Beiträge von Decima Lucilla

    Zitat

    Original von Maximus Decimus Meridius
    Quantität ist kein Kriterium.


    "Wenn ein Probatus bei seiner Ausbildung täglich produktiv ist..."


    Bei mir impliziert 'poduktiv' qualitativ gute Beiträge. Ist dies bei dir nicht so, dann möchte ich nun ausdrücklich nocheinmal für dich darauf hinweisen, dass meiner Meinung nach qualitativ gute Beiträge honoriert werden sollten :D ;)

    Zitat

    Original von Publius Decimus Flaccus
    Man wird die Waren, die ein Betrieb produziert nicht los.


    Vielleicht liegt dies eher an der Betriebschwemme. Ich habe bisweilen das Gefühl, dass manche Leute einfach mal einen Betrieb ins Blaue hinein eröffnen, ohne vorher überhaupt nachzusehen, ob es nicht schon genügend Betriebe dieser Art gibt.


    Ich persönlich kaufe meine Waren bevorzugt bei Leuten, die meine Charaktere auch simon kennen, egal, ob sie nun etwas günstiger oder teurer sind. Und ich bin sicher, es gibt viel Stammkundschaft in der Wisim. Wenn nun einer den xten Betrieb Kategorie irgendwas aufmacht, dann braucht er sich nicht wundern, wenn er seine Waren nicht losbekommt, weil alle schon ihren bevorzugten Händler haben.



    Zitat


    Und vorallem auch die Vielfalt der Waren macht einen Teil des Problems aus. Man weiß nie genau bei welcher Ware der Balken um so und soviel Prozent steigt. Deshalb ist die Vielfalt einfach ein Problem.


    Geht es nicht darum in der Wisim? Spekulation, Versuch, Irrtum? Wüsste jeder, was das beste für seinen Balken ist, wäre es nicht irgendwann ziemlich langweilig?



    Zitat


    [*]3. Allgemeine Senkung der Betriebskosten.
    [*]4. Abschaffung der Anschaffungskosten, starke Reduzierung.


    Wieso muss man mit einem Betrieb hunderte von Sesterzen erwirtschaften können? Entweder, es ist ein Nebenverdienst, dann sollte der Gewinn ohnehin nicht so hoch sein. Oder jemand hat nur Betriebe für seinen Lebensunterhalt, dann kann ich nur sagen, ein Scriba verdient auch nur 20 Sesterzen die Woche, ein Popa im 40 Sesterzen und ein Optio nur 60 Sesterzen. So mancher Betrieb wirft da mehr ab.



    Zitat


    [*]5. Schnellere Beförderung. Dies würde sich allerdings nur für Militär und Cultus Deorum machen lassen. Wenn man sich anschaut, dass bei einigen die Ausbildung ein Monat, bei anderen zwei Monaten und bei anderen noch länger dauert ist das schon doof.


    Was meiner Meinung nach wirklich zu lauter hohen Personal führen würde. Allgemein sollte eine Beförderung an die Postings des Spielers geknüpft sein. Wenn ein Probatus bei seiner Ausbildung täglich produktiv ist sollte er durchaus eher befördert werden, als einer, der mit seinem Probatus zwei Postings die Woche setzt und dabei zwei Zeilen schreibt. Sicher, es mag Ausnahmen geben bei Posten, die dringend besetzt werden müssen (ja, ich war so eine Ausnahme, aber dafür sitze ich seit genau einem halben Jahr auf dieser Postition fest, während andere langsamer, dafür jedoch mittlerweile höher befödert wurden), aber ich denke im Allgemeinen ist die Beförderungszeit im IR schon in Ordnung.

    Lucilla nimmt die beiden Briefteile entgegen. "Oh, ein Doppelbrief? Na gut, ich will mal nicht so sein, und es als eine Briefsendung durchgehenlassen." Sie lächelt freundlich und schaut dann auf den Emfänger. "Ah so, und normalerweise bestehen wir auf dem genauen Empfänger. Aber wenn du mir sagst, ob der Brief zum Castellum der Legio II oder in die Regia in Mogontiacum soll, dann werde ich auch darüber hinwegsehen. Dann müsste ich nur noch wissen, ob es ein Eilbrief sein soll oder ob normaler Versand reicht. Eilbrief kostet 20 Sesterzen, normal nur fünf, dauert aber auch länger."


    Sim-Off:

    Wi-Sim: Konto 1225, Cursus Publicus

    So liegt Lucilla einige Minuten und lässt ihre Gedanken schweifen. Dann steht sie auf, legt das Schmuckstück um ihren Hals und schlendert zu ihrem Spiegel hinüber. Lächelnd hebt sie ihre Hand und berührt den kleinen Stein am Ende der Kette. Sie muss an Tarraco denken, den Abend in der Taberna Luculli. Alle politischen Widrigkeiten hätte sie damals vielleicht über Bord geworfen, hätte die Möglichkeit schon bestanden. Doch heute, heute ist die Situation noch viel verworrener, und das auch ohne die Politik.


    Lucilla dreht sich um, es ist Zeit für die Arbeit. Sie fährt noch einmal mit der Hand über den Mantel von Avarus, der über einem Stuhl neben der Tür hängt, und verlässt dann das Zimmer um sich auf den Weg zur Regia zu machen.

    Sim-Off:

    So ist es :D


    Mit dem kleinen Kästchen kommt Lucilla von der Eingangstür in ihr Cubiculum und schließt die Tür. Sie setzt sich auf ihr Bett und betrachtet das Kästchen mit klopfendem Herzen von allen Seiten. Dann legt sie es vor sich ab und öffnet langsam den Deckel.


    Ihre Augen weiten sich, als Lucilla den Inhalt des Kästchens erblickt und sie hält unwillkürlich die Luft an. Mit zitternden Händen nimmt sie das Geschenk heraus und hebt es in die Höhe. Ihre Augen funkeln und ein glückliches Lächeln macht sich auf ihrem Gesicht breit. Das Präsent noch immer in den Händen haltend, lässt sie sich nach hinten aufs Bett fallen und schaut verträumt an die Decke des Raumes hinauf.

    "Ja, das kann sein." nickt Lucilla überzeugt. "Aemilia war damals bei uns zu Besuch."


    Lucillas Gedanken schweifen einen Augenblick zu der Eröffnung. Dann schüttelt sie den Kopf und nimmt sich eine Traube.


    "Ich denke, es wird Zeit für mich. Du entschuldigst uns, Maior." Sie schaut sich nach Ambrosius um. "Ich hoffe, du hast deine Hände gestärkt, Ambrosius?"


    Sie steht auf, blickt Maior an und grinst. "Wir werden uns sicher wieder über den Weg laufen. Auch wenn die Casa größer ist, als die in Tarraco."

    Lucilla lacht auf. Das Thema beschäftigt ihren Bruder wohl doch mehr, als er zugeben möchte. "Ich meinte bei der Arbeit, Meridius. Der Cursus Publicus. Mein oberster Vorgesetzter ist immer noch Hungaricus."


    Sie geht an ihm vorbei und stupst ihn vor die Brust. "Und sei mal nicht so besitzergreifend. Du weißt, dass der Pater Familias der Decima Meridius eigentlich dem Kommando seiner Schwestern untersteht. Und daran, mein lieber Bruder, wird sich nie etwas ändern."

    "Ich fürchte, du musst alleine gehen. Du weißt doch, ich unterstehe den Praetorianern." Sie schmunzelt. Es ist immer wieder eine sonderbare Vorstellung. "Aber wenn ich schädliche Post entdecke werde ich mich bemühen, sie aufzuhalten."


    Sie steht grinsend auf. "Außerdem bin ich im Gegensatz zu dir nicht auf Freigang und ich muss mich für die Arbeit fertig machen."

    "Nein, nein, der Cursus Publicus war nicht nicht der erste, der das Romfieber in mir entfacht hat. Da kannst du dir an deine eigene Nase fassen und dich bei Tante Drusilla bedanken." Sie grinst frech.


    "Die anderen? Eine gute Frage. Ich glaube der Mercator-Zweig der Familie wollte sich zu einer Verschwörungs-Sitzung zusammenfinden." Sie zwinkert ihm zu. "Du kannst ja mal sehen, ob sie uns auch teilhaben lassen."



    Sim-Off:

    Eigentlich sind sie ja auch im Atrium, aber es passt so schön :D

    "Oh ja, das glaube ich auch." Lucilla zieht die Schüssel mit den Trauben etwas näher zu sich heran. Ein kleiner Nachtisch kann nicht schaden.


    "Ich bin sicher, halb Rom wird kommen. Und hinterher erst, wird sicher lustig, wenn Aemilia hier einzieht. Kennst du sie schon? Sie ist wirklich nett und ich bin froh, dass Livianus so ein Glück hat. Naja, und Aemilia mit Livianus ja sowieso."

    "Das weiß ich doch. Du fehlst mir auch sehr." Sie seufzt. "Manchmal erscheint mir die Distanz nach Germania nur so endlos. Und auch die nach Tarraco. Aber die Post überwindet alle Distanzen."


    Ein Grinsen erscheint auf ihrem Gesicht. "Oh, das wäre auch mal ein guter Spruch für eine Werbekampagne."

    Lucilla lächelt zufrieden. "Ich bin trotzdem froh, dass du einmal wieder da bist."


    Zu der Sache mit der speziellen Wirkung schweigt sie. Die Männer bringen ihr Leben durcheinander, doch am Ende ist wieder Lucilla verantwortlich. Das Leben ist einfach ungerecht. ;)


    "Sag, wie lange wirst du bleiben?"

    Mindestens ebenso fragend, wenn nicht sogar verwirrt schaut Lucilla zurück. "Von dir?" Sie schüttelt den Kopf. "Nichts. Nicht mehr und nicht weniger als sonst auch. Aber ich möchte nicht, dass du irgendwann irgendwelche Gerüchte hörst und ihnen glauben musst, weil ich dir nichts gesagt habe."


    Sie blickt zaghaft und versucht, aus Meridius Miene zu lesen. "Und was erwartest du von mir?"

    Lucilla schüttelt den Kopf. "Wirklich sicher bin ich mir nicht. Er war schon immer sehr nett, aber ich meine, wer ist das nicht? Er hat mich gefragt, ob wir uns privat wiedersehen wollen und... ich habe ja gesagt. Und er hat mir Komplimente gemacht. Aber auch das ist ja nichts Neues."


    Sie überlegt. "Nein, ich habe auch Crassus nichts zugesagt. Wie könnte ich? Wie du selbst erkannt hast, hat es ohne deine Zustimmung eh keinen Wert. Ich bin ja nicht dumm, Meridius, auch wenn ich manchmal wohl nicht groß über diese Dinge nachdenke."


    Sie schaut sich um. Ein paar Trauben wären nicht schlecht, irgendetwas zur Ablenkung. Doch es ist nichts in Reichweite. "Und was ich will? Bei den Göttern, wenn ich das wüsste, dann wäre es nicht so kompliziert. Noch in Tarraco war ich mir so sicher, dass ich nichts lieber wollte als Crassus. Aber nun..."

    Lucilla ist sich dessen nicht im geringsten sicher. Doch so schlimme Dinge hat sie ja nicht zu erzählen.


    "Du hast ja einen Brief von Crassus bekommen." beginnt sie zögernd. Natürlich hat er, sonst hätte Crassus ja keine Antwort darauf bekommen. "Also das mit Crassus, ich habe ihn wirklich sehr gerne. Du musst dir auch keine Sorgen machen, er hat nichts getan, was meinem Ansehen schaden würde. Ich glaube, nein, ich bin mir sicher, er würde diese Bindung gerne festigen. Und noch vor wenigen Tagen hätte ich dich nun darum gebeten, seiner Bitte stattzugeben. Denn immerhin sagst du ja selbst immer, dass du nur das Beste für mich willst." Sie seufzt. "Aber nun ist alles durcheinander geraten."


    Sie blickt vor sich und mustert statt ihrer Fingernägel nun zur Abwechslung den Boden. "Dieses Essen bei Avarus, das war nicht ganz so geschäftlicher Natur, wie ich dachte. Zumindest hat es sich davon entfernt, je später der Abend wurde. Richtig aufgefallen ist mir das jedoch erst am nächsten Morgen."


    Sie schaut wieder auf. "Und das verunsichert mich so sehr, Meridius. Ich habe schon immer... also... ich meine... er war eh vergeben... und ein Germanicus obendrein... aber... jetzt..." Ihr Blick wird von ehrlicher Verzweiflung ausgefüllt. "Ich weiß überhaupt nicht mehr, wo oben und unten ist in meinem Leben."

    Lucilla blickt Mattiacus nach. Das ist eine kurze Verschnaufpause gewesen. Dann blickt sie wieder zu ihrem Bruder.


    "Das war noch nicht alles, worüber ich mit dir sprechen wollte." beginnt sie in unheilvollem Ton. "Allerdings möchte ich dich bitten, dafür eine Weile zu vergessen, dass du als Pater Familias für mich verantwortlich bist, und einfach nur mein Bruder zu sein."