Erster Qualifikationslauf
Das Startsignal erfolgte, die Gitter der Tore öffneten sich und die Gespanne stürzten aus ihren Boxen. Peitsche schwingend trieben die Aurigae ihre Gespanne sofort in den vollen Galopp. Die ersten 170 Meter der Strecke war es den Lenkern verboten, die auf den Boden gemalten Linien zu missachten und in die Bahn eines anderen zu kreuzen. An dieser Stelle punkteten die bloße Schnelligkeit der Tiere und das Geschick des Lenkers, diese so schnell wie möglich in den vollen Galopp zu bringen.
Im Nu war diese Strecke zurückgelegt und die Gespanne suchten sich einzusortieren. Dabei drängt Vir fortis Orci den Kyrios Agoon von der Bahn und Cadior verdrängt Quintus Arius den Jüngeren. Mit einem rasenden Tempo ging es um die hintere Zielsäule und auf der Gegenseite zurück zur Wendemarke nahe dem Startpunkt. Pegasus liegt vor Plinius und Vir fortis Orci am Ende dieser Runde.
Es ging in die zweite Runde und eines der Eier und der Delphiene, die den Zuschauern die jeweilige Runde anzeigten, wurde herab genommen. Pegasus verliert an Geschwindigkeit als er von Vir fortis Orci attackiert wird. Er fällt ein Stück zurück und liegt nun mit ihm gleich auf. Bei Kyrios Agoon läuft es ebenfalls nicht ganz rund. Er wird von Hermes angegriffen, dem Cadior und Quintus Arius der Jüngere folgen.
Am Ende dieser Runde liegen Plinius, Pegasus und Vir fortis Orci fast gleich auf.
Es gibt ein großes Gedränge als die Gespanne um den Wendepunkt rasten und Pegasus wird gänzlich abgedrängt. An ihm zieht nun noch Hermes und Kyrios Agoon vorbei und erhöhen ihr Tempo auf gerader Strecke. Cadior und Quintus Arius der Jüngere begeben sich gemeinsam in den Aufholkampf. Sie schieben sich immer näher an die anderen heran. An der Spitze in dieser Runde liegt Plinius vor Vir fortis Orci. Es zeichnet sich ein Zweikampf zwischen den Wagen der Praesina und der Purpurea ab.
In der vierten Runde zeigt Cadior einen sehr aggressiven Fahrstil. Er drängt Pegasus, der immer weiter zurück fällt, und Kyrios Agoon von der Bahn und setzt sich vor diese. In seinem Schatten fährt beständig Quintus Arius der Jüngere, der sich am Ende der vierten Runde die Vorarbeit von Cadior zunutze macht und sich an ihm vorbeischiebt. An der Spitze ändert sich wenig – Plinius liegt vor Vir fortis Orci und Hermes, den bisher kaum jemand beachtet, was sich in der nächsten Runde schnell ändern sollte.
Die fünfte Runde beginnt und Cadior wird zwischen Kyrios Agoon und Pegasus eingeklemmt. Passieren hier Absprachen zweier Gespanne auf dem Rennoval? Er muss sein Gespann hart zügeln und verliert dadurch an Geschwindigkeit. Außen und somit die längste Strecke von allen fahrend, überholt er im Laufe der fünften und sechsten Runde beide Gespanne. Er treibt seine Pferde zu höchstem Tempo an und holt langsam wieder auf.
Was für ein Pferd dieser Imperial – das linke Außenpferd im Gespann und der Schrittmacher für das Tempo. Dabei steht dieser Hengst erst kurzzeitig im Training. Das ist ein Pferd mit Zukunft! Unglaublich, wie Cadior alles aus ihm herausholt. Ein begnadeter Fahrer – trotz der schlechten Ausgangsposition arbeitet er sich Zug um Zug nach vorn.
Plinius scheint seine Führung weder in der fünften noch in der sechsten Runde hergeben zu wollen. Er baut seinen Vorsprung auf Vir fortis Orci aus. Der dritte Platz ist jedoch heiß umkämpft. Mal liegt Quintus Arius der Jüngere und dann wieder Hermes vorn.
Die siebte Runde wird die Entscheidung bringen.