Beiträge von Duccia Venusia

    Sie schaffte es noch einen Moment länger diese Mitleidserweckende Miene aufrecht zu halten.
    Ich plane gar nichts. Rein gar nichts.
    Doch nun konnte auch sie nicht mehr an sich halten und musste ebenfalls laut
    loslachen.
    Lass dich einfach überraschen, meine Liebe. Du wirst sehen, dass es nichts Schlimmes ist.
    Nie würde sie Verina diesen Tag verderben wollen nur verschönern.

    Ja, das war Valentin. Er hatte die kleine Unruhe mitbekommen.
    Ihr Blick ging kurz zum Himmel hinauf und sah dann wieder ins Dunkel.
    Du willst hier nun einfach liegenbleiben?
    Es war so eine verzwickte Situation und sie wusste einfach nicht mehr weiter....

    Marga befand sich in der Küche und war dabei alles so weit es ging vorzubereiten. Sie hatte viel zu tun und deshalb an diesem Morgen schon früh mit der Arbeit angefangen. In den Töpfen brodelte es, es wurde gebraten und geschält und geschnitten. Die ganze Küche war in einen betriebsamen Arbeitswahn verfallen.

    Sofort setzte Venusia ihren unschuldigsten Gesichtsausdruck auf und tat so als würde ihr gerade das größte Unrecht auf dieser Welt angetan. So schlimm war es zwar nicht...aber gut...das musse ja keiner sonst wissen.
    Du traust mir also wirklich zu, dass ich so etwas absichtlich machen könnte?
    Sie legte sogar diesen geleidgten Unterton in ihre Stimme. Allerdings fiel es ihr schwer das Lachen zu verkneifen.

    Da war wohl einiges misverstanden worden....Aber man konnte es richten....
    Von mir aus spricht nichts dagegen. Ich werde mit Parfur darüber reden und ich denke auch von ihm aus würde nichts dagegen sprechen.
    Kurz überlegte sie...Irgendwie war ihr doch ein wenig nach Glättung dieser vorkommnisse, war dies ja auch ihr Duumvir, der hier dem Senator so zu schaffen machte.
    Es war scheinbar ein großes Misverständnis und ich bin sehr froh, dass dies nun aus der welt geschafft wurde und ich möchte mich in aller Form im Namen des Duumvirs bei dir entschuldigen.
    Solch Sachen mochte sie ja gar nicht. aber sie war nun einmal Comes und da gehörte es dazu, dass man auch solche Schritte ging.

    Das Wetter ist gerade schön geworden. Da Zeiht es die meisten leute eher nach draußen als in eine Bibliothek. Vielleicht sollten wir noch ein wenig warten und dann im Sommer einige Aushänge machen.
    Es war schon traurig, dass so wenige hierher kamen um zu lesen.
    Und weißt du womit du Recht hast? Horaz schreibt wirklich sehr schöne Stücke. Die lese ich auch gern.

    Und weiter gings. Unbeirrt steuerten die Magistraten nun auf das nächste Gründstück zu. Na ja...das konnte man ihm noch nicht wirklich ansehen, dass es das mal werden sollte. Es war eine riesige Ackerfläche auf die nun die Lagerhalle eventuell gebaut werden könnte. Stolz und zufrieden zeigte der alte das Fleckchen Erde und wartete nun darauf, dass Gesandte mit seiner Arbeit begann.

    Es ist nie zu spät umzukehren. Man muss es nur wolle. Es ist ein harter und schwerer Weg, aber man kann ihn gehen, wenn man denn will.
    Nur wusste sie nicht ob Aulus ihn gehen wollte. Scheinbar hatte er schon alles aufgegeben und dies stimmte sie traurig. Sehr sogar. Vielleicht war es wirklich vergebene Liebesmüh und sie nun an der Reihe aufzugeben und den Rückzug anzutreten. Vielleicht war ihr Wunsch ihm zu helfen falsch gewesen und alles unnütz. Es konnte niemand wissen....

    Er wird sicher in seinem Officum sein und sich mit diversen Listen beschäftigen. Er hat einiges nachzuholen und sich um einiges zu kümmern.
    Kurz lächelte sie erneut und hörte dann dem Senator aufmerksam zu. Der nächste Punkt war schnell erklärt.
    Parfur wurde erst mit dem Beginn der Amtszeit des neuen Legaten Vinicus Lucianus in die Curia berufen. Die Curia insgesamt wurde etwas personell überarbeitet und erweitert. Deswegen ist Parfur erst recht neu in der Curia.
    Die weiteren Schilderungen des Mannes aus Rom kamen ihr ein wenig abgehackt, nach Worte suchend vor und sie fragte sich was wohl Schlimmes folgen würde. Vor allem natürlich was dieser Augustinus nun schon wieder angerichtet hatte von dem sie nicht wusste. Noch immer knabberte sie an seinem Vorwurf, dass sie lügen würde. Auch wenn ihr nach der Gegenüberstellung nun Gerechtigkeite widerfahren war, so war doch das Verhältnis zwischen Comes und Dummvir im Moment von ihrer Seite aus etwas eingetrübt. Solch ein Benehmen zeugte nicht von Ehre. Für sie jedoch war solch Ehrlosigkeit schon ein schlimmes Vergehen. Das weckte eben alle germanischen Erziehungen in ihr und auch die Wertvorstellungen


    Als er jedoch diese Zusammenkunft in der Curia ansprach, musste sie schwer Äußerung aus dem Munde des Mannes ihr gegenüber hörte sich so gänzlich anders an als die Unterhaltung zwischen ihr und dem Dummvir und der Zusammenkunft in der Curia.
    Nun ja. Nach seinem Besuch in Roma stellte er deine Bitte mir sowie auch der Curia vor. Ich kann dir jedoch nicht genau sagen wo er diese zu erst äußerte, meine jedoch dass dies zu erst bei mir geschah. Er stellte es aber nicht ganz als Bitte vor. Es hörte sich viel mehr als Bedingung für die Überbahme des Baus an. Ich sagte ihm darauf, dass er sich mit Parfur in Verbindung setzen solle und ihm diesen Wunsch vortragen. Von mir aus stand dem nichts im Wege und ich verstand dies sogar. Schließlich hast du viel in der Provinz und natürlich auch hier in der Stadt auf die Beine gestellt.
    Dann überlegte sie kurz wie sie nun diese sehr seltsame aber schon irgendwo richtig gelaufene Sitzung in der Curia erklären sollte. So richtig wollten ihr hier keine ausredenden und beschwischtigenden Worte einfallen. Wobei ihr dies bei ihrer vorhergehenden Schilderung auch nicht wirklich gelungen war.
    In der Curia Provincialis brachte er deine Bitte auch etwas nachdrücklicher herüber als es mir nun nach deinen Worten beabsichtigt schien. Doch ehe wir Mitglieder uns dazu äußern konnten, wurde Octavius Augustinus an die entsprechenden Duumvire hier vor Allem natürlich wieder an Parfur verwiesen. Ob ein solches Gespräch je statt gefunden hat, kann ich dir nicht sagen. Ich hatte dennoch so ein wenig das Gefühl, dass bei einigen Mitgliedern ein etwas eigenartiger Nachgeschmack zurück blieb.
    Das war bis eben ja auch irgendwo verständlich gewesen. Ein Senator aus Rom kam daher und dies auch noch über einen Boten und verlangte nun auf einmal namentlich an seinen Bauten ernannt zu werden. Man fragte sich schon was in Rom wieder für eine Krankheit ausgebrochen war um solche Höhenflüge und solch Geltungsbedürfnis zu erlangen. Doch nun stellte sich alles ein wenig anders da und ohne es zu wissen hatte man wohl dem Senator unabsichtlich Unrecht getan.

    Warte bitte erst bis die ganzen Möbel in seinem Zimmer angekommen sind. Dann können wir schauen ob wir noch etwas umräumen, anders hinstellen. So lange werde ich dir am Besten deinen Raum zeigen in dem du untergebracht wirst.
    Venusia hatte sich noch immer nicht an die Sklavin gewöhnt. Nun ja...an Nefertari schon, aber an den Gedanken, dass sie eine Sklavin war. Daran konnte sie sich nicht gewöhnen. Dennoch versuchte Venusia normal mit ihr umzugehen.

    15 bis 20 Personen...das waren eine Menge..aber nicht unschaffbar. In Gedanken ging Marga ihre Eingebungen durch.
    "Nun, was hälst du von einem Brei als Vorspeise? Man kann etwas Genüse und Fleisch hinzugeben, dann schmeckt er besser. Danach könnte man, wie es die Römer so tun Eier servieren oder etwas Fisch. Hiernach käme die Hauptspeise. Gebratenes Fleisch, gedünstetes Gemüse und Fladen dazu. Als Nachtisch würde ich dann natürlich unser in Honig eingelegtes Obst servieren. was meinst du dazu?"
    Marga war schon recht zufrieden mit ihrem Mahl, dass sie Verina zu Ehren bereiten wollte. Nun musste diese nur noch zustimmen.

    Dieses Cubiculum befand sich neben dem von Venusia und war vor dem Bezug seines neuen Bewohner fast leer geräumt worden. Es befand sich nur ein Bett darin. Weitere Einrichtungsgegenstände wurden auch Confluentes erwartet. Erst wenn diese untergebracht worden waren, wollte man sehen was fehlte und dies dann auffüllen. Doch im Moment schien der Raum leer und trist obwohl er hell und groß war.

    Ein kleiner Raum mit einem Bett, einem kleinen Tisch und einem Stuhl. Desweiteren ist hier eine Truhe zu finden in die, der Bewohner seine Sachen unterbringen kann.


    Dies soll nun das Zimmer der Sklavin Nefertari sein. Hier kann sie sich in ihrer Freizeit zurückziehen.

    Nachdem nun die Kommandoübergabe erfolgt war, hatte man eilig zugesehen den wenigen Hausstand, der aus dem Castellum mitgenommen werden sollte zügig nach Mogontiacum zu bringen. Venusia, Nefertari und ein paar Wagen waren nun an der Casa angekommen. Es hatte den ganzen Tag gedauert. Die Wagen verzögerten die Reise erheblich und man kam ziemlich mitgenommen hier her.
    Dies wird dein neues Heim sein, Nefertari. Hier wohne ich.
    Venusia strahlte schon wieder ein wenig. Es freute sie, dass sie nun ihren Mann immer bei sich hatte und nicht ständig reisen musste, wenn sie zu ihm wollte.

    Ein recht lautes: "Loki, das habe ich gehört," drang aus der Küche zu den dreien hinaus. Dieser Germane war wirklich eine Heimsuchung und sicher von Loki persönlich zu ihnen geschickt worden um ihre armen Nerven auf Schlimmste zu strapzieren.

    "Ein Drache? Von ungeahnter Gewalt?"
    Diese Fragen konnten die drei nun von hinter sich hören und eine Marga sehen, die kaum glauben konnte was sie da gehört hatte.
    "Du bist ihm mehrere Male schon nur knapp entkommen? Das waren mehrere Male zu viel, wie ich meine."
    Ein böser Blick traf Loki und eine leicht wütende Marga verschwand in der Küche, darauf sinnend Loki bei nächster Gelegenheit die Klauen und Zähne in sein Fleisch zu rammen. Das alt hatte sie gefliessentlich ignoriert.

    Das gewünschte Getränk wurde ihm natürlich gereicht. nun konnte Venusia ihrem Besucher ihre ungeteilte Ausmerksamkeit zukommen lassen.
    Zur Wasserversorgung befragst du wohl am Besten meinen Cousin Duccius Germanicus. Er hat gerade frisch den Posten des Procurator Aquarum übernommen. Das amt war lange Zeit verwaist, wurde nun aber wieder belebt. Dies wäre doch eine sehr gute und fast erste Aufgabe für den Procurator.
    Ein kleines Zwinkern konnte man in ihrem Gesicht erkennen.
    Wenn du ihn jedoch nicht zwingend nur aus diesem Grund aufsuchen möchtest, kann ich das auch gern weiterleiten.
    Sie würde sich in diesem Punkt einfach nach seinen Wünschen richten.

    Die statue wäre sicher die höchste Auszeichnung, die wir dem gescheidenen LAPP zu Teil werden lassen können. Es gäbe da aber auch noch Inscriptiones, die man als Ehrung anbringen könnte. Hier natürlich dann nur die große.
    Sicher war dies keine Konkurrenz für die Statue. Doch das Schweigen der anderen Curienmitglieder deutete sie hier als Unsicherheit den weiteren Möglichkeiten einer Auszeichnung. So hatte sie beschlossen eben jene noch mit vorzubringen. Nun würde man hoffentlich etwas mehr von den anderen hören.

    Es ist schon so gut wie vergessen. Mache dir darum keine Gedanken.
    Ganz vergessen war es nicht, würde es sicher auch nicht so schnell werden. Genauso wie sie heute noch hin und wieder an Valentins Reaktion damals zurück dachte. Dennoch wollte sie es für jetzt auf sich beruhen lassen.
    Ereignisse verändern eine Person. Wenn man etwas getan hat, was man nicht wollte, so hat man immer Schuldgefühle. Es geht gar nciht anders und wenn die Schuld hier ein Menschenleben ist, so wiegt es noch schwerer. Aber dennoch bleibt man in seinem Herzen man selbst.
    Kurz schwieg sie ehe sie weitersprach.
    Du wirst dich schon noch wiederfinden und es wird verblassen. Alles was heute so nah und fast immer gegenwärtig ist, wird seinen Schrecken, seine Farbe verlieren und irgendwann eine unschöne und mahnende Erinnerung sein. Du willst es jetzt noch nicht sehen. Alles ist zu frisch zu neu für dich. Aber die Zeit wird kommen. Bis dahin versuche dich in deinem Herzen zu finden. Lasse dieses Ereignis dich nicht auch noch zu einem Opfer werden.
    Hier wollte sie erste einmal in ihrem Monolog innehalten. Sie wusste, dass sie recht hatte. Genug hatte sie erlebt um dies wissen zu können, aber sie wusste auch, dass sie kurz nach alledem nicht daran glauben wollte und die Welt ein finsteres Loch war, das sie einfach verschluckt hatte und nie wieder ausgeben wollte. So fühlte sich sicher nun auch Aulus und deswegen wollte sie ihm helfen.

    Kann ich dir etwas anbieten ehe wir mit dem Gespräch beginnen? Einen Wein oder etwas anderes?
    Den ersten Punkt verstand sie ja noch. Die Taverna sollte wieder aufgebaut werden. Was wirklich schön war. Doch der nächste Punkt wollte sich ihr in diesem Moment noch nicht so recht erschließen. Wobei sie sich sicher war, dass sich dies sicher bald ändern würde.
    Zur Taberna stelle ruhig deine Fragen. So weit es in meiner Macht steht, werde ich dir gern auf deine Fragen antworten.