'Nichtsnutz' - ich musste grinsen. Er schien das aus dem gleichen Grund wie ich zu denken: Ihre Arbeit in Germania. Sie war dort angestellt, aber in Hispania, was ich nicht verstehen konnte. Aber es spielte auch keine Rolle. Schnell berichtigte ich mich:
"Nein, also... Das war zugegebenermaßen ziemlich missverständlich. Ich sprach von meiner Freundin Decima Valeria. Ich habe sie vor einigen Tagen in den Thermen kennengelernt. Wir werden bald gemeinsam verreisen!"
Ich biss mir auf die Lippen und ging schnell auf die anderen Sachen ein. Darüber wollte ich jetzt noch nicht sprechen. Es würde heißen, dass ich noch weiter von ihm fort sein werde. Leiser sprach ich weiter, ich bekam schlechtes Gewissen.
"Dann weißt du ja, warum ich das alles getan habe. Du hast Recht damit, dass ich völlig verrückt bin. Aber ich konnte nicht anders handeln, ich habe mich so nach dir gesehnt. Jeden Moment habe ich mich gefragt, was du wohl gerade tust, ob es dir gut geht. Und ich weiß jetzt, dass ich für mich niemals aufhören werde so zu fühlen und ich mich nicht selbst verleugne, nicht meine Gefühle."
Das alles kam wie von selbst über meine Lippen. So voller Liebe und voller Wärme. Ich umschloss beinahe unbewusst seine Hand und sah ihm in die Augen, ehe ich den Blick wieder beinahe schüchtern abwandte.