Wir können es gern verschieben und du hast mich nicht wirklich abgehalten. Für ein wenig Abwechslung bin ich immer dankbar. Dann würde ich sagen, sehen wir uns morgen Abend spätestens zur Nachhilfestunde?
Sie konnte seine Reaktion verstehen und dass er nicht gern darüber sprach und das akzeptierte sie.
Beiträge von Duccia Venusia
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Diese Aussage überraschte sie nun sehr. Er hatte den Glauben verloren? Irgendwie konnte sie das nicht verstehen. Selbst sie hatte ihn nie ganz verloren.
Wieso hast du den Glauben verloren? Was hat duich so enttäuscht, dass du dich sogar von den Göttern abgewendet hast?
Sie kannte inzwischen seine Geschichte, aber war dies ein Grund? -
Die großen Feste feiern wir noch. Doch der Rest verliert sich irgendwie. Wir haben hier auch einen heiligen Hain, einen Ort an dem wir noch den Göttern opfern. Wenn du möchtest, zeige ich dir den mal.
Es tat ihr leid, dass er so traurig wirkte. Doch hier war es nun einmal so. Man wurde komisch angeschaut wenn man seinen Traiditionen folgte. Es hatte sich merklich gebessert, aber noch immer waren germanische Gebräuche nicht üblich. Zumindest nicht über all. -
War irgendwie noch nicht gut erklärt...
Marbod nennen wir alle Sextus,. Ein fremder würde ihn Parfur oder Duccius Parfur nennen. Mich nennt man eigentlich VEnusia. Ich habe ja nur zwei Namensteile. Die weibliche Form des Familiennamen und dann meinen Namen. Und zu den römischen Namen. Wir sind sogenannte romanisierte Germanen. Wir leben nach den Regeln Roms und sind Bürger dieses Reiches und haben eben auch das Bürgerrecht. Deswegen legten wir unsere germanischen Namen hier ab. Nur in der Familie nennen wir uns noch bei den germanischen Namen. Wir hegen noch einige Rituale aus unserer Heimat. Doch leider nicht so viele wie man vielleicht sollte. -
Auf die Bemerkung mit der Sammelstelle musste sie ein wenig kichern. Irgendwie hatte er da wohl recht.
Ich denke nicht. Ich werde ihn aber vielleicht am besten fragen und du solltest ihn Magnus nennen. Die Römer haben drei Namensteile. Familie nennt einen mit dem ersten Teil und fremde sorechen ihn mit dem Famliennamen und dem nachfolgenden an oder nur der danach. Dennoch kann es gern bei unserem Termin morgen Abend bleiben. ICh werde schauen dir dann schon einiges beizubringen. -
Es ist schon gut Loki. Das konntest du nicht wissen, weil wir auch kaum darüber reden. Wir kennen den Grund und das reicht in den meisten Fällen auch. Es muss dir nicht leid tun. Du kannst nichts dafür und mache dir darüber auch keine Gedanken. Es vergangen und vorbei. Man kann es nicht ändern nur damit leben und das tun wir.
Wieder lächelte sie um zu zeigen, dass es wirklich gut war. Es war zwar schmerzlich sich an das zu erinnern aber bei weitem nicht mehr so dämonisch wie einst. -
Nachden unser Dorf überfallen wurde, flohen nicht alle hierher. Meine Eltern, meine Brüder und ich, wir gingen nach Britannien. Zehn Jahre hatten wir dort Ruhe. Dann hörten wir von Flüchtlingen, dass sämtliche Dörfer in küstennähe überfallen wurden. Aus Angst davor flohen viele, aber nciht alle. Einige blieben. Darunter auch wir. Einer meiner Brüder hatte hier einen anderen Teil unserer Familie gefunden und war hier zur Legion gegangen. Das wussten wir aber nicht. Vater wartete nun auf seine Rückkehr. Die Überfälle kamen immer näher und er wartete. Dann eines Tages waren sie da. Sie kamen ins Dorf, fingen alles was nicht fliehen konnte, töteten was sich wehrte. Wenige überlebten und wurden mitgenommen um als Sklaven in Rom zu arbeiten. Meine Eltern töteten sie, meine Brüder verteilt in der Welt. Ich war allein und ging auf die Reise um eine Sklavin zu werden. Nach einer unendlichen langen Zeit, der Mond was zehn mal vergangen und zehnmal wieder voll geworden, erreichten wir schließlich Mogontiacum. Mein Bruder, der zum Legionär geworden war, entdeckte mich und befreite mich. So kam ich hierher und fand meine Familie wieder. Zumindest das, was übriggeblieben war. Dadurch, dass sie das römische Bürgerrecht besaßen, wurde es auch mir verliehen. Viel mehr besaß ich es schon zu meiner Zeit in Britannien. Nur wusste ich davon nichts. Wegen dieser Geschichte möchte ich auch nicht, dass du mich Herrin nennst. Ich weiß, dass du das nicht böse meinst. Es erinnert mich nur an diese Geschichte.
Venusia lächelte wieder nachdem es während des Erzählens verschwunden war.
Mein Mann ist kein Patrizier,
erklärte sie nun Loki.
Er gehört in den Ritterstand, genauso wie ich und Iberier ist er deswegen, weil er aus Hispania kommt. Eine Provinz Südwestlich von hier. Dort lebte einst ein Volk der Iberer bis Rom kam und siesich ihnen zuwandten. Genauso wie es Germanen auch hier tun. Aber wie gesagt. Du brauchst keine Angst vor ihm haben. Er ist sehr nett und würde uns diesen Gefallen sicher sehr gern erweisen. -
Loki...ich bin Dagmar. Ich kam aus Britannien, eine skavin und bin nun mit dieen ganzen Posten gesegnet und haben diesen Mann gefunden. Was soll ich da sagen? Mache dir keine Gedanken. Er ist unteranderem ein normaler Mann und ein Iberer. Also...mache dir da wirklich keine Gedanken.
Sie verstand Loki nicht ganz aber irgendwie auch wieder... Es war sicher schwer für ihn... -
Was ist verrükt Loki? Was gefällt dir nicht?
Sie war schon ein wenig verwundert über seine Reaktion und konnte nicht verstehen was er meinte. -
Venusia lächelte immer weiter.
Du bist ihm auch so nütze. Aber ich helfe dir gern und zeige dir gern ein wenig was. Aber du wirst auch viel durch abschauen lernen müssen. Ich kann auch gern Primus bitten dir einiges beizubringen. Er wird das gern machen und du musst dich nicht zieren. Er findet daran sicher nichts schlechtes. -
Daraufhin trat Venusia ein und sah sich um.
Hallo Clara,
sagte sie lächelnd.
Es freut mich dich wohlbehalten aus Rom zurückzuhaben.
Doch dann wurde ihr Blick etwas fragend. Clara schien etwas zu suchen. -
Es war fast so als hätte Venusia dies gehört. Sie hatte gerade ihr Officium verlassen und war zur Tür ihrer Scriba gegangen an deren Tür sie nun klopfte und darauf wartete eingelassen zu werden.
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Ich stelle dich sehr gern vor. Ich wollte in zwei Tagen wieder nach Confluentes reiten und ihn besuchen. Wenn es deine Zeit erlaubt, begleite mich doch .
Wie es so ihre Art war lächelte sie freundlich.
Was hälst du davon, wenn wir uns morgen abend im Kaminzimmer treffen und ich dir ein wenig darüber erzähle wie man sich bei Römern benimmt. So viel zu beachten gibt es da nämlich eingentlich nicht und du wirst es sicher sehr schnell gelernt haben.
Ihr Lächeln strahlte auch Zuversichtlichkeit aus. Heute wollte sie gern ihre Stapel wegbekommen und morgen hatte sie dann auch zeit für Loki. -
Hatte er das wirklich nicht mitbekommen. Ein wenig erstaunt sah sie nun wirklich drein.
Der Praefectus und ich haben im letzten Herbst geheiratet,
bestätigte sie seine Feststellung noch einmal.
Deswegen bin ich davon ausgegangen, dass er sicher nichts dagegen hat wenn ich dem Gespräch bei wohne, da er es auch sicher nicht zwingend in seinem Officium führen wird. -
Verblüfft zog sie ihre Augenbraue hoch.
Wir arbeiten in der Curia zusammen, ich bin Comes dieser Regio. Ich denke, wenn er damit ein Problem hätte, hätte er mich nicht geheiratet. Doch ich halte mich auch ganz raus. Wie du möchtest.
Sicher ist Venusia nicht das was man typische römische Ehefrau nennen kann, aber das sie Verhandlungen stören sollte...aber wenn es ihn störte, so wollte sie seinem Wunsch nicht im Wege stehen. -
Sicher gibt es Unterschiede und ich werde dir gern diese erklären.
Sein nächster Satz verwunderte sie dann doch etwas.
Was befürchtest du denn wenn ich dabei bin?
Sie fragte sich wirklich was er nun hier befürchtete.... -
Venusia schüttelte den Kopf.
Weißt du. So unterschiedlich wir auf den ersten Blick wirken so gleich sind wir doch im Grunde. Der einzige Unterschied ist unsere Sprache und unsere Art zu leben. Ansonsten gibt es so viel Unterschied nicht. Nicht in den grundlegenden Dingen. Wenn ich eins in meiner Zeit hier gelernt habe, dann dass alle auch nur mit heißem Wasser kochen. Es gibt andere Regeln, die man sich annehmen muss und dabei helfe ich dir gern. Aber vergiss nie, dass sie nicht so anders sind wie wir. -
Eigentlich war es ja traurig wie hilflos er in dem Moment wirkte, auf der anderen Seite war seine Gestik und Mimik so lustig, dass Venusia nur mit großer Mühe einen Lachanfall unterdrücken konnte und begann nun sichtlich im Beherrschung bemüht nachzudenken.
Hast du ein wenig auf dem Julfest zu geschaut wie man sich dort begrüßt hat? Aber nicht nur Germanen tun so als mögen sie sich. Römer untereinander tun dies genauso. Desweiteren glaube ich nicht, dass du mehr Schaden anrichten würdest als Nutzen. Die Römer hier haben inzwischen gelernt mit den Germanen zu leben, mit ihnen umzugehen und viele beginnen nun auch ihre Lebensweisen zu akzeptieren und zu respektieren. -
Einen Moment sah sie fragend drein und lächelte dann bald wieder...
Nun möchtest du wissen wie man sich ihnen gegenüber benimmt oder soll ich dich bei dem Gespräch mit meinem Mann begleiten?
Als sie so darüber nachdachte wie sie ihm dann wohl helfen konnte wenn er wegen dem ersteren hier war, kam ihr auch wieder in Erinnerung wie sie damals hier ankam. Sie hatte still beobachtet und sich dann den Verhaltensweisen angepasst. Doch Loki hatte recht. Er war hier viel in der Casa...sie damals in der Regia beschäftigt. Ein großer Unterschied und so konnte man es ihm noch nicht einmal verübeln, dass er nun fragen kam. Eigentlich ehrte es ihn schon ein stückweit, dass er diesen Schritt überhaupt suchte. -
Das war in der Tat eine Überraschung aber irgendwie auch wieder abzusehen...
Venusia setzte sich auf den Stuhl auf dem sie auch schon vor dem Besuch saß.
Das ist doch gut. Eine ehren- sowie verantwortungsvolle Aufgabe, die er dir da übertragen hat. Aber dies wolltest du mir sicherlich nicht nur sagen, oder?
Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass da noch mehr war, was ihm auf dem Herzen lag.