Beiträge von Duccia Venusia

    Sim-Off:

    Entschuldigung...irgendwie habe ich die Antwort hier nicht gesehen -.- Tut mir leid!!


    Nach der Aufforderung öffnete Venusia nun die Tür und trat mit einem freundlichen Salve ein.
    Ich bin Duccia Venusia und möchte mit dir über die Angelegenheiten in Reatia sprechen. Hast du Zeit oder störe ich und sollte zu einem anderen Zeitpunkt besser wieder kommen.
    Sie hatte sich lieber vorgestellt, das sie ja nicht wusste, wer sie alles kannte und wer nicht und wartete nun die antwort ab.

    Es dauerte einen kleinen Moment bis Lucilla ihr den Schlachtplan erläuterte und sie hatte Mühe der Wegbeschreibung zu folgen, aber so lange sie an Lucillas Fersen haften blieb, konnte ihr ja nichts geschehen und so bereitete sie sich schon mental auf die Erstürmung des Marktes vor.
    Meine Mutter konnte das mit den Sachen immer ganz geschickt machen. Wenn mein Vater neue benötigte, mussten wir diese ja erst weben und dann nähern. Da dies eine reine Frauenarbeit war, konnte sie ja beeinflussen was er anzog. Vielleicht solltest du es mit Avarus genauso machen. Kaufst ihm die Sachen, die er anziehen soll. Zum einen hast du dann den Spaß und die Erholung eines Einkaufsbummels und gleichzeitig darf er sich modisch gekleidet fühlen und wird sicher nciht mehr die erst beste Toga tragen müssen, die er sich ausgesucht hat.
    Sie wusste zwar nicht was Lucilla von dieser Idee hielt, aber sie selbst fand sich gerade sogar ein wneig pfiffig. Welch andere Möglichkeit hatte man denn sonst einen Mann in andere Sachen zu bekommen als diese.
    Und er wird sie auch tragen müssen wenn er dich nicht beleidigen will. Also kann er die Sachen nicht einmal einfach irgendwo verschwinden lassen. Denn du könntest ja mal nachfragen.
    Doch sie fand sich pfiffig und die Idee wirklich nicht schlecht....
    Darauf bedacht Lucilla nicht zu verlieren eilte sie Lucilla natürlich nach und machte sich auf einen langen Marsch durch die Reihen der Stände gefasst...

    Kurz überlegte sie. Hasste sie die Menschen? So ganz genau konnte sie es nicht sagen...
    Ob ich sie gehasst habe? Zu Anfang ja. Mit 6 Jahren mit ansehen zu müssen wie Männer kämpfen und sterben, wie Familienmitglieder verletzt werden, Frauen ermordert und vergwaltigt. Ja, ich hasste sie. Doch mit der Zeit wandelte sich der HAss in Wut und irgendwann fand man sich damit ab. Bei dem letzten Überfall empfand ich ebenfalls keinen Hass. Wir sind selbst daran Schuld. Wir hätten Vater überzeugen sollen zu gehen und uns ncihtd amit abfiinden, dass er entschieden hatte. Wir hätten es gemeinsam verhindern können. Doch wir taten es nicht und an den Narben bin ich doch ebenfalls selbst Schuld. Hätte ich besser aufgepasst oder die Flucht sein gelassen, wäre es nie dazu gekommen. So komisch es vielleicht sich anhören mag. All diese Ereignisse haben mich zu dem gemacht was ich ehute bin. Sie haben aus Kindern früh Erwachsene gemacht aber auch in manchen Fällen Erwachsene, die vieeles anders sehen und hin und wieder vor bestimmten Dingen verschlossene Augen öffnen können. Aber ich muss auch sagen, dass ich jeden verstehe, der nach solchen oder anderen Erlebnissen Hass empfindet. Es ist sein gutes Recht.
    Wieder machte sie eine kurze Pause und dachte kurz über den nächsten Teil der Frage nach.
    Ich hasse die Menschen, die ihren Sklaven böse Dinge antun nicht. Es macht mich zwar wütend und auch traurig. Traurig darüber, dass ein Mensch so viel erleiden muss und traurig darüber dass ein anderer MEnsch scheinbar Freude darüber empfindet andere zu quälen. Zu gern würde ich denen meine Meinung sagen. Doch auf mich würde doch keiner hören. MIr traut man doch meine Erfahrungen nicht zu. Meine Narben trage ich auf dem Rücken. Dort sieht man sie nicht und noch andere in meiner Seele. Auch dort sind sie für keinen sichtbar. Ich behandel jeden Sklaven freundlich und zuvorkommend als würde er zur Familie gehören. So wie ich es einst gelernt habe und werde dies so ich es kann auch weitergeben. Sklaven sind auch Menschen wie du und ich, wie wir alle und ich habe gelernt, dass man dies viel schneller werden kann als man glaubt...

    Als ehemaliger Princeps räumte sie sich noch ein letztes Recht ein. Nämlich ihrem Cousin als erste nach dem LAPP zu gratulieren. Doch davor wollte sie noch ein paar andere Worte verlieren ;)
    Als erstes möchte ich mich für das in mich gesetzte Vertrauen bedanken, dass mich meine Amtsperioden lang von euch entgegengebracht worden ist. Natürlich auch für die Unterstützung in meiner Arbeit. Danke schön.
    Venusia sah kurz zu jedem und zu letzt dann zu ihrem Cousin.
    Ich gratuliere dir zu deiner Wahl zum Princeps lieber Cousin.
    Sie lächelte Val kurz an und sah dann wieder zu Magnus und versank dann ein wenig in ihren Gedanken...

    Commodus schwieg und sie wusste nicht so ganz was sie davon halten sollte. Ob er sich nciht traute zu fragen, nicht wusste was er sagen sollte? Es war wohl an ihr dieses Schweigen zu brechen.
    Commodus, du wolltest doch wissen was ich im Bezug auf Sklaven denke. Frage ruhig wenn dich etwas interessiert. Egal was es ist. So ich kann werde ich dir antworten.
    Kurz ging ihr Blick wieder zu Val und versank dann für eine Moment im Wasser des Bechers ehe er irgendwo auf einer Schriftrolle in ihrem Regal halt fand.

    Als ich 6 Jahre alt war, wurde unser Dorf überfallen.
    Kurz deute ihr Blick zu Valentin um zu verdeutlichen, dass sie von ihrem Dorf in Germania Magna sprach.
    Während sich der größere Teil gen Rom wandt, entschieden meine Eltern, dass wir in Britannien unser Heil suchen. Hier verlebte ich 9 glückliche Jahre. Ich lernte Latein lesen, sprechen und auch schreiben. Unser Dorf befand sich in der Nähe einer großen römischen Stadt. Das Trauma des Angirffes hatte ich verdrängt, schlichtweg vergessen. Nur hin und wieder in Träumen suchten sie mich heim. Nach diesen 9 Jahren, kamen Gerüchte auf. Männer aus dem Norden würden die Küste Britanniens heimsuchen und alles plündern und brandschatzen was sie vorfanden. Viele flüchteten. Doch mein Vater und einige andere Männer hielten aus. Mein Bruder Firmus war allein unseren Verwandten hier nach Mogontiacum gefolgt und wollte zurückkehren. Mein Vater harrte aus, zu lange. Sie fanden unser Dorf. Was sich ihnen in den Weg stellte, erschlugen siewas wegrennen wollte fingen sie und entschieden dann was sie mit ihnen machen wollten. Was sich ergab wurde gefangen genommen und eventuell am Leben gelassen. Ich weiß nicht wie viele bei Einfall starben. Die Gefangenen trenneten sie. Hauptsächlich hübsche und junge Frauen sammelte sie getrennt, auch ein paar kräftige Junge Männer waren dabei und wenige Kinder. Die anderen brachten sie vor unseren Augen um. Eltern, Geschwister, Großeltern, Onkel und Tanten...Alles und wir mussten uns dann ansehen. Sie hofften, dass sie uns damit abschreckten, uns Angst machten, dass wir das machen was sie wollten. Wir sollten Sklaven werden. Sklaven, römischer Herren und Herrinnen. In Ketten banden sie uns zusammen, trieben uns auf ihr Schiff und setzten mit uns über. Dann begann ein langer Fußmarsch durch die Provinzen. An jedem Markt machten wir halt, versuchten sie uns zu verkaufen. Ich hatte mich in mein Schicksal ergeben, musste ich auch. Denn ein kleines Mädchen, dass ich vor dem Tod im Dorf rettete, musste geschützt werden. ICh hatte dies übernommen. Doch es wurde nach nur zwei Wochen im Reich verkauft und ich war allein. Die Bilder dieses Überfalls und des damals begannen mich in meinen Träumen zu verfolgen. Irgendwann besann ich mich wieder auf das was ich war. Ich war eine Germanin, eine Wölfin. Kampflos aufgeben war uns fremd. Wir kämpften so lange es uns möglich war. Also begann ich dies. Ich suchte Möglichkeiten, Unstimmigkeiten und floh. Drei Versuche unternahm ich. Sie fingen mich drei mal wieder ein. Nachdem ersten Mal gab es Schläge. Sie wollten ihre Ware nicht beschädigen. Beim zweiten Mal noch schlimmere. Es waren Schmerzen, die man meinte kaum aushalten zu können. Dennoch nahm ich es auf mich und floh ein drittes Mal.
    Hier unterbrach sie und atmete kurz tief durch, trank ein schluck, sah kurz zu Valentin und danach wieder zu Commodus.
    Sie baneden mich an einen Baum. Das Gesicht gegen den stamm gelegt und die Hände auf der aderen Seite zusammen gebunden. Zwanzig Schläge sollten es sein. Ich weiß nicht ob es so viele waren oder ob es gar mehr wurden. Schmerzen, die ich mir nie vorgestellt habe empfinden zu müssen, lernte ich kennen bis mich eine gnädige Dunkelheit umfing. Doch sie hatten erreicht was sie wollten. Ich kämpfte nicht mehr, fügte mich meinem Schicksal und versuchte mit all den Erfahrungen zu leben. Damit klar zu kommen ein Tier zu sein und nichts mehr. Nicht würdig anständig behandelt zu werden. Mein Bruder Firmus traf Monate später auf den Zug hier vor Mogontiacum. Es waren nur noch wenige übrig und er rettete mich. Sonst wäre ich wohl jetzt nicht hier sondern Sklavin in einem römischen Haus irgendwo im Reich oder tot weil sie mich nicht verkauft bekamen. Denn die letzte Strafe hat nicht nur Spuren in der Seele hinterlassen.
    Es fröstelte sie auf einmal leicht und sie zog die Decke enger um sich.

    Nun gut. Dann beginnen wir den Markt zu erkunden. Hast du bestimmte Wünsche oder einfach an der einen Ecke anfangen, ein paar Kurven mittendrin und auf der anderen Ecke aufhören?
    Während Lucilla von einem fragenden Blick getroffen wird, geht Venusia schon auf den "Eingang" zu. An einem Ende würden sie ja eh beginnen müssen und so ging sie im gemütlichen Schritt einfach los. ie war gespannt wie viel Zeit sie hier verbringen würde. So einige Erfahrungen hatte sie ja schon sammeln dürfen. Aber sie würde Lucilla einfach machen lassen und wenn sie es wollte mit ihrem unfachmännischen Rat zur Seite stehen. Trotzdem war sie sich sicher, dass es sicher lustig werden würde...

    Mit einem sehr unguten Gefühl im Magen führte er nun diese Männer zum Heiligtum des Betriebes. Etwas sagte ihm, dass er machen konnte was er wollte. Es würde ihm nicht gut bekommen. Mit schweren Schritten ging er zum Verwaltungsgebäude. Er schloß die Tür auf und öffnete diese. Dann hielt er jedoch ein. Wenn er jetzt schnell genug und so...und wenn er dann....
    Und so geschah es, dass er blitzschnell in der Tür stand und diese den Germanen vor der Nase zu schlug und dann verriegeln wollte...

    Es ist schon in Ordnung Commodus. Irgendwann muss ich anfangen darüber zu reden und es sit nun schon fast zwei Jahre her. Die Zeit ist reif dafür. Frage ruhig.
    Venusia lächelte freundlich und in ihrer Stimme lage eine gewisse Bestimmtheit, die man in der Situation kaum von ihr kennt...
    Sie meinte was sie sagte und sie würde darüber reden, es nicht mehr verdrängen. Es war ein Teil ihres Seins, ein Teil ihrer Geschichte und irgendwann musste sie das akzeptieren.

    Nach einem kleinen Spaziergang von der Regia war sie nun an der Porta Praetoria angekommen. Es war für einen Novembertag ein erstaunlich schöner, aber auch wenn die Sonne schien war es sehr frisch und auf dem Weg hier her hatte sie eihren Mantel fest um sich gezogen. Mit der Wachstafel in der Hand, trat sie nun vor die Wache.
    Salve. Ich bin Duccia Britannia und möchte gern den Praefectus Castrorum Germanicus Corvus sprechen.

    Dann kommen wir mal zu deinen Aufgaben.
    Venusia lächelte und begann dann aufzuzählen...
    Du wirst in meinem Auftrag Briefe schreiben und meine eingehende Post sichten. Wenn ich einmal nicht anwesend sein sollte, wirst du anstehende Kurse aushängen und die Bewerber notieren. Auch wirst du die Betreuung der Bibliothek übernehmen. Wenn ein interessierter Leser vorbeischaut, wirst du ihm bei der Suche nach dem entsprechenden Werk helfen. So stelle ich mir deine Aufgaben vor. Hast du noch fragen dazu?

    Kurz ging ihr Blick zu Valentin und dann zu Commodus.
    Du musst wegen mir das Thema nicht wechseln. Wenn es für dich von Interesse ist, kann ich dir gern erzählen wie man sich fühlt so als Sklave. Wie das Leben in Germania Magna oder gar in einer Provinz des römischen Reiches sein kann in der man als Germane lebt und nicht als Römer.
    Ihr Stimme klang sehr gefasst und normal. Bisher hatte sie das nur in sich hineingefressen und selten über ihre Gefühle dabei gesprochen. Vielleicht sollte sie dies einfach einmal ändern. Sie hatte sich zwar eher gewünscht den Zeitpunkt selbst bestimmen zu können, aber es war nun einmal raus.