Eine Woche war es her, das Balbus 'seinem' Castellum in Confluentes den Rücken gekehrt hatte. Eine Woche anstrengenden Rittes auf seinem Pferd, begleitet von zwei entlassenen Soldaten, die nicht viel anderes zu bereden hatten als vergangene Heldentaten und ihre Zukunftsaussichten.
Es war für ihn eine harte Woche gewesen. Eine Woche in der er seinen Gedanken nachhing. Gedanken darüber, was er nun tun sollte. Seine Verwandten waren alle entweder tot oder hatten sich zurückgezogen, sein Kommando war ihm genommen worden, der Kaiser war tot und er selbst hatte keine Ahnung, was die Götter für ihn bereithielten. Er hatte mittlerweile den Plan gefestigt bei Crassus vorstellig zu werden und ihm seine Dienste für die Garde anzubieten, doch war dies keineswegs eine sichere Option. Es war alles so schwer.
Der einzige Lichtblick war der Gedanke an Vespa gewesen. Vespa, die hier in der Stadt auf ihn wartete, die er nun endlich wieder sehen würde und die unter Umständen in grosser Gefahr schwebte. Wobei er diese Möglichkeit versuchte total zu verdrängen. Er wusste genau, was passieren konnte, doch wollte er nicht darüber nachdenken.
Doch jetzt gab es ersteinmal anderes zu tun. Als er vor der Tür seines Hauses, denn es war nun sein Haus, stand, klopfte er an die schwere Porta. Er hoffte inständig, dass hier alles in Ordnung war, denn auf grosse Renovierungen oder ähnliches hatte er im Moment auf gar keinen Fall viel Lust.
Ihm wurde geöffnet und der ägyptische Türsklave begrüsste ihn wie den Pharao persönlich. Er versicherte Balbus, dass sich alle freuen würden, dass der Herr wieder da sei und dass alles in bester Ordnung war. Balbus liess dies über sich ergehen und verstaute lediglich sein Gepäck im Haus um fast sofort wieder aufzubrechen. Allerdings nicht ohne dafür zu sorgen, dass bei seiner Rückkehr die Sklaven versammelt auf ihn warten würden.
So brach er auf, in Richtung Palatin, denn es galt sich zurück zu melden.