Sporus wusste jetzt nicht, ob er darauf antworten sollte, weil dann hätte er wieder etwas gesagt, also nickte er deutlich, um zu signalisieren, dass er verstanden hatte.
Beiträge von Sporus
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Die Sklaven verbeugten sich fast alle synchron. Sporus gehörte zu denen, der einen winzigen Moment zu spät war. Hoffentlich gibt das keinen Ärger, dachte er sich. Leise flüsterte er "Verzeiht mir, Yunzi", es war aber wohl laut genug, dass der Herr es mitbekommen hatte, Sporus blieb in der Verbeugung, mit geradem Rücken. Er durfte sich jetzt keinen Fehler mehr erlauben.
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"Ja, Yunzi.", sagte Sporus laut ohne darüber nachzudenken, ob das jetzt klug war, oder nicht. Aber das bewegte die Anderen dazu, auch die Frage des Herrn mit "Ja Yunzi" laut zu beantworten.
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Sporus nickte, wie die anderen auch, und sagte sehr leise, "Danke Yunzi"
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"Yunzi, Herr, bitte verzeiht mir, aber..." sagte Sporus leise. Seine Aufregung war ihm anzusehen. Und es war ihm peinlich, dass er nicht alles verstanden hatte. Aber da er weder lesen noch schreiben konnte, verstand er nicht, was eine Silbe ist. Er hatte das Wort noch nie gehört. Er nahm also seinen ganzen Mut zusammen und fragte. "....Wann genau müssen wir uns verbeugen? Wenn "li" kommt?"
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Sporus war sehr angetan. Tacitus schien recht angenehm zu sein und machte einen fürsorglichen Eindruck. Auch, als er einige Sklaven wegschickte, machte er das in einem ruhigen, menschlichen Ton. Er brüllte sie nicht an, wie Aurelius Pinus, unter dem er und auch Amytis stark zu leiden hatten. Er hoffte, dass diese Episode seines Lebens möglichst lange andauern würde. Er verbeugte sich, so wie er es zuvor gelernt hatte, und hoffte darauf, dass Tacitus reagieren würde.
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Sporus stand nicht weit von Amytis. Er gehörte auch zu den kleineren Sklaven, die in der ersten Reihe standen. Auch er befolgte die Anweisungen genau, und blieb in der Verbeugung. Er würde alles genau richtig machen wollen, nicht auszudenken, wie sein Herr ihn betrafen würde, wenn er frühzeitig zurückkehren müsste.
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Sporus verneinte die Frage von Amytis. Er schaute sich ausgiebig um, es waren so viele Sklaven hier, so viele neue Gesichter, die ihn etwas einschüchterten. Besonders der Gladiator machte ihm etwas Angst. "Ich denke auch inzwischen, dass es uns hier besser gehen wird," sagte Sporus , um sich selber Mut zu machen. "Ich bin gespannt, was wir machen müssen", erwähnte er noch
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Amytis und Sporus kamen an der Porta an.
"Amytis, bitte klopfe du an die Porta, ich traue mich nicht so sehr, wer weiß, was uns da erwartet. Hast du keine Angst?" fragte Sporus sichtlich nervös, und schaute zu Amytis
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Sporus verschwand für einen Moment, um Aulus zu informieren. Er kam zurück zur Porta, öffnete Diese, verbeugte sich abermals mit den Worten. "Aulus erwartet dich, edler Herr. Bitte folge mir".
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Sporus wurde geschickt, um nachzusehen, wer da an der Porta steht. Aulus sagte, dass er jemanden erwarte. Als er die Porta öffnete und diese große Gestalt voller Pracht sah, verbeugte er sich tief und fragte, "Wer bist du, Herr? Und wen möchtest du sprechen?"
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Sporus zog sich heulend aus. Er ahnte was nun kommen würde. Aber er sollte sich, wider Erwartens, täuschen,
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"Ich bin das Eigentum von Sisenna Seius Stilo, ein Centurio, Herr", antwortete Sporus heulend und verstört. Immer noch wurde er von den beiden Sklaven festgehalten.
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Sporus wurde in den Raum gezerrt, wobei ihm der Brief, den Scato ihm mitgegeben hatte, zu Boden fiel. Sporus war verzweifelt und hatte panische Angst, konnte sich aber nicht wehren. Zumal er wie gelähmt war. Ebenso war er nicht imstande, irgendein Laut von sich zu geben.
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Sporus erschrak, er lebt noch?, dachte er sich. Der Mann, der ihn einst so zugerichtet hat, wohnt tatsächlich noch hier. Sporus war entsetzt. "Nein, bitte Herrin, sag ihm nicht, dass ich hier bin. Er wird mich....". Doch es war zu spät. Amytis war bereits unterwegs, Aulus zu informieren.
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Sporus, immer noch sehr verängstigt, schaute in die Augen, der jungen Frau. Er verbeugte sich tief und sagte "Verzeiht mir Herrin." Er wusste nicht, wen er vor sich hatte, also sagte er Herrinzu ihr, genau wie er auch Terpander stets mit Herrn angesprochen hatte, obwohl er auch nur ein Sklave war. "Ich bin hierhergekommen, weil ich nicht weiß, wo ich hin soll. Mein Name ist Sporus und ich war einst ein Sklave von Aulus Aurelius Pinus. Er war nie gut zu mir, und mir wurde gesagt, dass er verstorben ist. Wer wohnt jetzt hier? Ist es möglich für einige Zeit hier unterzukommen?. Ich bin auf der Suche, meines jetzigen Herrn Sisenna Seius Stilo." Er schaute wieder hoch und erkannte, dass die Frau, die vor ihm stand, ihm wohl nichts Böses antun würde. Dennoch war er immer noch besorgt, was wohl da kommen mag.
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Hier war er nun, vor der Porta der Villa Aurelia. Ein mulmiges Gefühl kam in ihm auf. Die Angst vor Aulus war nicht vergangen, obwohl ihm gesagt wurde, dass sein damaliger Herr verstorben ist. Wen wird er antreffen? Gute Menschen, oder böse. Er schaute sich die Porta an. Nichts hatte sich verändert, und Erinnerungen wurden wach an seinen Peiniger und all dem, was er in diesem Haus, als Eromenos seines damaligen Herrn, erleiden musste. Ihn quälte der Gedanke, wie Aulus ihn einst zu einem Eunuchen machte. Dennoch musste etwas geschehen. Sporus nahm allen Mut zusammen, und klopfte an die Porta.