Interesse habe ich noch immer dran. Wir müssten nur die Themen uns ausdenken und dann alles zu aufschreiben. Dann noch die Erlaubnis aus Rom abwarten. Wollen wur denn noch immer die Religion machen und als zweiten Cursus eine Fortführung unseres ersten?
Beiträge von Duccia Venusia
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Ich wollte dieser Tage mal wieder ausreiten. Hättest du Lust mitzukommen?
Sie wusste nicht warum ihr dies gerade in den Sinn kam, aber vielleicht wollte er ja etwas von der Umgebung sehen und sie wollte nicht allein los.
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Sie nickte.
Ja, auch die. Vielleicht haben wir es ja doch geschafft, ein wenig Verständnis in diese Welt zu bringen. Es würde mich freuen.
Dann legte sie die Rollen auf einen Kleinen Tisch und setzte sich auf einen der drei Stühle, die dort in der Ecke standen.
Nimm doch bitte Platz und dann sage mir, was dich zu mir treibt.
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Jetzt fing er schon wieder damit an. Wenn sie jetzt hier 24 Stunden liegen bleiben musste, sie würde wahnsinnig werden. Nun gut. Er konnte nicht die ganzen 24 Stunden hier sitzen und Marga und Hergen hatten auch genug mit dem Haushalt zu tun und mit Ancius. Da war das Stück, das gefehlt hatte. Ancius. Ihr Gesicht wurde bei den Erinnerungen an die Verletzung wieder ganz blaß und die gerade so zarte Farbe, die sie bekommen hatte, verschwand schon wieder.
Ancius. Wie geht es ihm?
Sie wollte wissen ob er noch lebte und ob an ihn retten konnte. Sie wollte wissen ob sie noch etwas retten konnte, etwas für ihn tun.
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Ja das müssen wir. Immer das Beste suchen und damit den Weg finden, der uns das alles durchstehen lässt und uns weiterführt.
Sie lächelte Aulus an. Die Unterhaltung tat ihr gut. Dieser Gedankenaustausch tat ihr gut und irgendwie fühlte sie sich auch ein wenig besser.
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Sie wollte ihm widersprechen. Doch wusste sie, dass sie da heute keine Möglichkeit auf einen Sieg hatte und beließ es nur bei einem Seufzen.
Ich kann nicht liegen und ausruhen. Habe so viel zu tun und Hunger habe ich keinen.
So richtig hatte sie ihn in letzter Zeit sowieso nicht mehr und dass sie jetzt hier nichts mehr tun sollte, kam ihr eigentlich auch nicht in den Sinn. Wenn sie an alles dachte, was noch zu tun war, wusste sie gar nicht wann sie das alles schaffen sollte.
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Dankbar trank sie von dem Wasser aus dem Becher. Sie fühlte sich noch immer wie gerädert. Man konnte fast meinen, dass ein Wagen über sie gerast war und das sogar mehrmals. Es war wohl vieles zu viel.
Ohnmächtig...,
kam es fragend und sie versuchte sich zu erinnern was gestern alles passiert war. Doch da war noch einiges im Nebel. Aber ihr fiel wieder diese Frau ein und wie sie ihr helfen wollte.
Es war meine Schuld...bin auf sie reingefallen und sie hat es ausgenutzt...
Sie wollte sich aufrichten, sich hinsetzen, aber irgendwie war da noch einiges dagegen und sie schaffte es nicht.
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Vale bene,
verabschiedete sie sich von ihm und nachdem er ihr Officium verlassen hatte, machte sie nach kurzer Zeit ihre Arbeit weiter. Doch wunderte sie sie sich ein wenig über den Probatus, der hier vor ihr gesessen hatte. Es war ein etwas seltsames aber dennoch angenehmes Gespräch gewesen.
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Sie hatte nun mit Valentin die Bibliothek betreten und man konnte in den Regalen die vielen Schriftrollen liegen sehen.
Ich hatte hier schon einiges hergebracht und abschreiben lassen. Nun ist alles komplett und ich kann sie weiterschicken.
Sie lächelte ein wenig stolz und ging weiter mit ihm in eine Ecke, wo sie mit dem Gespräch keinen stören würden.
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Sie nahm einige Schriftrollen und ging auf die Tür zu.
Ich muss endlich mal die Kursunterlagen zusammenfassen und an die anderen beiden Schola schicken.
Mit einem Lächeln verließ sie nun das Officium und ging zur Bibliothek weiter.
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Irgendwann nach vielen Stunden begann es sich wieder in ihr zu regen. Erneut tauchte sie aus der Schwärze auf. Das erste was sie wieder spürte, waren die Schmerzen im Gesicht. Etwas überwältigt von diesen stöhnte sie ganz leise auf. Ganz langsam versuchte sie ihre Augen zu öffnen. Was jedoch bei ihrem Linken nicht so ganz klappen wollte. Der Schlag darauf war hart gewesen und es schon arg zu geschwollen. Als sie zumindest ein Auge geöffnet hatte, drehte sie vorsichtig den Kopf und sah nun wieder Valentin an.
Was ist passiert,
fragte sie leise und mit trockenem Hals. Sie konnte sich nicht mehr an das erinnern, was am Abend zuvor passiert war. Zumindest nicht im Moment. In ihrem Kopf waren nur die Schmerzen und die Schwärze, die alles verhüllt und noch verschlossen hielt.
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Nachdem sie nun schon die anderen beiden Rennen mit angeschaut hatte, kam sie auch zu diesem. Blieb ihr ja auch nicht viel was anderes übrig. Sie setzte sich auf ihren Platz und begrüßte wie immer höflich alle bereits Anwesenden. Gespannt war sie schon und fragte sich ob dieses Rennen etwas abwechslungsreicher werden würde. Bei Pferderennen hatte man Spannung bis zum Ende. Bei den Wagenrennen tat sich ab Mitte des Rennens irgendwie gar nichts mehr.
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IN NOMINE IMPERII ROMANI
ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTIERNENNE ICH DIE
Scriba
Petronia Marcia
MIT WIRKUNG VOM
NON IUN DCCCLVI A.U.C. (5.6.2006/103 n.Chr.)ZUM
Magistratus
DER STADT MOGONTIACUM- DCCCLV AB URBE CONDITA -
Im Namen des Legatus Augistus Pro Praetore
Venusia Duccia Britannia
Magistra Scriniorum Germania Superior -
Heilsa,
sagte sie lächelnd und stand auf.
Die Zeit habe ich, nachdem ich noch kurz in der Bibliothek vorbeigeschaut habe. Magst du mich vielleicht begleiten?
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Es war ja mal wirklich was los hier, dachte sie sich und bat den Besucher herein.
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Etwas war da gewesen und kurze Zeit später war etwas anderes da. Ein kleiner Teil in ihr war bestrebt aufzutauchen, zu sehen was dort war. Sie versuchte es, versuchte aus der Schwärze aufzutauschen und die Augen zu öffnen. Für einen Moment schaffte sie es auch. Kurz öffnete sie die Augen, blinzelte nich einmal, weil sie nicht recht erkennen konnte. Eine schemenhafte Gestalt sah sie und sie kam ihr bekannt vor.
Heilsa Sarolf...,
brachte sie leise mit einem angedeuteten Lächeln hervor und versuchte seine Hand zu drücken, was jedoch nicht mehr als eine winzige Bewegung wurde. Dann verließ sie die Kraft, ihr Kopf fiel zur Seite und sie tauchte wieder hinab in die unendliche Tiefe des Vergessens.
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Von alledem hatte sie nichts mitbekommen. Für den Moment war sie von allem erlöst, was sie beschäftigte, was ihre Gedanken und ihr Tun beeinflusste. Da war nichts außer sie selbst und sogar das war im Moment unwichtig. Auch auf dem Bett lag sie nun völlig entspannt und es sah so aus als würde sie nur friedlich schlafen.
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Immer noch trudelte sie durch die Schwärze, die sie eingefangen hatte und sie die Ereignisse der letzten Tage und Wochen vergessen ließ und schließlich ihrem Körper und ihrem Geist, das gab was er brauchte. Ruhe. Zu erst noch merkte sie den Strudel in den sie hinabgezogen wurde und ungewollt immer tiefer eintauchte. Irgendwann verließ sie auch dieses Gefühl und sie fühlte nichts mehr außer dem Frieden in den sie nun hinabgeglitten war und nichts mehr sie vorerst darauf befreien konnte.
Ihr Atem war flach aber gleichmäßig. Sie selbst war blaß sofern man dies in ihrem recht verbeulten Gesicht überhaupt sehen konnte. Friedlich lag sie nun vor Marga auf dem Boden.
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Nachdem der Regionarius sie hatte gehen lassen, war sie ohe Umschweife in ihr Zimmer gegangen. Noch immer blutverschmiert. Doch es war ihr egal. Als sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, lehnte sie sich gegen diese und rutschte an ihr hinunter. Was nur hatten sie getan. Was haben sie irgendwann verbrochen, dass man sie bestrafen musste? Sie wusste es nicht. Sie konnte es sich nicht erklären. So langsam wich der Schock von ihr und sie wurde sich immer mehr der Sachen bewusst, die da gerade eben vorgefallen ist. Ancius schwer verletzt, sie selbst hatte einiges abbekommen und so langsam drängte sich auch ein schmerzhaftes Pochen in ihre Gedanken und jeder Wirmpernschlag verursachte ihr Schmerzen. Warum nur war sie so naiv gewesen...warum nur war sie dort hingegangen...wollte sie helfen? Sie hätte damit rechnen müssen...nein...sie hätte es wissen müssen. Obwohl es ihr höllische Schmerzen bereitete weinte sie. Sie weinte bittere Tränen, zog die Knie an ihre Brust und schlang die Arme darum. Allein...sie war allein...so allein...
Sie schloß die Augen und wollte nichts mehr sehen, nichts mehr hören und am besten gar nichts mehr mitbekommen. Langsam stand sie auf und ging zu ihrem Bett. Sie setzte sich auf die Kante und sah hinüber zu ihrem Tisch. Ganz langsam stand sie auf und ging hinüber. Doch plötzlich begann sich alles um sie herum zu drehen und sie fiel zu Boden wo sie auch schließlich liegen blieb. Ihre Gedanken fielen in eine erlösende Schwärze genau wie auch sie selbst.
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Sie sah die Frau nur an und schüttelte den Kopf. Dann wand sie sich wieder an den Regionarius.
Gibt es noch weitere Fragen oder kann ich nun gehen?
Sie wollte fort. Doch versuchte sie es erst einmal nur mit ihrem Zimmer.