Beiträge von Gaius Caecilius Crassus

    Das war ja hier das reinste Chaos. Anstatt einen ruhigen Kopf zu wahren, schien ein junger Urbaner völlig durchzudrehen und versuchte die drei Schläger alleine zu stellen. So ein Ididot! Zwei der drei Verbrecher waren inzwischen geflohen und der Dritte hatte sich in einen Kampf mit dem Urbaner eingelassen. Die Gruppe um Crassus erreichte nun die zwei Kämpfenden, bei welchen Gabriel am Boden lag. Crassus erhob seine Stimme:


    Ist ja nun gut. Auseinander!


    Die Leibwächter zogen ihre Gladii.

    Zitat

    Hatte er da nicht eben jemanden in der Strasse gesehen, den er kannte? Oder auch nicht? Egal.


    Da hatte er tatsächlich richtig gesehen. Da die großen, sicheren und prächtigeren Straßen um diese Uhrzeit normalerweise sowas von überfüllt waren, beschloß Crassus den Umweg über die kleinen Straßen zu wählen. Diese waren zwar eng, stinkig und auch noch verwinkelter, allerdings trieben sich hier nicht allzu viele Leute herum. Und die Leute, die sich herumtrieben, waren meistens irgendwelche Gauner. Normal sollte man es meiden hier alleine rumzulaufen, am Tag war das Risiko zwar nicht sonderlich hoch, aber in der Nacht war man ein toter Mann. Am hellichten Tag wäre Crassus aber auch hier nicht alleine gelaufen, da er aber seine ihn ständig begleitende Leibwache dabei hatte, hatte er normalerweise wenig zu fürchten.
    Schnellen Schrittes und im Gleichschritt, die Leibwache hatte sich da ganz an Crassus Schritt anzupassen, marschierten sie also an einer Seitengasse vorbei. Da Crassus prinzipiell aus Neugier überall hineinschaute, sah er auch dort hinein. Und was ihn sah, verwunderte ihn eigentlich wenig. Es wurde anscheinend irgendein Mann zusammengeschlagen. Das war für Rom ja auch nicht sonderlich untypisch. Gerade als Crassus grinsend weiterlaufen und dem Mann sich selber überlassen wollte, erkannte er, dass es sich um den Mann um einen Bekannten handelte. Er konnte sich zwar nicht mehr an den Namen erinnern, aber er wusste, dass dieser Mann unter ihm dient oder gedient hatte. Wäre er sich sicher, dass es ein Vigil gewesen wäre, wäre er weitergegangen. Da er aber den Verdacht hatte, diesen Mann schon einmal in der Castra Praetoria gesehen zu haben und somit ein Prätorianer wäre, beschloß er nicht einfach weiterzugehen, sondern dem Armen zu helfen. Crassus, gemeinsam mit seiner schwarzen Leibwache, bog in die Seitengasse ein und ging schnellen Schrittes auf die Gruppe zu.

    Ja, das wäre typisch für ihn. Einen auf dicke Hose machen, aber wirklich null Ahnung haben. Naja, Spinner halt. Man munkelt, dass er Sklaven von hohen Häusern entführt und dann vergewaltigt.


    zuckte Crassus mit den Schultern und grinste dann breit:


    Ob dus glaubst oder nicht, aber die sind schon eine ganze Weile an ihm dran. Nicht mal mehr Pinkeln kann er, ohne, dass ich es nicht erfahre :D

    War er au mal. Ging aber dann in den CH, war Quästor in Germanien oder so. Naja, er is auf jeden Fall ziemlich deppert. Nistet sich bei mir in meine Casa ein, während ich in Germanien bin, unter dem Vorwand, dass er mit mir sprechen möchte. Ich komme aus Germanien nach Hause, rede mit ihm und was macht er? Er beleidigt mich.
    Ich weiß auch nicht, aber ich glaube den Pompeiern geht es finanziell nicht so gut... sonst fällt mir kein Grund ein, warum er sich bei mir hat durchfuttern lassen, um mich dann zu beleidigen.

    Sim-Off:

    Zu dem Zeitpunkt fehlte SimOn ja nur noch eine Formalität, der Sache nach warst du es ja schon.


    Dem Censor! :D


    Crassus lachte und nahm einen großen Schluck von seinem neuen Wein. die guten Vorsätze schienen schon fast vergessen....


    Sag mal, kennst du einen Pompeius Strabo?

    Pfff, du verkennst die Lage völlig, mein Lieber. Die Zeiten in denen man sich sinnlos wegsäuft sind zu mindest für mich vorbei. Zumindest die nächsten 5Minunten noch. Man muss ja auch ein bisschen auf sein Erscheinungsbild achten. :D Und du als Senator solltest da doch mit gutem Vorbild vorrangehen!


    meinte Crassus, leerte seinen Becher und ließ ihn gleich wieder füllen.

    Deine Indizien bzw. Beweise dafür? Außer dem Ring spricht eigentlich alles gegen so eine Verschwörung.


    Crassus machte eine kleine Pause und legte mal seinen Gedankengang offen:


    Ich werde dann mal meine These begründen. er nahm das Schreiben: 'Rom hat einen staatlichen Speichellecker weniger.' steht ja hier. Das spricht also dafür, dass sie eher ideologische Gründe haben. Dass sie mit der derzeitgen Arbeit des Senats unzufrieden sind. Nun, das ist zwar schön und gut, hätten sie aber diese Gründe, würden sie den Senator sofort töten. Es wäre eine Beleidigung für sie, wenn es so aussehenn würde, als ob sie es nur wegen dem Geld machen würden. Aber gerade so sieht es aus.
    Außerdem, würde sie wirklich die Politik des Senats stören, müssten sie reiche, einflußreiche sein. Denn der normale Bürger beschäftigt sich nicht so intensiv mit dem Senat. Ihm gefallen einzelne Edikte nicht, aber insgesamt würde er sich wahrscheinlich nie dazu ändern.
    Außerdem wäre eine sofortige Tötung doch eine viel größere 'Warnung' an die anderen Senatoren. So allerdings scheinen sie entweder unentschlossen, oder aber einfach nicht dazu in der Lage ihn zu töten.
    Ich würde also sagen, der Satz dort ist völlig Fehl am Platze und nur sehr fadenscheinig.


    Crassus nahm seinen Becher und feuchtete sich seine Kehle an:


    Auffällig ist auch, dass Decima Lucilla nicht in dem Brief erwähnt wird. Machen wir uns nichts vor, Decimus Meridius, ihr Bruder, gehört zu den reichsten Männer Roms. Entweder, sie wissen nichts von Avarus hoher und wichtiger Begleitung, da sie ihn einfach nicht geschnappt haben und nur seine Abwesenheit ausnutzen oder aber sie schicken an Meridius einen gesonderten Brief. Trotz allem würde ich meinen, müsste ihr Name in dem Brief an den Senat erwähnt werden.


    Und dann noch die Summe. 20.000Sz. Das ist doch eine lächerliche Summe. Welchen Grund könnte es also geben, dass sie so eine geringe Summe nur verlangen? Ganz einfach: Sie haben den Senator nicht. Und deshalb nehmen sie so eine geringe Summe, die a) nicht schwer zu beschaffen ist und b) auch sofort gezahlt werden würde. Hätten sie den Senator, könnten sie weitaus höher Bluffen und einen viel höheren Betrag fordern. Dann haben sie nämlich auch Zeit.


    Es spricht dagegen, dass sie ihn wegen ideologischen Gründen entführt haben, dass sie Geld haben wollen. Wer bereit ist einen Senator zu entführen, aus welchem Grund auch immer, wäre auch radikal genug, ihn wegen diesem Grund zu töten. Bleibt also nur noch der Geldgrund. Gegen diesen Grund allerdings spricht die zu geringe Summe.


    Einziger Schluß der mir logisch erscheint: Sie haben ihn nicht.

    Da Crassus sich vorgenommen hatte, seine Beförderung als Grundstein zu nutzen, um seinen Weinkonsum zu verringern, war sein Becher noch gut zur Hälfte gefüllt.


    Gut, dann werde ich gleich morgen meinen Stab mit zu einer Audienz nehmen. Und vielleicht noch das Consilium Principes einberufen. Sicher ist sicher.


    er lachte, nippte an seinem Becher und meinte auf Lucianus Becher deutend:


    Du scheinst auch einen nie endenwollenden Durst zu haben, was? :D

    Ich will für euch auch hoffen, dass ihr es mit euch ernst meint. Sonst weiß ich nämlich sehr genau, wer keinen Spaß mehr im Leben haben wird.


    ein böser Blick traf Zissou. Crassus gefiel es nicht mal annähernd, dass alles so schnell und völlig unbedacht über die Bühne ging. Und viel weniger gefiel ihm, dass er nicht mal ein Wort bei der Hochzeit mitreden durfte. Eine politische Hochzeit, wäre für die Gens weitaus besser gewesen. Eine Hochzeit in eine reichere, einflußreichere Gens. Sfz, das war nun zu spät. Nun musste man das beste draus machen. Eine Entverlobung würde nämlich auch nicht gut aussehen und man würde in Rom über Crassus' Gens tratschen.


    Was bringt euch dazu nach Hispania zu reisen? Das kommt nicht in Frage. Dort habe ich nicht mal ein Haus.


    hmm, ob er Zissou wohl verschwinden lassen sollte...

    Crassus tat wie ihm befohlen. Er setzte sich hin und musterte möglichst unauffällig den Kaiser. Den mächtigsten Mann auf dem Erdkreis. Den Mann, dessen Schultern am meisten Verantwortung trugen. Und den Mann, der als einer der wenigen fähig war, das römische Imperium erfolgreich zu lenken.


    Eine Parade wäre angemessen, ja, auf jeden Fall. er versuchte sich das Bild einer solchen Parade ins Gedächtnis zu rufen, allerdings wollte ihm auf die schnelle kein solches Bild einfallen. Wann war überhaupt die letzte solche Parade? Crassus konnte sich nicht erinnern, sie lag offenbar schon eine ganze Weile zurück.
    Steht schon das ungefähre Datum oder der Ort des Geschehens fest oder muss das auch noch festgesetzt werden?


    fragte Crassus vorsichtig, um sich ein Bild von den bisherigen Vorstellungen des Kaisers machen zu können. Denn er könnte zwar jetzt schon lustig mit Ideen um sich werfen, aber ein Vorschlag zu einem Fakt, der schon sicher festgesetzt war, wäre ja recht sinnfrei.

    Crassus hatte sich inzwischen etwas in seinen neuen Posten eingearbeitet und war heute zu der Besprechung gekommen, zu welcher der Kaiser ihn während seiner Audienz lud. Die Wachen berichteten dem neuen Praefectus Praetorio, dass der Kaiser gerade noch beschäftigt war. Als der Kaiser einen Moment Zeit zu haben schien, trat Crassus an den Wachen vorbei in das Officium:


    Mein Kaiser!


    er stand stamm, salutierte und grüßte mit diesen Worten den Kaiser. Man erkannte eindeutig, dass sich Crassus an seine neue Uniform gewöhnt hatte und sich in ihr recht wohl fühlen musste.

    Die Glückwünsche überging Crassus gewollt. Er wollte sich nun nicht damit ablenken lassen. Dafür wäre später noch Zeit, sofern Zissou noch so lange seinen Kopf behalten würde. Sie sind sich also sich....
    Moment mal! Hispania!?


    Hispania!? Deppert?

    Crassus rieb sich die Stirn. Da war man einmal aus Rom weg und dann ließ sich die Schwester sofort verloben. Und nicht nur, dass Crassus kein Sterbenswörtchen davor erfahren hatte, nein, er hatte auch keine große Feier organisieren können, wie es sich für eine Schwester des höchsten Reichspraefekten eigentlich gehört hätte. Sfz. Und das sollte nun ihr zukünftiger werden. Kam ja daher wie so ein Priester. Iunier... naja, wenigstens eine recht bekannte Gens, auch wenn diese schon wahrscheinlich ihre besten Tage hinter sich hatte.


    Warum erfahr ich erst jetzt davon? Jetzt, wo offenbar eure Verlobung schon eingetragen ist.

    Dein Verlobter.. entfuhr es Crassus sehr überrascht. Blinzelnd sah er zu Lucia und Zissou und suchte nach irgendwelchen Worten. Ja, was sagte man in so einer Situation?


    Aha. meinte er dann gefasster, aber nicht unbedingt eloquenter. Irgendwie gefiel es ihm nicht, dass er vor vollendete Tatsachen stand. Deshalb wollte er sich noch genau vergewissern. Zeit zum Ausrasten wäre dann ja immernoch genug :D


    Ihr seid schon verlobt, sagtest du? So mit allem drum und dran?

    Ja, dann müssen eben mal unwichtigere Sachen, wie zB. die Sicherheit des Palasts, zurückstecken. So ein neuer Spruch ist ja schließlich auch wichtig, sonst halten uns die Hochverräter noch für einfallslos. Crassus grinste mangels eines neuen Gesprächsthema breit und nippte an seinem Becher Wein.

    Auch Crassus nahm den Ring entgegen und studierte ihn eindringlich. Aber auch er mit seinem Amateuerwissen in Sachen Ringen, fand keinen Hinweis dafür, dass der Ring eindeutig gefälscht wurde.


    Werde ich.


    Crassus kratzte sich am Hinterkopf. Ja, wieso stand kein Wort von Lucilla drin? Auch wenn es bekannt war, dass sie mit ihrem Bruder Meridius nicht mehr das beste Verhältnis pflegte, so waren sie doch immernoch Geschwister. Und deshalb könnte man davon ausgehen, dass Meridius eine große Summe für sie zahlen würde. Eine riesige Summe, die er auch - wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf - locker leisten könnte.
    Er legte das Schrieben und den Ring auf den Schreibtisch.


    Eine Fälschung.


    behauptete er dann trocken und sah in die Gesichter von Hungi und Balbus. Auch wenn sich Crassus nicht sicher sein konnte, so hielt er diese Möglichkeit für viel wahrscheinlicher. Viele Sachen sprachen dafür, nur wenige dagegen.


    Ich werde allerdings bei meiner nächsten Besprechung mit dem Kaiser ihm den Fall vortragen, damit er davon unterrichtet ist.