Beiträge von Duccia Venusia

    Venusia sah sehr betreten zu Boden, denn sie hatte eine Ahnung warum, nein vielmehr war es schon Gewissheit.


    Sie war heute im Officium des Duumvirs und bedrohte diesen mit einem Messer. Als ich das Officium betrat, bedrohte sie auch mich. Der Duumvir, mein Cousin, schaffte es sie zu überwältigen. Doch anstatt es zu melden, ließ er sie laufen. Doch sie wurde nun hier geführt und wusste scheinbar nichts besseres als nun auch die Familie zu bedrohen und zu verletzen.

    Sie hatte schon längst die Augen geschlossen um die Behandlung zumindest nicht mit ansehen zu müssen. Als das Zischen zu hören war und der Geruch den Raum erfüllte, musste sie schlucken. Man konnte so vieles im Leben schon mitgemacht haben und dies war nicht das erste mal, aber immer wieder trieb es den Ekel in ihr hervor und sie kämpfte ihn wieder hinunter. Als sie die fremde Stimme vernahm und sah, dass Diantha bei Ancius war, drehte sie sich um und ging zu dem Mann, den sie nun als Regionarius erkannte. Sie begrüßte ihn und erzählte ihm kurz, was sich zugetragen hatte und welche Rolle darin die gefesselte Frau vor der Tür spielte. Ihr Gesicht war inzwischen blau angelaufen und auch etwas geschwollen, aber die Schmerzen fühlte sie nicht. Sie hatte diese einfach abgeschaltet.

    Als Diantha das Eisen ins Feuer hielt, atmete sie tief durch und hoffte inständig, dass Ancius nicht jetzt zu sich kommen würde, was jedoch in Anbetracht des Blutverlustes unwahrscheinlich war. Sie hatte jedoch schon anderes miterlebt. Sie schloss die Augen und versuchte panisch Ordnung in ihre Gedanken, in ihre Gefühle, einfach in alles zu bekommen. Ihre Hilfe war von Nöten und sie musste dafür bei der Sache sein. Doch diese Gedanken ans Fortrennen ließen sich nicht so einfach vertreiben oder in eine Ecke drängen. Sie waren hartnäckig und eine zu verlockende Lösung um dem ganzen zu entkommen. Doch würde sie dies wirklich? Würde sie dem allen entkommen? Sie hatte es doch schon bei allen anderen Gedanken nicht geschafft. Ihr blieb nur das akzeptieren, das abfinden mit allem. Noch einmal atmete sie tief durch und drängte ihre Gedanken für den Moment energisch fort.

    Hier hatte man am wenigsten zu tun. Einige Häuser hatten bei dewn Herbst- und Winterstürmen ein paar Löcher in den Dächern davon getragen. Doch waren diese schnell gestopft und man konnte sich gemeinsam mit den Legionären um die Instandsetzung der Straße sowie einen kleinen Neubau derer kümmern. Die Männer halfen beim begradigen und ebnen sowie einsetzen der Steine, die Frauen sorgten für das leibliche Wohl aller.

    So sehr sie ihren Namen mochte, so sehr hasste sie das Daggielin. Sie hatte dann immer das Gefühl als würde eine kleine Vierjährige jeden Moment betreten und keine 17 jährigem die sie ja war. So atmete sie tief ein und aus und nahm sich vor dies einfach zu überhören. Warum musste Val eigentlich immer so genau wissen wie er sie ärgern konnte. Sie hätte wohl noch etwas länger fortbleiben müssen damit er dies vergessen würde. Auf der anderen Seite mochte sie diese kleinen Frotzeleien auch wieder gern. Sie konnte seine Trauer verstehen als er vo dem Familienessen sprach. Das letzte war schon so unglaublich lange her, denn seitdem war die Familie nie wieder wirklich komplett gewesen und wird es auch nie wieder sein.


    Sehr gern Wolfilein. Sehr gern. Es würde mich sehr freuen.


    Aus ihrem Grinsen wurde ein freundliches Lächeln.


    Und mit Marcia werde ich die Beförderung in die Wege leiten.

    Bei der Familie weiß man ja nie ob es nicht irgendwann besser ist,


    sagte sie breit grinsend. Es tat wirklich gut so nett herumzualbern und ihren alten Namen hatte sie auch schon lange nicht mehr gehört. Manchmal tat es ihr leid. Denn sie hatte alle so schöne Namen und alle ihre Bedeutung. JEder für sich hatte schon durch den namen eine gewissen Verantwortung von Geburt an erhalten und hier trug man die Namen einfach so.


    Vielleicht sollten wir uns einfach auf einen Waffenstillstand einigen. Was meinst du...ohhh...du großer..al...ähhh...weiser Cousin.


    Sie kam nicht umhin wieder ein wenig grinsen zu müssen.

    Also wenn ich mich so umsehe...


    Mit gekonntem Blick ließ die ihren Kopf durch den Raum kreisen...


    ist dies hier das Officium der Magistra Scrinorum. Mit gegenüber sehe ich einen Dummvir, der hier weise Reden schwingt und seiner Vorgesetzten keinerlei Respekt gegenüber aufbringt. Außerdem laut römischem Recht bin ich meines Glückes alleiniger Schmied. Kannst dich nur darauf berufen, dass wir die germanischen Sitten auch hier einhalten...naja...ich dich zumindest in dem Glauben lasse.


    Nun war es an ihr ein nettes Grinsen auf dem Gesicht zu haben.

    Ja ja ja ja, nun muss ich wieder ran.


    Pikiert wendete sie sich ab, setzte sich an ihren Tisch und begann ihre Unterlagen zu sortieren. Valentin beachtete sie im Moment nicht sondern grummelte leise vor sich hin.


    Die Duumvire von heute sind auch nciht mehr das, was sie mal waren. Aufmüpfig und frech sind sie. Am Schlimmsten sind sie wenn sie aus der Familie kommen. Da meinen sie sich alles erlauben zu können. Schlimm, schlimm...ja, schlimm ist das. Dagegen muss man mal was unternehmen. Das kann man sich doch nicht bieten lassen.


    Mit strengem Blick sah sie nun Valentin an.


    Oder was meinst du dazu?


    Nun war es an ihr den ernsten Blick zu bewahren und nicht loszulachen.

    Er konnte beim vorbeugen in ein geschocktes Gesicht schauen. Sie stand auf um sich neben ihn zu stellen und ihn aufzubauen, hatte er sich doch so viel Hilfe erhofft. Langsam arbeiteten sich seine Worte in ihr Gehirn vor und sie stutzte. Hatte er wirklich Magistratus gesagt, ging es ihr durch den Kopf. Aber Moment, das war doch gar nichts Schlimmes... Noch einmal ging sie sein Gesagtes im Kopf durch und dann realisierte sie sein Grinsen. Er hatte sie reingelegt und sie war schon wieder darauf reingefallen. Ganz langsam hob sie ihre Hand um diese dann schnell gegen seine Schulter zu jagen und ihn dabei fast vom Stuhl zu schubsen.


    Valentin Duccius Germanicus...Sarolf...mache dies nie wieder. Erschrecke mich nie wieder so, sonst könntest du dies beim nächsten Mal bereuen.


    Obwohl sie dies sehr streng sagte, konnte sie nicht verhindern, dass auch sie grinsen musste.


    Und ich hoffe, dass dir nun die Schulter ordentlich weh tut. Verdient hast du es.

    Nun war sie völlig fertig...Das hörte sich gar nciht gut. Sie dachte Marcia sei so eine fähige Angestellte, aber nein...es hörte sich nun auf einmal so gar nicht danach an.


    Valeintin, sag was ist passiert? Kann man da nicht noch irgendetwas machen. Ich meine, es muss doch zu regeln sein.


    Im Kopf ging sie alle Möglichkeiten durch, die sie hatte und die ihr einfielen um gegenzusteuern und etwas tun zu können...

    Venusia nickte und verschwand. Die ganze Zeit fragte sie sich ob sie nicht einfach fortrennen sollte...ganz weit weg...nur fort von hier und dem ganzen Grauen. Doch so sehr es ihr Geist wollte, sich alles danach sehnte, trieb irgendetwas sie weiter in Richtung der Küche, nahm das Öl, saubere Tücher und einen Tiegel und brachte es dem Medicus. Was auch immer es war, dass sie von ihrer Flucht abhielt es war wirklich sehr stark, denn ihr Wunsch zu fliehen erfüllte inzwischen all ihre Gedanken.

    Nun musste sie mal kurz nachdenken und sich in Erinnerung rufen, wen er alles in letzter Zeit zu was befördert hatte.


    Verina deine Scriba...aber ist das nicht eigentlich Marcia? Nun gut es ist deine Entscheidung und deine Idee dahinter gut und leider zur Zeit auch berechtigt...aber was hast du mit Marcia vor?


    Fragend sah sie ihn an und versuchte ohne seine Hilfe hinter siene Gedanken zu kommen.

    Sie wusste darauf nichts zu erwiedern und somit beließ sie es beim Lächeln. Nach einem kleinen Moment hatte sie dann doch einige Worte gefunden.


    Nun denn, ich hab es gern getan und wenn du mal wieder Interesse an einem gespräch hast und ich bin da, dann scheue dich nicht bei mir vorbeizuschauen. Dies ist nicht nur so dahin gesagt sondern sehr ernst gemeint.

    Venusia hatte ein Eisen gefunden und kam mit diesem zurück. Neben dem Medicus kam sie zum Stehen und drückte es diesem in die hand. Sie wusste was jetzt kommen würde und wollte eigentlich nur noch fort, raus aus diesem Raum und doch konnte sie dies auch wieder nicht. Unschlüssig ob sie weiter helfen sollte oder ihrer Angst die Entscheidung überlassen, verharrte sie an Ort und Stelle.

    Während Venusia dort saß und verzweifelt versuchte durch den ausgeübten Druck und das Zusammenhalten der Wundränder die Blutung zu stillen, fragte sie sich, was ihrer Familie wohl noch alles passieren würde. Warum das alles nicht einfach mal aufhören konnte. Dann kam der Medicus und sie überließ ihm die Behandlung kommentarlos. Sie sah auf ihre Hände welcher voller Blut waren sowie auch ihre Knie, weil diese an seiner Seite gelegen hatten wo sich eine kleine Blutlache gebildet hatte. Etwa entrückt sah sie zu Diantha und dem Medicus und hörte auch nciht so recht was dieser sagte. Doch ein Wort holte sie aus diesem Wachtraum heraus und sie sah ihn mit großen Augen an. Die Verletzung musste wirklich schlimmer als angenommen sein. Dass sie tief war, wusste sie, aber mit dem Feuer...?


    Wir haben sicher etwas da, was man dazu verwenden kann,


    sagte Venusia mehr automatisch und lief los um etwas entsprechendes zu suchen.

    Nun ging es in die letzte und alles entscheidende Runde. Wer würde sich für das Entscheidungsrennen am nächsten Tag qualifizieren?


    Marsyas und Dominator Spectatorum lieferten sich in der letzten Runde ein kleines Koipf an Kopf Rennen welches jedoch Marsyas für sich entscheiden konnte. auch auf den drei Plätzen dahinter ging es spannend zu. Diokles , Patrokles und Brinno gaben alles und schnekten sich nichts. Immer wieder griff einer den anderen an und versuchte noch einen Platz gut zumachen, aber schließlich ging man wie schon in der RUnde vorher über die Ziellinie.



    Platzverteilung nach der VII. Runde: Marsyas - Dominator Spectatorum - Diokles - Patrokles - Brinno[/quote]



    Nun war auch das zweite Rennen beendet und man konnte auf der Rennbahn die ankündigung für den nächsten tag hören an dem nun das Entscheidungsrennen stattfinden würde und man den Sieger dieser Spiele küren konnte.

    Venusia hob ein wenig amüsiert ihre Augenbraue. Er kam in letzter Zeit meist nur deswegen zu ihr und sie fragte sich was er wohl heute vor hatte.


    Natürlich habe ich Zeit. Nimm doch bitte Platz und erzähl mir wen du jetzt zu was befördern willst.