Beiträge von Decius Germanicus Corvus

    Ich ahne dunkel um was es sich dreht. Es liegt 1 ½ Jahre zurück und für mich ist dieses Thema eigentlich längst abgehakt und vollkommen uninteressant. Für Gnaeus Agricolus Tarquinius scheinbar nicht und allem Anschein nach gibt es auf seiner Seite auch ein starkes Bedürfnis, öffentlich darüber reden zu wollen.


    Es hat meiner Meinung nach aber keinen Sinn, sich darüber an dieser Stelle auszubreiten.


    Erstens finde ich, dass diese Angelegenheit hier im öffentlichen SimOff-Teil des Imperium Romanum absolut nix zu suchen hat und Zweitens werden wir bei diesem Thema aller Voraussicht nach ohnehin nicht auf einen grünen Zweig kommen.
    Was Du, Tarquinius, damit zu tun hast, verstehe ich sowieso nicht. Denn wenn Du, wie Du sagst, mit dem Strategycon-Forum niemals etwas zu tun hattest, dann kann es Dir doch auch schnurzpiepegal sein, was dort intern besprochen wird oder im vorletzten Jahr (!) besprochen wurde, oder wer da aus welchen Gründen auch immer gebannt wurde. Ich kann mir auch nicht so recht vorstellen, dass es hier sonst irgendjemanden interessiert oder für irgendwen wichtig ist.

    Was meinst Du mit "Daten von hier"? Alles was Du von Dir in einem Thread wie diesem preisgibst ist doch ohnehin öffentlich.


    Ich kann mich noch gut an die Diskussionen Mitte der 1980er Jahre erinnern. Manche hatten damals Bedenken, Bankautomaten zu benutzen, weil sie fürchteten, dadurch zu "gläsern" zu werden. Oder die Volkszählung in Deutschland, damals 1987, weiß das überhaupt noch jemand hier, wie heftig damals darum gestritten wurde? Wenn ich mir überlege, wie groß die Ängste damals waren und heute sehe, wie viel Privates viele Leute freiwillig in die potentielle Weltöffentlichkeit, also ins Internet stellen, dann finde ich das immer wieder ziemlich erstaunlich.


    Darum verstehe ich Ioshua Hraluchs Einwand sehr gut, aber ich gebe ihm auch in seinem zweiten Punkt Recht: Jeder nach seiner Façon.


    Man möge nur von mir bitte nicht erwarten, dass ich ebenfalls mein Privatleben öffentlich ausbreite oder jederzeit auf derartige Offenbarungen reagiere, denn das ist nicht so ganz meine Welt.


    “Alle Legaten und Präfekten der in Germanien stationierten Einheiten, Legatus Legionis?“


    Im Stillen zählte er die Legionen und Kohorten bereits auf: Die Legio VI Victrix aus Vetera, die IX Hispania, jene Legion, die der Legat vor seiner Berufung zum Statthalter befehligt hatte, die in Bonna stationierte XXXIII., die VIII. aus Argentoratum und die XXI Rapax, der er persönlich eine Mitschuld an der momentan schwierigen Lage im Süden der Provinz gab. Dann die Cohors VI Asturum, aus Confluentes die Cohors II Raetorum equitata und die Ala II Numidia und die Ala I Flavia singularium aus dem fernen Celeusum. Den Kommandeur der Classis, den durfte er natürlich auch nicht vergessen.

    *hust* … so jung wie Du wäre ich gerne noch mal. :D


    Hör’ auf Lucilla, sie hat Recht: Ab jetzt geht´s rapide bergab. Mach Dir keine falschen Hoffnungen, glaube nicht, dass die angebliche Weisheit und Gelassenheit des Alters den körperlichen und geistigen Verfall in irgendeiner Form ausgleichen. Aber natürlich genießt man auch Vorteile: Man wird an der Kinokasse nur noch ganz selten um Vorlage des Ausweises gebeten. Man muss sich nicht mehr ständig den Nachstellungen blutjunger und zu allem bereiter Verehrerinnen erwehren. Der silbergraue oder sonst wie langweilig gefärbte Familienkombi, den man fährt, schaut endlich dem eigenen Alter angemessen aus. Man kann guten Gewissens Lebensmittel mit reichlich Konservierungsstoffen konsumieren und sich an den Freiheiten erfreuen, die einem närrischen alten Mann von der Gesellschaft eingeräumt werden.


    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! :)





    @ Meri: natürlich nicht, denn über Vierzig macht man keine Witze mehr, da ist alles nur noch betretenes, peinlich berührtes Schweigen

    Zitat

    Original von Maximus Decimus Meridius
    Meridius widmete sich wieder der Betrachtung der Karten. Dann rollte er diese zusammen, schenkte sich einen Becher Wein ein, nahm einen Schluck, stellte den Becher ab und begab sich zur Türe um einen Burschen nach dem Praefectus Castrorum zu schicken.


    Der Bursche eilte so schnell er konnte.


    Meridius kehrte unterdessen erneut an seinen Platz zurück, um die Karten ein weiteres mal auszurollen.


    Corvus klopfte an die Tür und trat dann ein. Er salutierte.


    “Salve Legatus Legionis! Du wolltest mich sprechen?“

    “Vetter, deine Worte ehren mich.“, fühlte Corvus sich geschmeichelt. “Allerdings ist die Zweite traditionell zugleich die Legion des Statthalters von Germanien. Zu Recht, wie wir beide wissen!
    Das bedeutet auch, dass mir als Decimus Meridius Praefectus und Stellvertreter bereits eine besondere, eine sehr herausgehobene Rolle zukommt. Aber die Legion zu befehligen und sogar Legatus Augusti pro Praetore zu werden, dass ist wohl doch ein kaum erreichbares Ziel für mich. Zwar habe ich alle nötigen Examina in der Tasche, aber ich bin Soldat, kein Politiker.“
    :rolleyes:

    “Ich werde mich darum kümmern, verlass dich drauf.“, meinte Corvus nur knapp.
    Wie peinlich – da war er nun Praefectus Castrorum, so wie es schon der Sohn seines Vetters einst gewesen war, und dann sah es so aus, als hätte er seine Männer nicht im griff.


    Er wirkte deshalb beinahe dankbar, als Avarus das Thema wechselte.
    “Es ist wie jedes Jahr zu Beginn des Winters. Wir haben keine richtigen Engpässe, aber wir müssen uns ausreichend eindecken, falls der Winter lang wird. Ich werde dich und deine Betriebe bestimmt bei meinen Einkäufen sicher nicht vergessen. Aber ich muss auch aufpassen. Decimus Meridius – du kennst ihn ja bestimmt – ich kann es mir nicht leisten in den Ruf der Vetternwirtschaft zu geraten und, naja, er ist nun einmal keiner von uns. Früher waren die Dinge hier in Mogontiacum einfacher, als auf jedem wichtigen Posten ein Germanicus saß. Du verstehst?“


    “Waaas, die Centurie war noch gar nicht da? Haben denn die Arbeiten noch nicht begonnen?


    Wie viele Ziegel…“ – Corvus zuckte mit den Schultern – “Könnte ich jetzt gar nicht sagen, müsste ich erst in Erfahrung bringen. Meine vordringliche Sorge betrifft momentan mehr die Bevorratung von Lebensmitteln und Futtergetreide. Durch die Hilfslieferungen nach Raetia sind unsere Lager nicht gerade zum Bersten gefüllt, musst du wissen. Raetia hat sich noch immer nicht vom Krieg im letzten Jahr erholt.“


    “Du, Vetter, ich bin Soldat, kein Ziegelbrenner, aber ich würde sagen, dass die Jahreszeit nicht gerade besonders gut dazu geeignet ist, Ziegel herzustellen. Wenn es erstmal friert, dann wird es eine mühselige Plackerei, fürchte ich.


    Hast du schon mit Centurio Petronius Crispus gesprochen, dessen Centurie ich für die Bauarbeiten abgestellt habe?“

    Zitat

    Original von Medicus Germanicus Avarus
    "Neue Feinde? Nein aber die Alten hängen mir schwer im Nacken." Er grinste Corvus an, als sei gesprochenes, wahres Wort. Nebenbei nutze ich die Gelegenheit, um dir und deinen Kammeraden eine neue Taverne zu errichten und auch die Regia Provinziales darf ich nun herrichten. Du siehts also ich hab zu tun und bin nicht 'nur' zum Ausruhen gekommen."


    Er bietet seinem Vetter einen Platz an, läßt Wein einschenken und schiebt einen Schüssel mit getrockneten Früchten in Position.


    "Sag wie geht es der Familie hier oben und was macht Aelia?"


    “Ja, dass du den Auftrag zum Wiederaufbau der Taberna erhalten hast, davon habe ich schon gehört. Der Duumvir Duccius Germanicus kam zu mir und hat um die Hilfe der Legion gebeten. Decimus Meridius hat ihm da wohl gewisse Zusagen gemacht. Ich habe eine Centurie dazu abgestellt. Aber Baumaterial kann ich dir nicht kostenlos überlassen, nur das wir uns da richtig verstehen.


    Aelia… Ach, Aelia ist vor allem damit beschäftigt, mein Haus umzugestalten. Ich habe jetzt ein kleines, bescheidenes Haus in der Via Pelvarii. Vielleicht kennst du die Gasse, sie liegt drüben, hinter dem Tempelbezirk. Ganz schön, obwohl… tagsüber kann es dort schon recht laut sein, ehrlich gesagt.“

    Auch Corvus begrüßte seinen Vetter herzlich. Sie hatten sich schon lange nicht mehr gesehen.


    “Danke, Vetter. Was soll ich sagen, es ist das Land meiner Jugend und ich habe eine Aufgabe hier. Inzwischen bin ich Praefectus Castrorum der Legio II. Ich glaube, Sedulus wäre stolz auf mich, könnte er das noch erleben.


    Aber was führt dich in die alte Heimat? Ist dir Rom zu langweilig geworden oder hast du dir schon wieder neue Feinde gemacht?“


    Etwas unsicher ging Corvus weiter. “Vetter Avarus, bist du hier?“