Beiträge von Duccia Venusia

    NAchdem sie nun am Vortag alles eingerichtet hatte, war das nun ihr erster offizieller Tag und sie saß vor ihrer zweiten von Meridius aufgetragenen Aufgabe. Es sollten alle Abkommen, Halbabkommen und sonstigen Vereinbarungen mit den Germanen zusammengefasst werden. Da war das Handelsabkommen. Es erklärten sich germanische Händler aus dem Stamm der Mattiaker bereit Waren hier anzubiten. Andersherum durften auch römische dort ihren Handel versuchen. Dann hatte sie noch einige, die sich Bedenkzeit ausbaten. Dort sollte unbedingt nachgefasst werden. Sie sah schon, dass noch eine Menge Arbeit auf sie zukommen würde. Doch deswegen hatte sie doch diese Aufgabe angenommen. Es war eine Herausforderung und der stellte sie sich gern.

    Nachdem du mir das nun gesagt hast, weiß ich es.
    Sie sprach freundlich, dennoch konnte man heraushören, dass sie das alles nicht wirklich erfreute zu hören.
    Wenn man jung ist macht man hin und wieder Dinge auf die man nicht stolz ist. Wenn sie einen befohlen werden, schaltet man den Kopf wahrscheinlich zu spät ein. Das einzige was man hoffen kann ist, dass man daraus lernt. Dass man das Wissen um seine Fehler nutzt und versucht sie gut zu machen. Dass man das Wissen für sich und andere nutzt.

    Auch Venusia hatte es endlich hier her geschafft und ging zu den anderen, die sie dann auch begrüßte.
    Salve. Ich hoffe, ich habe das alles mit meiner Verspätung nicht verzögert. Es tut mir sehr leid.

    Ich finde es erstaunlich, dass ein Vigil in Rom so sehr viel anderes zu tun hat als hier.
    Das verwunderte sie langsam, aber nun gut. Sie lebte nicht in Rom und kannte die Stadt und Gepflogenheiten auch nicht so.
    Weiß man nicht so etwas ehe man dorthin geht, informiert man sich über die Tätigkeiten nicht vorher?
    Sie sah ihn fragend an.
    Doch wie steht es mit den Menschen, die mit ansehen müssen, wie ihre Dörfer abgebrannt werden, die mit ansehen müssen wie Freunde und Familie umgebracht wird. Meinst du, dass sie nicht auch mit dem Schicksal hadern? Wertvorstellungen und Ideale ihre Bedeutung verlieren. Und dennoch gibt es viele von ihnen die beginnen dafür zu kämpfen, weil sie gesehen haben, dass man es muss.
    Einen Moment machte sie Pause ehe sie ihn ansah und fortfuhr...
    War es ein Befehl oder ein Auftrag? Hätte man nicht nein sagen können oder Möglichkeiten finden es anders zu erledigen?

    Seit wann war denn ein Sklave kein Mensch...? Konnte man diese Ansicht nur haben, wenn man anderes gewohnt war oder solch Behandlung schon mitgemacht hatte? Vielleicht...
    Ein Sklave ist für mich ebenso ein Mensch wie jeder andere und ich behandele ihn mit dem gleichen Respekt wie ich jeden Römer oder jeden anderen Menschen behandeln würde. Nur weil sie die arbeit machen, die wir nicht mchen wollen sind sie keien Sache. Sie haben genauso wie wir ein Herz, eine Seele und einen Körper der verletzbar ist und auch wir wollen nicht das irgendeinem Teil davon etwas passiert.
    Auch Venusia sprach etwas leiser, denn sie wusste, dass es dort andere Ansichten gab.

    Er verdient es nicht anders, ging es ihr durch den Kopf. Leute so zu foltern. Das ist seine Strafe für das was er getan hatte und er würde sie sein ganzes Leben lang mit sich tragen. Vielleicht würde sie irgendwann erwas nachlassen. Doch das ist siene Strafe so wie du deine bekommen hast und mit ihr Leben musst...
    Venusia versuchte diese Gedanken zu verdrängen doch sie waren da und manifestierten sich, ließen sich nicht mehr fortschicken. Sie wusste nicht was sie sagen sollte. Ihr war der Appetit vergangen doch zum Glück hatte sie nicht mehr allzuviel auf dem Teller, dass man ihr glauben würde, wenn sie nun satt war.
    Eine schlimme Bürde, die du mit dir herumträgst,
    brachte sie mühsam freundlich heraus und doch erstaunlich überzeugend.
    Und alles im Namen der Gesetze...und Roms...
    Sie bewunderte sich wieder wie sie es schaffte ihre wahren Gefühle so hinter dieser Fassade zu verstecken. Sie wirkte im Moment undeutbar. Man konnte nicht sagen ob sie mitfühlte oder ihn vielelicht für seine Taten verabscheute...und das Schlimme war...sie wusste es noch nicht einmal selbst...

    Sie sah wie er den Kopf senkte und er tat ihr irgendwie leid. Auf der anderen Seite konnte sie sich so einige Dinge ausmalen, die man dort wohl so machte. Sicher ähnliches wie sie auch schon einmal erfahren musste wenn nicht gar noch schlimmere Dinge.
    Ich weiß, dass diese Worte keinen Trost spenden können. Doch ich denke, dass es Teil deiner Aufgabe war Informationen zu erhalten und es irgendwo zur Sicherheit beigetragen hat.
    Mehr fiel ihr nicht ein, was sie hätte sagen können und sie versuchte sogar ein kleines bischen zu lächeln.

    Das schockte sie jetzt. Würde jemand wirklich soweit geht...Sie hatte genug gehört, aber würde man das auch hier versuchen. Hier in dieser Prpovinz, bei ihr oder anderen? Man konnte sehen wie sie ins Grübeln geriet und sich ihre Gedanken machte. Sie erinnerte sich an ihre Gefangennahme und wie man sie immer wieder ins Wasser stukte...ob er so etwas meinte? Es war schrecklich, doch sie vermochte nicht zu sagen, ob man sie damit zu einer anderen Meinung überzeugt hätte.
    Dann kann man nur hoffen nie ins Blickfeld von Leuten zu kommen, die anderer Meinung sind und diese mit allen Mitteln durchsetzen wollen.

    Ein Kompliment...das machte sie doch immer sofort verlegen und man sah es ihr auch an.
    Danke,
    sagte sie leise und prostete ihm dann ebenso zu und trank einen Schluck.
    Ich stehe zu meiner Meinung und die kann keiner ändern außer mit guten Argumenten. Ich glaube, da braucht man keine Angst haben, dass sich etwas an meiner Einstellung ändern kann.

    Dann setze ich diese Überzeugungskraft lieber für die Provinz ein.
    Sie lächelte ein wenig verlegen, weil sie solch Hymne auf die Provinz eigentlich gar nicht vor gehabt hätte.
    Ich glaube in der Politik würde ich mich nur verloren vorkommen. Ich fühle mich hier wohl und will so lange ich es vermag hier etwas verbessern.

    Die Provinz hat ihre Vor- und Nachteile. Man kann hier viel bewirken, viel erschaffen...
    Sie schwieg einen kleinen Augenblick.
    Doch dann gibt es noch die andere Seite, die gefährliche, die bedrohliche. Dies alles kann binnen kurzer Zeit zerstört werden, einfach zu Nichte gemacht werden. Germania fordert uns alle und sie fordert heraus. Langweilig wird es hier nie, zu tun gibt es immer etwas. Ich glaube dies kann Italia nicht bieten.
    Sie lächelte ein wenig verlegen, weil sie dies recht stark ausschmückte und dennoch dies diese Provinz ausmachte und sie reizte ihre Energien in sie zu stecken.

    Du willst es also in Zukunft noch einmal in der Politik versuchen? Es hörte sich gerade so an als sei das Thema nicht ganz abgeschlossen.
    Sie sha ihn fragend an und hatte so langsam alles aufgegessen was sie sich bestellt hatte.

    Ich wilde Redeschlachten liefern, das war nichts für sie. Sie konnte verhandeln, wenn es sein musste auch überzeugend sein, aber sich mit einer ganzen Stadt anlegen, das war ihr zu viel.
    Das hört sich ja fast so an als ei Politik nur großes Redenschwingen und nicht viel anderes.
    Was sie hier erfuhr, machte ihr wieder klar, dass sie nicht in die Poliik wollte. Ihr Ziel war es etwas zu bewegen und das konnte sie hier viel besser als In Rom wo man seine Schlachten mit Reden schlug und auch gern Versprechen gab, die man nicht einhielt.

    Und hatte das Volk dann wirklich etwas davon? Ich stelle mir das nicht wirklich einfach vor seine Meinung dort laut zu vertreten. Man hört ja doch so einiges von der Rostra in Rom und den großen Redeschlachten in der Wahlzeit.
    Sie hoffte, dass sie ihn nicht zu sehr ausfragte, aber man hatte ja nicht jeden Tag jemanden zur Hand, der etwas dazu zu berichten wusste.

    Ein interessanter Weg. Erst die Vigiles, dann die Politik und dann die Verwaltung. Was hat dich an der Politik so gereizt? Ich frage mich immer wieder was Leute dazu bewegt dieses Schritt zu machen.
    Für sie hatte die Politik bisher nichts reizvolles an sich und sie wollte mal wissen was daran so besonders war.

    Diese Antwort überraschte sie, beantwortete aber ihre unausgesprochene Frage. Er würde sich nicht nur umhören. Er würde da viel tiefer einsteigen.
    Nein, das habe ich nicht für möglich gehalten. Ein ehemaliger Vigiles und dann noch dazu Optio. Das überrrascht mich. Und es verwundert mcih auch, dass du solch einen osten aufgibst um hier in der Provinz weit ab von Rom einen Verwaltungsposten annimmst.

    Einfach mal umhören hörte sich nicht wirklich nach engagierten Nachforschungen an. Nun er würde sicher wissen was er tat. Oder er verriet ihr nicht alles was er vorhatte. Das konnte natürlich auch gut möglich sein.
    Man muss immer vorsichtig sein. Es könnte passieren, dass man in ein Wespennest sticht und man dann in Schwierigkeiten gerät. Es kann auf der einen Seite interessant sein und auf der anderen auch gefährlich.
    Ihr Blick richtete sich auf sein Gesicht und versuchte in ihm zu sehen was er wohl gerade dachte.

    Damit hast du wohl recht.
    Nachdenklich stocherte sie im Gemüse umher. Es schein wirklich mehr dran zu sein als man im ersten Moment dachte.
    Es wird wenig darüber berichtet und vieles scheint da sehr ungewöhnlichzu sein.Vielleicht sollte man sichdem Ganzen wirklich ein wenig mehr annehmen.

    Auch sie hatte nun begonnen zu essen und sah ihn ein wenig verwundert an, als er so von seiner Neugierde sprach.
    Bist du wirklich so ein neugieriger Mensch, der alles wissen muss? Denn Neugierde kann eine gefährliche Sache sein wenn man seine Nase zu tief in Dinge steckt, die einen nichts angehen.

    Ich glaube diese Frage können uns wohl nur seine Mitarbeiter oder er selbst beantworten. Doch verwunderlich ist dies schon.
    Wieder traf ihr Blick auf das Essen...man sollte langsam beginnen zu essen sonst war es kalt....
    Vielleicht sollten wir auch langsam beginnen zu Essen sonst wird es noch kalt und schmeckt nicht mehr.
    Ihr Lächeln war freundlich und entschuldigend. Hatte sie doch die Unterhaltung nun gestört...