Ich machte dem Popa Platz und reichte ihm mein scharfes Opfermesser. Er nickte mir zu, setzte am Hals des Tieres an und noch bevor es begriff wie ihm geschah wurde ein tiefer Schnitt gesetzt. Das Blut quoll heraus und der Popa wich mit einem schnellen Schritt zurück, da das Tier bald umkippen würde.
Das Leiden dauerte lange an und das Tier tat mir wieder einmal leid. Es wusste nichts von der Ehre die ihm wiederfahren würde. Erst als das Blut weniger wurde trat ich vor, das Leben war bereits aus dem Tier gewichen. Ich nahm mein Opfermesser wieder in Empfang und beugte mich zu dem Tier hinunter. Überall roch es nach Blut und durch meine Krankheit wurde es mir schwindelig. Nein, nicht jetzt. Ich riss mich zusammen und schnitt ihm seinen Bauch auf.
Ich griff nach den Eingeweiden und kontrollierte sie ob ihrer Reinheit. Wie auch der Kopf, das Fell und der Körper des Stieres waren die Innereien makellos. Das Blut hatte sich auf meinen Armen verteilt und ich stand wieder auf, hob meine Arme den Soldaten entgegen. Mit lauter Stimme schrie ich:
"Mars hat das Opfer angenommen! Der Feldzug im Namen unseres Imperator Caesar Augustus und von euch allen ausgeführt steht unter dem Schutz der Götter! Ihr werdet beruhigt ziehen können und siegreich wiederkehren, Soldaten Roms!"
Ich war so laut, dass ich kurz husten musste und holte tief Luft. Dann lächelte ich, ganz in meiner Rolle wurde ich immer zu begeistert und übernahm mich jedes Mal. Ich wartete auf die Reaktion der Milites.