"Dann komm doch mal im Winter nach Germanien, dann mach ich gerne eine Schneeballschlacht mit dir."
Sextus biss sich kurz auf die Lippe. Er redete nicht gerne übe die Zeit, bevor er auf die Straße gekommen und schließlich bei den Duccias gelandet war. Aber wenn der Junge das hören würde, würde er vielleicht vertrauen zu ihm fassen.
"Ja, ich bin in Germanien geboren. Aber du liegst falsch, es war schon Mogontiacum, beziehungsweise in einem kleinen Dorf in der Nähe. Und leben,... das tu ich, wo es mir gefällt.
Nachdem ich von Zuhause abgehauen war, habe ich auf der Straße von der Hand in den Mund gelebt. Hin und wieder hab ich kleine Arbeiten erledigt, aber das meiste hab ich gestohlen. Dann haben mich die Duccias als Stallburschen aufgenommen. Seid dem lebe ich bei ihnen im Stall. In Rom bin ich jetzt, weil ich eine von ihnen hierher begleitet habe. Und hier bin ich bei den Scribonias untergekommen.
Wie du siehst hab ich kein festes Zuhause, aber die Duccias sind schon fast so was wie eine Familie für mich."
Er musterte Aquilias Gesicht, fragte sich, was sie wohl nun von ihm halten würde. Sie war wirklich hübsch, erkannte er. Rasch wandte er den Blick wieder ab, damit sie den Rotschimmer auf seinen Wangen nicht sah. Wo war der Junge? Kam er vielleicht bald raus?
"Und du? Wo wurdest du denn geboren und wo lebst du? Was machst du eigentlich so?", wandte er sich mit einem schüchternen Lächeln wieder zu Aquilia.