Beiträge von Marcus Terentius Tacitus

    Nun war es soweit. Mein letzter Schritt um Soldat zu werden. Die Standarten ragten Stolz in die Höhe. Ich erhob die Hand zum Schwur und leistete mit feierlicher, stolzer Simme den Eid: "IURANT AUTEM MILITES OMNIA SE STRENUE FACTUROS QUAE PRAECEPERIT IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS, NUMQUAM DESERTUROS MILITIAM NEC MORTEM RECUSATUROS PRO ROMANA REPUBLICA." Nun war ich ein Soldat Roms.

    Von der Tauglichkeitsprüfung kommend klopfte ich an die Tür und trat ein. Ich salutierte: Salve, Centurio Patrobius. Marcus Terentius Tacitus meldet sich von der Tauglichkeitsprüfung zurück." Ich hatte mir die Fehler des Trios, der mich hergebracht hatte, gemerkt und wollte sie nicht umbedingt wiederholen. Ich ging zu dem Centurio und reichte ihm die Tafel:


    Tauglichkeitsprüfung von Marcus Terentius Tacitus


    Krankheiten
    - ohne Befund -


    Körperlicher Zustand
    -normal-


    Gehör
    - ohne Befund -


    Augen
    - ohne Befund -


    Sonstiges
    - ohne Befund -


    hiermit erkläre ich den Marcus Terentius Tacitus für geeignet

    Ja, die erste Hürde war geschafft. Einer Karriere beim Militär stand nun nichts mehr im Wege. Ich nahm die Tafel grinsend entgegen. Ich salutierte wieder: "Ich danke ihnen Optio. Schönen Tag noch." Beschwingt verlies ich den Raum in Richtung Reckrutierungsbüro.

    "Danke." Ich setzte mich wieder. "Ich komme aus Legio, eine Garnisonsstadt im Nordwesten von Spanien. Mein Vater Quintus Terentius Rufus hat dort, nach dem er aus der Legion austreten musste, als Schuster gearbeitet. Er hat sich kürzlich den seinen Traum einer Weltreise erfüllt und alles Verkauft was wir hatten. Mir hatt er Geld in die Hand gedrückt und gemeint ich solle mich endlich bei der Legion melden, wenn etwas schief gehe solle ich nach Rom zu meinen Verwanten gehen. Naja, ich hab mir das "Schiefgehen" erspart und bin direkt nach Rom. Er will übrigens am Ende seiner Reise nach Rom kommen. Ich überlegte ob ich etwas vergessen hatte.

    Da kam auch schon jemand, es war mein Onkel. Ich erhob mich und grüßte freundlich: Salve Onkel. Ich bin Marcus Terentius Tacitus, aus Hispania. Ich bin nach Rom gekommen um mich bei der Stadtwache zu melden und wollte mal bei meinen Verwanten vorbeischauen."

    Ich war dem Ianitor gefolgt und nutzte die Wartezeit um mich umzuschauen. Ich war sehr erstaunt, ich war ja nur die einfache Werkstatt und Wohnung meines Vaters gewohnt. Ich kam zu der Einsicht das ein Mann diesen Luxus nicht benötigt, er aber das Leben angenehmer macht. Ich setzte mich und wartete bis jemand käme.

    Nach kurzer Suche fand ich endlich die richtige Tür, der Umstand das sie offen stand war eine große Hilfe. Ich stellte mich in den Türrahmen und klopfte einmal gegen die Tür. Dann salutierte ich: "Salve Optio, Marcus Terentius Tacitus meldet sich zur Musterung."

    Nun ging es endlich zu Sache, schon bald würde ich im Dienste Roms stehen. "Ich komme nicht aus Rom, sondern aus dem fernen Hispania, genauer gesagt aus Legio. Habe dort von meinem Vater im Betrieb geholfen. Er hatt nachdem er aus der Legion austreten musste, er wurde im Kampf verwundet und lahmt seid dem, eine kleine Schusterrei geführt. Ich bin nach Rom gekommen da mein Vater zu einer Weltreise aufgebrochen ist und er unser Haus dafür Verkauft hat. In der Armee bekäm ich ja eine Unterkunft, falls etwas schief gehen würde solle ich nach Rom zu meinem Onkel gehen. Ich hab mir das "schief gehen" erspart und bin direkt nach Rom gereist." Ich erzählte die kleine Geschichte gleich zu Beginn, sicherlich hätte man mich sowiso danach gefragt. Wer reiste schon einmal quer durch das Imperium um zur Armee zu gehen obwohl er in einer Legionsstadt gelebt hatte? "Ja, Cyprianus ist mein ehrenwerter, bereits erwähnter Onkel. Ich erwarte natürlich keinerlei Sonderbehandlungen oder gar Vergütungen nur weil er mein Onkel ist."

    Ich hatte mich von meiner Reise gut erholt und schritt zuversichtlich auf das Tor der Castra zu. Zum Ruhm und zur Ehre dieser Stadt. Dieser Gedanke sauste seid meinem Aufbruch durch meinen Schädel. Ich grüßte den Soldaten während ich Haltung annahm: "Salve, Marcus Terentius Tacitus mein Name. Ich möchte mich freiwillig melden." Ich wollte gleich zu Beginn einen guten Eindruck machen, gut das mein Vater mich bereits in jungen Jahren auf diesen Tag vorbereitet hatte.