Beiträge von Lucius Annaeus Florus Minor

    Dasselbe gilt für alle anderen Provinzen des Imperiums. Es ist natürlich gestattet, dort etwas zu spielen und zu schreiben, aber es hat keine Spielpartner die dort schon warten, keine Foren-Infrastruktur mit Städten und Unterforen etc.


    Niemand verbietet Spiel in einer Provinz, welche offiziell nicht bespielt wird. Es wird einfach nicht in gleicher Art gefördert und unterstützt, da wir nicht die nötigen Ressourcen an Spielern haben.

    Nachdem der Stier also geweiht war und auch dieser Schritt ohne Probleme verlaufen war, war es nun an mir an das prächtige Tier heran zu treten. Zusammen mit dem Victimarius trat ich an das Tier heran und liess mir das Opfermesser reichen. Die fein geschmiedete Klinge schimmerte bläulich im Tageslicht. Der aufwändig verzierte Griff lag dennoch gut in der Hand.


    Vorsichtig setzte ich die Klinge zwischen den Hörnern an, flach, so dass ich das Tier nicht verletzen konnte. Ein Schnauben zeugte davon, dass das Tier sehr wohl spürte, was mit ihm passierte. Die Ketten an den Beinen klirrten, als das Tier etwas unruhiger wurde. Ich liess mich davon nicht beirren und zog die Klinge langsam aber in einem Fluss entlang des Rückgrates bis zum Ansatz des Schwanzes. Die Haare am Rücken des Stieres kräuselten sich und ein Zittern lief entlang seinem Rücken, doch das war alles. Kein Zeichen eines Kampfes gegen sein Schicksal.


    Nun gab ich das Messer an Vindex weiter, denn er würde es als nächster benutzen. Doch zuvor kam noch das Opfergebet und das Trankopfer. Also trat ich wieder zum Altar zurück.

    Nun war die Reihe am Weihrauch. Damit dieser auch schön knisterte und brutzelte und schnell seinen feierlichen Duft verbreitete sowie die typische weisse Wolke generierte, war unter die Körner der eigentlichen Opfergabe eine nicht unbeträchtliche Menge an zerkleinerten Schwefelhölzchen gemischt. Diese entzündeten sich beim Kontakt mit der heissen Kohle und brachten so die Weihrauchkörner schneller zum Schmelzen als wenn man diese einfach auf die heisse Kohle gegeben hätte. Erst durch das Schmelzen setzten die Weihrauchkörner die gewünschten Eigenschaften frei.*


    Wieder hob ich beide Arme und schüttete den gesamten Inhalt der Glasschale vorsichtig in mehreren Teilen auf die heissen Kohlen. Sofort flammten die Schwefelhölzchen auf und die Weihrauchkörner um sie herum schmolzen und setzten den wohlriechenden Duft in einer grossen weissen Wolke frei.


    Als auch die letzten Schwefelhölzchen verbrannt waren, senkte ich die Arme wieder und übergab Crispina die nun leere Schale.


    Nun war die Reihe an Vindex und Ravilla mit dem Stier. Dieser sollte zuerst von seinem Schmuck befreit und danach mit der Mola Salsa für das Opfer geweiht werden.


    Sim-Off:

    * Der hier beschriebene Trick ist nicht direkt überliefert, aber es ist bekannt, dass die Römer die Schwefelhölzchen kannten. Der Trick ist im Reenactment vielfach erprobt. Ohne dauert es fast 15 Minuten, bis der Weihrauch sich entfaltet. Bei zu wenig heisser Kohle passiert ohne die Schwefelhölzchen sogar überhaupt nichts.

    Das hörte ich zum Einen gerne, zum anderen war das natürlich auch bedauernswert.


    Ja, das ist richtig, ich verfüge über einen Cursus Architecturae, aber ich habe diese Fähigkeiten nie genutzt.


    Vielleicht war es halt nun an mir, die Möglichkeit eines Legatus Augusti zu erwähnen?


    Aber wenn sich niemand findet, dann ist es sicher besser, man gibt jemandem diese Kompetenzen. Als Senator bestünde die Möglichkeit einer Ernennung zum Legatus Augusti mit der Aufgabe, die Errichtung dieses Bauwerkes zu überwachen, zu koordinieren und sicherzustellen. Die genauen Kompetenzen würden durch dich, Augustus, festgelegt. Diese Möglichkeit hat Varenus bei unserer gemeinsamen Cena bereits angesprochen. Vielleicht hat er ja auch bereits mit dir darüber geredet.

    Da habe ich noch eine Frage: Kam es nicht auf die Art der Freilassung an, welchen Status der Freigelassene hatte bsp vor Freunden, per Brief, vor dem Praetor? Oder spielen wir das bisher immer gleich ( es wurden seit ich hier bin, noch nie Sklaven IDs freigelassen, daher weiß ich es nicht)

    Historisch ist das absolut korrekt, da wurde in der Tat unterschieden. Es gab eben auch unterschiedliche Arten von Bürgerrecht. Das latinische Recht, ein Bürgerrecht ohne Stimm- und Wahlrecht und das volle Bürgerrecht sind hier nur die 3, welche mir gerade einfach so in den Sinn kommen. Da gab es ganz bestimmt auch noch andere Abstufungen.


    Im IR ist das etwas schwieriger. Hier wurde immer nur unterschieden zwischen Bürger und nicht-Bürger. Da wir in der Kaiserzeit spielen, ist das auch nicht so dramatisch, da es ja eigentlich keine Plebiszite mehr gibt, wo man das Stimmrecht jeweils hätte prüfen müssen.


    Für das Spiel hat es auch keinen grossen Einfluss. Lediglich bei den Rechten in einer Befragung oder einem Gerichtsfall hätte es einen Einfluss, aber da ist die Materie wieder derart komplex, dass man eigentlich einem nicht-Experten nicht zumuten kann, das alles einigermassen korrekt auszuspielen.


    Von mir aus kann man sehr gerne in die Spielregeln aufnehmen, dass ein Libertinus nur ein Bürgerrecht ohne Stimm- und Wahlrecht erhält. Dies hat weder einen Einfluss auf sein Spiel als Bürger, noch auf die Signatur. Wobei man problemlos einen schriftlichen Signatur-Zusatz machen könnte "Eingeschränktes Bürgerrecht" oder so.

    Dies wäre, bei Annahme der prinzipiellen Spielregeländerung durch die Spieler, jedoch Sache des Senats auszuarbeiten und simON eine Variante zu finden, wie man das festschreiben kann.

    Ich habe keine Ahnung wann das geändert wurde, kann nur sagen, dass es in den Spielregeln so steht.


    Ich bin gerne bereit, dies auf die Liste meiner gewünschten Anpassungen aufzunehmen. Es stehen allerdings schon einige Dinge drauf. :D

    Könnte man, braucht aber immer jemanden, der Zeit hat das zu machen. Die SL ist da ziemlich am Anschlag:


    Rusty macht die ganzen Programmierungen alle alleine.

    Ich bin daran das ganze Tabularium zu überarbeiten, also die Spielregeln zu sichten und Unstimmigkeiten zu lösen.

    Scato hat jede Menge Signaturen, Siegel und Avas zu basteln.

    Lurco und Varro bespassen das ganze Forum mit ihren Beiträgen.

    Zusätzlich moderieren wir ja auch noch das Forum und spielen unsere IDs möglichst gut.


    Wir 5 haben wirklich schon ziemlich Arbeit.

    Vielleicht möchtest du ein Insta für das IR führen? Rusty hat mir auch erlaubt, dass ich das Facebook führe, dann muss er nicht alles selbst machen.


    Wie wäre das Rusty? Dann hätten wir Twitter, Insta und Facebook abgedeckt.


    Von Facebook auf Insta kann man ja sogar Beiträge teilen.

    Nein, wie gesagt ist es in den Regeln ziemlich eindeutig, dass der von den Eltern erhaltene Ordo verloren geht, wenn die Eltern sterben oder das Kind emanzipiert wird.


    Als der Inhaber des Ordo Equester, Marcus Octavius Metellus verstarb, wurde der Vater von Octavius Maro aus dessen Patria Potestas automatisch entlassen und hat damit den Ordo Equester verloren. Maro hat ihn da natürlich auch verloren.

    Und wieder brachte ein Bote der Factio Albata das folgende Schreiben zu Handen des Aedils Manius Flavius Gracchus Minor:


    Aedilis Curulis

    Manius Flavius Gracchus Minor

    Villa Flavia Felix

    Roma



    Lucius Annaeus Florus Minor M. Flavio Graccho M. Aedilis Curulis s.p.d.



    Die Factio Albata wird die folgenden beiden Fahrer in die Ludi Megalenses schicken:

    - Lusorix

    - Athenodorus


    Vale bene,

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    Nach einigen weiteren Voten schwenkten immer mehr Mitglieder auf diese Linie ein. Am Ende wurde man sich dann einig.


    Gut, dann werde ich Lusorix und Athenodorus für die Ludi Megalenses anmelden. Ich danke den Mitgliedern für diese 2 Sitzungen und freue mich darauf viele von euch an den Ludi zu sehen! Mögen die besten Weissen gewinnen!

    Kann es sein, dass dein Grossvater Marcus Octavius Metellus verstarb, von dem dein Vater und du den Ordo geerbt hattet? In diesem Fall wäre das ein juristisches Ereignis, welches dazu führt, dass dein Vater sui iuris wurde und damit den Ordo von seinem Vater nicht mehr hatte, da er ja nicht mehr lebte. Somit hattest auch du den Ordo dann verloren. Da du nun sogar selbst sui iuris bist, hast du den Ordo erst recht nicht mehr von deinem Grossvater.


    Ist ebenfalls in den von mir im Post oben angehängten Spielregeln drin: "Im Gegensatz zum Geburtsadel kann man den Ordo, den man durch seine Eltern erlangt hat, wieder verlieren, wenn man ihre Patria Potestas verlässt."

    Crispina trat vor und reichte mir die Glasschale mit der Mola Salsa. Diese gehörte zu jedem grossen Opfer und war meist die erste Opfergabe, damit die Götter durch diese heilige Mischung ein ihnen gefälliges erstes Opfer erhielten und nicht bloss irgendwelche Früchte oder niedrigere Speisen.*


    Vorsichtig schüttete ich einen geringen Teil aus dem Glas in die glühende Kohle. Mit einem erfrischenden Zischen erhob sich eine weisse Wolke über dem Altar, welche zum Glück nicht von ungünstigen Winden zu Boden gedrückt wurde, was ein schlechtes Zeichen gewesen wäre, sondern in einem gewissen Winkel vom Altar weg nach oben gen Himmel strebte.


    Feierlich senkte ich beide Hände, die Glasschale vorsichtig am Rand mit der Rechten haltend. Es war der Moment, dass Crispina erneut vortreten durfte und die Schale austauschen sollte. Weihrauch war das nächste Opfer.


    Sim-Off:

    * Die Reihenfolge dieser "geringen" Opfergaben ist nicht bekannt, das Argument erscheint mir jedoch nicht ganz sinnfrei.

    Nicht jeder, der den Ordo Equester hat, ich auch ein Eques, oder anders formuliert:


    Man kann die ganzen Bürger des Imperiums in verschiedene Gruppen einteilen. Zum Beispiel eben:


    - Ordo Senatorius

    - Ordo Equester

    - Civis


    Diese sind mehr oder weniger durchlässig, also es ist möglich sich darin nach oben und unten zu bewegen.

    Jeder Bürger gehört einer dieser Ordo Gruppen an, egal ob Patrizier oder Plebejer und egal welche Ämter er ausübt.


    Der Ordo wurde vom Pater Familias an die in seiner Gewalt befindlichen Familienmitglieder weitergegeben. So war der Sohn eines im Ordo Equester zugeordneten Vaters automatisch auch im Besitz des Ordo Equester.


    Eques oder Senator sind nun Ränge innerhalb dieses Ordo, die persönlich sind, nicht übertragbar auch nicht auf die Kinder. Jeder muss sie sich selbst verdienen. Um aber Eques zu werden muss man zwingend auch dem Ordo Equester angehören, um Senator zu werden muss man dem Ordo Senatorius angehören.


    Wenn also ich selbst einen Sohn haben werde, dann erhält dieser automatisch durch mich als seinen Vater den Ordo Senatorius. Damit hat er gute Chancen auf höhere Positionen, aber es ist ihm überlassen, ob er diese Chancen wahrnehmen möchte, oder lieber einfach ein Leben als Bürger führen möchte.

    Wenn er aber Senator werden möchte, dann muss er sich dies selbst erarbeiten. Das erhält er nicht automatisch von mir. Er muss selbst den CH bestreiten.


    Auf Stufe Eques und Ordo Equester ist es gleich. Der Junge erhält vom Vater die Zugehörigkeit zum Ordo, was dem Sohn erlaubt eine ritterliche Karriere einzuschlagen. Um aber Ritter zu werden, muss der Junge das selbst tun, die nötigen Ämter selbst ausführen.


    Auch beim Ordo Decurionum, den ich oben nicht genannt habe, ist es gleich.


    Klarer?


    V - Sozialer Status - Imperium Romanum (imperium-romanum.info) - Hier noch der Link ins Tabularium. Da stehen auch die Voraussetzungen für den Ordo, egal ob Senatorius oder Decurionum.