    Roma
    Provincia Italia


    _________________________________________________


    L. Flavius Furianus s.p.d.



    Dein Brief ist zu meinen Händen sicher getragen worden und ich zeige mich erfreut, dass ein junger Mann wiederum bestrebt ist, dem Staate ehrenvoll zu dienen.
    Der Termin in meinem Hause lässt sich am ANTE DIEM IV KAL IUN DCCCLX A.U.C. (29.5.2010/107 n.Chr.) zur Mittagsstunde einrichten.


    Gehabe dich bis dahin wohl und mögen dich die Götter schützen.





    "Also ist der Grund nicht das Barbarentum an sich... sondern ein anderer...", zog Vala ein vorläufiges Resumee aus der Kriegsdebatte, "...was ich durchaus zufriedenstellender finde. Du wirst das anders sehen... aber wenn ich in den Krieg ziehe, will ich den anderen nicht einfach umbringen, weil er ein Barbar ist.. oder weil mir irgendjemand illustre Sachen wie Ehre oder Ruhm verspricht. Ich brauche etwas handfestes, mit dem ich arbeiten kann... stirbt der andere, was bekomme ich dafür? Ein Stück fruchtbares Land? Die Gewissheit, dass er und die seinen der Möglichkeit beraubt werden mein Land zu verwüsten und meinen Leuten zu schaden? Die Möglichkeit, mir und den meinen noch mehr Macht, Einfluss und Wohlstand zu verschaffen? Ja. Das wären Gründe für einen Krieg..."
    Er war ehrlich. Und das irritierte ihn... andererseits, er hatte das Gefühl mit einem Kind zu sprechen. Was paradox war, denn Axillas Körperbau strafte diese Vorstellung lügen. Und er machte sich angreifbar... nicht auszudenken, sie würde Archias das erzählen.


    Dieser Gedanke ließ ihn abrupt innehalten, und Axilla einen Moment kritisch ansehen. Er glaubte, sie durchschaut zu haben... und doch strafte sie seine Vorstellung gerade Lügen, in dem sie ihn mit einer Portion Intelligenz überraschte, die er ihr nicht zugetraut hatte. Das Dumme an der Sache war: diese Intelligenz würde es ihr auch ermöglichen, zu Sachen umstande zu sein die Vala eher zueigen waren. Ihn belügen. Ihn manipulieren... und ihn letztendlich zu zerstören.
    Es war ein riskantes Spiel, das er spielte, und seinem Verständnis nach spielte er gerade mit einem sehr hohen Einsatz.


    "Angst?", sah er sie verwundert an, mehr über sich selbst, als über die letztendliche Frage. Er musste eine Entscheidung treffen. Wie plante er, dieses Spiel zu spielen?
    "Ich habe keine Angst.", antwortete Vala, und ließ damit offen was genau er meinte. Letztendlich hatte er sich doch gefügt... was hatte er auch schon zu verlieren? Nichts. Und was hatte er zu gewinnen? Alles... und er würde gewinnen.


    "Ich kenne die Parzen nicht. Du meintest einmal, sie wären wie unsere Nornen... wenn das so ist, liegst du falsch. Die Götter sind die Macht. Wie auch deine Parzen... sie können das Chaos bekämpfen, aber der Sieg bleibt ihnen verwehrt. Ich denke, es kommt derjenige am weitesten der sich am ehesten damit arrangiert." Womit er de facto sich selbst meinte.

    Schweiß rann ihm brennend in die Augen, doch es störte ihn nicht. Mit dem Gesicht nach unten lag Vala keuchend auf der gepflegten Rasenfläche des prudentischen Hortus und versuchte mit schmerzenden Lungen verzweifelt Luft in sich zu schauffeln.
    Er gab ein erbärmliches Bild ab.. sein Gesicht war rot angelaufen, die Tunika schwarz vor Dreck, die Haare vom Schweiß und Matsch verklebt, und er selbst ein klägliches Abbild seiner selbst. Sein Empfinden war im Moment purer Schmerz... reiner, destillierter Schmerz. Nicht der Schmerz, den man empfand wenn einem ein Arm durch einen Schildstreich gebrochen wurde. Auch nicht der Schmerz, den man empfand wenn der Splitter eines Speeres sich durch die eigene Schulter bohrte. Und schon garnicht der Schmerz den man empfand wenn keinen Schritt weit von einem entfernt ein guter Freund Blut röchelnd sein Ende fand.
    Das war im Moment sein Empfinden prägte, war genau der Schmerz, der entstand wenn man sämtliche Fasern des eigenen Körpers bis auf's Äußerste überstrapazierte.


    Kaeso Curtilius Otho
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    Mit einer Mischung aus Genugtuung und Verachtung blickte Otho auf den am Boden liegenden jungen Mann, der so vielversprechend angefangen hatte. Mal wieder fragte er sich, wie er hatte so tief sinken können. Vor Dekaden noch hatte er die Väter dieses Mannes bekämpft und mitbekommen warum Legionäre in den nördlichen Regionen des Reichs öfter zu Mars beteten als in den anderen Provinzen. Und jetzt, Jahre nachdem er sein kleines Stück Land bezogen hatte, stand er hier im Garten seines ehemaligen Vorgesetzten und versuchte aus einem Barbaren einen tauglichen Kämpfer zu machen. Einen römischen Kämpfer.
    Römisch wohlgemerkt deshalb, weil der Junge eigentlich nichtmehr viel brauchte. Die beiden Schläger, die er mitgebracht hatte um dem Barbaren die übliche Tracht Prügel am Anfang zuteil werden zu lassen hatten sich nicht lange gehalten, nachdem der zweite nurnoch humpelte hatte er beide zermürbt nach Hause geschickt. Kämpfen konnte der Junge, ohne Zweifel, was aber allzu schnell auffiel war das Fehlen sämtlicher römischer Standarddisziplinen... die langweiligste Arbeit, die man sich als Ausbilder vorstellen konnte.
    Aber Otho war Balbus noch einen Gefallen schuldig, außerdem brauchte er das Geld. Deshalb hatte er einfach weitergemacht, und den Jungen drei Stunden durch die Stadt hetzen lassen. Er auf seinem kleinen Maulesel, der Junge natürlich zu Fuß. Über das Marsfeld. Durch die schlammigen Ufer des Tiber. Durch die nahen Wälder. Und wieder zurück.
    Otho hatte sich vorgenommen, dem vorwitzigen Jungen zu zeigen was Grenzen waren. Und er hatte es geschafft.. für heute.


    "Wenn ich mit dir fertig bin..", murmelte der alte Mann, "..wirst du dich wieder zu deinen Buschkämpfern in die Wildnis zurückwünschen."

    Vala hatte Axilla unterschätzt, das fiel ihm nun schmerzhaft auf. Nicht nur irgendwie unterschätzt.. nein.. er hatte sie MASSIV unterschätzt. Und wieder einmal fiel ihm seine eigene Nachlässigkeit auf, mit der er sich in diese Situation begeben hatte. Eine Nachlässigkeit, die zuließ, dass Axilla ihren germanischen Begleiter an die nicht vorhandene Wand redete. Sie zitierte Ovid. Sie zitierte Sokrates. Sie sprach griechisch... und ließ Vala wortlos zurück.
    Zumindest für einen Moment, dann rettete der große Mann sich in eine nachdenkliche Miene und trottete langsam neben ihr her, während er sich tierisch dumm vor kam. Und dessen nicht genug: er wusste nicht, wie er darauf reagieren sollte.
    Schließlich suchte er sein Heil im Angriff, weil er keinen anderen Ausweg sah: "Letztendlich relativierst du damit WIEDER deine Aussage von vorhin. Jeder kann Barbar sein.. ich genauso gut wie du. Worin also liegt die unumstößliche Wahrheit des Begriffs, wenn man Barbaros genauso gut als Peregrinus oder Alienus zusammenfassen kann? So oft wie das Wort schon als Kriegsgrund benutzt wurde, scheint es mir äußerst dünn zu sein..."
    Schauspiel war alles, und auch wenn Vala im Moment den Eindruck hatte, von der Intelligenz der Iunia überrumpelt worden zu sein, so ließ er es sich nicht anmerken. Man wurde erst angreifbar, wenn man sich in eine angreifbare Position begab..


    "Ja. Ich war's.", sprach Vala mit unbekümmerter Selbstverständlichkeit, als würde er ihr gerade erklären, dass Wasser nass sei. Er schämte sich nicht dafür, was er getan hatte. Nicht im geringsten... er sah alles in seinem Leben als großen Fluss an, und so hatte auch der Tod eines römischen Kaufmanns dazu geführt, dass er heute hier sein konnte.
    "Gesetze geben Ordnung? Ich glaube, das Thema hatten wir schon einmal. Das römische Prinzip ist ohne Zweifel der Höhepunkt der Gemeinschaftsorganisation durch Gesetz und Gewalt. Aber wie du selbst schon gesagt hast... Gesetz ist auch das Recht des Stärkeren. Die Götter sind die letztendliche Instanz, denen der Mensch sich beugen muss, und selbst sie brechen ihre Gesetze ganz nach belieben... das ist keine unbedingt rosige Aussicht, oder?"

    ...und so kam Vala auch wieder einmal bei der Villa Vinicia bei, um zu prüfen, ob sein Wissen über den Tagesablauf des Consulars immernoch dem aktuellen Stand entsprech.
    Mit kräftiger Hand klopfte er an die Türe, die er in den vergangenen Monaten einiges seltener gesehen hatte, weil andere Türen ebenso seine Aufmerksamkeit einforderten.

    "Danke, Senator.", sprach Vala mit ehrlichem Lächeln. Er hatte darauf gehofft, soviel Unterstützung wie möglich zusammen kratzen zu können, da er sich sehr bewusst war, dass sein Aufstieg in den Senat ein steiniger und vor allem steiler Weg werden würde. Im Endeffekt würde er an Fürsprache brauchen, was er bekommen konnte.


    "Ja, das würde es bedeuten. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, wieviel ich von dir in den letzten Monaten gelernt habe, es war eine Zeit, deren Wert ich nicht hoch genug einschätzen kann.", was einerseits der bewährte Griff in den Honigpott war, andererseits eine ehrliche Beschreibung von Valas Einschätzung der letzten Zeit.
    "Welches Amt strebe ich an... gute Frage. Um ehrlich zu sein: das Münzwesen, also die Tresviri Aere Argento Auro Flando Ferunde, mit der damit verbundenen Finanztheorie interessiert mich schon sehr. Genauso wie die Tresviri Capitalis, die ja einen nicht geringen Einblick in das Justizwesen gewährten. Allerdings wird es im Vigintivirat darauf ankommen, sich zu beweisen. Und das arbeitsträchtigste Amt ist das der Decemviri Litibus Iudicandis, also auch die beste Möglichkeit zu zeigen, dass ich den Anforderungen gewachsen bin. Ich glaube nicht, hier nach Interesse entscheiden zu können, zumal es ja nicht bei mir liegt zu entscheiden, sondern beim Senat..."


    Er machte eine kurze Pause, als ihm noch etwas einfiel, dass es anzusprechen galt: "Achja.. ich muss noch beim Praefectus Urbi vorsprechen, um mich selbst für eine Erhebung in den Ordo Senatorius ins Spiel zu bringen. Ein Freund von mir meinte, es wäre gut so viele Fürsprecher wie möglich zu haben, um ihn davon zu überzeugen. Kann ich in dieser Sache auch auf deine Fürsprache zählen? Es würde mir viel bedeuten..."

    Zitat

    Original von Lucius Iulius Antoninus
    Ein wenig erstaunt war Antoninus schon als er mal wieder am Palasttor stand als der Mann der sich nicht vorgestellt hatte ihm die Einladung zeigt. Er wusste gar nicht das der Consular wieder in Rom war. Hm .. Na ja dann hatte man wieder vergessen es ihm zu sagen wahrscheinlich ging es ihm wieder besser. „Salve. Und du bist nehme ich an eben besagter Titus Duccius Vala?“ Die Antwort sollte klar sein aber es gehörte dazu das man wen man in den Palast wollte das man sagte wer man war und was man wollte. Gut was er wollte hatte er gesagt und auf der Einladung stand ja drauf wem sie galt aber Antoninus fand das es nicht zu viel war seinen Namen zu nennen.


    Vala stockte, als der Soldat ihn nach seinem Namen fragte. Hatte er das nicht gesagt? Sekunde für Sekunde arbeitete er schnell die vergangenen Momente ab, und kam schließlich zu dem Schluss, dass er es eben nicht getan hatte.


    "Eh... ja... genau der bin ich.", murmelte er ein wenig verdrossen, sich über sich selbst ärgernd, "..ich bin wohl etwas zerstreut, entschuldige bitte."

    "Haben wir.", meinte Vala mit dem Ton der vollen Überzeugung. Er hatte einen Plan gehabt, was er mit Axilla anfangen wollte, und so steuerte er ihre Schritte weiter Stadteinwärts.. sie würden eine Weile unterwegs sein, allerdings wusste Vala aus der Erfahrung der letzten Treffen, dass sie die Zeit auch so totschlagen würden.


    Sie überlegte lange, und Vala gab sich unbekümmert und interessiert zugleich in dem er den Blick über ihre Umgebung schweifen ließ und sie hin und wieder beim Denken beobachtete. Er steckte sich ein neues Stück Süßholz in den Mund, was er immer tat, wenn er selbst angestrengt nachdachte. Schließlich rückte sie mit der Sprache heraus, und das, was sie sagte ließ ihn schmunzeln. Das würde noch ein interessanter Tag werden...


    "So so... die Griechen.", murmelte Vala, und zwinkerte ihr vergnügt zu, "Du fängst schon im ersten Satz an zu relativieren." Und keine Sekunde später rückte sie auch schon mit der Verbalkeule raus, die in einer anderen Welt den Studenten Valas das Leben zur Hölle machen konnte, wenn sie sie zu freigiebig nutzten.
    Und doch kam sie dem Punkt immer näher.. und Vala griff den Faden irgendwann auf: "Ahja... ein Barbar handelt nicht nach Gesetz und Sitte? Die Parther waren für die Soldaten unserer Zeit nichts weiter als Barbaren, und doch handelten sie nach dem strengen Kodex ihres Volkes, der es ihnen sogar erlaubte den Krieg zu gewinnen. Und wer definiert Bildung? In den heiligen Mauern Roms ist es wohl angebracht, Cicero auswendig zu kennen und griechisch zu sprechen.. in den Wäldern Germaniens kommt man damit aber nicht weit. Wer ist demzufolge gebildeter? Derjenige, der gelernt in seiner Umwelt zu überleben, oder derjenige, der sich in der römischen Gesellschaft bewegen kann wie ein Fisch im Wasser?"
    Es dauerte einen Moment, bis er realisierte, dass er sich gerade in sehr dünnes Fahrwasser begab. Aber wieso nicht? Sollte Axilla doch die Chance bekommen, ihn anzugreifen...
    "Die klassischen Barbaren der Römer haben sehr wohl Musik und Kultur, nur ihre eigene. Ich habe in Runden gesessen, in denen nicht ein Wort Latein gesprochen wurde, und trotzdem hat man miteinander geredet, gesungen, gelacht und Geschichten erzählt. Glaubst du, das alles wäre keine Kultur? Dass Barbaren nur zerstören... interessant. Ich habe an genau drei Überfällen auf römische Händler teilgenommen, und nicht des zerstörens wegen, sondern weil ich und die meinen verdammt noch einmal Hunger hatten. Wenn es darum geht, zu verhungern oder eine schöne Brosche einzuschmelzen, fällt die Entscheidung nicht schwer. Wenn es darum geht, zu verhungern und kunstvolles Schnitzwerk abzufackeln, dann fällt sie auch nicht schwer."
    Er merkte nicht einmal mehr, wie er auf einmal von Dingen erzählte die er ihr früher nicht im Traum erzählte. Was eine nette Gelegenheit für viele Schachtelsätze im HätteWäreWenn-Konjunktiv war, auf die der Schreiber in diesem sehr präzise definierten Moment allerdings keine Lust hatte.


    "Disziplin... gut, dieser Punkt geht an dich.", gab Vala schließlich verdrieslich dreinschauend zu. Die fehlende Disziplin und Ordnungsgewalt war eine der Gründe gewesen, auf die andere Seite des Limes zu wechseln.

    Abrax
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    Leider war es nur die Schildseite, die der Dimachaerus ihm präsentierte. Abrax hätte nicht lange gefackelt und den Kampf an Ort und Stelle mit einem sauberen Stich beendet, wenn er mit seiner Sica herangekommen wäre. So aber musste er sich mit einem kräftigen Hieb der Parma gegen die Seite des anderen begnügen und nur darauf hoffen, dass dieser Treffer den anderen fortan beeinträchtigen würde.
    Seine Taktik, den Gegner wütend zu machen, schien aufgegangen zu sein. Lobo hatte ein Arsenal an Schlägen auf ihn einprasseln lassen, was ihn viel Kraft gekostet hatte. Wenn er so weiter machte, musste Abrax gar nicht so viel dazu tun, den Sieg mitzunehmen. Er musste einfach nur warten, bis sein Gegner sich verausgabt hatte, und dann zuschlagen. Vorher allerdings musste er ihn weiter provozieren.
    Mit dem Schwert täuschte er einen Angriff an, wartete auf die vorschnellenden Schwerter seines Gegners und lenkte diese mit dem Schild geschickt ab. Mit Wucht führte er einen hohen Schlag, den der Dimachaerus abblocken konnte, dessen Kraft er wohl aber bis in die Schultern fühlen dürfte. Er setzte noch einen weiteren direkt hinterher, und weil er gerade so schön in Fahrt war auch noch einen dritten. Erst dann machte er den längst überfälligen Schritt zurück und gab seinem Gegner Gelegenheit zur Riposte.

    ...wollte an diesem Tag Vala, der gestriegelt und in außergewöhnlich gewöhnlicher Kluft vor der Palastwache erschien, um sich selbst anzumelden.


    "Salve Miles. Ich habe eine Einladung von Aelius Quarto, und möchte zu ihm.", sprach's, und zeigte die Schriftrolle hervor, die ihn einen Tag zuvor erreicht hatte:


    An
    Titus Duccius Vala
    Domus Prudentia
    Roma


    Salve Titus Duccius Vala!


    Ich danke Dir für Deinen Brief und würde mich freuen, Dich in den kommenden Tagen in meinem Haus auf dem Palatin empfangen zu dürfen.
    Bitte führe dann dieses Schreiben mit Dir, damit Du es bei den praetorianischen Wachen des Palatium Augusti vorzeigen kannst. Sie werden Dir Einlass gewähren und Dich zur domus Aeliana führen.


    Erwartungsvoll Deinem Besuch entgegen sehend,
    gez. Lucius Aelius Quarto



    ROMA - KAL IUN DCCCLX A.U.C. (26.5.2010/107 n.Chr.)

    Vala war eine harte Kralle. Um nicht zu sagen: wegen Männern wie Vala entstand überhaupt die Notwendigkeit, einen Terminus wie "harte Kralle" zu finden. Der brachte es dann aber auf den Punkt: Härte und Gewalt.
    Dummerweise unterschlug dieser Begriff aber auch, dass Härte und Gewalt sich in manchen Situationen sich nicht mit umfassender kognitiver Intelligenz vertrugen. So zum Beispiel, wenn man aus lauter Jux und Dollerei die Einrichtung des eigenen Lehrers zerlegte.


    Was der Grund war, warum Vala sich jetzt auf dem Mercatus befand: er versuchte, Ersatz zu organisieren. Den er selber bezahlen durfte, selbstverständlich. Irgendwo hatte er die Angewohnheit aufgegabelt, seine Finanzen bis ans Limit auszureizen, ohne wirklich viel Geld auszugeben. Zumindest nicht absichtlich. Hier eine Kline... dort ein kleiner Beistelltisch... und das natürlich nicht in der billigsten Qualität, die sich auffinden ließ, nein: Damio hatte gewisse Ansprüche. Seine Frau noch höhere.
    Das führte dazu, dass das Geld in Valas Börse schneller schwand als Tiefkühlkost vom bekannten Däagen Hasz vom Stamm der Jüten in einem Flecken nubischer Sandwüste. Dementsprechend war auch seine Laune... die nicht unbedingt dadurch verbessert wurde, dass sich heute wieder halb Rom durch die Marktgassen schlängelte. Keine Sekunde, in dem man nicht aus Versehen jemanden zur Seite rammte, anrempelte oder einfach nur plattlief. Oder zur Seite gerammt, angerempelt und plattgelaufen WURDE. Irgendwann bestand Valas größte Anstrengung darin, Verletzungen bei sich und anderen zu verhindern.


    Gerade wich er zum Beispiel dem vollgepackten Brotkorb einer älteren Frau aus, um den er sich mit einer gekonnten und doch unbeholfenen Drehung wand, als genau auf Sichthöhe vor ihm eine Hand auftauchte und gefährlich näher an ihn heranschwang. Dass diese Hand eigentlich mitsamt Arm geschwungen wurde, um jemanden anderes zu schlagen war Vala in dem Moment nicht bewusst, genauso wenig, wem sie gehörte, noch wer jetzt eigentlich alles um ihn herum stand. Das einzige, was Vala warnahm, war die Hand und das Fehlen anderweitiger Bedrohungen, was ihm die Muse gab, sich ganz der Hand zu widmen, die in dem Milisekundenbruchteil, den es brauchte um das hier zu schreiben, noch ein Stück weiter auf seine Nase zubewegt hatte.
    Vala mochte seine Nase. Sehr sogar. Es gab nicht wenige Frauen, die dem Glauben anhingen, an der Nase eines Mannes die Größe seines... eh... jüdischen Täufers ablesen zu können. Im zwischengeschlechtlichen Reigen war das ein taktischer Vorteil, den man zu mehr ausbauen konnte. Oder auch nicht. Wie dem auch sei: eine gebrochene Nase war definitiv nicht in seinem Interesse.


    Der Rest war Reflex. Er packte die Hand, drehte sie entgegen der normalen Körperwindung und damit den Arm samt angeschlossenem Kerl auf Links, und noch bevor der Mann verblüfft sein, oder schreien, oder die Augen aufreissen oder alles gleichzeitig tun konnte, landete Valas Fuß in dessen Kniekehle und schickte den Kerl mit sanfter Gewalt mit dem Gesicht voran in den Staub.


    Als Vala sah, dass der Typ keine Gefahr mehr für ihn darstellte, wollte er schon weitergehen, als er bemerkte, dass sich hinter der Hand eine kleine Gruppe Frauen befand. Mit dem geübten Blick eines Jägers taxierte er jede einzelne von ihnen, bis ihm gefiel was er sah. Dann nickte er ihnen mit einem knapp gemurmelten "Tach die Damen..." verschmitzt schmunzelnd zu, und setzte seinen Weg durch die Massen des Mercatus fort.


    Vala war noch weit von dem legendären Status des kerligen Kerls entfernt. Aber er arbeitete hart daran...


    Sim-Off:

    Ich erlaube mir mal die Frechheit... ;)

    "Na... na...", wischte Vala ihr Gestammel mit der Rückhand vom imaginären Tisch, und blickte sie weiterhin direkt an, "..so nicht. Wenn du nicht willst, dass ich dir dein Gerede um die Ohren haue, solltest du dir Gedanken machen, wieso du es als richtig betrachtest."


    Mit einer gewissen Verdrieslichkeit nahm Vala zur Kenntnis, dass er doch altklug und furchtbar lehrerhaft klang, ohne dass er etwas dafür konnte. Aber wenn Axilla das so sehr provozierte, würde er etwas daran ändern müssen... in dem er sie änderte.


    "Spazieren gehen?", murmelte er schließlich mit kritischem Blick, "... nein. Wir haben noch etwas vor... aber bis wir da sind, kannst du dir Gedanken machen, wie du mir Barbaren erklären willst, so dass es mir richtig erscheint."
    Im Endeffekt gab er gerade das wieder, was er Monate zuvor von Linos und Damio gelernt hatte. Nur anders. Letztendlich würde er Axilla auch nicht schlagen, wie Damio es tat, wenn er sich besonders begriffsstutzig gab. Aber wenn er das Gefühl hatte, dass es etwas änderte... dann wären sie schon einen Schritt weiter.


    "Also...", begann er von neuem, als sie ihren Trott fortsetzten, "...ein Barbaros ist was?"

    Hätte Vala in diesem Moment über die Acta nachgedacht, so hätte er sicherlich den Berichten über zufällige Zusammenstöße in der Stadt nachgesonnen. Die etwaigen Konsequenzen dieser Zusammenstöße schienen nun wirklich nicht wenigen Bürgern Sorgen zu machen, von der Obrigkeit ganz abgesehen, und Vala fragte sich, wieso um das ganze so ein Trubel gemacht wurde. Immerhin war diese Stadt verdammt groß, um nicht zu sagen: riesig.
    Hätte Vala sich Gedanken über die Acta gemacht, wäre es ihm auch seltsam vorgekommen, mitten im Nichts dieser seltsam zugeschnittenen Gärten den Kerl zu erblicken, der ihm vor einiger Zeit etwas über die Stoiker erzählt hatte. Der Octavier, nun, Vala hatte den Kurs verfolgt. Aber nicht wirklich teilgenommen. Eigentlich hatte er nur existiert, mitgeschrieben und sich später den ganzen Kram durchgelesen, während er im Kurs selbst Gedanken an andere Sachen verschwendete. Zum Beispiel darüber, wie er sich am besten für die kommende Wahl wappnen könne. Oder wie er seinen Namen bekannt machte, ohne dass er durch dünne Wände oder Hexerei gehört wurde. Und ob die Decima im Bett genauso kontrolliert und beherrscht war, wie sie sich normalerweise gab.


    Vaa war durchaus gewillt, gewisse Dinge als Wink der Nornen zu betrachten. Auch wenn Vala sich Kritik und Skepsis allem gegenüber auf die Fahnen geschrieben hatte: die Welt der Götter und Geister rührte er nicht an. Dafür hatte er zuviel gesehen, was er sich beim besten Willen nicht erklären konnte. Als er jetzt zum Beispiel, genau bei diesem Gedanken, das Antlitz der Decima erblickte, warf er einen fragenden Blick in den Himmel: wirklich die sollte es sein?
    Die Antwort kam allerdings nicht von oben, sondern mehreren Palmi weiter unten: Red nicht so einen Quatsch, los geht's, Attacke!!!


    Wenige Momente später hatte Vala sich schon sehr ungefragt zu den beiden gesellt: "Quaestor Octavius, sei mir gegrüßt. Lectrix Decima."
    Natürlich war ihm nicht entgangen, dass die Frau nicht unbedingt der besten Stimmung war, aber ihm war es eigentlich vollkommen egal, welche Mondphase sich gerade durch ihre Blutbahnen schob. Er nickte dem Octavier respektvoll-distanziert zu, und grinste die Decima, die er während des Cursus pfleglich in Ruhe gelassen hatte, verschmitzt an. Rollende Steine...

    Sie gierte nach Aufmerksamkeit wie die Wüstenblume nach Wasser. Was eine nette Allegorie war, wenn man bedachte dass Axilla aus Alexandria stammte. Wie alt war er? Keine zwanzig Sommer... und doch hatte er das Gefühl, Dekaden älter als seine Gesellschaft zu sein. Doch was sollte er tun? Sie darauf hinweisen, dass es genug war? Würde altklug klingen... außerdem war es Vala zuwider. Ihr ein weiteres Kompliment servieren? Wäre nicht seine Art... Vala spielte, er bediente nicht.
    Er entschied sich letztendlich, die Bemerkung wegzuschmunzeln und ihr verschwörerisch zuzuzwinkern.


    "Barbarisch?", hakte Vala nach, und stockte einen Moment, sie genau fixierend. Irgend etwas in ihm wollte auffahren, und sie verbal zu Kleinholz bearbeiten. Dann realisierte er, dass es wahrscheinlich genau das barbarische war, was so pikiert reagierte. Er seufzte laut, als Für-und-Wider genau abgewogen waren, und er sich schließlich auf eine etwas weniger wutschnaubende Reaktion entschied: "Na komm... wenn du schon so redest, musst du mir erklären, was das barbarische für dich ist.."


    Dass sie den Jungen wegschickte, nahm er dabei nur beiläufig zur Kenntnis, obwohl er in genau diesem Moment wahrscheinlich gewonnen hatte. Anstelle dessen fixierte er sie mit seinem bohrenden Blick, hier waren Antworten fällig.

    "Ich würde es nicht...", sprach Vala, und schmunzelte dann mit viel Schalk in den Augen, "...weil ich es nicht bräuchte."


    'Wer könnte es ihnen verdenken?' lag ihm schon auf der Zunge, aber das wäre vielleicht schon zuviel gewesen. Vielleicht auch nicht. Wahrscheinlich nicht. Die Römerin schien seine Komplimente aufzusaugen wie trockenes Moos wenige Tropfen Regenwasser. Was bläute ihm der Grieche noch immer ein? Das richtige Maß, egal wessen Elements, bestimmte über Sieg oder Niederlage.
    Das ganze war natürlich enorm philosophisch, und Valas Geist war nicht so fortgeschritten, dass er komplexe philosophische Phrasen sofort verstand. Bei diesem Punkt hatte er sich so lange blöd angestellt, bis Linos schließlich zu einem Bild aus der Welt griff, die Vala nur allzu vertraut war: hatte man einen Fisch am Haken, und griff zu schnell hart in die Rute, so ging man das große Risiko ein, dass der Fisch sich noch mit Macht losriss, oder man gar selbst ins Wasser gezogen wurde. Nahm man sich allerdings die Zeit, den Fisch durch regelmäßiges Ziehen an der Rute zu schwächen, bis er sich weder losreissen konnte, noch den Fischer selbst in Gefahr bringen, dann war der perfekte Moment gekommen, um sich seinen verdienten Sieg zu holen.
    Und Vala konnte warten.


    "Ich bitte dich...", empörte Vala sich gespielt, aber mit einer gehörigen Portion dargebotener Ernsthaftigkeit, "...du bist eine verheiratete Frau. Unantastbar, wenn man es so ausdrücken will. Wenngleich ein großer Verlust für die Welt der Junggesellen." Dass dies der vorläufige Gipfel der heutigen Heuchelei war, versteht sich von selbst. Wenige Tage zuvor hatte Vala sich noch in der ziemlich verheirateten Frau eines vermögenden Kupferschmieds wiedergefunden. Interessanterweise hatte er mitten im Akt plötzlich an die ihm nun gegenüberstehende Frau gedacht. Beinahe hatte er die Frau bei Axillas Namen genannt, aber die Agonie der Lust, die eben auch vor dem Sprachvermögen eines Menschen nicht halt machte, hatte ihm in dem Moment sein bestes Stück gerettet.
    Dass er überhaupt an Axilla gedacht hatte, hatte ihn verwirrt. Bis er zu der Erkenntnis gekommen war, dass er wohl erst zufrieden sein würde, wenn er das lustverzerrte Gesicht der Iunierin unter sich sehen würde. Haben ode rnicht haben, das war hier die Frage.


    "Bei dem Griechen? Achso... Linos... ja.", kam Vala wieder im höchst unerotischen Hier-und-Jetzt an, und kam nicht umhin, eine gewisse Ironie darin zu sehen, dass Axilla sich für den Mann interessierte, der derjenige gewesen war, der Vala für seinen Plan, sie umzubringen den lautesten Beifall gespendet hatte, "Er gibt sich größte Mühe mir das auszutreiben, was er hingebungsvoll als 'barbarische Flausen' betrachtet. Über den Erfolg seines Vorhabens will ich allerdings nicht sprechen. Ich mag meine Flausen."

    "Wie du natürlich weißt...", begann Vala mit einer jener höflichen Floskeln, die ihm in den letzten Jahren in Rom in Mark und Bein übergegangen waren, "...werden bald wieder Wahlen zum Cursus Honorum stattfinden. Ich arbeite nun schon seit zwei Perioden für dich, und ich habe vor, für die kommenden zu kandidieren."


    Sie hatten natürlich schon einmal darüber gesprochen, am Anfang, als sie einander kennengelernt hatten, doch das Thema war unter den Tisch gerutscht, als die vielen Themen des gemeinsamen Wirkens auf ihn gekommen waren.


    "Ich würde mich freuen, wenn du mich bei meinem Vorhaben unterstützen könntest."
    Immerhin hatten sie einige Zeit zusammen gearbeitet, und Vala hatte sehr viel in dieser Zeit von dem Senator gelernt. Auch war der Aurelier nicht unbedingt ein unpotenter Fürsprecher in den Reihen der patrizischen Senatoren, die einen klassischen Block in den Rängen der Curia Iulia ausmachten.