Beiträge von Marcus Decimus Mattiacus

    Stimmt, die res gestae, die muss ich ja auch noch halten, dachte sich Mattiacus.


    "Am liebsten würde ich persönlich dem Volk Rede und Antwort stehen und über meine sehr schöne Zeit hier Rechenschaft ablegen. Zuerst würde ich natürlich über die berschwerliche Reise über die Alpen berichten und wenn ich die Zuschauer genug gelangweilt habe, zu dem Teil überleiten, wo du mich kreuz und quer durch die Provinz gescheucht hast um dann mit einer Liebeserklärung an Germanien zu enden."


    Mattiacus nahm einen Schluck Wein.


    "So, oder so ähnlich habe ich mir das vorgestellt. Meinst du nicht ? Nein ?" fragte er vorsichtig.

    Mattiacus lächelte, als sich beide über ihn unterhielten.


    "Angesehnder Jurist, das hört sich gut an, so nehme ich mich gar nicht wahr." sagte Mattiacus.


    "Aber du hast recht Lucilla, ich hab den Winter hier gar nicht bedacht. Ich kenne ja nur Hispanien und Italia im Winter und da muss man keine zweite Tunika anziehen. Mir wird jetzt schon kalt."


    "Ich hoffe, Meridius, das wir auf der Jagd irgendein großes, haariges Biest erlegen, in dessen Fell ich mich wickeln kann."

    "Du siehst wie immer blendend aus." sagte Mattiacus.


    "Meine Amtszeit ist ja schon wiederabgelaufen. Aber Meridius hat mich von einem Teil der Provinz in den anderen gejagt." scherzte Mattiacus.


    "Ich werde aber noch ein wenig in Germania bleiben und erst wieder zu den nächsten CH Wahlen nach Rom reisen."

    Mattiacus gesellte sich zu Lucilla. Er hatte sich mit ihr auf der Hochzeit gar nicht richtig unterhalten können.
    Ausserdem hatte er einen kleinen Gater, den man am besten mit ein wenig Essen wegbekommt.


    "Lucilla, schön dich hier zu sehen. Wir konnten uns gar nicht richtig unterhalten. Verzeih mir bitte und sei nachsichtig mit mir. Ausserdem habe ich dich gar nicht richtig erkennen können. Irgendetwas ist anders an dir. Hast du eine neue Sklavin, die dir die Haare macht ?"

    Mattiacus bemerkte seine Lieblingscousine Lucilla. Er hatte sie am Abend davor nicht richtig gesehen.


    "Oh mann, wieviel hast du getrunken ? Eine Amphore ? Zwei ? Drei ?" Mattiacus wusste es nicht mehr, aber er bemerkte, dass an seiner Lieblingscousine etwas anders war als sonst. Ja, sie hatte eine neue Frisur, dachte er sich.

    Mattiacus schaute noch etwas sehr verschlafen aus. Der Wein, das Essen, die Feier, die Frauen........ eine Mischung von allem stand in seinem Gesicht. Dennoch versuchte er Haltung zu bewahren und lächelte die Anwesenden freundlich an und konzentrierte sich, eine gute Figur zu machen.


    Mattiacus kam mit herein.


    "Salve Meridius, hier habe ich den Bericht für den Senat. Ich wollte ihn nochmal mit dir durchsprechen."


    Mattiacus legte ihm die Schriftrolle vor.



    Bericht an den Senat,


    In meiner Tätigkeit als Quaestor pro praetore bereiste ich im Auftrag des Statthalters Decimus Meridius die Provinz Germania Superior. Mein Auftrag dabei war, die Wasser- und Getreideversorgung der Provinz zu untersuchen und dem Statthalter darüber zu berichten. Ich konnte dem Statthalter dabei nur positives berichten.
    Germania stellt sich dabei als ein blühender und bunter Teil des Imperiums da, in dem barbarisches und römisches Kultur miteinander verschmelzen. Dies wird deutlich an den Festen in den Städten Confluentes und Mogontiacum. Dort wird sowohl unseren als auch den germanischen Göttern in gleicher Weise und mit dem gleichen Respekt und Demut vor der Macht der Unsterblichen gehuldigt.
    Die Städte und Dörfer der Provinz erholen sich nach den Kriegen der letzen Zeit gut, obwohl noch hier und da eine Ruine zusehen ist, die von der Zeit kündet, als Räuber und Barbaren über den Limes kamen. Die Lage dort erscheint auch dank der Militärpräsenz in der Provinz ruhig und die Germanen haben wieder Respekt vor uns und unserer res publica gelernt.



    Marcus Decimus Mattiacus, quaestor pro praetore


    Mattiacus kam mit einer Schriftrolle in der Hand zum Officium.


    Er klopfte.




    Bericht an den Senat,


    In meiner Tätigkeit als Quaestor pro praetore bereiste ich im Auftrag des Statthalters Decimus Meridius die Provinz Germania Superior. Mein Auftrag dabei war, die Wasser- und Getreideversorgung der Provinz zu untersuchen und dem Statthalter darüber zu berichten. Ich konnte dem Statthalter dabei nur positives berichten.
    Germania stellt sich dabei als ein blühender und bunter Teil des Imperiums da, in dem barbarisches und römisches Kultur miteinander verschmelzen. Dies wird deutlich an den Festen in den Städten Confluentes und Mogontiacum. Dort wird sowohl unseren als auch den germanischen Göttern in gleicher Weise und mit dem gleichen Respekt und Demut vor der Macht der Unsterblichen gehuldigt.
    Die Städte und Dörfer der Provinz erholen sich nach den Kriegen der letzen Zeit gut, obwohl noch hier und da eine Ruine zusehen ist, die von der Zeit kündet, als Räuber und Barbaren über den Limes kamen. Die Lage dort erscheint auch dank der Militärpräsenz in der Provinz ruhig und die Germanen haben wieder Respekt vor uns und unserer res publica gelernt.



    Marcus Decimus Mattiacus, quaestor pro praetore