Beiträge von Rediviva Helena

    Sim-Off:

    Na quatsch, lass dir Zeit, wie ich auch ;)


    Ich setzte mich aurecht hin, als ich erkannte wer da eintrat. Mein Blick wurde deutlich strenger und womöglich auch kühler. Ich lehnte mich zurück und deutete auf den Platz vor meinem Schreibtisch.


    "Setz dich doch bitte, Sacerdos Minervalis Balbillus!"


    Ich beobachtete ihn genau, er wirkte ein wenig nervös. Verständlich, er steckte jetzt in einer ziemlich unangenehmen Lage. Und ich würde sie ihm nach Möglichkeit noch unangenehmer machen. Ich sah ihn schweigend und enttäuscht an.

    Ich nahm ihre Hände, warm wie immer, in die meinen und begann langsam mit den Fingern die Handoberflächen mit dem Daumen zu massieren. Nach und nach breitete ich die Massage möglichst sanft über die ganze Hand aus und mit immer ein bisschen mehr Druck, bedacht jedoch ihr nicht wehzutun.

    Ich schmunzelte leicht.


    "Da ist nur das Problem, dass wir keine Sacerdos Iunonis hier haben. Du müsstest schon für eine gewisse Zeit nach Rom. Hier könnte ich dir nur Minerva, Fortuna und Merkur anbieten. Du könntest auch deine Ausbildung in einem anderen Kult als den der Iuno machen und wenn du Sacerdos bist wechseln und einen Tempel hier in Hispania übernehmen... Das wäre die Alternative.


    Weißt du, jeder Neueinsteiger muss nämlich bei einem Lehrer, einem Sacerdos beginnen und darf erst eigenständig in einem Tempel sein, wenn er selbst Sacerdos ist. Du würdest als Dsicipulus anfangen und danach Popa oder Commentarius werden, bis du reif bist um Tempelvorsteher und Lehrer zu sein!"


    Sim-Off:

    Sorry, hab dich wegen des Threadwechsels total überlesen -.-

    Sim-Off:

    Balbi, da mir niemand antwortet und ich heute Zeit hab: Wir tun einfach so als wenn ein anderer Zeitpunkt wär und ich lass dich rein ;) Wir schaffens schon noch, bevor die andren kommen :D


    Ich ächzte schon beinahe als ich einen weiteren Dsicipulus hinaus geschickt hatte und da klopfte es schon wieder. "Herein" Meine Stimme glich der einer Krähe.

    Ich seufzte und folgte dann ihrem Blick. Fast entsetzt sah ich die leicht blau scheinenden Hände an, die völlig zerschunden waren. Ich hätte vorher darauf achten sollen, bevor ich das Geld ausgezahlt hatte. Na, jetzt war es ohnehin zu spät. Ich beugte mich zu ihr und löste sie von den strammen Schnüren.


    "Möchtest du etwas zum Kühlen haben?"

    Ich nickte leicht. Also eine von - Beginn - an - Beratung. Ich suchte einen Beginn...


    "Hm, du möchtest also den Göttern dienen. Als erstes solltest du dich von einer Gottheit berufen fühlen, damit du weißt in welchem Kult du dienst..."


    Ich sah auf meinen Bauch. Ja, Iuno und Venus waren mir äußerst wohlgesonnen, dachte ich lächelnd.

    Ich habe oft mit Hedvik im icq gesprochen und sie sah dem Allem immer sehr tapfer entgegen. Ich habe dies alles mit angesehen und ich möchte jetzt nicht herzlos erscheinen, doch...


    ... ich denke so ist es besser...


    Nun ist sie bei Kersti, mit der sie stets ein Herz und eine Seele war.


    Hedvik war ein sehr, sehr lieber Mensch und ich habe sie sehr in mein Herz geschlossen. Ich habe um sie geweint, habe für sie gelacht. Ich habe gern mit ihr gesprochen.


    Ich bedauer ernsthaft, sie nicht kennengelernt zu haben. Ich kann nicht behaupten, dass ich ihr sehr nahe stand, doch ich habe es mir gewünscht, dass es einmal so hätte werden können.


    Nun, liebe Hedvik, schlafe in Frieden.


    Der Weg den du nun begehst, ist nur neben uns.


    Mein herzliches Beileid an die Angehörigen, mit denen ich oft über Hedvik gesprochen habe. Nehmt euch Zeit zu trauern, doch bedenkt (das werde ich mir so halten) dass sie nun Ruhe gefunden hat. Das hilft mir sehr.


    Schon unglaublich, ich kannte sie hauptsächlich nur von der Familie her, doch dennoch trauer ich so. Sie war jemand, der immer optimistisch war und stets ein Lächeln bereit hielt.


    Mit ihr ist ein wunderbarer Mensch gegangen.

    Ich hatte meine Hände in den Schoß gelegt und betrachtete Pentesilea ganz genau. Nein, vertrauen würde ich ihr nicht mehr. Nicht mehr so wie früher. Ein wenig bitter ging ich auf ihre Worte ein.


    "Als ich dich brauchte warst du fort. Sicher, eine Geburt wirst du wiederholen dürfen, doch helfen lasse ich mir in den anderen Hinsichten lieber von Leuten, die mich bislang nicht enttäuschten!"


    Ich sah wieder an einen Punkt irgendwo zwischen uns beiden.


    "Du solltest keinen Fluchtversuch mehr unternehmen, auch wenn ich einen befürchte. Bist du gefügig wirst du deine Heimat schneller wiedersehen, als wenn du weiterhin versuchst zu fliehen: Wir werden dich jedes Mal wiederfinden..."

    Ich seufzte schwer und sprach leise... Leise vor Resignation? Leise damit mich niemand hören konnte? Leise weil ich einfach... nicht mehr konnte? Kurz blitzte es vor meinen Augen und alles wurde schwarz. Panisch griff ich um mich bis ich die Mauer ertastete und mich mit ihrer Hilfe als Stütze wieder aufraffen konnte. Ich kniff zur Orientierung kurz die Augen zusammen. Dann sah ich sie wieder an.


    "Ich weiß nicht, was wir tun werden. Ich schätze du hast eine harte Strafe verdient, ich sage es ganz offen. Doch... ich muss auch bedenken was für eine große Hilfe du mir bei der Geburt meines Kindes warst. Die Höhe deiner Strafe muss Maximus festlegen, doch ich werde sie so angenehm wie möglich gestalten..."


    Ich sprach nur sehr leise und an ihr vorbei.

    Claudia, bist du dir da sicher?


    Na, ich schätze du würdest ihn gut in den Griff bekommen :D


    Wenn er loyal ist, darf er sich mal um Pentesilea und Cynara kümmern :P

    Ich seufzte tief.


    "Hat die Herkunft etwas mit der Ehrlichkeit zu tun? Wenigstens habe ich gelernt, nicht mehr so leichtfertig zu vertrauen. Ich bin sehr, sehr enttäuscht. Dass ich gebürtige Plebejerin bin heißt ja auch nicht, dass ich mich wie manch anderer aus dem Pöbel verhalte... Oder wie es dem Pöbel zugehalten wird, wie er sich benimmt..."


    Ich empfand kaum, oder nur wenig Mitleid. Ich würde sie hart bestrafen. Hart... Naja, vermutlich würde ich sie zurechtweisen und Maximus würde bestrafen...

    Sim-Off:

    Ich sach einfach mal, dass wir in anderen Sklavenquartieren als Cynara sind :D


    Ich setzte mich und deutete ihr an, dass sie sich mir gegenüber setzen sollte. Ich betrachtete sie mit gemischten Gefühlen. Sie, dir mir davon gelaufen war und er ich vertraut hatte. Ich sprach meine Gedanken laut aus...

    "Ich habe dir vertraut... Es ist traurig so schwer enttäuscht zu werden!"


    Meine Stimme klang eher traurig als wütend und ich war froh, dass wir allein waren. Ich hatte in Pentesilea eine Freundin gesucht und gelernt, dass es soetwas unter Sklaven nicht gab. Nicht für Patrizier.


    "Was soll ich jetzt mit dir tun?"