Wie so oft war der Magister Officiorum einer der gefragtesten Männer des ganzen Palastes. Also wartete Quarto geduldig und besah sich derweil das aufgeregte Treiben, das heute den ganzen Palatin erfasst zu haben schien.
Beiträge von Lucius Aelius Quarto
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“Haben wir darüber überhaupt zu befinden. Wenn Männer und Frauen nach Misenum gehen wollen und Mitglied der Factio Albata sind, dann sei es so. Müssen wir als Curia da tätig werden?“
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Welch ein Aufruhr war das heute? Die Wachen liefen eilig und sichtlich nervös durch die Gänge des Palastes. Irgendetwas Ungewöhnliches ging hier vor.
Irritiert klopfte Quarto an die Tür des Officiums. -
“Wenn, dann ganz.“, sage er lächelnd.
“Aber da hat dein Vater auch noch ein Wörtchen mit zu reden. Zuerst reden wir jetzt einmal mit dem Imperator und lassen dann die Verlobung eintragen.““Es ist schon spät. Zeit zu schlafen.“
Dann löschte er die Lampen.
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I: Enthaltung
II:

III-I:

III-II:
...in der Hoffnung, dass er diese zwei dann auch annehmen möge. -
“Ich darf daran erinnern, dass die Sitzungen des Senats nicht öffentlich sind. Von einem Spießrutenlauf zu reden, erscheint mir deshalb unangemessen.
In der Regel, wenn nicht gerade grob die Pflicht vernachlässigt oder verletzt wurde, sollen die Magistrate meiner Meinung nach auch weiterhin ohne wenn und aber die vollen Auszeichnungen erhalten und natürlich auch ihre Amtszeit anerkannt werden.
Das jedoch auch diejenigen ausgezeichnet werden und sich einer Amtszeit rühmen können, die nichts getan haben oder bei denen das was sie taten vollkommen unangemessen war, dass missfällt mir.Eigentlich wäre es ja Aufgabe des Consuls, über die Arbeit der niederrangen Magistrate zu wachen. Es wäre also auch denkbar, dass jeweils der Consul der betreffenden Amtszeit die Arbeit bewertet und im Zweifelsfall dem Imperator Hinweise darauf gibt, wenn er eine Auszeichnung für unangemessen hält.
Dann würde der Senat wiederum nur die Amtszeit des Consuls betrachten.
Auch so könnte man es regeln.
Jedoch halte ich es, wie gesagt, durchaus für angemessen, dass wir hier darüber reden ob es weiterhin so sein soll, dass die Arbeit eines Magistrats fast nichts zählt, sondern das er alle Auszeichnungen quasi schon mit seiner Wahl errungen hat.Man kann natürlich auch sagen, dass der Senat sich da heraus halten soll. Auch eine Möglichkeit.“
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“Dann würde ich vorschlage, eiligst Abstimmungen in die Wege zu leiten. Es sollte dabei über die Anerkennung der Amtszeit, sowie den Umfang der Auszeichnung abgestimmt werden, und das für jeden Magistrat dieser Amtszeit einzeln.“
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“Junge Patrizier mit geerbtem Vermögen und ohne wirkliche Arbeit, die das schöne Leben genießen wollen, die könnten wir dahin schicken.
Ich habe es schon einmal früher gesagt: Wir sollten Misenum, oder zumindest das nahe Umland, denn der Ort selbst gleiche mehr einer einzige Kaserne für Angehörige der Classis, sagte man mir, also man sollte den Golf von Neapolis und damit auch Misenum zur bevorzugten Sommerresidenz der römischen Oberschicht machen.“ -
“Puh… so viele offene Fragen…“, stöhnte er.
“Wann: Wenn dein Vater seinen Feldzug beendet hat. Die Germanen werden doch hoffentlich bald mal nachgeben.
Welche Eheform: Ich habe wirklich keine Ahnung. Was würdest du bevorzugen?
Und was für eine Doppelhochzeit schwebt dir vor. Mit wem?“
Er kratzte sich leicht überfordert wirkend am Bart.
“Aber der Imperator als Trauzeuge, dass gefällt mir. Ob wir ihn dafür gewinnen könnten?“ -
“Wir können gleich morgen um eine Audienz bei ihm ersuchen. Es kann ja wohl kaum Schaden, oder was meinst du?“
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“Meinst du, wir sollten bei ihm vorsprechen bevor wir die Verlobung eintragen lassen?“
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“Wundervoll! Ich fürchte Venus’ Eifersucht.“, sagte er mit strahlenden Augen.
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“Ich muss Abbitte leisten. In Germanien hatte ich keine Gelegenheit… und kurz nach meiner Rückkehr… ähm… na ja, also… ich habe ein kleines Geschenk für dich.“
Er nahm das Päckchen und überreichte es ihr.
“Es ist nichts, nur eine Kleinigkeit.“Sim-Off: WiSim
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“Ich stimme dem prinzipiellen Ansinnen des Senators Vinicius Hungaricus zu und auch seinen speziellen Vorschlägen. Ebenso pflichte ich Senator Purgitius Macer bei.
In diesem Fall trage ich den Titel ‚Ja-Sager’ wohl zurecht.“
Quarto war sichtlich erheitert. -
“Das wäre alles für heute. Du kannst schlafen gehen. …ach, und wir wollen nicht gestört werden.“
Der Sklave verschwand und Quarto wandte sich wieder seiner Adria zu. Er reichte ihr einen der gefüllten Becher und erhob den eigenen.
“Mögen die Götter uns mit Wohlwollen betrachten, an diesem wunderschönen Abend.“ -
“Ja, zu einem kleinen Schlummertrunk soll man nicht nein sagen …und… psssst… das Paket, du weißt schon.“
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“Nakhti, es ist heute zu kühl um im Freien zu sitzen. Wir werden uns in mein privates Gemach zurückziehen.“
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“Steht dir der Sinn nach Atrium, Liebste?“
Er lächelte vielsagend. -
“Wir sollten Misenum einen eigenen Tagesordnungspunkt widmen. Bisher wurde es immer im Rahmen der Diskussion um Ostia behandelt.“
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Sacht pochte Quarto an die Porta. Sie wurde fast augenblicklich einen Spalt weit geöffnet und gab den Blick auf Nakhtis vertraut ratloses Gesicht frei.
“Ich bin es, dein Herr.“