Beiträge von Marcus Iulius Dives

    Die Leibwächter, die Dives sich zulegte, waren in der Regel vor allem eines: breitschultrig, misstrauisch und wortkarg. Der Bithynier Antinoos, welcher dem Iulier bereits seit frühster Kindheit in dieser Position diente, mochte die Ausnahme sein, die diese Regel bestätigte. Doch ebenjener war nach dem Opfer bei seinem Herrn geblieben und hatte ein wachsames Auge auf diesen, während der andere den jungen Decurio begleitende Custos Corporis Wasser holen geschickt wurde. Jener Sklave war folglich weder besonders freundlich zu Fremden, noch redete er viel.
    Erst leicht verzögert reagierte er überhaupt auf den Besucher dieser Veranstaltung, der ihn mit einem 'He' so einfach ansprach. Er musterte den ihm unbekannten Mann argwöhnisch, übersah, da er nicht extra darauf aufmerksam gemacht wurde, den iulischen Siegelring, und ging schließlich einfach wortlos weiter. Auf die Idee in irgendetwas einzuwillgen kam er nicht, was bei dem Fremden jedoch offenbar nicht so ganz ankam. Nicht ganz auf dem direkten Weg begab er sich in Richtung seines iulischen Herrn und registrierte dabei sehr wohl, dass er verfolgt wurde. Weil es sich aber scheinbar nur um einen einzigen Verfolger handelte, mit dem zwei Custodes Corporis sicherlich fertig werden würden, bog er schließlich direkt in die Richtung seines Dominus. Dort angelangt überreichte er Antinoos (!) den Wasserkrug, deutete auf den Fremden und positionierte sich in der Nähe von sowohl Antinoos wie auch seinem Herrn, während er den hartnäckig hinter ihm hergelaufenen Mann aus den Augenwinkeln dabei beobachtete, wie der nun den Bithynier ansprach.


    | Antinoos
    CUSTOS CORPORIS - MARCUS IULIUS DIVES


    "Zeig mir deinen Ring!", forderte der Angesprochene den ihm fremden Mann ohne Begrüßung oder sonstige Umschweife direkt auf. Als iulischer Sklave kannte er schließlich mittlerweile zumindest einen Großteil der Verwandtschaft seines Herrn, was ihn doch relativ misstrauisch bezüglich der Identität des vorgeblichen Iuliers werden ließ. Falls es tatsächlich stimmte, dann konnte der sicherlich noch nicht allzu lange in der Ewigen Stadt weilen.


    Dives, der natürlich auf diese Situation aufmerksam wurde - womit der selbstredend bei weitem nicht der einzige in der Nähe war - drehte sich zu seinen Leibwächtern und der auch ihm völlig fremden Person. Er beobachtete im Folgenden stumm die Situation, wie auch die Leute rechts und links neben ihm. Solange die Eingeweideschau andauerte, war soetwas schließlich bei weitem interessanter als irgendwelche Opferhelfer, die in den Innereien eines toten Tieres herumwühlten. Vorerst würde der Iulier, schon im Interesse der eigenen Sicherheit, seine Identität nicht so einfach preisgeben, vergaß jedoch zwischen seinen Kopfschmerzen seinen eigenen nicht ganz unauffällig gestalteten goldenen Siegelring an seiner Hand...

    | Nero Sulpicius Cornuntus


    Zunächst forderte der Praefect den Marschbefehl des angekommenen Tribuns, was wohl hieß, dass jener gerade erst hierher zu wechseln im Begriff war. Als dann der Centurio Decimus zu flüstern begann und dabei so direkt zu Cornuntus sah, während der Tribun seine Antwort noch im Ansatz zurückhielt, verstand der Hafenverwalter. Die Militärs hatten wohl Internes zu klären, was man selbstredend nicht vor einem Zivilisten tat. Genauso erwartete der Sulpicier ja schließlich, dass auch er ungestört mit seinen Angestellten über seine - civilen - Angelegenheiten sprechen könnte. Kurzentschlossen nickte er.
    "Ich verstehe. Ich werde meine Runde durch den Hafen fortsetzen. Falls noch irgendetwas sein sollte, dann werde ich in meinem Officium anzutreffen sein. Praefectus; Tribunus; Centurio. Valete!", verabschiedete sich der Hafenverwalter dem Rang nach von den Anwesenden. Dann setzte er, wie angekündigt, seinen Weg fort und entfernte sich von den drei Männern der Classis. Sobald er zurück in seinem Officium wäre, würde er außerdem dafür sorgen, dass wirklich stets - zu jeder Tages- und Nachtzeit - jemand dort wäre. Natürlich konnte das nicht immer er persönlich sein, aber davon ging wohl auch keiner der Militärs aus... hoffentlich.




    HAFENVERWALTER - PORTUS ROMAE

    | Potitus Asinius Celer


    Der Asinier machte große Augen bei der Vorstellung des Mannes. Der war also der Beamte der kaiserlichen Administration, der hier die Finanzen prüfen wollte. Darüber wussten hier in der Curia schließlich alle bescheid - und spätestens seit Dives es bei seiner öffentlichen Wahlkampfrede angesprochen hatte, wussten es wohl auch die meisten Bürger Ostias.


    "Dann würde ich vorschlagen, dass du mir einfach kurz folgst, Decimus? Ich bringe dich zum Officium der Duumviri.", antwortete Celer und setzte sich in Bewegung. Er ging in die Richtung, aus der er gerade gekommen war - aber was sollte er machen? Dieser Herr schien wichtig zu sein (oder sich wichtig zu machen)...


    Im Vorzimmer angekommen, meldete Ostianus, der Vorzimmerbeamte, den hohen Besuch an und richtete aus, dass es noch einen kleinen Moment dauern würde. Wenig später traten dann der Aedilis Mercatuus gefolgt vom Helvetius aus dem Zimmer und der Besuch vom Palatin durfte eintreten.




    KLIENT - MARCUS IULIUS DIVES

    Dives nickte leicht, während er sich anhörte, was der Helvetius sagte. Es klang nicht unbedingt schlecht. Nach einer kurzen Pause meinte der Iulier dann:
    "Gut, Helvetius. Dann bitte ich dich, dass du den Aushang nochmal mit den besprochenen Punkten überarbeitest und mir in den nächsten Tagen einfach reinreichst oder reinreichen lässt. Als Verhandlungsbasis sollten fünf Prozent unter dem.. Richtpreis, wie du ihn nennst, genügen. Wir wollen hier ja nichts verschleudern." Finge man gleich bei 80 Sesterzen an, so würde man am Ende vielleicht gar auf 50 runter gehandelt werden. Außerdem zeugte ein nur geringer anfänglicher Rabatt davon, dass man auch davon ausging, dass der Laden sein Geld wert wäre. Würde man am Ende der Verhandlungen bei 20 Denarii landen, wäre das durchaus in Ordnung. So tief jedoch zu beginnen, hielt der iulische Duumvir für nicht ganz so günstig.


    Kurz überlegte Dives.
    "Gut, das war dann erstmal alles. Du meldest dich dann morgen früh im Officium der Aedile. Da wirst du dann eingewiesen in deine künftigen Tätigkeitsbereiche. Den Weg dorthin kann dir unser Aedilis Mercatuus ja schon einmal zeigen.", erklärte der Iulier und zeigte mit seiner linken Hand in Richtung Tür. Mit einem einfachen 'Valete' verabschiedete sich sodann jener Aedil und ging voran.
    "Ach, und Helvetius?! Es ist nicht ganz dein Aufgabengebiet, aber bitte bereite mir doch eine Ernennungsurkunde für dich vor, die ich nach dem nächsten Termin hier dann einfach nur noch unterzeichnen muss. Das wäre alles. Vale!", verabschiedete Dives den jungen Mann mit einem Lächeln. Es würde also einen neuen Scriba in der Curia Ostiensis geben und sein Name wäre Helvetius Ocella.


    "Ein Finanzbeamter der kaiserlichen Administration kommt jetzt.", kündigte der Iulier für Germanicus Aculeo und Cassius Hemina an.
    "Soll ich den Quaestor dazu bitten?", wandte er sich an seinen Collega.
    "Na wir haben die Unterlagen doch auch da. Oder etwa nicht?" Hemina kramte kurz.
    "Hier.", lächelte Dives. Der Cassier hatte einen super aufgeräumten Schreibtisch, auf dem er nichts fand. Schlimm, solche Leute. Beim Iulier herrschte geordnetes Chaos! Dann fiel der Blick auf den eintretenden Beamten...

    Und tatsächlich trat der Tiberier aus dem Tempel, noch bevor Dives auch nur ein einigermaßen interessantes Gespräch oder wenigstens einen einigermaßen interessanten Gesprächspartner gefunden hatte. Der blutige Teil der Opfers wurde angekündigt und alle Anwesenden symbolisch mit Wasser gereinigt. Der mit in der ersten Reihe stehende Iulier hatte dabei das zweifelhafte Glück, dass er auch wirklich einen fetten Tropfen direkt zwischen seine Augen bekam. - Der typische Preis eben dafür, dass man solch einen tollen Platz hatte. Eh das Wasser ihm in eines seiner Augen lief, wischte er es sich mit einer Hand aus dem Gesicht. Hoffentlich würde der Rest jetzt besser werden. Aber da sah er bei Lepidus eigentlich bislang keinen Grund zum Zweifel.


    Still konzentrierte sich der übergangsweise Magister auf die Worte des Patriziers. Apollo als Heiler und Lichtspender in diesen dunklen Bürgerkriegszeiten anzusprechen, in denen das Imperium im Innern krankte, fand der Iulier wirklich sehr gelungen. Das würde dem Gott wohl sicherlich gefallen. Und auch die Ausarbeitung der nächsten Abschnitte bis hin zum Höhepunkt, dem Friedenswunsch, war wahrlich fantastisch! Der Tiberier war, aber da hatte Dives auch nichts anderes erwartet, ein wirklich toller Redner, der es mit der Kraft seiner Worte sicherlich noch einmal weit schaffen würde. Dann jedoch stockte der iulische Atem. 'Führe denjenigen zum Sieg, der...', repetierte er gedanklich. Ob das genau so auf seinem Script stand? Oder hatte sich Lepidus an dieser Stelle versprochen? Das Gesicht des Opfernden legte die Antwort auf diese Fragen nicht offen. Wer wüsste, dass es sich bei dem Mann um einen Tiberier handelte, der könnte wohl nur allzu schnell eins und eins zusammenziehen...
    Doch Entsetzen ob der gewählten Worte oder ein Eingreifen irgendwelcher bewaffneter Truppen blieb aus. Offenbar wurde die Undeutlichkeit der Benennung des 'wahren Kaisers' von dem Effekt überdeckt, dass jeder in einem gewissen Rahmen das hörte, was er zu hören gewillt war. Wer also nicht wusste, dass dort ein Patrizier das Opfer vollzog und in Salinator den wahren Kaiser sah, der würde wohl spätestens an der Stelle, an der jener 'wahre Kaiser' erwähnt wurde, die Nennung Salinators gehört haben. Zum Glück lag die fragwürdige Stelle im Text nur kurz davor und war die Ausrufung des 'wahren Kaisers' sehr dramatisch inszeniert, sodass niemand hier groß Zeit hatte sich Gedanken über diese Formulierung zu machen...


    Das verkrampfte Lächeln des Iuliers wurde wieder etwas entspannter, als das Tier sein blutiges Ende fand. Viel Blut - feel good. Denn ein besseres Zeichen konnte es vor der Eingeweideschau doch wohl nicht geben. Viel spritzendes Blut war stets ein gutes Zeichen. Hoffentlich würde Apollo auch den Rest für gut befinden, sodass sich keiner der Anwesenden mit der Frage nach Hause begeben müsste, was dem Gott wohl nicht gefallen hätte... oder besser: welche Worte wohlmöglich nicht dem göttlichen Willen entsprochen haben mochten...



    Während Dives auf die Verkündung des Ergebnisses der Eingeweideschau wartete, führte er kurz die Hand, an der sein iulischer Siegelring prangte, zur Schläfe. Er bekam Kopfschmerzen, was aber natürlich auch einfach an dem sonnigen Tag und der Tatsache, dass er heute noch nicht allzu viel getrunken hatte, liegen konnte. Prompt wurde einer seiner beiden sklavischen Leibwächter in die Spur geschickt ein Wasser zu beschaffen. Die tätowierte Taube auf dem Oberarm mit den darunter stehenden Lettern IVL wiesen den kräftigen Kerl erkennbar als iulischen Besitz aus - zumindest für all jene, die diese Zeichen kannten...

    | Potitus Asinius Celer


    Gerade kam der Scriba aus Richtung des duumvirischen Officiums, wo er den Aedilis Mercatuus und den Helvetier abgeliefert hatte. Er kratzte sich gedankenversunken am Bart und überlegte, wie hoch die Chancen wohl standen, dass der Helvetius den Scriba-Job tatsächlich bekam. Da fiel sein Blick plötzlich auf einen anderen Bartträger, der etwas verwirrt drein schaute.


    "Salve!", grüßte der Asinier freundlich und ging auf den Fremden zu, denn gesehen hatte Celer den doch schon etwas betagter wirkenden Mann zuvor noch nie - oder zumindest nicht bewusst. Als jemand, der selbst einen Bart trug, war der Grauhaarige ihm aber stante pede sympathisch.
    "Asinius Celer, Scriba der Curia Ostiensis. Kann ich dir irgendwie weiterhelfen?", stellte er sich kurz vor - was er sonst ja für gewöhnlich nicht tat - und bot sogleich seine Hilfe an. Einen guten Schritt vom Fremden entfernt blieb er stehen und erwartete eine Antwort seines Gegenüber.




    KLIENT - MARCUS IULIUS DIVES

    Nach den Worten des Helvetiers wurde es kurz still. Dann ergriff Dives erneut das Wort:
    "Nun, es ist schön, dass noch genügend Platz für eine Preisangabe auf dem Aushang wäre, ..." Andernfalls hätte eben eine größere Grundfläche für das Plakat gewählt werden müssen. "... doch hätte ich gern gewusst, in welcher Höhe du die Verhandlungsbasis angesetzt hättest.", konkretisierte der Iulier seine Frage. Für ihn stand die Entscheidung im Prinzip bereits fest, doch wollte er wissen, wie weit der Helvetius mitdachte.
    "Ausgehend davon, dass die Kosten für einen neuen Barbier dieser Größe so ziemlich genau einen Aureus betragen. Was denkst du, sollten wir die Verhandlungsbasis in ebenjener Höhe ansetzen? Oder etwas höher? Oder etwas tiefer?", gab er letztlich auch die möglichen Antworten zur Auswahl.


    In diesem Moment betrat Ostianus ohne zu klopfen den Raum. Als Vorzimmerbeamter des Officiums war ihm dies natürlich gestattet - falls es irgendetwas Wichtiges gab. Er trat zu Dives heran, denn der Weg zu jenem war kürzer als der zum Cassier, und begann etwas zu flüstern. Dives nickte kurz und antwortete leise:
    "Noch einen kleinen Moment." Mit dieser Antwort verschwand Ostianus wieder nach draußen und der Helvetius hatte wieder die ganze Aufmerksamkeit der Duumviri. Das würde die letzte Frage von deren Seite in diesem Gespräch gewesen sein...

    [Blockierte Grafik: http://i662.photobucket.com/al…_Robinson_in_The_Ten_.jpg] | Phocylides


    "Ansonsten kannst du mich gerne auch nochmal zu dir rufen lassen.", bot der Maiordomus an, bevor er zustimmend nickte. Wahrscheinlich war der Abend wirklich schon etwas zu fortgeschritten für ein längeres Gespräch. Phocylides machte sich also langsam auf in Richtung Tür, als Crassus doch noch eine Frage hatte.


    "Die Thermen? Diese Casa besitzt ein eigenes Balneum...", antwortete Phocylides zunächst gespielt erstaunt. Aber da konnte man natürlich nicht so gut Bekanntschaften machen, das war ihm schon klar. Wenngleich vor allem zum Treffen des anderen Geschlechts die Thermen aufgrund strenger Geschlechtertrennung definitiv ungeeignet waren.
    "Und Thermen gibt es hier in Roma viele. Die Herren des Hauses bevorzugen aber in aller Regel vor allem die Thermae Agrippae. Da kommst du hin, wenn du die Casa nach rechts verlässt, vor der Porta Quirinalis auf die Via Nomentana abbiegst und dann durch die Porta Salutaris auf den Campus Martius gehst... Lass dich beim ersten Mal am besten einfach von jemandem begleiten, der sich auskennt.", schlug Phocylides vor, da sich Crassus die Wegbeschreibung wohl kaum gemerkt hätte. Vielleicht hatte ja der alte Potitus mal wieder Lust? Obwohl... Der würde eine solche Reise in seinem Zustand wohl kaum mehr überleben... Aber zur Not gab es ja auch die Sklavenschaft, bei der sich natürlich vor allem die Boten, die tagtäglich mit mehr oder weniger wichtigen Nachrichten durch die Stadt geschickt wurden, besonders gut auskannten. Letztlich würde es einen Weg geben, wenn der Wille da wäre. Das war fast immer fast überall so.


    "Dann wünsche ich einen angenehmen Schlaf, Dominus. Vale!", verließ der Maiordomus das Cubiculum schließlich, noch bevor er hätte auch noch weitere Beschäftigungsmöglichkeiten aufzählen können. Andererseits gab es schon seit einiger Zeit keine Rennen im einem der Circi mehr und auch an die letzte Gladiatorenvorstellung im Kolosseum konnte der Sklave sich nicht mehr erinnern. Nicht, dass er jemals eine derartige Veranstaltung selbst besucht hätte, doch als Maiordomus hörte man so einiges. Er hätte wohl also eh nur noch die Theater erwähnen können...




    MAIORDOMUS - CASA IULIA

    | Nero Sulpicius Cornuntus


    "Sehr schön!", kommentierte der Hafenverwalter zunächst die Aussage, dass alles zur Zufriedenheit der Classis lief. Das war schön zu hören. Immerhin bedeutete dies, dass er sich also wirklich nur mit diesen ätzenden Händlern rumschlagen müsste, die immer wieder mit neuen absurden Ideen kamen. Dabei hatte er mittlerweile doch ein ganz passables System entwickelt, wie bei dem restlichen Platz, der wirklich noch der zivilen Schifffahrt offen stand, dennoch keiner übermäßig lange warten musste. Vor allem die kleineren Schiffe wurden nämlich über den Portus Tibris und den Portus Marinae abgewickelt, die sich weiter südlich als der Portus Romae befanden. Besonders große Schiffe oder solche mit zu viel Tiefgang wurden teils auf See in kleinere Boote entladen und ein kleiner Teil - vor allem die wichtigen Getreidelieferungen aus Sizilien und anderen Teilen des nicht rebellierenden Imperiums - hatten letztlich die Ehre die verbliebenen Liegeplätze des Portus Romae belegen zu dürfen, wenngleich auch sie zumindest eine verkürzte Liegezeit in Kauf nehmen mussten.
    "Salve, Praefectus!", grüßte auch Cornuntus den Eques, der sich sogar den Namen des Sulpiciers gemerkt hatte! Welche Ehre! Cornuntus grinste etwas in sich hinein, wobei unklar war, ob dies nicht vielleicht auch am decimischen Vorschlag zum Umgang mit nervigen Händlern lag. Den ankommenden Tribun begrüßte er zunächst nicht. Vielleicht würde der ja eh gleich weiter geschickt werden. Falls er jedoch bliebe und in dieses doch recht spontane Treffen integriert werden würde, so würde der Hafenverwalter eine Begrüßung natürlich schleunigst nachholen. Er wartete ab, wie sich die Situation weiter entwickelte. Wenn alles nach Plan lief, dann könnte ja vielleicht auch er selbst bald schon wieder weiter auf seiner Runde durch den Hafen.




    HAFENVERWALTER - PORTUS ROMAE

    Ja, auch Dives hatte die septem artes liberales studiert. Und ja, irgendwann hatte es sich da auch mal um Astronomie gedreht... wobei 'drehen' hier durchaus ein sehr treffendes Wort war. Diesem ganzen überirdischen Kram konnte der Iulier - in wissenschaftlicher Weise - nichts abgewinnen. Wozu auch? Musste es ihn interessieren, wer sich um wen drehte? Reichte es nicht, wenn man jederzeit mit Sicherheit zu einem Gesprächspartner sagen könnte, dass sich nicht die ganze Welt um ihn oder sie drehte?! Weshalb also sollte man sich mit diesem Thema groß die Zeit vertreiben? Als wenn Iuppiter sich eines Tages denken würde: 'Ach, guck mal - da ist noch ein Fleck am Himmel ganz leer. Wen könnte ich da bloß hin versetzen? Diesen Iulius hier vielleicht?' Blödsinn!
    Zum Glück war Dives gerade nicht untätig, sonst wäre ein Gähnen wohl nicht zu unterdrücken gewesen. Langweilige Astronomie... Als Massa hingegen mit den Sternbildern begann in die Astrologie zu wechseln, wuchs das iulische Interesse wieder. Das schien ihm doch deutlich... wissenswerter, wenngleich man sich natürlich auch hier mitunter fragen könnte, wozu dieses Wissen taugen mochte. Doch mindestens eine gewisse Vermittlung von Moral und Werten ging von derartigen Geschichten und Erzählungen eigentlich immer aus - und sie waren natürlich stets auch irgendwie ganz unterhaltsam.


    "Einer Amazone?", fragte der Iulier leicht vorwurfsvoll nach, während er damit begann nun auch für den Decimer Wein einzufüllen.
    "Was interessiert dich denn an denen? Wenn du mich fragst, dann sind die Geschichten über die viel spannender als sie selbst. Glaub mir, ich hab einen Großteil meiner Kindheit auf Lesbus verbracht und da hört man so einige Dinge...", meinte er abwertend. Ja, speziell von Lesbus hieß es ja, dass dort Frauen zusammen mit Frauen... Nein! Das führte er jetzt nicht weiter aus. Dives hasste es schon, wenn er manchmal zwangsläufig von einem Mann und einer Frau solche Bilder im Kopf hatte. Zwei Frauen und kein Mann... das wäre Folter! Er konzentrierte sich wieder auf das Eingießen des Weins.
    "Lemnus und Tamnus sind auch solche 'Fraueninseln', wo angeblich Männer gemeuchelt und/oder den Inselgottheiten geopfert werden.", lenkte er das Thema weiter. Dabei drehte er sich mit dem Weinbecher für Massa in der Hand um... und erschreckte etwas, als der Decimer plötzlich an seiner Seite stand. Bei dem vielen Erzählen und Denken und Weineingießen war ihm das irgendwie entgangen, dass Massa ihm näher gekommen war. Blieb die Frage, ob er nur den Wein haben wollte oder mehr?


    "Äh... hier.", reichte Dives etwas verunsichert den Becher 'rüber und versuchte gleichsam mit seinem Arm wieder etwas Abstand zwischen sie zu bringen. Massas trainierter Soldatenkörper sah aus der Nähe betrachtet noch viel muskulöser aus... 'NEIN! Denk nicht mal dran!', rief er sich gedanklich zur Ordnung. Doch sein Körper hatte ganz offensichtlich andere Pläne als sein Geist. Ein Glück, dass sein Unterkörper unter Wasser war... Trotzdem wandte sich der Iulier schnell zurück zum Beckenrand um, wo sein eigener Becher stand. Er griff ihn und hielt kurz inne:
    "Tauche deiner Flügel Spitzen,
    Amor, nicht in meinen Wein!


    Bleib’ im schönsten Sonnenschein,
    Bleib’ bei deinen Musen sitzen,
    Deine Pfeile, schon so fein,
    Feiner noch zu schnitzen!


    Tauche deiner Flügel Spitzen,
    Amor, nicht in meinen Wein!


    Zu der ärgsten Liebespein
    Würde mich der Wein erhitzen,
    Darum bleib’ im Sonnenschein,
    Bleib’ bei deinen Musen sitzen! *


    Do ut des.", flüsterte er möglichst leise und hoffte, dass Massa nichts hörte. Leider war die Geräuschkulisse gerade nachts und gerade hier auf diesem Gut nahe Ostia alles andere als riesig. Es folgte das Verschütten von etwas Wein auf den Rasen, der sich an das Becken anschloss. Dann nahm Dives seinen Becher und drehte sich wieder zu seinem decimischen Gast. Sein aufgesetztes Lächeln versuchte zu sagen: 'War irgendetwas gewesen?'
    "Wo waren wir stehen geblieben?", erkundigte sich der Iulier ganz unschuldig. 'Stehen geblieben' traf es dabei recht gut. Aber er hoffte, dass sich sein Körper wieder abkühlte nach diesem kleinen Gebet. Hoffentlich hatte Massa noch nichts gemerkt...


    Sim-Off:

    * Johann Wilhelm Ludwig Gleim: "An Amor"

    Positive Zeichen! Die Götter gewährten ihnen positive Zeichen! Oder hatte der Iulier da nur etwas falsch verstanden?! Nein, der Augur wiederholte, dass die Wahl von Cassius und Dives gut geheißen wurde. Erleichterung machte sich bei beiden Duumviri breit, wenngleich vor allem der Iulier sehr bemüht war diese mit einem gewinnenden Lächeln zu überdecken.
    "Ich danke dir für deine Dienste.", wandte sich Dives anschließend erst einmal an den Augur, während die Stimmung um sie herum etwas gelöster wurde und folglich auch der Geräuschpegel zunahm.
    "Wenn du nichts dagegen hast, dann würde ich mich in den nächsten Tagen auch gern dafür erkenntlich zeigen... * ", fügte er mit einem vielsagenden Lächeln etwas gedämpfter hinzu. Das müsste ja nicht jeder hören.


    Sim-Off:

    * 'Wohin soll denn die Reise gehn?' - Im Klartext: Auf welches Konto / welche Konten (bei bspw. 50:50 für CD und den Spieler hinter dem Augur)?


    Nach der kurzen Unterredung mit dem Augur wandte sich Dives an die umstehenden Bürger:
    "Cives Honoratioresque Ostiensis! Ich, Marcus Iulius Dives, Sohn des Caius Iulius Constantius und frisch durch die Götter bestätigter Duumvir von Ostia, möchte euch hiermit ankündigen, dass ich dem höchsten und größten aller Götter, Iuppiter Optimus Maximus, in acht Tagen zwei prächtige Rinder genau hier am Capitolium Ostiensis als Dankesopfer für seine weise Entscheidung darbringen werde! Ihr alle, wie auch eure Familien und Freunde, seid herzlich dazu eingeladen diesem beizuwohnen und anschließend Anteile des Opferfleisches in Sportulae für Euch und die Euren mit nach Hause zu nehmen!", verkündete der Iulier groß. Damit schlug er gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Er erfüllte sein Gelübde gegenüber Iuppiter. Er wurde die riesigen Fleischmengen gleich auch wieder los. Und er machte dabei sogar noch Gewinn, denn die sportulae würden natürlich kostenfrei verteilt, wovon sich Dives einen weiteren Ansehensgewinn erhoffte. In den nächsten Tagen würde er sicherlich noch einen entsprechenden Aushang anfertigen lassen, denn die aufmerksamen Zuhörer hätten sicherlich gemerkt, dass er noch keinen Zeitpunkt für die Opferung genannt hatte. Jenen müsste er erst noch mit dem entsprechenden Aedituus absprechen...

    [Blockierte Grafik: http://i662.photobucket.com/al…_Robinson_in_The_Ten_.jpg] | Phocylides


    Dem Maiordomus fiel ein Stein vom Herzen, als Crassus dem Komprimiss zustimmte. Dieser Punkt war also erst einmal geschafft. Jetzt müssten sich nur noch alle drei an ihre Zusagen halten und dann wäre Phocylides zufrieden. Nun jedoch kehrte zunächst eine unangenehme Stille ein. Sollte er den zustande gekommenen Kompromiss loben? - Besser nicht. Sollte er einfach gehen, weil damit ja praktisch der Anlass seines Erscheinens erledigt war? - Einfach so wortlos zu verschwinden wäre sicher auch nicht die feine griechische Art...


    Glücklicherweise brach der Iulier nach einer gefühlten Ewigkeit das Eis des Schweigens und die Beantwortung der Frage fiel dem Sklaven leicht:
    "Du meinst so eine, wie die vom jüngeren Marcus Iulius Subaquatus zu Iulia Severa, der Gattin des Triumphators Decimus Meridius? Steht das gar nicht in der Legende auf der Rückseite?", fragte er rhetorisch und schaute kurzerhand einmal nach. Tatsächlich war dort aber nichts dergleichen vermerkt.
    "Naja, das bedeutet auf jeden Fall, dass sie von Iulius Subaquatus adoptiert worden ist. Rechtlich macht das, soweit ich weiß, letztlich keinen Unterschied, sodass sie genauso deine Tante ist, wie Iulius Augustinus oder Iulius Cato hier deine Onkel sind.", zeigte er auf ebenjene. Kurz überlegte er, was er noch dazu ausführen konnte und hatte gleich die nächsten Infos parat.


    "Wie genau die Umstände bei Iulia Severa waren, weiß ich nicht mehr. Aber wenn du mal hier weiter links... also von dir aus rechts... schaust, dann siehst du dort Annaea Iuliana. Ihre Adoption war, wenn ich mich recht erinnere, einzig zur späteren Hochzeit mit dem Annaeus vollzogen worden. Also nur, falls du dich fragst, weshalb jemand eine Frau adoptiert. Annaea Iuliana war zuvor nämlich eine Peregrina und damit keine annehmbare Partie für einen römischen Bürger.", erklärte der Maiordomus. Das könnte sich Crassus auch für sein eigenes Leben merken, wenngleich Liebeshochzeiten doch eigentlich vergleichsweise selten waren.
    "Aber sowohl die Verbindung zu den Annaeern - die sind beide mittlerweile tot - wie auch die Verbindung zu den Decimi sind nicht mehr wirklich aktiv. Die bedeutendsten Annaei sitzen derzeit eh auch in Aegyptus und Germania In... nein, Superior." Das hieß: Genaugenommen saßen sie da zumindest bis vor einer Weile. Wo sie jetzt waren, wusste wohl niemand hier in der Ewigen Stadt, da beide Provinzen den Cornelier unterstützten und in Roma nunmal der Vescularier den Ton angab.
    "Und die Decimi... nunja. Mit denen hatte vor allem der Hausherr Centho wiederholt einige Probleme gehabt - in Persona mit der Auctrix und ihrer Acta Diurna. Wenn mich nicht alles täuscht, dann gab es aber zuletzt wieder Bestrebungen sich näher zu kommen. Neben der Auctrix hat dein Cousin Iulius Dives, ein Decurio von Ostia, auch den jetzigen Praefectus Praetorio als Ehrengäste einer... ich glaube Theatervorstellung oder so in Ostia empfangen." Wo genau die Gentes damit standen, wusste der Maiordomus aber auch nicht zu sagen. Immerhin war der Senator Iulius Centho bei dieser Veranstaltung ja nicht dabei gewesen - zwar bedingt durch die Ausgangssperre für Senatoren, doch nicht da, blieb nicht da.


    "Mit den sonstigen Verbindungen der Iulier kennst du dich einigermaßen gut aus?", fragte Phocylides abschließend, nachdem er gemerkt hatte, wie er hier erst vom Thema abgekommen und letztlich in einen langen Redeschwall geraten war. Sollte Crassus erst einmal die Gelegenheit bekommen nachzufragen, wenn er etwas nicht richtig verstanden hätte oder der Maiordomus hier oder da vielleicht auch einfach zu schnell gesprochen hatte. Der Sklave war eben froh, dass das vorherige Thema abgeschlossen war und das drückte sich mitunter durch langes Reden aus...




    MAIORDOMUS - CASA IULIA

    Die beiden Duumviri, die den Entwurf sehr gut aus ihrer bisherigen Position einsehen konnten, blieben sitzen, während sich der Aedil erhob, um einen besseren Blick auf das Plakat zu erhalten. Aufmerksam hörten dann alle drei zu, welche Gedanken sich der Helvetius wozu gemacht hatte. Cassius brach anschließend als erster das Eis:
    "Also ich finds gut.", meinte er recht schlicht mit einem leichten Nicken und versuchte aus den Augenwinkeln abzulesen, inwiefern ihm die anderen da zustimmten.
    "Meiner Meinung nach sind vor allem die beiden Zeichnungen sehr gelungen und die Anordnung aller Elemente ist sehr übersichtlich. Allerdings würde ich den Ansprechpartner noch konkret...", begann Dives anschließend mit einem Lob beginnend auszuführen.
    "Da müsste Aedilis Mercatuus stehen.", unterbrach ebenjener Amtsinhaber abrupt das Wort des Iuliers und machte gleichsam klar, wen er in dieser Sache federführend sah. Ostiensische Magistrate in jedem Fall waren sowohl die beiden Aedile als auch die Duumviri und der Quaestor. Gerade nachdem auch gesetzlich - zumindest in der Civitas Ostia - nicht mehr von Magistraten und Duumviri die Rede war, wurde der Magistratsbegriff gerne weiter gefasst.


    Für seine vorlaute Aktion erntete der Aedil stante pede von gleich beiden Duumviri einen tadelnden Blick.
    "Also angesichts der Tatsache, dass der Verkauf des Barbiers sowohl in den Marktbereich, als auch in den Bereich der städtischen Finanzen fällt, denke ich, dass das doch Aufgabe von Hemina und mir sein sollte.", konterte Dives und setzte gleich noch nach:
    "Wobei es dir oder einem dich vertretenden Scriba natürlich freigestellt sein soll ebenfalls den Gesprächen mit etwaigen Interessenten beizuwohnen."
    "Zum Preis sollte vielleicht noch etwas drauf stehen. VS?", fragte Hemina direkt im Anschluss in Richtung seines Collega und ließ dem Aedil damit keine Möglichkeit für einen erneuten Gegenkonter in der Zuständigkeitsfrage. Immerhin lag dieser Punkt ja irgendwie auch in Heminas Interesse. Was der Aedil nur für ein Problem mit Dives hatte?
    "V.S.?" - "Verhandlungssache!", antwortete der Cassier leicht genervt. Ein Marktaedil sollte soetwas schließlich wissen!
    "Ich würde sagen, dass wir eine grobe Verhandlungsbasis schon vorgeben sollten... Was meint ihr, Aculeo... Helvetius?", richtete sich der Iulier an die beiden Personen, die in dem ganzen Hin und Her gerade am wenigsten zu Wort gekommen waren. Daran, dass dem so war, hatte aus seiner Sicht natürlich einzig und allein der Aedilis Mercatuus schuld..!

    [Blockierte Grafik: http://i662.photobucket.com/albums/uu347/Kaysepunkt/180px-Edward_G_Robinson_in_The_Ten_.jpg] | Phocylides


    Es kam, wie es kommen musste: Crassus fühlte sich offenbar angegriffen und begann damit sich zu verteidigen und sich zu rechtfertigen. Aufmerksam hörte der Maiordomus zu, was der Iulier zu sagen hatte... und war auch sogleich gewillt jenem zu widersprechen. Doch wartete er damit, denn nachher litt wohlmöglich noch das Mobiliar darunter und gerade in dieser Zeit, wo es auf den Märkten nur noch ein vergleichsweise eingeschränktes Angebot gab, was nicht zuletzt auch die Preise trieb, musste das nicht sein.
    Offenbar, so stellte Phocylides fest, gab es in Hispania tatsächlich eine andere Vorstellung von der Beziehung zwischen Herr und Sklave. Hier in Roma hingegen, in der Casa Iulia unter dem Hausherrn Centho, herrschte bisher ein durchaus als milde zu bezeichnender Umgang mit Sklaven. Abgesehen von dem alten Potitus, der wohl bereits an Altersstarrsinn litt, waren bisher auch alle Gensmitglieder dieser Linie treu geblieben. Das hieß nicht, dass nicht ab und an mal Dampf bei diesem oder jenem Bediensteten abgelassen wurde, doch alles in allem war die Sklavenschaft, die hier diente, noch froh es nicht schlimmer erwischt zu haben. Das letztlich sicherte dem Hausherrn und seinen Angehörigen loyale Sklaven, die treu ihren Dienst erfüllten. Soweit der Maiordomus wusste, arbeiteten manche hier sogar besonders hart, um auch ja kein Geschenk an irgendeinen Klient des Hausherrn zu werden, bei dem sie am Ende noch hungerten und tägliche Prügel erdulden müssten. Dieses Phänomen hatte sich seltsamerweise noch verstärkt, nachdem Centho begonnen hatte mit dem Vescularius freundschaftlich zu verkehren...


    "Richtig. Ich spreche von Tsuniro und unserem Cellarius Alexander.", bestätigte Phocylides in beruhigendem Ton, nachdem Crassus ausgeredet hatte.
    "Du musst wissen, dass letzterer sehr starr in seinen Denkstrukturen ist.", begann er vorsichtig auszuholen. Alexander war eben ein typischer Makedone! War es nicht auch einst der große Alexander gewesen, der so einen störrischen Esel ritt und als einziger mit diesem klar kam?! Bei dem Gedanken musste der Maiordomus sich ein Lächeln verkneifen.
    "Als Römer, der du doch bestimmt auch die septem artes lieberales studiert hast, wirst du mir aber sicherlich darin zustimmen, dass das nicht notwenigerweise schlecht sein muss. Denn für dich wie auch für deinen Cousin, den Hausherrn Centho, sollte doch vor allem eine möglichst hohe Effizienz bei der Erledigung der Arbeiten im Vordergrund stehen. Alles soll stets schnellstmöglich erfüllt werden; der Wein schnellstmöglich zu dir finden." Phocylides lächelte versöhnlich und machte eine kurze Pause, damit Crassus nicht von der Argumentation überfahren würde.


    "Eine strikte Arbeitsteilung nun führt genau dazu. Jeder Sklave entwickelt eine gewisse Routine in seiner Tätigkeit und nach einer Weile sind die Zimmer schneller sauberer, sitzt die Toga schneller ordentlicher und ist letztlich auch der Wein schneller an seinem Bestimmungsort. Nach diesem bewährten Prinzip läuft der Betrieb hier in der Casa seit Jahren... nahezu... reibungslos." Völlig reibungsfrei konnte ja auch nie etwas laufen. Stets gab es irgendwo irgendetwas. Aber genau dafür war ja wiederum der Maiordomus da: Er hatte Reibungspunkte herauszufinden und nach Möglichkeit abzuschalten oder mindestens zu minimieren.
    "Einige Sklaven, und der Cellarius ist hier wohl ein besonders hartneckiger Vertreter, weil er sehr... logisch, sehr... mathematisch an alles heran geht, haben sich dies besonders zu eigen gemacht. Sie funktionieren gut in ihren jeweiligen Bereichen..." und mit einem Cellarius, der sich sowohl mit Wein auskannte, als auch ein wenig mit Zahlen umgehen konnte, hatte die Casa Iulia wirklich einst einen Glücksgriff auf dem Sklavenmarkt gemacht! "... sträuben sich jedoch sich gegen dieses System aufzulehnen. Letztlich wohl auch, weil sie manchmal mit bestimmten Aufgaben dann auch einfach überfordert sind. Das gilt jetzt natürlich insbesondere für Tsuniro.", meinte der Grieche etwas entschuldigend. Alexander hingegen war einfach nur ein störrischer, makedonischer Esel, dem man - wie dem Tier - gut zureden musste, damit er machte, was man wollte.


    "Letztlich habe ich dennoch sowohl dem Cellarius als auch Tsuniro nochmals wärmstens empfohlen deine Anweisungen zukünftig zu deiner vollsten Zufriedenheit auszuführen.", wobei mit gewissen Abstrichen natürlich zu rechnen war. Crassus war nunmal nicht der Hausherr und würde folglich beim Weineinschank und ähnlichem stets erst an nachgeordneter Stelle stehen. Aber das war sicherlich nichts, worauf man den Iulier nochmals aufmerksam machen müsste.
    "Ich hoffe sehr, dass du - auch eingedenk der unter deinem Cousin, dem Hausherrn, etablierten Handlungsabläufe - dafür künftig vielleicht etwas... umsichtiger in deiner Aufgabenverteilung bist.", beendete Phocylides mit einem vorsichtigen Lächeln auch die andere Seite des von ihm bevorzugten Kompromisses und hoffte, dass Crassus diesen annehmen würde. Immerhin hatte der Maiordomus nicht einfach nur gesagt, dass die Direktiven des Hausherrn soundso aussahen und folglich soundso agiert wurde und würde. Er hatte die 'griechische Variante' mit zusätzlichen Erklärungen jener wortkargen 'makedonischen' vorgezogen. Hoffentlich wäre das Thema damit vom Tisch und man könnte vielleicht wirklich noch über diese oder jene Person des iulischen Stammbaums sprechen...





    MAIORDOMUS - CASA IULIA

    Ein wenig überrascht stellte Dives fest, dass der Decimer ihm wohl sehr schnell ins Nass gefolgt war. Sogleich machte er etwas Platz, damit Massa auch an ihm vorbei ins Freie kam. Man, der hatte ein Kreuz! So richtig... wow! Und so, wie das das Wasser nach jedem Schwimmzug über diese breiten Schultern perlte, das sah echt heiß aus! Der Iulier drückte spontan seine eigenen Schultern etwas nach hinten, aber er hatte wohl kein so breites Kreuz. Ob Serapio ihn deshalb nicht näher kennenlernen wollte? - 'Blödsinn!', verwarf er diesen Gedanken jedoch auch gleich wieder. Serapio kam es doch sicherlich nicht auf die Schulterbreite an. Nein, das war völlig... also, absolut... naja, zumindest unwahrscheinlich... wenngleich letztlich nicht unmöglich. Der junge Decurio hatte auch schon gehört von Männern, denen das Äußere überproportional wichtig war. Er folgte Massa langsam hinaus unters Sternenzelt. Welch wunderbar klare und doch angenehm temperierte Nacht!


    "Gladiatorenkämpfe? Also bekannt ist mir da aktuell nichts. Aber wir haben hier ja auch keine Amphitheater, wie in zum Beispiel in Roma. Hier werden nur hin und wieder mal kleinere Arenen aus Holz aufgebaut, wo dann ein bisschen gekämpft wird. Aber das ist nichts, was groß angekündigt werden würde oder besonders sehenswert ist. - Also, das finde ich zumindest. - Falls es dich trotzdem interessiert, solltest du dich vielleicht mal in der Gegend zwischen Theater und Tibris, so nordwestlich vom Forum der Corporationen umsehen. Da hast du wohl die größesten Chancen fündig zu werden.", erklärte Dives und erreichte mit Ende dieser Worte das Ufer, auf dem angekündigtermaßen ein Silbertablett mit gerösteten Kastanien, süßen Birnen und Rosinen angerichtet war. Man konnte sich bequem aus dem Wasser daran bedienen und dazu sogar noch etwas trinken, denn auch der Wein hatte mittels einiger Sklaven hierher gefunden. Der Iulier entfernte das Tuch, welches die Leckereien vor unangenehmem Krabbelgetier schützte, an einer Seite und griff sich ein Stück Birne. Wunderbar saftig! Dann legte er den Kopf auf den Beckenrand und schaute in die Sterne.
    "Das sieht wunderschön aus, wie das Licht da überall durch die klitzekleinen Löcher am Himmel schimmert, findest du nicht?", fragte der junge Decurio ohne den Blick vom Sternenzelt zu lösen. Er fand das alles sehr faszinierend, wenngleich er kaum etwas davon verstand. Ob schon einmal jemand durch eins dieser Löcher auf die andere Seite geschaut hatte?


    Mensch, er war der Gastgeber, fiel ihm plötzlich ein! Mit einem Ruck löste er seinen Kopf vom Boden, drehte sich anschließend zum Beckenrand um begann damit Wein einzugießen, denn hier draußen verzichtete er nämlich in der Regel auf sklavisches Personal, zumindest so spät abends.
    "Wie willst du deinen Wein? Wieder merum?", erkundigte er sich nach dem Mischungsverhältnis und lieferte die wahrscheinlichste Antwort gleich mit. Denn würde es Sinn ergeben, wenn man erst unverdünnten Wein trank und nur weil man jetzt im Wasser war nicht mehr? Der Iulier hatte selbst schon zu viel getrunken, um darauf noch eine gute Antwort zu finden, sodass er schlicht abwartete, was Massa sagen würde.

    Mit einem schlichten Kopfnicken reagierte Dives auf die Ankunft und Begrüßung des Helvetiers, wie er bereits zuvor auf die der anderen jetzt hier versammelten Leute reagiert hatte. Dann wies er mit einer einfachen Geste auf die Sitzgelegenheiten, drei an der Zahl, die in einem leichten Bogen vor dem duumvirischen Arbeitsbereich aufgestellt waren. Damit auch jeder der geladenen Gäste einen Platz hatte, war extra noch ein einfacher Stuhl aus einem Nachbarraum organisiert worden - im Vorfeld, verstand sich. Der Iulier warf seinem cassischen Collega kurz noch einen Blick zu, dann begann er:


    "Salvete! Und erst einmal recht herzlichen Dank, dass ihr es alle einrichten konntet jetzt hier zu sein. Ich darf euch zunächst vorstellen. Das hier...", wies er auf seinen Mitduumvir Hemina, "... ist mein ehrenwerter Collega Cassius Hemina Minor." Jener grüße nur mit einem kurzen 'Salvete' und einem leichten Kopfnicken, bevor er das Wort schnell wieder mit einem einfachen Blick an Dives abgab und letzterer fortfuhr mit...
    "Das ist der gewählte Aedilis Mercatuus." Wieder folgte eine kurze Pause, in der jener Mann sich ebenfalls kurz begrüßend umsah. Da Dives diesen Aedil nicht im Ansatz mochte - was stark auf Gegenseitigkeit beruhte - beließ er es auch bei der bloßen Amtsbezeichnung und ließ den Namen unerwähnt.


    "Weiterhin habe ich den Procurator Annonae Germanicus Aculeo zu diesem Gespräch hinzu gebeten...", fügte der Iulier nun deutlich freundlicher und mit einem leichten Lächeln an. Der Mann war ihm nämlich deutlich sympatischer als der zuvor genannte. "... und nicht zuletzt Helvetius Ocella, der sich als Scriba hier bewirbt.", beendete der Duumvir die Vorstellungsrunde und ließ dies dann erst einmal bei allen Anwesenden sacken. Das waren schließlich so einige Namen und Amtsbezeichnungen, mit denen er hier um sich geworfen hatte. Und für jeden - außer für Dives selbst - war wohl mindestens eine Person im Raum zuvor unbekannt gewesen.
    "Nun, und ich würde vorschlagen, dass wir dann auch gleich mit dir beginnen, Helvetius. Ich hatte dich gebeten soetwas wie ein Plakat zu entwerfen, welches den Kauf des stadteigenen Barbiers 'Kaiserschnitt' bewirbt. Und, wie ich sehe, hast du da auch etwas vorbereitet. Bitte...", forderte der Iulier den Bewerber dann mit einem zuversichtlichen Lächeln zum Vorstellen seiner Idee auf.

    | Cito


    Der heutige Weg war wieder deutlich länger gewesen, als der letztens zum Procurator Annonae. So dauerte die Zustellung auch dementsprechend deutlich länger, doch letztlich kam das Schreiben an. Am Seiteneingang der Casa Iulia machte Cito auf sich aufmerksam und wartete, bis ein Sklave von drinnen sich zu ihm bemühte.
    "Salve! Der Duumvir Iulius Dives schickt eine Nachricht an seinen Onkel, den Tribunus Cohortis Urbanae Iulius Proximus.", erklärte der Cursor und überreichte im selben Zug dem Sklaven des Hauses das versiegelte Schreiben...


    [Blockierte Grafik: http://i662.photobucket.com/al…epunkt/Payiosbreit1-1.jpg]
    Ad
    Tribunus Cohortis Urbanae
    Marcus Iulius Proximus
    Casa Iulia
    Roma, Italia



    Salve Marce, patrue mi,


    Nachdem wieder eine ganze Weile vergangen ist, möchte ich dir und natürlich auch meinem Cousin Lucius Centho unbedingt von den jüngsten Fortschritte meiner Karriere berichten. Vor wenigen Tagen wurden die Ergebnisse der letzten Wahlen von Ostia bekannt gegeben... und ich wurde tatsächlich zum Duumvir der Civitas ernannt! Ich wäre dir dankbar, wenn du Lucius neben meinen üblichen Genesungswünschen auch diese Neuigkeit mitteilen könntest. Er soll wissen, dass er sich keine Sorgen um mich machen braucht und sich voll und ganz auf seine Gesundung konzentrieren kann!
    Dieses Thema angesprochen, richte bitte auch meinem alten Onkel Manius eine gute Besserung in meinem Namen aus. Mir wurde zugetragen, dass es auch ihn erwischt hat? Weißt du, was er hat? Es ist doch hoffentlich nichts allzu Schlimmes? Was sagt der Medicus dazu?


    Und wie geht es dir, lieber Onkel? Ich habe gehört, dass deine Kandidatur zum Quaestor keinen Erfolg hatte? Das tut mir Leid. Ich hatte sehr gehofft, dass du gewählt wirst. Nicht nur, weil du der Senatorenwürde damit wieder einen Schritt näher gekommen wärst, sondern auch, weil du dem aktiven Kriegsgeschehen dann wohl aus dem Weg hättest gehen können. Dafür wurdest du zum Kommandeur der gesamten Cohortes Urbanae gemacht, ist das richtig? Meinen allerherzlichsten Glückwunsch dazu! Hast du deinen Patron schon davon unterrichtet?
    Überhaupt, in dieser Position wirst du doch bestimmt so einige Informationen haben beziehungsweise an einige kommen können, an die andere nicht so leicht kommen, oder? Kannst du deinen lieben Neffen, der sich nun ja nicht mehr nur um das iulische Anwesen zu Ostia, sondern gar um die ganze Civitas kümmern muss, da nicht vielleicht das eine oder andere wissen lassen? Ganz inoffiziell, versteht sich. Weißt du, wie weit Palma und seine Truppen noch entfernt sind? Wie steht es um seine Truppen? Und wie steht es um Salinators Truppen? Wie hoch schätzt du die Wahrscheinlichkeit, dass die richtige Seite gewinnt?


    In Ostia haben mittlerweile die Soldaten der Classis Misenensis das Kommando übernommen, während deine Urbaner nach Roma abgezogen sind. Ihr plant doch nicht etwa gegen die 'Rebellen' zu ziehen, oder? Du ziehst doch nicht etwa gegen sie, oder?! Und was ist mit den Praetorianern? Zieht ihr Praefectus, auf dessen Fest wir im Iunius zusammen waren (Du erinnerst dich?), gegen die 'Rebellen'?
    Du siehst, mich quälen viele Fragen und ich würde mich sehr freuen, wenn du mir vielleicht ein paar von ihnen beantworten könntest, damit ich ruhiger schlafen kann. Da fällt mir noch eine letzte ein: In den Kerkern eurer Castra wird nicht zufällig ein Mann mit Cognomen Probus gefangen gehalten, oder?


    Wie dem auch sei. Ich hoffe bald von dir zu hören. Mögen die Götter eine schützende Hand über Dich legen.
    Vale bene!


    http://imperiumromanum.net/ima…el_gens_Iulia_Papyrus.png
    SCITUM PER SIGNUM DUUMVIRI:

    MARCUS IULIUS DIVES
    DUUMVIR - OSTIA


    Anschließend beobachtete Cito, dass der Brief auch mit ungebrochenem Siegel in die Casa getragen wurde, bevor er sich wieder auf den Weg zurück nach Ostia begab...




    CURSOR - MARCUS IULIUS DIVES

    [Blockierte Grafik: http://i662.photobucket.com/albums/uu347/Kaysepunkt/180px-Edward_G_Robinson_in_The_Ten_.jpg] | Phocylides


    Der Maiordomus stellte den Wein an den gewünschten Platz und hörte dabei mit einiger Besorgnis, wie misstrauisch Crassus auf seinen Besuch reagierte. Hier musste wohl tatsächlich so einiges vorgefallen sein. Mit einem vorsichtigen Lächeln wandte er sich dann an den Iulier:
    "Schön. Und hast du irgendwelche Fragen?", erkundigte er sich dann erst einmal weiter nach dem Stammbaum. Es folgte eine kurze Pause, in der Phocylides überlegte, ob er auch gleich auf die andere Frage eingehen sollte. Eine Unterhaltung mit einem Diskussionsthema zu beginnen hielt er ja nicht für sonderlich erfolgversprechend. Das wirkte nicht selten so, als würde man dem Gesprächspartner einen Vorwurf machen wollen, selbst wenn man dies gar nicht wollte. Nachdem die Frage jetzt jedoch in den Raum gestellt worden war und der Maiordomus die Antwort bereits so herausgezögert hatte, war wohl auch Crassus klar, dass der Besuch nicht nur aus reiner Höflichkeit geschah.


    "Was deine Frage betrifft... Nun, ich habe gehört, dass es... wie soll ich sagen... einige... äh... Reibunspunkte zwischen manchen Sklaven und... nunja, dir gab. Das soll natürlich nicht heißen, dass ich konkret dein Verhalten als ursächlich dafür ansehe, doch als Verantwortlicher für den Hausstand muss ich natürlich diesem Probelm nachgehen. Ich hoffe, du verstehst mich da.", erklärte er ein wenig entschuldigend.
    "Bisher habe ich die Ansichten zweier Haussklaven zur Sache gehört und würde nun gerne deine Sichtweise in Erfahrung bringen, wenn du erlaubst. Kannst du dir denn vorstellen, von welchen beiden Sklaven ich spreche?", erkundigte sich der Maiordomus vorsichtig. Bei den etlichen Sklaven, die der senatorische Haushalt umfasste, hatte Crassus bisher bestimmt schon mehr als nur zwei oder drei Sklaven zu Gesicht bekommen. Würde er da nun auf die richtigen kommen?




    MAIORDOMUS - CASA IULIA

    | Potitus Asinius Celer


    Wieder einmal erfüllte der Scriba des Duumvir Iulius einen Botengang für ebenjenen. Gleich wurde der Helvetius im Officium Duumvirorum erwartet, der sich als Scriba hier beworben hatte. Dives wollte außerdem den Aedilis Mercatuus bei dieser Unterredung dabei haben - und den hatte nun Celer zu holen.


    "Salve... Helvetius, oder? Wir werden bereits erwartet...", grüßte der Asinier mit dem Aedil im Schlepptau und bedeutete Ocella mitzukommen. Zügigen Schrittes eilte Celer ins Officium Duumvirorum voran.




    KLIENT - MARCUS IULIUS DIVES

    Ostianus, der Vorzimmerbeamte des Duumvir Iulius, wusste natürlich über dessen Termine bescheid. Nicht selten vereinbarte er sie ja auch. Folglich winkte er den Germanicer, für den er eigentlich am Vortag noch zwei Termine verschoben hatte, einfach durch. Vielleicht hatte der Cursor Cito da aber auch nur irgendetwas falsch verstanden, weshalb sich Ostianus einen Kommentar zu dieser Sache sparte und sich sogleich wieder um seine sontigen Aufgaben kümmerte. Auf seiner Liste für den aktuellen Termin machte einen Haken beim Procurator. Auch die beiden Duumviri, Cassius und Iulius, waren bereits da. Damit fehlten eigentlich nur noch der Aedilis Mercatuus, den der Scriba Asinius gerade holte, und der Bewerber Helvetius...


    | Potitus Asinius Celer


    So schnell, wie der Scriba eilte, war kaum Zeit dafür geblieben, um sich zu unterhalten.


    "Salve, Ostianus. Der Aedil und der Helvetius. Beide werden erwartet.", meldete der Asinier und sogleich wurden die beiden mit einer Geste ins Officium gebeten. Damit wanderten die letzten beiden Häkchen auf die Tabula und Ostianus lehnte sich entspannt zurück. Er ging davon aus, dass er in der nächsten Stunde mal wieder etwas Ruhe hatte...




    KLIENT - MARCUS IULIUS DIVES