Ich bin die nächsten 2 Wochen im Urlaub, weshalb es mit meinen Antworten gerne mal 1-2 Tage länger dauern kann.
Das gilt auch für Scato ![]()
Beiträge von Aulus Iunius Seneca
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Es war äußerst früh am Morgen als Seneca seine Truppe zusammenberief und sie auf den Marsch vorbereitete. Sie waren also die Vorhut, sie würden das Gebiet erkunden und die nachfolgende Legion darauf vorbereiten was sie zu erwarten hatten.. Sofern sie denn noch davon berichten konnten.
Senecas Atem verschwand vor seinem Mund und löste sich in einer kleinen Wolke aus Dampf auf, ein roter Umhang wärmte ihn während er neben dem Pferd stand welches ihm, den Göttern sei Dank, zustand..
Er war an diesem Morgen recht wortkarg, die Centurionen würden ihre Männer schon vorbereitet haben, und er war auf der Beliebtheitsskala sowieso nicht hoch genug um großartige Motivationsreden zu halten.
Er beließ es deshalb bei einem einfachen Marschbefehl, denn mit 2 Kohorten und der Reiterei war sowieso kein so großes Tempo zu erwarten, dass sie in einem Tag nach Eporedia schaffen würden.
Nachdem der Tribun seine Männer also in Richtung Tor gebrüllt hatte, hieß ihr erstes Etappenziel Mediolanium.
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"Nun ich bin es auch leid Seiana. Ich bin es auch leid." antwortete Seneca seiner Liebsten und kam nochmal auf das Grundstück zurück, "Aber dennoch, vielen Dank, du hättest mir nicht mehr helfen können." bedankte er sich erneut und kam sich deswegen immer noch etwas klein vor, auch wenn er wusste, dass Seiana nur das beste für ihn wollte.
Die beiden verbrachten noch eine ganze Weile zusammen, genossen die gemeinsame Zeit so gut sie konnten, und versuchten die Strapazen der Vergangenheit wenn auch nur für einige Augenblicke ruhen zu lassen.
Der schwerste Moment war wie immer der Abschied. Es war ungewiss wann sich die beiden wiedersehen würden, und Seneca tat sich stets unendlich schwer seine Seiana zurückzulassen. Jedoch, und das wussten beide, gab es schlicht keine Möglichkeit für eine andere Art der Beziehung, oder besser gesagt noch nicht, denn die Zeichen standen wohl auf Veränderung..
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Seneca kam in einen einfachen Mantel gehüllt und etwas zerknittert ins Stabzimmer nachdem er recht unsanft von Centurio Tiberius geweckt wurde.
Natürlich bemerkte er das auffällig positionierte Schreiben auf dem Tisch, welches ihn umgehend hellwach werden ließ. Nachdem er das Schreiben den anderen Offizieren gereicht hatte, räusperte er sich, und erhob das Wort..
"Wir entsenden die Reiterei als Aufklärer und rücken mit mehreren Kohorten umgehend nach. Eporedia liegt meines Wissens nachin den Bergen, eine simple Feldschlacht ist nicht zu erwarten." erörterte Seneca und suchte eine Karte, welche er jedoch nicht fand, weshalb er einfach frei weitersprach, "Die Aufklärung ist elementar. So lange wir nichts über die Anzahl der Sklaven wissen sollten wir lieber zu viele als zu wenige Männer mitnehmen Praefectus, und in der unzugänglichen Region müssen wir auf alles gefasst sein." -
Ob er sich hier eingelebt hatte? Naja, Dienst war Dienst, und auch wenn er diesen mittlerweile weitesgehend selbst bestimmen konnte, so war immer noch viel zu tun, sodass er sich über das Leben außerhalb der Armee wenig Gedanken machen konnte, auch wenn ihm Rom schon fehlte..
"Es gefällt mir hier. Sicher, es ist im Vergleich zu Rom sehr provinziell, aber ich mag die Ruhe, und dass man nicht an jeder zweiten Ecke von irgendwelchen Banden bedroht wird." scherzte der Iunier, Rom war nun mal im Grunde ein großes Rattenloch, mit einigen Lichtblicken jedoch, "Andererseits hat Rom natürlich eine Menge zu bieten, und natürlich fehlen mir auch die Familie und die alten Kameraden." aber das konnten sicher die meisten Soldaten nachvollziehen, "Aber ich denke wir werden gut auskommen, auch wenn ich schon bemerkte dass einige Milites recht reserviert waren wenn sie von meiner Vergangenheit bei der Garde erfuhren." merkte der Tribun an und sprach eines der Probleme direkt auch, "Was ich ihnen angesichts der jüngeren Vergangenheit nicht verübeln kann." -
Glückwunsch

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Langsam füllte sich der Laden und Seneca begrüßte den ein oder anderen Kameraden, etwas ungewohnt unmilitärisch, das hatte es bei der Garde nicht gegeben, aber das war tatsächlich ganz nett, und wirkte etwas ungezwungener..
"Iulius, Hadrianus, ich freue mich dass ihr der Einladung gefolgt seid. Setzt euch doch bitte und bedient euch.", sagte der Iunier erfreut und zeigte auf die zahlreichen Kannen und kleinen Amphoren auf den Tisch, "Ich weiß noch nicht wirklich ob die Geschmäcker hier oben anders sind, deshalb hab ich einfach von allem was bestellt." scherzte der Tribun und lehnte sich wieder etwas zurück, um sich umzublicken, "Es ist doch erstaunlich dass so viele Offiziere erschienen sind. Wenn es was umsonst gibt ist wohl jeder zur Stelle." bemerkte Seneca und grinste bevor er einen Schluck trank, und den Becher wieder vor sich abstellte. -
Ad Titus Duccius Vala
Casa Accia
RomaSalve Patronus!
Es ist nun doch einige Zeit vergangen und nach meiner Erhebung ging alles recht schnell. Wie du sicher weißt habe ich ein Kommando bei der Prima zugeteilt bekommen, und diene nun als Tribunus im Stab, und übernehme im Prinzip die Aufgaben welche ich bereits als Prätorianer tagtäglich erledigt habe.
In Rom ist alles in Ordnung? Man hört so wenig aus der Heimat, und wenig von dem was in der Gesellschaft und Politik geschieht.
Ferner wollte ich mich für deinen Einsatz bedanken, und stehe bei dir in tiefer Schuld sowie in Verbundenheit. Sollte ich dir behilflich sein können, so kannst du auf mich zählen.
Ich verbleibe mit den herzlichsten Grüßen aus Mantua, mögen die Götter über dich wachen.
Aulus Iunius Seneca, Tribunus Angusticlavius, Legio I, Mantua
Sim-Off: Ich weiß gar nicht ob noch was auf der Familienkarte drauf ist, aber wenn ja, dann bitte etwas davon entfernen

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[SIM-OFF]Zwar ein wenig spät aber immerhin. Alle Offiziere sind eingeladen. Milites dürfen natürlich auch in der Taverne sein, nur zumindest erst einmal nicht am Tisch
[/SIM-OFF]Der Umstand dass er einmal Gardist war hatte ihm nicht gerade viele Freunde beschert hier im Norden Italias. Es waren nun einige Tage vergangen seitdem er sein Kommando eingerichtet hatte, seine Zimmer waren bezogen, seine Soldaten instruiert, und dennoch schlug ihm stets eine gewisse Kälte entgegen, wohin er auch ging.
Alkohol war der Schlüssel! Das soziale Schmieröl und wenn ihn jemand anderes bezahlte waren die meisten Soldaten, ob Präfekt oder Optio, sowieso immer begeistert, sodass der Tribunus eine große Tafel in der Taverne zusammenstellen ließ, an der viele Offiziere aus dem Stab und auch aus den Mannschaften Platz hatten, sodass kommen und trinken konnte wer mochte.Wie ein guter Gastgeber saß der Iunier mit seinem Scriba als erster am sonst leeren Tisch, und gab schon mal routiniert Befehle an den Wirt weiter..
"Sorg dafür dass der Wein nie ausgeht, und es geht alles auf mich.", sagte der ehemalige Schwarzrock breitgrinsend und genehmigte sich den ersten Becher. -
Da ich diese Briefe verschickt habe:
Ich wollte Fausta da nicht auf die Füße treten, aber aufgrund der erwähnten Dringlichkeit, habe ich da mal die Ausnahme gemacht.Das soll natürlich keine Regel werden, und in Zukunft wird das sicherlich wieder abgesprochen wenn nicht sowieso über die Post ablaufen, jedoch endet wie erwähnt die Amtszeit von Lepidus auch schon bald, und dann wollten wir einfach nicht allzu viel Zeit verlieren.
Einen schönen Tag euch

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Nachdem sich alle anderen brav ihren Sold abgeholt hatten, und bei der Wartezeit einige am anderen Ende ihren Sold wahrscheinlich schon wieder in Wein investiert hatten, begab sich nun auch der Iunier zu seiner ersten Soldauszahlung bei der Legio I. Natürlich war ihm sein neuer Verdienst bewusst, aber auch als Gardecenturio lebte er nicht schlecht, sodass es eher das Prestige des Postens war welches ihn entlohnte, und weniger die Sesterzen, von denen er sich allerdings auch schon ein nettes Sümmchen hatte ansparen können.
"Nun Centurio, dann zeig mir mal was du noch übrig hast." scherzte der Iunier und machte sich innerlich schon eine kleine Sparrechnung auf, auch wenn das Kopfrechnen nicht unbedingt seine Stärke war..
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Der Aquilifer

Nun war es also soweit. Das Opfertier war an der Leine auf die Bühne gebracht worden, es war ein wenig geschmückt worden, nicht so prächtig wie es wohlmöglich in Rom der Fall wäre, aber einer Legion durchaus angemessen, ein weiterer Soldat goss etwas Wein, und ein wenig gesalzenes Mehl über den Kopf des Tieres, alles langsam und bedächtig.
Während der Aquilifer noch einen Moment inne hielt, ein Gebet sprach, und sich die Hände wusch, die Last des Opfers auf seinen Schultern spürend, ergriff er sein cultes, seinen Opferdolch, und trat einen Schritt auf das Tier zu. Bedächtig legte er seine Hand auf den Kopf des Tieres, entledigte es vom Schmuck, wobei es ruhig blieb, dann festigte er seinen Griff um das Messer, setzte es an, und vollstreckte sein Werk.
Das Tier sackte in sich zusammen, und eine Blutlache vergrößerte sich stetig auf dem provisorischen Altar.
Anschließend fuhr der Mann fort um den wirklich blutigen Teil des Opfers fortzuführen, indem er die Eingeweide zur rituellen Lesung entfernte. Noch immer war es unheimlich still hinter ihm, die Offiziere leisteten ganze Arbeit.Das Opfer war blutig, das Tier war jedoch gänzlich ruhig geblieben, sodass die Götter dem Mann und dem Opfer scheinbar wohlgesonnen waren.
Nun würden noch die weiteren Riten beginnen, die Eingeweide würden verbrannt werden, und dann konnte der Mann seine Reise ins Elysium beginnen.
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Seneca beobachtete das Treiben mit ernster Miene und leicht gesenktem Blick. Das Opfer, die Ehrengarde, all das sorgte schon für ein gewisses Gefühl der Betroffenheit, aber unbekannterweise, eben auch nicht mehr als es die nötige Ehrerweisung für einen toten Legaten gefordert hätte.
Nun achtete der Tribunus aber mit Argusaugen darauf dass es die Ehrengarde nicht verbockte und strafte den ein oder anderen quatschenden Miles mit einem bösen Blick. -
Karren um Karren mit Holz ließ Seneca auffahren, abladen, und zu einem geeigneten Stapel auftürmen.
Der Scheiterhaufen war schon größer als es üblich war, aber der Mann war Legat, und auch wenn der Iunier ihn nie getroffen hatte, so hatten gediente Kommandeure Roms einen prächtigen Übergang verdient.Mit der nötigen Stärke an Männern war der Holzhaufen recht schnell errichtet, und der Tribunus half nun mit den Männern dabei dass Gelände noch etwas formaler, und dem Anlass entsprechend, zu gestalten.
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"Das solltest du auch. Traurigerweise sind unsere Differenzen so tief dass wir nur selten sprechen. Auch wenn ich mir das Gegenteil wünschte." erklärte Seneca den Umfang seiner "Dummheit", und ging dann aber wieder mit einem ebenso schiefen Lächeln auf Avianus frage ein..
"Es war schon einmal gefährlicher. Es hätte mich alles kosten können." erklärte er und fuhr dann fort, "Nach dem Krieg wurde alles neu gemischt. Die Sache liegt jetzt ganz anders, und wer weiß, mit meiner Erhebung, vielleicht bin ich irgendwann ein sogar glücklich verheirateter Mann." scherzte der Iunier und ergänzte, "Aber.. Sag das nicht Axilla oder Silanus, die beiden denken die Sache wäre vorbei. Behandle das als prätorianische Verschlusssache." juckste er halbernst und leerte den Becher. -
Natürlich bemühte sich der Iunier darum so betroffen wie irgendmöglich auszusehen, aber er kannte den Mann nunmal nicht, und als Prätorianer hatte er schon mehr als eine Leiche gesehen die schon nicht mehr so ganz taufrisch war, sodass er den Anblick kannte, sich jedoch an den Gestank nie so recht gewöhnen konnte..
Als dann der Praefectus und der Centurio eintraf, und der beide militärisch grüßte, schwieg er, auch ob der tiefen Gefühle welche den Praefectus scheinbar plagten.
Es war eine gute Entscheidung dass der Iulier alle Milites von der Versammlung fernhielt, und Seneca trieb die Offiziere an das gesagte schneller durchzusetzen, immerhin sollte die Männer ihren Legaten so nicht sehen, sondern in einer ehrenvollen Zeremonie. -
Seneca war mit einigen Milites im Lager unterwegs als er ans Haupttor kam und sah dass es wieder irgendwas zu sehen gab. Die Gerüchte waren bei ihm noch nicht angekommen, schließlich war er auch noch nicht wirklich in die Truppe integriert und hatte wenig Kontakt zu einfachen Soldaten, welche umgekehrt wiederum Respekt vor dem Tribunus hatten und deshalb nicht Tratschen, sodass der Iunier wahrscheinlich der einzige Unwissende weit und breit war.
Ein kurzer Blick verriet ihm dass er der ranghöchste am Schauplatz war, sodass er diesen Umstand nutzte um sich einen Überblick zu verschaffen..
"Optio Tiberius! Was ist hier los?" fragte er laut und deutlich hörbar für alle anwesenden, einerseits um die Soldaten zur Disziplin zu rufen, aber andererseits auch weil er einfach alles erfahren wollte... -
"Ich scherze nie." entgegnete Seneca stoisch blickend und fing dann dennoch an zu Grinsen, "Also doch, eigentlich immer, aber dieses Mal nicht." erklärte er und trank einen Schluck. Natürlich konnte er die Neugier seines Cousins nachvollziehen, aber irgendwann würde er es sicher einmal herausfinden, nur dieser Tag war nicht heute..
Als die Anspielung auf Axilla kam musste Seneca lachen..
"Deswegen habe ich es dir ja gesagt! Aus Erfahrung! Du ahnst nicht was für ein Sturm über mir niederging, fast hätte man sie für eine Furie halten können." scherzte der Iunier und sah ein dass es wohl weniger mit der Tatsache DASS er eine Geliebte hatte zusammenhing, sondern viel mehr damit WER es war. -
"Na immerhin muss ich mir um dich ja keine Sorgen machen. In keiner Hinsicht." gab Seneca amüsiert zurück und hakte zumindest das Thema Avianus und Frauen ab, schließlich schien er an dieser Front wenig Probleme zu haben.
Als er dann jedoch auf Seneca zu sprechen kam, grinste dieser, vergrub sein Gesicht im Becher und versuchte sich bewusst etwas vage zu geben..
"Es gibt da eine Frau. Es ist verboten, gefährlich, und wunderbar. Wenn du wüsstest wer es ist würdest du wohl ausflippen, und glaub mir, es ist besser wenn du es nicht weißt. Axilla und Silanus wissen es, und bei den Göttern, das waren interessante Gespräche." erklärte der angehende Tribunus, und war sich bewusst dass sich sein Cousin keinen Reim aus seinen Aussagen machen könnte, angesichts der abertausenden Damen in und um Roma.. -
"Welche sollte ich denn meinen?" fragte Seneca grinsend. Immerhin hatte er da diese Peregrina, und auf der anderen Seite hatte ihn eine Patrizierin erstaunlich gut erkannt, was seltsam genug war, "Entweder zu niedrig oder zu hoch, ich hoffe du findest eine Frau im passenden Stand Avianus." neckte Seneca seinen Cousin und trank einen Schluck, "Doch es gibt Probleme? Erzähl doch mal ein bisschen was, ich wette Mantua ist nur halb so interessant." sagte Seneca und lehnte sich zurück..