Beiträge von Rediviva Helena

    Schwach nickte ich, obwohl ich ihre Worte gar nicht wahrgenommen hatte. Der Schweiß - oder Wasserdampf? - rann mir die Stirn hinab.


    "Ja....! mein Sohn....?"


    Meine Augen waren nur einen Spalt geöffnet, da ich so alles etwas klarer sehen konnte.

    Ich tastete mit leerem Blick am Rand des Zubers entlang und richtete mich schwach auf, doch rutschte ich weg und landete hart wieder im Wasser.


    "Au..."


    Müde und willenlos ließ ich meinen Kopf nach hinten fallen und starrte an die Decke.

    Schwach öffnete sie bei dieser plötzlichen Veränderung die Augen und sah vorerst nur Dampf. Verwirrt sah sie leicht um sich, alles war so verschwommen. Das lag sicher nur an der Hitze.


    "Wo...?"


    ich versuchte mich aufzuríchten....

    "Da wären wir an einem weiteren Punkt angelangt. Ich werde einen Brief an das Collegium Pontificium aufsetzen, denn ich srebe an, bei den nächsten Wahlen zum Aedilis Curules zu kandidieren. Ich werde das ehrwürdige Collegium bitten, mir die Erlaubnis zu erteilen, dich als meinen Vertreter einzusetzen, solltest du dich dieser Aufgabe gewachsen fühlen!"


    Ich lächelte. Ich würde später wieder fragen, welcher Gottheit sie denn nun dienen wollte.

    Helena bekam von alledem nichts mit. Sie bemerkte nicht, wie ihre Vertraute Pentesilea und ihre Freundin Chryseis, die doch ihre Sklaven waren um ihr und das Leben ihres Kindes kämpften. Sie bemerkte nicht wie ihr treuer Freund Vitamalacus alles daran setzte, ihnen zu helfen. Ihr Körper lag reglos auf dem Bett, unbekleidet mit der bemühten und ängstlichen Chryseis an ihrer Seite, die den reglosen Leib mit Essig einrieb. Einzig und allein ihr Herz, ihr Atem und das Leben in ihrem Bauch gaben ihrem Körper Bewegung. Die Tüchter bedeckten sie nur bedingt.


    Die 3 konnten nicht ahnen, wie glücklich Helena wäre, sie so bemüht zu sehen. Sie hat bereits viel Glauben in das Gute in den Menschen verloren und es würde sie mit Stolz erfüllen, wie besorgt sie doch waren. Es würde ihr Genugtuung bereiten zu wissen, dass ihr Vertrauen in Pentesilea berechtigt unerschüttert war.

    Langsam eindämmernd kuschelte ich mich an Vitamalacus' Arm, wo war nur Maximus? Hinter meiner Stirn pochte es, ich hatte unglaubliche Kopfschmerzen. Doch langsam... umfing angenehme Dunkelheit mich. Lächelnd fielen mir die Augen zu.

    Dankbar drückte ich seine Hand leicht.


    "Mein Kind...."


    Ich hatte Angst, was wenn dies eine Fehlgeburt würde? Vielleicht weil mein Körper zu schwach war?

    Hmm und trotzdem gibts hier Dauergeister.


    Ich hab ja nichts dagegen nen Tag, wenn man seine Ruhe haben will, durchsichtig zu sein. Allerdings frage ich mich dann warum manche immer Geister sind? :D

    Verschwommen sah ich Vitamalacus, meinen besten Freund an. Ja, auch wenn alles um mich herum so benebelt war, mein Herz sah klar und es sagte mir, dass er mein bester Freund war, ist und sein würde.


    "Quintus..!"


    lächelte ich, doch es war ein verwirrtes Lächeln.

    Ich hörte Pentesileas Worte doch konnte sie nicht deuten. Schwach tastete ich nach einer Hand, wusste nicht wessen ich ergriff. Hauptsache nicht alleine sein...

    Mit schwacher Stimme murmelte ich leise 'Quintus...?', während Pentesilea mich untersuchte. Ich sah aus dumpfen Augen zu ihr auf. Ihre Hände tasteten gekonnt meinen Körper ab.

    "Chryseis?"


    Sie sprach zu mir aber ich verstand nicht was sie sagte. Ich fühlte mich als wenn ich einen Schlag auf den Kopf bekommen hätte, alles war so dumpf.

    Leicht hob ich meinen Kopf an.


    "Chry...seis?"


    Ich lächelte, doch kurz darauf verschwamm das Bild und ich ließ meinen Kopf wieder nach hinten fallen. Ich hörte ihre Stimme, sah die ganze Zeit gegen die Decke.