IN NOMINE IMPERII ROMANI ERHEBE ICH DEN MIT WIRKUNG VOM ZUM - DCCCLV AB URBE CONDITA -
ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI
PROBATUS
ANCUS MARCIUS LATINIUS
ANTE DIEM X KAL FEB DCCCLV A.U.C. (23.1.2005/102 n.Chr.)
NAUTA
DER CLASSIS GERMANICA
Nauarchus Marcus Octavius Nauticus
Beiträge von Marcus Octavius Nauticus
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"Ich gratuliere, ihr seid jetzt Soldaten des Imperiums! Spricht einer von euch Germanisch?"
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Ich ließ die Probati antreten.
"Probati, ihr habt in letzter Zeit viel gelernt, aber ihr habt auch noch sehr viel dazu zu lernen. Allerdings habt ihr genug gelernt, um keine Gefahr mehr für die Schiffe der Classis darzustellen. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, euren Fahneneid abzulegen. Sprecht mir nach:
IURANT AUTEM MILITES OMNIA SE STRENUE FACTUROS QUAE PRAECEPERIT IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS, NUMQUAM DESERTUROS MILITIAM NEC MORTEM RECUSATUROS PRO ROMANA REPUBLICA."
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"Gut. Dann sorg bitte dafür, dass sie ordentliches Rudertraining erhalten. Außerdem brauchen sie noch ein gutes Kampftraining."
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So spricht ein zukünftiger Praetor. Die Deutung des Gesetzes ist einwandfrei und ich sehe keinen Grund, das zu kritisieren. Sollte ich vor Gericht ziehen, würde ich mich bei dir, werte Adria, gut aufgehoben fühlen. -
"Die Tempestas wird ihre sechs Ballisten ständig einsatzbereit haben, die Aiax erhält zwei Ballisten und ein Katapult. Brandbolzen und normale Munition werden geladen. Was denkst du, sind die Probati bereit, auf diese Fahrt mitzukommen? Die Besatzung der Achilles ist zu klein für die Aiax, du wirst Verstärkung brauchen. Und auch die Tempestas braucht ein paar Leute in Reserve."
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Ich bat Titus zu mir ins Büro. Es war an der Zeit, die Expedition zu beraten. Nach einer kurzen Begrüßung standen wir vor einer Karte der südöstlichen Nordsee.
"Also, ich schlage folgenden Kurs vor..." begann ich, und erläuterte den Kurs, während ich ihn mit dem Finger auf der Karte abfuhr. Zunächst ging es bis zur Emsmündung, dann mit Kurs Ost-Nord-Ost bis zur Küste (Ecke Dänemark), dann durch das Skagerrak. Von dor aus nach Süden und immer der unbekannten Küste entlang.
"Die eigentliche Kartographie beginnt also, sobald wir in das Mare Suevicum gelangen. Kommen wir jetzt zur Logistik. Die Tempestas hat das größte Fassungsvermögen und wird deshalb zugleich das Versorgungsschiff sein. Wir werden die Schiffe nachts längsseits vor Anker gehen lassen, so dass wir den nächsten Tag besprechen können und Vorräte auf die Aiax verladen. Außerdem habe ich rote und grüne Laternen an Bord der Schiffe bringen lassen. Die grüne Laterne bedeutet, dass alles kartographiert ist und wir weiter fahren können, die rote bedeutet, dass wir sofort den Abstand zwischen beiden Schiffen minimieren, z. B. bei Feindkontakt. Alles klar soweit?"
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An Publius Tiberius Maximus und Helena Octavia
Von Marcus Octavius NauticusSalve ihr beiden Glücklichen!
Ich gratuliere Euch herzlich zu eurer Hochzeit, auch wenn ich leider nicht dabei sein kann. Ich muss noch eine Expedition vorbereiten. Also, feiert schön. Und macht eine schöne Hochzeitsreise! Wenn wir uns das nächste mal sehen, werde ich Euch noch ein kleines Geschenk überreichen, das ich gekauft habe.
Vale
Nauticus -
Ich las mir den Brief durch. Das war nun etwas problematisch, aber den Zeitplan für die Expedition konnte ich nicht ändern. Im Winter war die Küste recht frei von Piraten, aber das würde sich ändern, sobald die See im Frühjahr wieder berechenbarer würde. Ich würde die ganze Angelegenheit anders regeln müssen.
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An den Legaten Sedulus, Legio II
Vom Nauarchus Nauticus, Classis GermanicaAve Sedulus!
Ich benötige Deine Hilfe. Ich plane, in einer Woche auf eine Expedition aufzubrechen, für die ich eine Person benötige, die der germanischen Sprache mächtig ist und sich mit germanischer Kultur auskennt. Ich hatte mich diesbezüglich an Flavius Duccius Germanicus gewendet, um ihn um Rat zu bitten, ob er mir jemanden empfehlen könnte. Er hatte seine Verwandten Gaius und Appius empfohlen. Wenn es Du auf einen von beiden für bis zu zwei Monate verzichten könntest, wäre ich Dir dankbar und würde tief in Deiner Schuld stehen.
Vale
Nauticus -
Am späten Abend des selben Tages, es war schon längst dunkel und es wehte ein eisiger Wind, kam die Hermes wieder in Colonia Agrippina an. Die Fahrt war problemlos verlaufen, wenn auch langsamer als erwartet. Das Rudern im Takt müsste noch etwas mehr geübt werden. Aber ansonsten waren die Probati schon recht gut. Ich schickte sie in den Dienstschluss, damit sie ihren verdienten Schlaf bekommen würden.
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"Los, klarmachen zum Ablegen! Die Leinen los und ran an die Ruder! Bewegung!"
Etwas unkoordiniert rannten die Probati über Deck, aber das würden sie noch lernen.
"Was ist denn das für ein unkoordiniertes Gewusel? Das werden wir wohl noch üben müssen! Warum ist das Tau noch nicht losgemacht? Du! Ja, du! Sofort das Tau lösen! Wir wollen ablegen!"
Der von mir angesprochene Probatus machte das letzte Tau los, dann konnte es los gehen.
"Das Schiff vorsichtig mit den Rudern vom Kai abstoßen! Schön langsam!"
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Ich ging wieder zum Hafen, um ein Schiff zurück nach Colonia Agrippina zu nehmen.
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Aha. Tiefseeforschung?
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Ich grinste. "Nicht übermütig werden!"
Inzwischen kamen die beiden anderen Probati an, die zum Beladen verantwortlich waren. Ich schaute auf die Sanduhr. Ein paar Körner mussten noch fallen.
"Gute Arbeit. Zur Belohnung könnt ihr den Takt angeben beim Rudern. Wenn alles sauber verstaut ist."
Danach ging ich unter Deck und inspizierte alles. Die Ladung war wirklich gut verstaut. Alles war fest und gut verteilt. Ich ging wieder an Deck.
"Eine halbe Stunde Frühstückspause, danach geht's los!"
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Ich nickte anerkennend. "Gratuliere, das ist der zweitschnellste Kurs. Wir werden aber an dieser Stelle den Kurs leicht abändern." Ich fuhr die Änderung mit meinem Finger ab. "Der Wasserstand liegt einen Meter höher als normal. Damit hat diese Stelle 1,50 m Tiefe und genügt uns."
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Wahnsinn! Drei posts gleichzeitig!
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Ich denke, sie meint konsonantische. Da wird vor dem -nt noch ein u eingeschoben, um es aussprechbar zu machen, z.B. bei pellunt. Im Singular wird ein i dazwischen geschoben, also pellit.
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Ich nahm die Karte an und entrollte sie. Präzise war der Verlauf des Rhenus mit seinen Seitenarmen in diesem Bereich verzeichnet, auch Sandbänke und andere Hindernisse. Als studierter Kartograph erfreute mich die Qualität der Karte.
"Trierarchus Maximus hat diese Karte erst vor Kurzem angefertigt. Beachte genau die eingetragenen Tiefenangaben. Unser Tiefgang beträgt etwa einen Meter. Welchen Kurs würdest du nehmen?"
Jetzt ging es darum, sein wirkliches Wissen herauszufinden.
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Ich nickte "Oh ja, die gibt es. In der Kapitänskajüte liegt eine Karte auf dem Schreibtisch. Bitte, hol sie her."