Beiträge von Lucius Annaeus Florus Minor

    Consul Iullus Curtilius Victor

    [Haus des Consuls]

    Roma


    Lucius Annaeus Florus Minor Consuli s.s.d.


    Ich habe mir entschlossen, dass ich bei den nächsten Wahlen einen weiteren Schritt auf der Leiter des Cursus Honorum absolvieren möchte. Die Arbeit im Senat, an der Lex Germanica Servitium und im Moment an der Lex Vigilum, hat mich zur Überzeugung gebracht, dass dieser Schritt nicht nur für mich, sondern auch für Rom erwünscht ist und im richtigen Moment kommt.


    Ich möchte daher meine Kandidatur als Volkstribun (Tribunus Plebis) für die kommenden Wahlen ankündigen.


    Vale bene in pace deorum!


    360-3e92031b.png


    Die Römer kannten bereits Übersetzungen über eine Art Zahnräder (runde Steine, wie Mühlsteine, mit Holzpflöcken in Regelmässigen Abständen, welche in die Pflöcke des nächsten Steines greifen). Wenn unten irgendwo 2 Mulis oder auch bloss 1 Muli einen solchen Stein drehen, dann die Übersetzung weiter geht und ein ganzes Werk antreibt, mit welchem eine Art Wasserrad angetrieben wird, welches das Wasser über 1-2 Stockwerke nach oben transportiert und dort in das nächste System füllt, dann braucht das weder viel Platz noch viel Aufwand. ;)


    Solche Dinge habe ich selbst schon gesehen, als ich in Pompeji war. Dort steht eine Bäckerei, welche 2 eigene Mühlsteine hatte, die von jeweils 2 Mulis angetrieben wurden. Alles in einem Haus von normaler Grösse, also nicht extra gross oder so.

    Die Römer kannten durchaus schon Pumpwerke. Leider sind diese nur schriftlich überliefert und keines hat sich auch nur ansatzweise erhalten, so dass niemand weiss, wie sie das gemacht haben.


    Aber die Karten der Aquäduktsysteme und der Wasserverteilung z.B. in Rom zeigen deutlich, dass Wasser durchaus auch in Speichertürmen gelagert und dort auch wieder in grössere Höhen gepumpt wurde, um danach durch neue Kanäle und Systeme in der Stadt verteilt zu werden.

    Ich weiss bloss, dass nicht jede Stadt mit Statthaltersitz automatisch gross befestigt war. Londinium zum Beispiel war nur so schwach befestigt und bewacht, dass Boudicca es einfach überrennen und niederbrennen konnte.


    Oft waren die Statthalter ja auch bei ihrer Legion, gerade in unruhigen Provinzen (wie das auch Britannien war) und daher gab es vielleicht gar nicht überall eine grosse Regia sondern bloss einen kleineren Sitz, falls er einmal dort war? Das ist eine Vermutung von mir, keine fundierte historische Analyse. ;)


    Aquaeduct mit Schmelzwasser wäre mir völlig neu. Davon habe ich noch nie gehört. Dann schon eher vom Fluss.

    Ich danke dir! Aulus Furius Saturninus, der in der kaiserlichen Kanzlei arbeitet, ist ein Klient von mir. Ich werde ihn einmal auf die Suche nach entsprechenden Dokumenten schicken. Vielleicht kann er tatsächlich etwas auftreiben.

    Wäre das eine Frage im Senat wert, oder geht man da besser direkt zur Kanzlei?

    Die Frage war äusserst ernst gemeint, denn so etwas wusste ich einfach noch nicht. Dafür war ich noch zu wenig lange als Senator tätig. Als Quaestor Principis wäre ich direkt zur Kanzlei gegangen, doch ob dies auch als Senator der richtige Weg war?


    Und sonst bieten sich wie gesagt verschiedene Gesetze an, sie wieder einmal auf Herz und Nieren zu prüfen. Die Lex Vigilum zum Beispiel entspricht vermutlich nicht mehr ganz dem heutigen Stand, zumal ich gehört habe, dass der Kaiser die Anzahl der Kohorten anheben möchte, nicht bloss für die Vigiles, sondern auch für die Cohortes Urbanae. Es soll auch Bestrebungen geben, eine Statio innerhalb des Pomeriums errichten zu lassen, damit die Abdeckung verbessert werden kann.

    Das könnte man in der Tat tun. Allerdings ist es fraglich, ob jemand dort Unterlagen zu einer ersatzlosen Streichung hinterlegt hat. Ich fürchte, die Gründe für eine solche Streichung und die damals gestrichenen Texte, dürften eventuell verloren sein.


    Sim-Off:

    Danke für den Link!

    Im ersten Moment war ich total erleichtert, als ich erfuhr, dass es keine Probleme in der Societas oder mit den Sklaven gab. Gut, wenigstens das!


    Doch dann sprach Stella davon, dass seit der Hochzeit gewisse Dinge hätten geschehen sollen. Was bei allen Göttern meinte sie bloss damit? Was hatte ich unterlassen, vergessen, nicht erfüllt? Sorgenvoll blickte ich sie an und unterbrach sie: Was meinst du? Was habe ich unterlassen, womit dich gekränkt, was habe ich nicht getan, das ein liebender Ehemann tun sollte?


    Ich hatte gerade wirklich keine Ahnung, was Stella mir mitteilen wollte.

    Ich war damals noch ein kleines Kind und kann mich nicht an diese schwere Zeit erinnern. Tatsache ist, dass es keinerlei Aufzeichnungen dazu zu geben scheint und damit sind diese Bereiche komplett offen für Spekulationen. Wenn der Kaiser nun plötzlich eine Verkleinerung des Senats auf 20 Mann erlassen würde, oder eine Aufstockung auf 2000, dann wüsste niemand, ob er das darf oder nicht, oder wie man dagegen vorgehen könnte. Ähnlich sieht es bei der Stellvertretung aus, sollte der Kaiser einmal aus im Moment nicht denkbaren Gründen nicht in Rom weilen oder gar komplett regierungsunfähig werden. Wenn er selbst keine klare Stellvertretung benennt, dann ist völlig unklar, wer die Res Publica führen soll. Ein weiterer Bürgerkrieg wäre dann vorprogrammiert, da sich Senat, Praefectus Praetorio und Praefectus Urbi mit einzelnen Usurpatoren um die Führung schlagen würden.

    Ich zeichnete bewusst ein pessimistisches Bild, denn dieses war im Moment leider denkbar, da die gesetzliche Grundlage komplett fehlte.

    Dieser Tonfall gefiel mir gar nicht. Erschrocken drehte ich mich zu Stella um, die sich auf unser Bett gesetzt hatte und dort auf mich wartete. Ihr Gesicht zeigte keine Angst, keine Sorgen, und dennoch musste sie mir etwas erzählen. Ich hatte keine Ahnung, um was es gehen konnte.


    Was ist denn? Hast du Sorgen wegen der Societas? Gibt es Probleme mit den Sklaven? Erzähl schon, was ist los?


    Ich setzte mich schnell neben sie und ergriff ihre Hände, damit sie mir in Ruhe schildern könnte, welches Problem sich ergeben hatte.

    In einem ruhigen Teil der Domus befinden sich die gemeinsamen Räumlichkeiten des Ehepaares Lucius Annaeus Florus Minor und Iulia Stella.


    Darunter auch dieses gemeinsame Cubiculum, denn noch war die Ehe jung und beide genossen es gemeinsame Zeit zu verbringen, auch wenn diese oft nur in den Abend- und Nachtstunden zustande kam.

    Ich danke dir. beendete ich die Situation mit den Empfehlungsschreiben.


    Dann wurde das Thema wieder etwas ernster. In der letzten Zeit kam es zu einigen Tempelschändungen durch eine Gruppe von Christen. Als Augur ist dir dies sicherlich auch ein Dorn im Auge, weil es den pax deorum stört und unseren Erfolg gefährdet. Wir haben im Senat beschlossen, dass wir die Tempel der Flavii wieder in Stand setzen und neu weihen wollen. Leider ist da noch wenig passiert. Natürlich haben die Flavii selbst das auch in der Hand, aber da du als Augur ja durchaus auch ein Interesse daran haben wirst, könntest du dich in dieser Hinsicht einsetzen.


    Ausserdem gibt es diverse Gesetze, welche aus irgendwelchen Gründen nicht mehr der derzeit gelebten Situation entsprechen. Die Lex Vigilum benötigt vermutlich eine umfassende Reform, der Codex Universalis ist in gewissen Dingen, zum Beispiel was die Rechte und Pflichten der Kaiserfamilie, der Stellvertretung des Kaisers bei Abwesenheit, etc. angeht komplett veraltet oder nicht vollständig.

    Sim-Off:

    Ganz abgesehen davon, dass der Codex Universalis in vielen Teilen komplett nicht den historischen Tatsachen entspricht. ;)

    z.B. In der Kaiserzeit waren die Ämter des CH keine unbezahlten Ehrenämter mehr sondern gut bezahlte Positionen ;)