Beiträge von Decima Lucilla

    Zitat

    Original von Gaius Caecilius Crassus
    Dann kannst du aber davon ausgehen, dass du gar keine ruhe mehr vor mir haben wirst.... ;)


    "Oh, also dann muss ich mir das wohl nocheinmal gut überlegen!" grinst Lucilla frech.


    "Andererseits, ich bin mit einer Horde von Brüdern und Cousins aufgewachsen, ich kann mich durchaus der Männer erwehren, wenn sie mir auf die Nerven fallen. Obwohl ich nicht glaube, dass du das jemals tun würdest."


    Das Grinsen wandelt sich zu einem sanften Lächeln und sie blickt Crassus verträumt in die Augen. Caecilia Lucilla, das würde sich ziemlich gut anhören. Oder besser Decima Caecilia Lucillla - ohne dass sie ihren Gensamen behält, würde sie Meridius wahrscheinlich niemals hergeben. (;))

    Lucilla bemerkt einen drohenden Schatten, der auf sie fällt und dreht sich um. Schräg hinter ihr steht ein gerüsteter Kerl und nickt ihr ausdruckslos zu, als sie sich umwendet. Sie erkennt in seiner Rüstung diejenige der Gladiatorenschule und wundert sich ein wenig. Ein paar Reihen weiter sieht sie dann jedoch Horatius Callidus. Sie lächelt ihm dankbar zu und winkt.


    Dann wendet sie sich etwas beruhigt wieder dem Schauspiel zu, das sich so langsam zu einer Schlägerei auszuweiten scheint.

    Lucilla mustert ihn eine Weile nachdenklich, während in ihrem Kopf allerlei Gedanken durcheinanderwirbeln. Schließlich leht sie sich etwas nach vorne.


    "Und sonst haben sie nichts an sich? Kein Kleidung? Du solltest du dich mal mit dem Cultus Deorum in Verbindung setzen. Vielleicht ist es ein Kult, der von seinen Opfern nur die Gesichter braucht. So wie die Christen die Herzen kleiner Kinder essen. Angeblich, meine ich natürlich. Aber es soll ja einige geheime Kulte geben, die solcherlei praktizieren."

    Lucilla seufzt. Das ist ja noch weniger als nichts. Zum Glück würden die Hafeneröffnung in Carthago Nova noch eine Seite füllen, wenigstens etwas aus Hispania.


    "Nein, das hast du recht. Das bringt nichts. Ich dachte eher daran, dich als den großen Regionarius von Hispania Tarraconensis darzustellen, der mutig und furchtlos dem Täter entgegen trat und ihn zur Strecke brachte."


    Sie grinst frech. "Aber wenn du noch nicht so weit bist, dann werde ich wohl noch etwas warten. Du denkst aber an mich, wenn du die Fälle gelöst hast?"

    Lucilla nimmt Platz und mustert Balbus verstohlen. Er sieht nicht gerade gut aus. Etwas müde und abgespannt. Wahrscheinlich ist er überarbeitet. Lucilla kennt dieses Phänomen aus ihrer eigenen Familie, Männer haben einfach keinen Gespür dafür, wann es Zeit ist mal eine Pause einzulegen. Was Balbus fehlt ist eindeutig eine Frau. Lucilla wundert sich sowieso, warum er nicht längst verheiratet ist. So schlecht sieht er nicht aus, ein gutes Einkommen hat er zudem. Irgendetwas muss da noch sein, dass er sich nicht an die Frauen herantraut.


    "Du weißt doch sicher, dass ich für die Acta Diurna schreibe? Eigentlich bin ich nur Lectrix, aber da wir zur Zeit keinen Korrespondenten aus Hispania haben, befinde ich mich immer auf der Jagd nach berichtenswerten Themen. Leider gibt es davon meist nur wenige. Allerdings wurde mir vor ein paar Tagen zu Ohren getragen, dass du vielleicht einen Aufhänger, für einen guten Artikel hättest. Es geht dabei um Morde in Tarraco." Bei dem Wort 'Morde' weiten sich Lucillas Augen einen Augenblick.


    "Könnte das etwas für die Acta sein, oder darfst du nichts darüber sagen?" Erwartungsvoll blickt sie Balbus an.

    Zitat

    Original von Gaius Caecilius Crassus
    Das Essen scheint dir wohl zu schmecken. ;) Sag mal, hast du vor in nächster Zeit mal wieder nach Rom zu kommen?


    Wähend sich Crassus etwas zu trinken holt, probiert Lucilla die Eiercreme und stellt fest, dass sie ganz vorzüglich schmeckt. Die Reise von Tarraco bis nach Carthago Nova, dann das viele Herumlaufen in der Stadt, dies alles hat sie doch sehr hungrig werden lassen.


    Auf seine Frage hin lässt sie den Löffel sinken. "Ja, im nächsten Monat finden doch die großen Spiele statt. Die werde ich mir auf keinen Fall entgehen lassen, vor allem, da mein Cousin Livianus sie mit ausrichten wird. Das ist sozusagen eine Familienpflicht. Außerdem möchte ich noch mit Senator Avarus und Tiberia Livia wegen meiner Versetzung sprechen. Wenn es wirklich möglich ist, dann möchte ich auf Dauer nach Rom. Diese gähnende Leere zuhause, weißt du, das bedrückt mich doch manchmal ein wenig."

    Die Mittagszeit ist vorbei und Lucilla hat ihr Officium ein wenig früher verlassen, da sie noch eine andere Aufgabe vor sich hat. Dass diese Aufgabe sie direkt in die Höhle des Löwen, ins Officium des Regionarius, führt, ist ihr gar nicht mal so unrecht. Sie hat Prudentius Balbus schon recht lange nicht mehr gesehen, zwischenzeitlich hatte sie sogar geglaubt, dass er Hispania verlassen hatte. Doch die Gerüchteküche hat ihr zugetragen, dass er sich nur auf einer geheimen Mission befunden hatte.


    Und mittlerweile brodelt es schon wieder in der Gerüchteküche. Aus diesem Grund ist sie hier.


    *klopfklopf*

    Zitat

    Original von Gaius Caecilius Crassus
    Gibt es hier irgendwo auch was zu trinken?


    sich umschau.


    Eine leichte Färbung erscheint bei Crassus Worten auf Lucillas Wangen und sie ist froh, dass er schon gleich wieder das Thema wechselt.


    "Ja, dort hinten wo das ganze Essen aufgeladen ist, gibt es auch etwas zu trinken. Lass uns hinüber gehen, ich habe den Nachtisch noch gar nicht probiert."


    Sie nimmt das letzte Stückchen zartes Lammfleisch von ihren Teller und isst es. Dann stellt sie den Teller auf dem kleinen Tisch ab und geht mit Crassus zu den Tischen, die sich noch immer unter der Last des Essens zu biegen scheinen.


    "Oh, Tyropatinam! Lecker." Schon hat Lucilla einen kleinen Teller in der Hand und läd ihn voll. "Mhm, sieht das lecker aus. Und noch ein paar Früchte, vielleicht sind ja italienische Trauben dabei."

    Mit großen Augen verflogt Lucilla das Geschehen auf der Bühne. Auf der einen Seite sieht es organisiert aus, auf der anderen ist es ein zu großes Durcheinander. Lucilla verunsichert das ganze und sie wünscht sich, dass einer ihrer Verwandten bei ihr wäre. Wer weiß schon, was sich aus dieser Stimmung alles entwickeln kann. Sie denkt an den Artikel in der Acta und Livillas Erzählung von dem Aufmarsch des Pöbels in Rom. Wenn diese unwichtige Steuersache die Menschen schon dermaßen aufwigelt, was würde dann erst bei einem Fest geschehen, das den Geschmack des einfachen Volkes nicht trifft?

    "Dann würde ich sagen, dass der normale Beförderungsweg ausreicht. Das macht dann fünf Sesterzen."



    Sim-Off:

    Den Brief kannst du entweder hier posten oder mir per PN schicken, am Zielort wird er dann auf jeden Fall gepostet. Das Geld überweist du in der WiSim einfach auf das Konto des Cursus Publicus, Nr. 1225 :)

    "Salve Livilla! Natürlich, nimm doch Platz." Sie deuted auf den Stuhl vor dem Schreibtisch.


    "Wir bieten zwei Möglichkeiten zum Briefversand. Zum einen der normale Versand für 5 Sesterzen. Der Brief geht dann mit der nächsten Postsendung in die Zielprovinz. Daneben
    den Eilbrief, er geht noch am Eingangstag auf den Weg, kostet dafür aber 20 Sesterzen."

    Lucillas Augen beginnen zu Strahlen. "Aber natürlich war ich da, so etwas lasse ich mir nicht entgehen. Nur vier Tage für Rom sind zwar sehr anstrengend, vor allem, wenn man Spiele besuchen muss, aber es hat sich gelohnt. Du warst fantastisch! Jeden Kampf habe ich mir angesehen und dir zugejubelt. Es war unglaublich, wie du durch die Arena gezogen bist und einen nach dem anderen bezwungen hast..."


    Ihr Blick schweift ein wenig verträumt ab, bis er zufällig an Crassus hängenbleibt. Nachdem sie ihn einige Sekunden so angstarrt hat, schüttelt sie wie benommen den Kopf und räuspert sich.


    "Es hat sich also doch wieder gezeigt, dass die Praetorianer die Elite des Imperiums sind. Der Kaiser ist wirklich in guten Händen bei dir."

    Lucilla blickt auf das Schauspiel und überlegt, ob die pöbelnden Männer vielleicht Statisten der Truppe sind. Doch als mit dem ersten Obst scharfe Geschosse fliegen, streicht sie diesen Gedanken bei Seite. Auch die verkniffenen Gesichter lassen nicht wirklich auf ein geplantes Zwischenstück schließen.


    Etwas unsicher sieht sie sich um, wo im schlimmsten Fall der beste Fluchtweg von der Tribühne hinunter wäre. Sie ärgert sich, dass sie Ambrosius gestattet hatte, noch etwas beim Straßenfest zu bleiben.

    Gespielt erschüttert weiten sich Lucillas Augen und sie schüttelt den Kopf. "Wirklich ein unhaltbarer Zustand. Wenn das mein Bruder auch nur ahnen würde..."


    Sie kneift die Lippen zusammen, beugt sich etwas weiter zu Crassus hin und legt ihren Zeigefinger vor die Lippen. "Also pssst! Sonst kommt er nur auf dumme Gedanken."


    Lachend beugt sie sich wieder zurück und hält Crassus erneut den Teller hin. "Nun greif schon zu, ich kann mir ja noch einen Nachschlag holen. Oder darfst du im Dienst nichts essen, weil dir dein Schwert aus den fettigen Fingern rutschen könnte? Oder werdet ihr Praetorianer etwa so gut verköstigt, dass du diese Leckereien gar nicht nötig hast? "

    "Ach ja... der Kaiser." murmelt Lucilla, blickt dann jedoch zu Crassus auf und lächelt. Da hat der Besuch des Augustus ja doch noch etwas Gutes.


    Sie hält Crassus den Teller mit den Köstlichkeiten unter die Nase und fragt grinsend: "Möchtest du etwas? Ich teile gerne mit dir, ich bin nämlich nicht am verhungern. Obwohl ich schon sagen muss, dass das Essen Zuhause momentan nicht gerade reichhaltig ist. Sie haben mich alle verlassen, ganz allein sitze ich noch in Tarraco und hüte die Casa während meine Brüder und Schwestern, Cousins und Cousinen und sogar meine Neffen sich ein schönes Leben in Roma machen. Und Nyla, unsere Küchensklavin, meint nun wohl, dass es sich entweder nicht lohnt, für eine Person großartig zu kochen, oder sie glaubt, dass mir etwas weniger gut tun würde."


    Lucilla blickt an sich herab und kann kein Gramm entdecken, welches zu viel wäre.


    Sie schaut wieder zu Crassus. "Wenn das so weitergeht, dann falle ich noch vom Fleisch. Daher muss ich hier nur um so mehr zuschlagen, du verstehst." Ein schelmisches Lächeln umspielt ihren Mund, als sie ein Stückchen Huhn darin verschwinden lässt.

    Zitat

    Original von Gaius Caecilius Crassus
    Dann begann die Suche nach Lucilla, eben hatte er sie doch noch hier irgendwo gesehen..


    Lucilla hat sich ihren Weg bis zu dem reichlich aufgebahrten Essen gebahnt, sich mit einem großen Teller voller Köstlichkeiten versorgt und war dann wieder etwas in den vorderen Bereich, möglichst weit weg vom Ehrenbereich, gegangen.


    Dort steht sie nun, ihren Becher Mulsum auf einem Tischchen neben sich, den Teller in der einen, einen Krabbenspies in der anderen Hand. Sie lutscht gerade eine Krabbe von dem Holzspies, als ganz unvermittelt Crassus vor ihr steht.


    "Crassus? Was... wann... wie?" Sie schluckt die Krabbe hinunter und ein breites Lächeln erscheit auf ihrem Gesicht. "Crassus! Was machst du denn hier? Seit wann bist du in Hispania? Wie lange wirst du bleiben?"

    Lucilla muss zwar zugeben, dass sie schon bessere Truppen als diese gesehen hat, doch die überzogenen Reaktionen aus einigen Ecken des Publikums kann sie beim besten Willen nicht verstehen. Vor allem, als das Wort 'Blut' laut wird, glaub sich Lucilla im falschen Theaterstück. Da versuchen die Veranstalter ein bisschen Kultur ins hinterwäldlerische Hispania zu holen, und dann so etwas. Lucilla schüttelt verärgert den Kopf und versucht sich weiter auf den Text zu konzentrieren.