Beiträge von Rediviva Helena

    Sim-Off:

    Dir ist der gleiche Dreher wie mir passiert Merkur streichen, Neptun schreiben ;)


    Ich nickte.

    "Ja, das werde ich sehr gerne tun! Doch, Nauticus, solltest du auch einmal ein Opfer persönlich darbringen, das besänftigt die Götter noch eher!"

    Nachdenklich las ich die Zeilen. Das mit der Synode könnte schwierig werden, doch ich würde mich einmal mit Duccia Gratiana diesbezüglich zusammensetzen und mir eine Zusammenfassung erfragen hatte ich selbst es doch wegen der Beerdigung meines Vaters nicht dorthin geschafft. Doch Claudia würde ich gerne helfen.


    "Du hast einen Schüler? Gratuliere! Auch zur Beförderung!"

    Jetzt wollte ich erst recht nicht loslassen. Mir rollte eine Träne die Wange hinunter, es ging alles so plötzlich. Jetzt, da Nauticus hier vor mir stand, kam es mir vor, als ob ich erst gestern meine Ausbildung in Germanien gemacht hätte. Vaters Tod schien weit entfernt, aber doch so schmerzhaft nah. Ich ließ sie aus meinen Augen kullern und als ich mich löste wischte ich sie blitzschnell wieder ab. Ich sah ihn an.


    "Wie... ist es dir ergangen...?"

    Als ich Nauticus erblickte sprang ich auf und stürmte auf ihn zu. Jetzt wusste ich, wer mir während der Zeit der Trauer am meisten gefehlt hatte... Ich fiel ihm um den Hals und meine Stimme war zum ersten Mal seit langer Zeit mit Freude erfüllt: Ja, Nauticus war immer wie ein Vater gewesen.


    "Oh ist es schön, dich wieder zu sehen...!"


    Ich ärgerte mich ein wenig darüber, dass dieses Wiedersehen wie in einem Theaterstück aussah, doch Nauticus wiederzusehen... Nur mit Mühe konnte ich meine Tränen unterdrücken. Ich ließ ihn nicht mehr los, seine Nähe tat so gut. Großcousin...

    Sim-Off:

    Ohje... Ich poste mal eben 2 Sachen und sehr abgehakt ^^'''


    Nach einem kurzen Gespräch schickte der Ianitor die Sklavin zum Cubiculum der Tiberia Nova.


    Den Offizier hingegen geleitete er höchstpersönlich ins Atrium und ließ Helena Tiberia benachrichtigen.

    Wir sind glaub ich auch ziemlich voll, aber wenn du dich bis heut Abend gedulden kannst kann ich mal mit dem Pater Familias sprechen.


    Ansonsten möchte ich dir auch die Claudier ans Herz legen.

    Sanft schob ich meine Finger in ihre geballten Hände und pfrimelte sie auseinander. Leicht schüttelte ich den Kopf und fklüstere:


    "Nein, lass das. Ich halte es so, dass die Gedanken frei sind und so brauchst du es mir nicht zu sagen. Wenn du Kummer hast, aussprechen kannst du dich bei mir immer, aber tu dir nicht weh..."


    Ich bemerkte wie mir übel wurde, die letzte Mahlzeit lag zulange zurück.

    "Ich kenne gar keinen Sacerdos, weiß nur von einer Popa. Doch auch wie sie heißt weiß ich nicht, du müsstest dich da mit Gaius Plinius Secundus auseinandersetzen. Ich könnte dich allerdings auch ausbilden wenn du möchtest. Es wäre dann der Kult der Fortuna, doch natürlich kann ich dir auch einiges zu Iuno erzählen. Es würde Mischunterricht werden. Du würdest die Kulthandlungen erlenen und so weiter."

    Ich schloss meine Augen, ich hatte es geahnt. Sie hatte womöglich Kinder. Nein, Helena. Es ist normal für eine Sklavin, dass sie Familie hat, du darfst nicht weich werden. So antwortete ich also sanft...


    "Wer wartet auf dich?"

    Ich hielt wieder inne, sah dieses Mal allerdings nicht auf. Leise sprach ich:


    "Doch, du hätest mein Kind und mich damals ebensogut vergiften können, stattdesse hast du uns beiden das Leben gerettet. Außerdem wollte ich nicht, dass du Schaden nimmst wenn du zurückgebracht wirst. Ist wohl schon Strafe genug, dass die Flucht missglückt ist..."

    Ich selbst kannte augenblicklich die Antwort: Ich mochte sie und ich mochte sie verdammt gerne. Doch das dürfte ich weder ihr noch sonst jemanden gegenüber verlauten lassen. Ich hielt inne und sah sie an.


    "Ich weiß es nicht. Revanche?"


    Es war schwer zu lügen, doch langsam lernte ich patrizische Distanz. Naja. Mehr oder weniger. Doch ich lernte, mich nicht für alles zu rechtfertigen. Mein Blick war ernst und noch immer traurig.

    Ich schloss kurz meine Augen um an mich zu halten und nicht weich zu werden. Es fiel mir leichter als früher, ich wurde patrizisch umerzogen. Ich blickte ihm nun in die Augen und sagte mit strengem Ton:


    "Ja, es war unverantwortlich und ich hoffe..."


    ich legte den Zettel auf den Tisch.


    "... dass dieser Grund wirklich triftig war. Aus privaten Gründen lässt man nicht eine ganze Priesterschaft hängen. Schon gar nicht wenn man nicht Bescheid gegeben hat! Ich bat dich, mich zu vertreten!"