Beiträge von Sextus Duccius Parfur

    "Fast schade", gab Sextus von sich und grinste dann. Wäre doch recht schön gewesen, wenn er einer Germanin hätte Sprachunterricht erteilen können. Zungenfertigkeit und all das, aber das wäre wohl eh nur ungesund für geworden, wenn er sich Loki so ansah. Nein, dessen Schwester war wohl tabu.

    "Das macht nichts, nur werde ich mir das mit der Ermäßigung jetzt gut überlegen", behauptete Sextus und zwinkerte sogleich. Das Knallen des Bechers lies Sextus denken: Zum Glück hab ich ihm nicht in die guten Gläser eingeschenkt, die wären jetzt kaputt! Doch er erwiderte das Grinsen und schüttelte den Kopf, um anzuzeigen, dass es egal sei.
    "Peregrinus", berichtigte er seinen Freund geistesabwesend, aber wie automatisch und fügte die Frage an: "Spricht sie denn schon etwas Latein?"

    "Ja, in der Tat, Scipio, wir haben uns nett unterhalten. Aber... ich fürchte ich muss mich bei dir und ihr entschuldigen." Er warf einen kurzen Blick auf Sorana, die grade kicherte und grinste leicht schief zu Scipio. "Ich wollte ihr, da sie so etwas noch nie getrunken hatte, Met zum testen geben. Jedoch habe ich nicht bedacht, dass sie diesen noch nie getrunken hat und auch hätte ich nie ihren Durst erwartet." Er tätschelte Sorana die Hand und grinste diesmal sie an. "Das hab ich leider erst bemerkt, als es schon fast zu spät war..." Er lächelte entschuldigend zu Scipio und fuhr sich mit der freien Hand verlegen durch die Haare.

    "Das kann doch nur gut sein!", lachte Sextus da jedoch und fügte an: "Solltet sie neue Möbel brauchen, ich wüsste, wo sie gute günstig bekommt."
    Er zwinkerte seinem Freund zu, erleichtert, dass es dessen Schwester so gut ging.
    "Und wann lern ich sie kennen?", war dann auch gleich die nächste Frage.

    "Das werden wir ihm gar nicht zu sagen brauchen. Das wird er selbst sehen..." Mit einem Blick, fügte Sextus in gedanken an und musterte die Frau, die da an seinem Arm hing, belustigt und mit dem Anflug eines schlechten Gewissens. Er hätte besser aufpassen sollen. Dennoch grinste Sextus sie kurz aufmunternd oder auch bestätigend an und ging mit ihr zielstrebig durch die Menge, bis er ihren bruder ausgemacht hatte.
    "Ah, Annaeus!", rief er und hob die Hand um auf sich afmerksam zu machen.

    Sextus nickte tonlos, als Loki das berichtete. Ja, er hatte ihm davon erzählt, und nie hätte Sextus gedacht, dass noch einer so einen Sturz überlebt hätte. Das war so... unwahrscheinlich. Aber diese Geschwister schienen außergewöhnlich zu sein.
    Das schlechte Gewissen verstand Sextus nur zu gut und so konnte er dazu nur nicken. Doch dann brannten ihm Fragen auf der Zunge.
    "Ich vermute du hast sie her gebracht?", fragte Sextus gespannt nach, obwohl er eigentlich nichts anderes erwartete. "Wie geht es ihr?"

    Das tat die Nachricht in der Tat. Sextus Kiefer wanderte ein Stück nach unten und er sah Loki groß an. Eine Schwester? Wo... Warum... Was? ging es Sextus im Kopf herum und er klappte nach einer kleinen Weile den Mund wieder zu.
    "Dein Schwester? Ich dachte du... deine Familie... aber..." Sextus räusperte sich ehe er sich noch ein Stück vorlehnte und nachhakte: "Was ist denn passiert?"

    Sextus nahm den Becher entgegen und schaute überrascht blinzelnd dort hinein. Der war ja fast leer! Überrascht, aber grinsend sah er noch mal von dem Becher zu Sorana und wieder zurück, ehe er ihn in einem Zug endgültig leerte und dann zusammen mit dem Weinbecher einfach zur Seite stellte.
    Als er mitbekam, dass Sorana nicht mehr ganz so sicher auf ihren Füßen zu sein schien, biss er sich kurz auf die Zunge, ehe er nach ihrem Ellenbogen griff um sie so unauffällig zu stützen.
    "Natürlich, hak dich einfach bei mir ein, dann kannst du dich festhalten und es fällt nicht so sehr auf." Er zwinkerte ihr zu. "Dann wollen wir dich mal bei deinem Bruder abliefern und hoffen, dass er mir nicht den Kopf abreißt."

    Sextus grinste bei Lokis Worten und nickte andeutungsweise. Weder eine Zustimmung noch eine Ablehnung, das hatte er inzwischen gelernt. Doch als Loki mit einem Mal ernst wurde blinzelte Sextus verwirrt. Doch dann lehnte er sich nach vorne und fragte: "Colonia Claudia Ara Agrippinensium? Was war denn dort?"

    Sextus grinste sie vergnügt an, als er ihr doch recht angeheitertes Kichern hörte. Und ihre Worte ließen ihn bestätigend nicken.
    "Das sollten wir vielleicht, und deinen Becher solltest du eventuell mir überlassen. Wenn man Met nicht gewohnt ist..." Er lies den Satz offen, aber es war klar, was er bedeuten sollte. "Nicht, dass dein Bruder mir noch irgendwelche Vorwürfe macht." Sextus schmunzelte. "Und das mit den Pferden können wir auch gerne noch nachholen. Ich freu mich schon darauf."

    "Hm..", wieder brummte Sextus nachdenklich und fuhr sich mit einer Hand über das Kinn. "Sollte sich tatsächlich eine Mehreinnahme aufgrund der Auktion abzeichnen... Ich vertrau keinen Versprechungen, auch nicht von Freunden, nicht wenn es um die Stadt geht, ... aber sollten sich im Nachhinein klare Mehreinnahmen abzeichnen, dann kann man da gerne aufeinander zu kommen."
    Sextus nickte bestätigend, grinste und fügte an:
    "Also legt euch ins Zeug, je besser die Auktion wird, umso rentabler für euch, in vielem Sinne."

    Da musste Sextus laut heraus lachen.
    Er lies sich wieder in seinen Sessel fallen und schüttelte den Kopf, während er noch immer lachte.
    "Loki, du bist genial... Dann..." Sextus beugte sich vor, nahm eine Wachstafel und einen Griffel und schrieb rasch ein paar Zahlen. "sag Farold, so teuer wird ihn das kommen und im Interesse der Stadt kann ich da nicht mehr viel entgegen kommen."

    "Hm, das ist etwas knapp, aber es sollte sich machen lassen.", erwiderte Sextus, stand auf und zog ein zwei Schriftrollen aus dem Stapel, ehe er die dritte auf machte und etwas nachzulesen schien. Dabei murmelte er etwas vor sich hin, von dem man kein Wort deutlich verstehen konnte, aber dann nickte er.
    "Ja, es wird wirklich knapp, aber es sollte gehen, wenn ich zwei Standbesitzern einen anderen Platz andrehen kann. Allerdings werde ich ihnen dafür ihm Preis entgegen kommen müssen..."
    Nachdenklich wiegte Sextus seinen Kopf hin und her.
    "Ich fürchte, das wird in der Tat etwas teuerer."

    "Hm...", Sextus nickte nachdenklich und um anzuzeigen, dass er das Anliegen verstanden hatte. Er schien ein paar Momente nachzudenken, dann erwiderte er: "Wenn es euch nichts ausmacht, dass dann auch die Kosten den üblichen Rahmen sprengen, und ihr es rechtzeitig anmeldet, kein Problem. Wann denn genau, und wie viel Platz?"
    Er nahm sich seinen Becher, trank jedoch nicht davon, sondern spielte nur in seiner Hand, indem er ihn leicht drehte und den Wein darin beobachtete. Seine Aufmerksamkeit galt jedoch eigentlich Loki und dessen Anliegen.

    Sextus lies sich in einen Sessel sinken und deutete Loki an das gleiche zu tun.
    "Ich glaube er hat mal was erwähnt. Ich vermute mal ihr wollt die Pferde versteigern? Wo wir grad bei den Pferden sind, wie geht es denn meinem Fohlen? Hat das Biest schon geworfen?"
    Und trotz Lokis Worte schenkte er jedem etwas Wein ein.
    "Keine Sorge, dein Kopf wird klar bleiben, der ist gut verdünnt.", meinte er dazu mit einem Grinsen.

    Auf den Ausspruch, die beiden würden sich wirklich sehr lieben, brummte Sextus etwas unverständliches in seinen Becher, doch es war recht leicht als eine Zustimmung zu werten. Die Frage nach Pferden war da schon mehr nach seinem Geschmack.
    „Natürlich!“, erwiderte er sichtlich begeistert. „Mitglieder der Familie haben sogar eine richtige Zucht, in der ich früher gearbeitet habe. Ich sage dir, es gibt kaum etwas schöneres als mit diesen Tieren zu arbeiten! Und ich mag sie dir gerne zeigen, wenn auch nur die in unseren Ställen, die in der Zucht, das wäre jetzt zu spät...“
    Er lächelte Sorana fröhlich an und fügte dann noch an: „Aber vielleicht sollten wir erst einmal austrinken.“

    „Wenn er mir so skurrile Gestalten, wie dich vom Leib halten möchte, dann könnte ich keinen besseren Wachhund finden!“, erwiderte Sextus lachend und klopfte Loki kurz auf die Schulter. Dann wies er einladend auf die kleine Sitzgruppe und fügte zusätzlich noch an: „Setz dich doch! Ich fürchte nur, hier kann ich dir keinen Met anbieten, aber der Wein ist auch nicht von schlechten Eltern.“