Beiträge von Duccia Venusia

    Das Leben ist ein ganz anderes. Man hat viel weniger und dennoch vermisst man nichts. Nach des Tages Mühen folgt am Abend das Essen mit der Familie. Hier ist ein jeder, der im Hause lebt anwesend. Egal ob Familienmitglied, Gast oder ein Unfreier oder wie es hier heißt Sklave. Man arbeitet auf den Feldern, schlägt das Holz, schmiedet, webt, spinnt oder was eben noch so anfällt. Das Leben hier im Römischen Reich und das Leben dort in Germanien es sind zwei Welten, wie man sie sich unterschiedlicher nicht vorstellen kann. Und jeder findet seine Erfüllung in seiner Welt. Selbst mein Leben jetzt ist um so vieles anders wie es das in Britannien war oder wie es in meinen Erinnerungen zu Hause war.

    Zitat

    Original von Appius Terentius Cyprianus


    "Nunja wenn ich alt und grau bin, versuche ich mich vielleicht als Regionarius oder so. Ist bestimmt ein angenehmer Beruf und man bekommt gutes Geld. Das mit dem schreiben liegt mir nicht. Ich habe es als Optio versucht, aber nunja Bürokrat werde ich wohl nie werden :D."


    Venusia fragte warum er dachte, dass man in der Verwaltung so viel schrieben würde.


    Nun auch als Regionarius muss man etwas schreiben,


    sagte sie zwinkernd.


    Es kommt immer noch auf den Vorgesetzten und den Einsatzbereich an. Ich schätze, dass es bei euch ähnlich ist, oder. Viel steht und fällt mir dem Vorgesetzten.


    Sie war gespannt ob sie nun richtig oder falsch lag.

    Ich verstehe. Also eine Vielzahl von Gründen.


    Sie griff nach der Kanne mit Wasser und schenkte nach.


    Und deine neuen Aufgaben sind auch so wie du dir das vorgestellt hast?

    DAGMARLEINCHEN? DAGGILEIN? Einen bösen Blick schenkte sie einem jeden von ihnen und setzte sich wieder an den Tisch. Das bedeutete Rache und sie würde sie ihnen beiden auch zu Teil werden lassen, aber dies geschickt anstellen und vor allem kalt genießen. Denn dann war der Genuß um einiges intensiver. Mit neutralem Blick schaute sie alle an und in ihrem Kopf purzelten die Gedanken.

    Du weißt wie die Germanen leben? Im Winter kann man nicht mehr so viel machen. Der Tag ist kurz und es reicht um Reperaturen durchzuführen oder zu Spinnen und zu Weben. Am Abend sitzt man dann am Feuer zusammen, erzählt sich Geschichten und tauscht sich aus. undin den 12 Tagen davor wird ja alles fertig gemacht und vorbereitet damit man dann sie 12 Tage alles etwas ruhiger angehen lasen kann oder auch mal nichts tun oder eben auch mal was ganz anderes. Was einen dann so in den Sinn kommt das Fest auch mal etwas anders zu gestalten.


    Sie ließ offen, was man da alles machen konnte. Denn ein jeder hatte ja andere Ideen so einen Abend für sich zu gestalten und alles musste sie ja auch nicht verraten.

    Venusia schmunzelte. Die germanischen Feste waren wirklich umfangreich zu erklären, aber wenn er es wünschte, würde sie sich alle Zeit nehmen um dies zu tun.


    Zum Beispiel gibt es im Winter zur Wintersonnenwende ein Fest, an dem wir bis zu diesem Tag alle Arbeit fertig haben und danach dann 12 Tage feiern. Jeder Tag steht für einen der 12 Monate und schließlich endet es im Ragnarök, der großen Götterdämmerung, nach der die Welt wiedergeboren wird und das Licht über die Dunkelheit siegt. Ein Fest von einigen. Wir haben viele Feste mehr und wenn du es möchtest erkläre ich sie dir.

    An das Wetter würdest du dich schon gewöhnen und ich kann dir dabei bestimmt helfen. Vielleicht lässt sich manches Wetter zu Zweit besser durchstehen.


    Sie hatte dies weiter an ihn gelehnt gesprochen. Doch dann hob sie den Blick wieder und sah ihn lächelnd und auch ein wenig geheimnnisvoll an.


    Außerdem kann man sich auch so manches Wetter verschönern. Wir Germanen haben da so unsere Mittel.

    Das sind wirklich schöne Wünsche und es wäre schön, wenn sie sich irgendwann bewahrheiten würden. Die friedliche Zeit liegt in den Händen vieler und daher wird es schwer werden diese bald umsetzen zu können, aber ich glaube daran, dass wir sie einst habe werden. Vielleicht wird es nicht unser Verdienst sein und vielleicht auch nicht der unserer Kinder, aber irgendwann wird es sie bestimmt geben. Kein Krieg...auch ein sehr schöner Wunsch und ich würde ihn am liebsten jetztgleich in Erfüllung gehen sehen. Eine Casa in Taracco ist bestimmt auch schön und wie wäre es mit einer hier? Könnte die sich in die Wunschliste einreihen?


    Sie hatte den Blick zu ihm aufrecht erhalten und lehnte nun ihren Kopf an seine Schulter als sie geendet hatte. Es war die Verlegenheit über ihre Frage, die ihr irgendwie einfach so herausgerutscht ist aber dennoch nicht wirklich leichtfertig dahin gefragt war.

    Für einen Moment sah sie ihn nachdenklich an. Dann lächelte sie wieder und legte ihren Kopf ein wenig schräg.


    Wenn du einen Wunsch frei hättest, jetzt in diesem Augenblick. Was würdest du dir wünschen? Hättest du außer diesem noch andere?


    Sie wusste, dass die Frage unter Umständen ein wenig gemein sein konnte, aber sie wollte es gern wissen.

    Ein wenig senkte sie ihren Blick und war nun nicht mehr ob seiner Worte verlegen sondern auch wegen ihrer plötzlichen Wortarmut. irgendwie brachte sie das alles ein wenig aus der Bahn. Sie fand es nicht schlecht, ganz im Gegenteil und doch fühlte sie sich auf einmal ein wenig unbeholfen. Aber dennoch musste und konnte sie ihm nur Recht geben.Also hob sie ihr Gesicht wieder und sah ihn erneut direkt und mit einem Lächeln an.


    Du hast Recht. Es wäre sicher ganz anders gekommen wenn dem nicht so wäre. Ich glaube dann hätte es den Abend nicht gegeben. Doch es gibt ihn und ich möchte ihn nicht ändern.

    Schon wieder ein Kompliment. Ahjeh...das machte sie doch immer so verlegen. Wieder wusste sie zuerst nicht so recht was darauf zu antworten und somit lächelte sie nur und es trieb ihr wieder etwas Röte ins Gesicht.


    Ich danke dir für deine Worte.


    Mehr wusste sie nicht zu sagen und mit einem schüchternen Lächeln sah sie ihm in die augen. Es macht sie immer wieder verlegen und sie konnte nichts dagegen tun.

    Ein wenig zu necken?


    Sie tat gespielt entrüstet und für einen Moment konnte sie dies Gesicht auch so aufrecht erhalten, bis sich doch wieder ein leichtes Lächeln auf ihr Gesicht schlich.


    Was findest du denn so erfrischend? Das interessiert mich. Das hat mir nämlich noch keiner bisher gesagt.

    Ich habe ja nicht die ganzen Nächte draußen zu gebracht und im Winter wird es früher dunkel, da hat man dann auch mehr Zeit zum Sterne schauen als im Sommer, wo es die halbe Nacht hell ist.


    Dann sah sie das Lächeln und ihr Blick verriet ihm, dass er jetzt auf gefährlichem Eis sich bewegte.


    Vielleicht sollte ich dir sagen, dass ich es nicht mag wenn man mich derart versucht zu ärgern. Ich könnte zurückärgern.


    Ihr Lächeln verriet aber, dass sie es nicht wirklich übel nahm.

    Das irritierte sie nun doch. Erst diese Bemerkung und dann lachte er auch noch. Da wusste sie nun noch nicht so recht, was sie darauf erwiedern sollte. Also widmete sie sich erst der letzten Bemerkung um dann zurückzuschlagen.


    Ich war selbst überrascht und es hat mir großen Spaß gemacht immer wieder neue Dinge zu entdecken und sie am nächsten Abend wieder zu suchen. Und am Tage habe ich dann gelernt. Latein, etwas Kräuterkunde und den Frauen beim Spinnen und Weben geholfen. Ich hatte immer etwas zu tun. Geholfen wo ich konnte. Also so viel Zeit hatte ich auch nicht.


    Man konnte ganz genau diesen neckenden Unterton heraushören und das Zwinkern war kaum zu übersehen.


    Wie sonst hätte ich wohl so gut Latein lernen können?

    So deutete Venusia nun in den Himmel und zeigte mal hier hin und mal dorthin.


    Siehst dudort die Sterne? Sie sehen wie ein W aus und hier, wenn man die Eckpunkte verbindet, dann kann man einen Wagen darin erkennen.


    Und so ging es noch mit einigen weiter bis ihr Blick wieder lächelnd zu Magnus ging und ihn ansah.


    Ich hatte in Britannien viel Zeit mir dazu meine Gedanken zu machen.

    Da hatten sie nun wieder alle sie vorgeschlagen. Das nächste Mal musste sie sich ihren Gegner wohl selbst aussuchen müssen.


    Da ich einstimmig vorgeschlagen wurde und sich niemand mit zur Wahl stellt, wäre nun meine Frage ob wir dises Vorschlagsrunde auch gleich als Wahlrunde akzeptieren wollen. Dann habe ich noch eine Frage, vielmehr eine Bitte. Bisher hatten wir keinen Stellvertreter gewählt. Dieses möchte ich nun enden. Gibt es hier jemanden freiwilligen oder soll ich da jemanden für vorschlagen?


    Sie sah nun jeden einzelnen in der Runde an und wartete auf seine Antworten.

    Das war ja jetzt unfair. Nun stand sie doch wieder direkt vor Aulus ohne Val dazwischen. Sie lächelte entschuldigend und ging einen Schritt zurück.


    Es war halt eine zu gute Vorlage. Da konnte ich nicht anders und musste diese nutzen.

    Nun kam er ja von hundersten ins tausendste.


    Das mit dem Fortbestand, das lass man auch meine Sorge sein und so schnell macht mein Herz auch nicht schlapp. Das kann ne Menge aushalten. Auch kleine Großcousins, die sich gerade veralbern lassen.


    Mit einem breiten Grinsen stand sie fluchs auf und verschwand hinter Valentin, der als Deckung dienen sollte.

    Sie sollte auf ihr Herz achten? Wie alt war sie denn, dass sie das sollte. Nuin wars aber genug und es fing an ihr Spaß zu machen obwohl sie nach außen hin noch geschockter schauter als vorher.


    Ich soll auf mein Herz achten? Ich bin um einige Jährchen jünger als du und solch Aufregung stört mich noch nicht im geringsten. Auch rege ich mich gar nicht auf. Ich bin die Ruhe selbst. Wenn ich mich aufrege, hört sich das ganz anders an.


    Sie tat alles um nicht zu den anderen beiden schauen zu müssen, die sich ja selbst kaum kontrollieren konnten und sie fast verrieten.

    Ich werde versuchen so oft wie möglich herzukommen. So oft es mir meine Zeit erlaubt und dann können wir gern gemeinsam wieder hier sitzen und ins die Sterne anschauen oder über sie sprechen. Wussstest du, dass man in ihnen sogar Bilder und Figuren erkennen kann?