Beiträge von Faustus Domitius Massula

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    Aculeo: "Ich hoffe es macht keine zu großen Umstände?"


    "Es macht nur einen kleinen Umstand. Ich hab nämlich keinen freien Sessel mehr". Ich öffnete die Tür zum officium der Scribae: "Euphorbus bring uns doch bitte noch einen Sessel rüber."


    "Freut mich, einen Germanicus kennen zu lernen".

    Von Norden her bewegte sich ein Reisewagen, gefolgt von einigen Reitern und zwei Eselskarren auf das Stadttor von Mogontiacum zu. Die Mäntel der Reiter und Wagenknechte flatterten in einem kräftigen, kühlen Wind, den der Herbst geschickt hatte, um sein Kommen anzukündigen. Vor dem Tor hielt die kleine Karawane an. Es hatte sich schon eine kleine Warteschlange gebildet. Ganz vorn stand ein Reisewagen mit einigen Reitern und zwei Eselskarren, dann kam eine junge Frau und dann ein Römer.
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    Lucius Ateualus Capito
    Capito steckte seinen Kopf aus dem Reisewagen. "Na ja, is ja Mogontiacum. Bei uns in Marcomagus hammer nicht so'n Driss". Und lehnte sich wieder zurück.

    Von Norden her bewegte sich ein Reisewagen, gefolgt von einigen Reitern und zwei Eselskarren auf das Stadttor von Mogontiacum zu. Die Mäntel der Reiter und Wagenknechte flatterten in einem kräftigen, kühlen Wind, den der Herbst geschickt hatte, um sein Kommen anzukündigen. Vor dem Tor hielt die kleine Karawane an und einer der Reiter in roten bracae und einem Mantel mit buntem Würfelmuster ritt auf die Wachen zu und hielt an.


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    Quintus Arionus Bellicius


    "Salvete, ich bin Arionus Bellicius aus der Civitas Treverorum. Man hat mich zu eurem fabelhaften Stadtfest eingeladen und deswegen möchte ich zum Duumvir von Mogontiacum. Könnt ihr mir sagen wo es da lang geht?"

    Von Süden her bewegte sich ein Reisewagen, gefolgt von einigen Reitern und zwei Eselskarren auf das Stadttor von Mogontiacum zu. Die Mäntel der Reiter und Wagenknechte flatterten in einem kräftigen, kühlen Wind, den der Herbst geschickt hatte, um sein Kommen anzukündigen. Vor dem Tor hielt die kleine Karawane an und dem Reisewagen entstieg ein mittelgroßer Mann, der einen der Knechte davon abhielt, ihn am Tor anzumelden. Den Torwachen trug der Wind die Worte 'Nein, das mach ich selber' zu.


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    Nero Togionus Eximnus


    "Salvete, ihr Tapferen", rief er den Wachen zu, "ich bin Togionus Eximnus aus der Civitas Sequanorum und komme zum Stadtfest von Mogontiacum. Könnt ihr mir den Weg zum Duumvir von Mogontiacum weisen?"

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    Roxane: "Ich möchte gerne einige seiner Meinungen veröffentlichen ... "


    "Ich hatte mir gerade überlegt, ob ich dir schon Fragen vorab beantworten könnte, Aber", ich hob abwehrend die Hände, "wenn du die Meinung des Legatus Augusti erfahren möchtest, dann sollte es selbstverständlich authentisch sein, da kann ich nicht vorgreifen".


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    Roxane: "Diese Sprache, Du beherrschst sie? Wo und wie kann man sie lernen?"


    Jetzt war ich überrascht. Sie wollte diese 'Sprache' lernen? Lachend sagte Ich: "Das ist eine germanische Mundart. Es ist nicht meine eigene, aber ich kann sie leidlich sprechen. Lernen kannst du sie nur auf der Straße unter Kindern. Es gibt dafür keine Schule".


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    ... kam Aculeo zeitversetzt ins Officium des Princeps.


    Wieder öffnete sich die Tür. Herein kam ein Römer, der aber offenbar im Hintergrund bleiben wollte. Ich lasse aber ungern Leute herumstehen. "Verzeih Roxane Enkidu, aber wir haben noch einen weiteren Besuch". Ich wandte mich an den Römer: "Salve, ich bin Domitius Massula, möchtest du auch den Legatus Augusti sprechen?"

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    "Salve, Liutbert, Sohn des Clodwig, von den Mattiakern ist gekommen, um den Statthalter zu sprechen."


    Roxane hatte noch nicht mal Luft geholt, um mir zu antworten, da ging die Tür schon wieder auf. Ein Miles schob eine etwas abenteuerliche Gestalt herein, die nach den Worten des Miles ebenfalls zum Legaten wollte. Im Hintergrund stand Scriba Calvus und machte ein fragendes Gesicht. Ich schaute mir den Liutbert von oben bis unten an und beschloss, auf germanisch umzuschalten.


    "Heilsa, Liutbert. Isch bin Valgiso. Dud mer leid, awwer beim Ferscht is grad jemand drin. Geh, hock disch do hie. Ei, was willsch dann beim Ferscht?"


    Ich schaute hinüber zu Roxane: "Du hosch e bissel Pesch, die Fraa do driwwe will aa noch zu em noi. Un die war vor dir do".

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    Liutbert: "Eh... und nu'?"


    [Blockierte Grafik: http://img710.imageshack.us/img710/4316/calvuskl.jpg]Scriba Calvus


    Calvus sah den Fremden schon als er in den Korridor einbog. Der Typ sah nicht so aus wie die Besucher, die er gewohnt war. Ja, allenfalls in der Taberna Barbarorum traf man gelegentlich solche Burschen. Er ging auf ihn zu und machte ein freundliches Gesicht.


    "Salve, Fremder, warum stehst du vor der Tür des Princeps Praetorii herum? Willst du zu ihm? Warum klopfst du nicht? Ähm, ich bin Calvus, einer von seinen Schreibern."

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    Enkidu: "Ich hatte vor einiger Zeit bereits ein Schreiben gesandt, dass ich um einen Termin bei dem Legatus Augusti fuer ein Fragegespraech bitte."


    Die Tür öffnete sich, obwohl ich mich nicht erinnern konnte, 'herein' gesagt zu haben. Kein Grund, jetzt die Zähne zu zeigen, ich hatte früher ja auch selten auf das 'herein' gewartet. Herein kam eine Frau. Von der Acta Diurna. Ja ich konnte mich an das Schreiben erinnern, mit dem sie ihren Besuch angekündigt hatte.


    "Salve Roxane Enkidu, ich bin Domitius Massula. Sei erst mal willkommen". Nach einem Blick in einen Stapel von beschriebenen Holztäfelchen: "Ja, der Legatus hat dein Schreiben erhalten. So gesehen, weiß er von deinem Besuch. Dass du keine Antwort erhalten hast, mag viele Gründe haben. Ich bin jedenfalls untröstlich, dass ich in dieser Sache bei ihm nicht nachgehakt habe".


    Ich wies auf einen Sessel: "Setz dich doch bitte, im Augenblick ist gerade ein anderer Besucher beim Legatus angemeldet worden. Und nimm dir eine Erfrischung. Wir haben so ein wenig Zeit. Sei so gut und erläutere mir doch dein Vorhaben. Ein Fragegespräch? Du willst ihn also ausfragen und seine Antworten in der Acta publizieren?"

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    Crispus: "Wo werden die Abordnungen übrigens untergebracht?"


    Die Abordnungen aus Gallien? Ich war mir sicher, dass nicht alle Civitates Delegationen schicken würden, aber bei mir hatten schon drei Civitates angefragt, ob dieses Jahr das Drususfest stattfinden würde.


    "Ich kann schon jetzt sagen, dass mit Sicherheit die Caerosi, die Treveri und die Sequani Interesse daran haben, an dem Fest teilzunehmen. Der Duumvir der Civitas Caerosium, Lucius Ateualus Capito ist ein sehr weitläufiger Verwandter von mir. Er ist mit seinen 89 Jahren auch der Doyen der gallischen Civitates. Ihn und den Vertreter der Civitas Sequanorum, Nero Togionus Eximnus, den ich von früher kenne, kann ich in meinem Haus unterbringen. Von den Treverern wird sicherlich der Duumvir Quintus Arionus Bellicius kommen. Da die Treverer unsere wichtigsten Nachbarn sind, wäre es gut, wenn er eine gute Unterkunft bei einem unserer Decuriones finden könnte. Wenn ich ihn noch bei mir unterbringe, wird es ein bißchen eng. Wäre also jemand aus diesem Kreis bereit, ihn aufzunehmen?"

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    Fecenianus: "Und in wessen Verantwortung liegt die Stadtkasse eigentlich?"


    Ich hatte den Worten von Fecenianus mit wachsendem Groll zugehört. Da ich neu im Ordo Decurionum war, kannte ich den Laetilier nicht gut genug, um zu wissen, welche Überzeugungen oder Vorurteile ihn bewegten. Auf jeden Fall hatte ich den Eindruck, dass das von ihm Gesagte fehl am Platz war.


    "Verehrter Laetilius Fecenianus, deine Rede ist ganz offensichtlich durchtränkt von persönlicher oder politischer Gegenerschaft. Du erlaubst es dir, ein Verbrechen als Vehikel zu benutzen, um politische oder persönliche Ziele durchzusetzen. An sich wäre das schon schändlich genug, aber es ist schlimmer: ich kann in deinen Worten beim besten Willen auch nicht den leisesten Hauch der Verantwortung entdecken, welche eigentlich dein Amt als Decurio zieren sollte".


    Mit meiner rechten Hand machte ich die Bewegung, mit der man etwas vom Tisch wischt. "Du schiebst die ganze Verantwortung einfach den Duumviri und den Magistrati zu. So, mein werter Laetilius Fecenianus, macht man sich das Leben leicht!"


    Jetzt wandte ich mich den übrigen Decuriones zu: "Ich bin ganz entschieden der Meinung, dass der Ordo Decurionum sich hier nicht aus der Verantwortung stehlen kann. Er ist genauso verantwortlich für das Wohl der Civitas wie die Stadtverwaltung. Muss ich, von Herkunft ein Barbar, dir, dem Römer Laetilius Fecenianus, die Schrift 'De Officiis" von Tullius Cicero entgegenhalten, in der er die Beistandsverweigerung als Pflichtverletzung geißelt? Nein, wir Decuriones sind hier mit im Boot und wir sollten den Beamten der Stadt mit allen Mitteln helfen, den Fall zu klären. Und wenn es nur darum geht, den Ermittlern die richtigen Fragen zu stellen. Insoweit verweise ich auf die Fragen, die ich vor der Rede von Laetilius Fecenianus gestellt habe".

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    Modestus: "Und Briefe von den Praetorianern, dem Kaiser oder dessen Stellvertreter sowie von meinem Vetter dem Praefectus Aegyptus möchte ich in Zukunft direkt und ungeöffnet erhalten."


    "Wie du möchtest, Legatus Augusti. Ich werde dafür sorgen, dass dass das ab jetzt so gehandhabt wird. Sollte sich aber aus einem solchen Schreiben Handlungsbedarf für mich ergeben, dann bitte ich dich, mich umgehend zu unterrichten".


    Ich wandte mich zur Tür: "Den Fabier schicke ich herein".

    "Salve Legatus Augusti. Zwei Dinge hab ich. Erstens: In meinem officium wartet Marcus Fabius Rusticus. Er will dir seine Dienste als Rechtsgelehrter anbieten. Ich denke, wir könnten hier einen Juristen gebrauchen. Zweitens: Ich habe hier noch einen ich-weiß-nicht-wie-freundlichen Brief aus Roma. Hier."


    An
    Legatus Augusti pro Praetore
    Kaeso Annaeus Modestus


    Ich grüße dich Statthalter,


    vielleicht kannst du dich noch an unser Gespräch vor einiger zeit erinnern. Du hattest von deinem geplanten Expeditionen in das Gebiet der Germanen berichtet und mir von der, nun nennen wir es Uneinigkeit zwischen dir und deinen Kommandanten berichtet.
    Aufgrunddessen habe ich angeordnet, daß Soldaten der Garde dich und die restlichen Legaten bzw. Kommandeure der Hilfstruppen befragen. Rom braucht in diesen Zeiten, wie du sicherlich weißt, keine Zänkische Bande von römischen Beamten und Offizieren. Vor allem dann nicht, wenn deine Pläne in die Tat umgesetzt werden.
    Ich bitte dich also den entsprechenden Offizieren und Soldaten der Garde mit all deinen Möglichkeiten zu unterstützen. Ich werde dir diese Kooperation sicher nicht vergessen


    Vale Bene
    Appius Terentius Cyprianus

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    Rusticus: "Ich will ihm meine Dienste im Bereich der Rechtsberatung anbieten."


    Ich schaute ihn an: "Oh, das ist gut, einen Juristen können wir hier wahrhaftig gebrauchen. Ich wünsche dir und uns, dass der Legatus Augusti genauso denkt wie ich. Ich melde dich an, einen Augenblick noch".


    Kurz entschlossen ging ich selbst mit dem Brief zum Legaten.

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    Marsus: " ... feststellen müssen, dass die Civitas Mogontiacum bestohlen wurde! Nahezu das gesamte Geld aus der Stadtkasse ist entwendet worden!"


    Zunächst lähmende Stille. Das Erschrecken über diese infame Tat ließ offenbar die Decuriones erstarren. Ich schaute mich kurz um, dann erhob ich mich.


    "Werte Decuriones, ich brauche hier nicht darauf einzugehen, mit welcher Empörung wir diese Nachricht vernommen haben. Die Empörung können wir jedoch getrost dem Ankläger in dem Prozess überlassen, bei dem der oder die Täter sich hoffentlich bald für ihre Tat verantworten müssen. Damit es rasch dazu kommt, dass die Täter gefasst werden, sollten wir hier möglichst alle Fakten, die in diesem Kreis hier erfasst werden können, schnellstens zusammentragen".


    Ich trat noch einen Schritt vor und wandte mich an die Duumviri: "Ich muss deshalb einige Fragen an euch richten: Wann genau ist der Diebstahl entdeckt worden? Wer hat wann vor dem Diebstahl zuletzt in die Kasse der Civitas geschaut? Dies einfach, um zu klären, in welchem Zeitraum die Tat begangen wurde. Gibt es irgendwelche Spuren der Tat? Ich meine aufgebrochene Türen und Schlösser oder ähnliche Dinge".


    "Dann kommt mir noch etwas merkwürdig vor: Du sagtest, dass fast das gesamte Geld fehlt, Duccius Marsus. Das wundert mich. Wenn man sich schon die Mühe macht, in die Curia einzubrechen und das Schloss an der Truhe zu knacken, dann wird man doch wohl das ganze Geld mitnehmen, oder? Wieso ist da noch was drin? Und wieviel?"