Beiträge von Marcus Vinicius Lucianus

    Es war wohl soweit.... alles Dinge waren getan und meine habseligkeiten sollten auch gepackt sein.
    Wie ich Paulina kannte wartete sie wohl scon seit Tagen darauf, dass ich endlich den Startschuß zur Abreise geben würde.....



    "Phaeneas!"



    rief ich nach meinem getruen Sklaven....

    Ich nickte nur noch..... viel Sprechen konnte ich nicht mehr, hatten wir doch nun schon einige Becher Wein mehr verdrückt, als ich, auf meine alten Tage, noch vertrug.


    Schon interessant, dass es fast jedesmal, wenn ich auf meinen Bruder traf ein solches Trinkgelage gab..... :D








    Und die "Säulen" fingen an zu schwanken..... ;)

    Ich nickte "Gut, dann bereite dich vor und lass alles zu unserer Abreise herrichten, ich werde so schnell als möglich alles hinter mich bringen!"


    Mit diesen worten verabschiedete ich mich wieder, um meine letzten Amtshandlungen zu begehen.

    Ich winkte ab.... "Najo.....is irgendwia untagangn in da Hektik..... jo, sie is schwonga...... pff.... frog mi..... woher soll i des wissn? I glaub in a poa Monat!"


    Man hörte es, der Wein tat seine Wirkung..... irgendwie erinnerte das an längst vergange Zeiten..... vor Jahren, als ich nach Rom zurückkehrte, zu meiner Familie, meinem Bruder, als wir in der Casa im Atrium sassen und so eiinge Becher Wein vertilgten.....

    Ich lachte "Allerdings weiß ich das....... wem sagst du das....." und rollte die Augen "... aber was tut man nicht alles, des lieben Frieden Willen!"


    Kurz machte ich eine Pause.....


    "Und noch etwas...... als ich meiner Frau sagte, dass wir nach Rom zurückkehren würden, überraschte sie mich..... denn sie eröffnete mir, dass sie mir bald einen Erben gebähren würde...."

    "Das ist ja eine cahotische Situation.... was meinst du, wo das hin führen wird?"


    Erst jetzt griff ich wieder zu und steckte ein Stück Brot in den Mund.....
    Angesichts der Situation in Rom würde ich mir jetzt doch fast lieber wünschen hier in Germania zu bleiben, mit den vielen Legionen im Rücken!

    "Ein Sohn wäre mein größter Wunsch und das schönste Geschenk, dass du mir machen kannst..... und wenn das so ist, dann sollten wir bald nach Rom abreisen. Ich werde sehen, dass ich alles so schnell, als möglich erledige, damit wir bald in dir große Stadt zurückkehren können!"

    "Und, kennst du den näher? Was ist das für einer? Wie ist die Stimmung in Rom? Was sagt der Senat dazu, dass eigentlich der Praefectus Urbi alles entscheidet? Das dürfte doch ordentlich Zündstoff geben, oder irre ich? Was macht der Prätorianerpraefect? Niemand da, dem das aufstößt?"

    Gespannt lauschte ich den Ausführungen und labte mich nebenbei ebenso an den kleinen Köstlichkeiten, liess dabei immer wieder leise Bekundungen meiner Aufmerksamkeit vernehmen, bis Hungi geendet hatte.


    "Aber, wenn Valerian nicht da ist und auch nichts von sich hören lässt, wer führt dann das Zepter in Rom? wer trifft die Entscheidungen? Der Senat?"

    Auch ich hatte mich eingefunden, in diese Umgebung, in der uns niemand belauschen oder bespitzeln konnte, soviel war sicher gestellt.


    "Ja, mein Bruder, ein schlechtes Leben hast du hier sicher nicht und deine Ruhe vor Rom, sofern sich nichts geändert hat dort....."

    Nun waren die Ernennungen durch, sofern ich nichtes vergessen hatte und so richtete ich ein letztes Mal meine Worte an die Männer, die mir so lange Jahre treu waren.


    "Milites der Legio II, es wird an der Zeit, dass auch ich mich verabschiede. Viele lange Jahre war ich euer Kommandant und ich war es mit Stolz. Stolz einer Legio wie die eure kommandieren zu dürfen. In all den Jahren gab es in mir nie einen Zweifel, dass ich eine der Besten Legionen des Reiches befehligen durfte und umo mehr schmerzt es mich, diese Kommando abzugeben.
    Doch der Kaiser ruft mich nach Rom und diesem Ruf werde ich, als Soldat und Kaisertreuer, natürlich folgen.
    So werden dies meine leztzten Worte an euch sein und diese werden euch euren neuen Kommandanten vorstellen. Den ehemaligen Consul, Proconsul, Praefectus Praetorio MARCUS VINICIUS HUNGARICUS!"


    Ich deutete auf meinen Bruder und nickte ihm zu, damit er das wort ergreifen würde.