Beiträge von Sextus Duccius Parfur

    "Dann musst du unbedingt mal im Winter nach Germanien kommen, da liegt der Schnee kniehoch. Und du willst kaum was anderes machen als darin herumtoben mit Schneebällen werfen, Schneemänner bauen oder drinnen im Warmen vorm Kamin sitzten und dich aufwärmen."
    , Sextus sprach mit einer Begeisterung, die man sehen konnte. Er liebte den Winter. Hier in Rom schien es so etwas wohl kaum zu geben, er bedauerte Aquilia, dass sie so was noch nie erlebt hatte. Auch wenn er oft hart war, und die kälte bis unter die Haut kroch. Sextus liebte den Winter einfach.

    "Aquilia, ein schöner Name, er passt zu dir.", meinte er mit einem lächeln.
    Dann überlegte Sextus gespielt angestrengt, dann sagte er mit einer ernsten Mine auf die Fratge, wie es in Mogontiacum wäre: "Kalt?"
    Er konnte sie jedoch nicht lange halten und musste lachen. "Zumindest als ich dort weg gegangen bin war es noch eiskalt, überall Schnee.
    Kommst du hier aus Rom?"

    Sextus konnte nur mit den Schultern zucken: "Er wird schon wieder rauskommen, wenn er merkt, dass wir keine Gefahr darstellen.", spekulierte er.
    "Ich bin übrigends Sextus und du bist?", stellte er sich etwas verspätet vor.

    Als Selnya selbst am Mrgen noch nicht aufwacht beschloss Sextus mal wieder durch die Straßen Roms zu schlendern und eventuell dem Markt einen Besuch abzustatten.
    Er streichelte Selnya nochmal kurz über das Gesicht und bemerkte erfreut, dass sie kaum noch Fieber zu haben schien, dann ging er hinaus.

    Sextus lächelte zu dem Mädchen: "Moment, ja?" Dann ging er zurück zum hauseingang, er war ich fast sicher, dass sie ihm folgen würde.
    Als er in den Eingang hineinschaute sah er den Jungen immer noch nicht. "He, wo bist du?", rief er.

    "Du hast mich hier noch nie gesehen, weil ich noch nicht lange hier bin, ich komm eigentlich aus Germanien, aus Mogontiacum. Und was den Überltäter angeht, der kann ja jetzt aus seinem Versteck kommen." Sextus lächelte nochmal zu dem Mädchen und drehte sich um, um den Jungen zu holen. Da sah er, dass er bereit aus dem versteck herauslugt.
    "Komm her, sie sind weg!", rief er ihm zu. Doch da war er aufeinmal wieder im hauseingang verschwunden.

    Sextus schaute das Mädche vor sich an. Sie schien nur wenig älter als er zu sein, von weitem hatte sie so erwachsen gewirkt. Dann musste auch er grinsen.
    "Was hier verbrochen wurde weis ich genauso wenig wie du. Ich habe nur einem Gleichgesinnten geholfen. Also, wo sind die Soldaten lang? Bitte, es ist wichtig."

    Erstaunt hatte Sextus nur dagestanden nd Selnya zugeschaut. Als sie zur Seite umfiel war er mit zwei Sätzen bei ihr und schaffte sie wieder ins Bett.
    "Ich habe doch gesagt, dass du dich nicht überastrengen sollst", flüsterte er. "Bei was auch immer du da gerade gemacht hast", setzte er leiser hinzu.
    Er deckte sie zum wievielten mal auch immer an diesem Tag zu und setzte sich wieder zu ihr.
    "Was hast du noch für Geheimnisse, außer, dass du sprechen kannst, und was war das gerade eben gewesen?", dachte Sextus, während er die schlafende Gestalt betrachtete. "Das war auf alle Fälle was besonderes gewesen, das habe ich gespürt..."

    Sextus höre nichts, keine schweren, trampelnden Schritte, nichts, was auf Verfolger hinweisen würde.
    Er bedeutete dem Jungen stumm im Eingang zu bleiben und blickte kurz um die Ecken um zu sehen, ob die Luft rein war. Niemand. Halt doch, die Frau, die er vorhin gesehen ahtte war noch da.
    Vorsichtig ging er auf sie zu. Sollte er ihr trauen? Sextus dachte sich, dass er das könnte, und wenn nicht konnte er ja wieder weglaufen.
    So sprach er sie an: "Die Soldaten, wo sind sie lang gelaufen?"

    Sextus sah den Jungen, dann die Legionäre. Er verstand sofort. War er doch selber manchmal in so einer Lage. Und sogleich beschloss er ihm zu helfen. Kurz fiel sein Blick auf eine Frau, die sich dem Geschehen näherte, doch er hatte wichtigeres zu tun.
    "Komm!", rief er, sprang auf die Füße und zog den Jungen mit sich hoch. Dann rannte er ein Stück weiter, in eine Seitengasse, den Jungen noch immer hinter sich her ziehend.
    Im Zickzack ging es durch die schmalen Gassen, bis Sextus den Jungen in den Eingang eines recht verlassen aussehenden Hauses zog und ihm bedeutete still zu sein.
    Sie waren wieder in der Nähe ihres Ausgangspunktes und Sextus hoffte, dass sie nicht gesehen worden waren.

    "Du solltest nicht aufstehen", versuchte Sextus einzuwenden, doch der Blick von Selnya brachte ihn zum schweigen.
    "In Ordnung, aber überanstreng dich nicht."
    Er schlang einen Arm um ihre Hüfte und zog sie auf die Beine. "Wohin willst du jetzt?"

    Sextus schlenderte, genüsslich eine Dattel kauend, die er sich vor kurzem "besorgt" hatte, durch die Straßen Roms. Interessiert schaute er sich die Häuser an und dachte an Selnya. Er hoffte, dass es ihr bald besser gehen würde, aber sie machte ja eigentlich gute Fortschritte.
    Aufeinmal stieß jemand in ihn hinein und riss ihn mit sich zu Boden.
    "Was?", reif Sextus erstickt.

    Selnya hatte wohl einen Alptraum.
    Sextus versuchte sie zu rufen, und als das ncihts wirkte rüttelte er sie noch leicht an der Schulter. Doch nichts half.
    Gerade, als er überlegte, wie er sie noch wecken konnte, schreckte sie aus dem Schlaf.
    Sextus war sofort bei ihr.
    "Scht... war nur ein Traum, ganz ruhig.", er nahm sie wieder in den Arm und sprach weiter beruhigend auf sie ein.

    "Schutz?", Sextus verstand es nicht ganz und wollte nochmal achfragen, da merkte er dass Selnya wieder eingeschlafen war.
    Vorsichtig, um sie nicht zu wecken, egte er sie wieder hin. Dann deckte er sie nochmal zu und flüsterte: "Keine Sorge, ich werde es niemanden sagen."
    Dann nahm er sich selber einen Becher Wasser und setzte sich mit diesem auf das Fußende der Liege, fest entschlossen diesmal nicht einzuschlafen.

    Sextus spührte, wie sie sich in seinen Armen versteifte.
    "Werd ich, wenn du es willst. Aber warum sprichst du nicht?", versprach er ihr. Er strich ihr sanft und, wie er hoffte, beruhigend über den Rücken. "Ich meine, was wäre so schlimm, wenn noch andere wüssten, dass du reden kannst?"

    Zuerst lächelte Sextus nur darauf, aber irgendwas sagte ihm, dass da was nicht stimmte.
    Langsam dämmerte es ihm. Selnya, sie war stumm, hatte sie zumindest behauptet. Aber sie hatte gelacht, im Garten hatte sie gelacht, und jetzt, jatzt hat sie "Danke" gesagt!
    Verwirrt. Sextus war sehr verwirrt.
    "Moment, Selnya, hab ich mich gerade verhört, oder hast du `Danke` gesagt? Du .. du kannst also doch reden?", er lies sie nicht los, drehte sich aber so zu ihr, dass er ihr ins Gesicht sehen konnte und sie somit auch seine Verwirrung, aber auch Freude erkennen konnte.