Der Gast gehörte zu den auf der Liste der möglicherweise Erwarteten, sodass er ohne Umschweife eingelassen und ins Atrium geführt wurde. Der Hausherr befand sich auf dem Weg in selbiges. Wie immer, standen zeitnah Sklavinnen mit Erfrischungsgetränken bereit. Eine Schale mit Keksen lud zur Selbstbedienung ein.
Beiträge von Herius Claudius Menecrates
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Bitte den Betrieb Veni, Vidi, Vino - Weingut Claudius auf Tiberius Helvetius Faustus überschreiben. Ausgespielt hier.
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Menecrates lächelte leicht bei Sabinus' letzter Frage. Er ging auf ihn zu und legte seine Hand auf dessen Schulter.
"Du bist ein guter Junge. Geh immer aufrecht durchs Leben und wähle deine Freunde mit Bedacht. Vergiss nie die Höflichkeit, aber ebensowenig deinen Selbstwert." Dieser Hinweis ließ sich nicht nur auf das Leben, sondern insbesondere auf den bevorstehenden Abend anwenden. Die Aurelier besaßen Mitglieder, die Menecrates sehr schätzte, aber Lupus war auch nicht der einzige Makel im Familienstammbaum.Er nahm es als Schlussworte, drückte noch einmal die Schulter seines Enkels, dann verließ er den Raum.
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Er überlegte kurz. Die nächste Zeit würde er gänzlich mit der Vorbereitung des Wagenrennens verbringen. Mittendrin einzusteigen, empfahl sich da eher nicht.
"Ich beginne gerade einen neuen Abschnitt meines Wahlkampfes. Daher halte ich den Zeitpunkt für günstig, wenn er sich morgen, spätestens übermorgen bei mir vorstellt." Menecrates besaß kein Bild von dem jungen Mann. Er glaubte auch, ihm nie begegnet zu sein. "Richte ihm aus, er möge eine knappe Vita in Schriftform mitbringen." Deren Inhalt und Ausführung würde bereits einen ersten Aufschluss geben. Außerdem liebte Menecrates Akten und Ordnung. Das steigerte den Überblick.Schließlich kam er noch einmal auf das Thema Klient zurück. "Ich dachte mir, dass du ihn nicht kennst. Das wird sich aber vermutlich ändern, wenn ich erfolgreich kandidiere. Ich freue mich schon auf eine fruchtbare Zusammenarbeit, sofern die Götter mir diese vergönnen."
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"Kein Klient, aber ich hatte sehr lange Zeit einen guten Draht zu Livianus. Mit ihm wäre die Aurata im Boot, aber ich habe es die letzten Monate nicht geschafft, ihn zu treffen. Wahrscheinlich weilt er außerhalb Roms." In vielerlei Hinsicht bedauerlich, wie Menecrates fand.
"Danke für deine Zusage, sofern der Termin passt. Sehr schön auch die Aussicht, dass die Albata teilnehmen könnte." Weiter kamen sie an dieser Stelle nicht, denn als nächstes musste die Recherche wegen des Termins folgen. Hinter ihm lag eine zwar kurze, aber überaus ergebnisreiche Unterhaltung."Darf ich dir noch einen kleinen Imbiss anbieten?" der Höflichkeit halber musste Menecrates diese Frage stellen, auch wenn sein Gast im Vorfeld bereits die Erfrischungen ausgeschlagen hatte. "Sollte dies deine Zeit nicht erlauben, wäre ich keineswegs gekränkt. Ich habe sehr von unserem Gespräch profitiert." Plötzlich kam ihm noch ein Gedanke, den er anfügte. "Es wäre mir außerdem eine Freude, solltest du zu der Ansicht gelangen, mich bei meiner Kandidatur zum Amt des Consuls mit einer positiven Anmerkung vor unseren Senatskollegen zu unterstützen." Er lächelte etwas verlegen. Sich anzubiedern, gehörte absolut nicht zu seinen Stärken.
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Menecrates wusste nicht, was er glauben sollte.
"Sag, Sabinus, wenn du eine Familie schätzt und dir die Beziehung zu dieser wichtig ist, wie wahrscheinlich wäre es, dass dir eines der naheliegenden Familienmitglieder bei der Einladung entfällt?"
Menecrates ging in der Beurteilung anderer Menschen stets zunächst von sich aus und konnte behaupten, dass ihm ein solcher Schnitzer nicht passiert wäre. Betrachtete man die Gesamtsituation, häuften sich die Momente, wo der Aurelier entweder respektlos auftrat oder ein Kräftemessen veranstaltete."Es ist nicht der erste Patzer gegenüber unserer Familie", erklärte Menecrates. Es war ihm nicht gelungen, Sabinus einzig mit seiner Entscheidung abzuspeisen. Sein Enkel stellte eine Nachfrage und erzeugte damit eine gewisse Ratlosigkeit beim alten Claudier. Der hasste Tratsch, gleichzeitig verabscheute er ausbleibende Antworten. Das gehörte sich nicht unter Menschen, die einander vertrauten. Er seufzte einmal, während er zu einer Sitzmöglichkeit schritt.
"Das ist eine lange Geschichte mit diesem Lupus", begann er, während er Platz nahm. "Sie begann in Rom bei dem Aufnahmegesuch deines Cousins Felix bei den Salii Palatini. Ich weilte zu der Zeit in Germanien und Felix schrieb mir einen äußert langen Brief. Er schilderte ausführlich, dass speziell jener Lupus wohl sehr massiv gegen ihn vorging. Schlussendlich wurde seine Aufnahme wegen der Verwandtschaftsnähe zu mir abgelehnt, wohingegen die Collini Felix ohne weiteres aufnahmen, obwohl dort sogar sein Vater, nicht nur der Großvater, Mitglied war. Bei mir kam der Eindruck auf, dass die Aurelier, insbesondere dieser Lupus, darauf aus ist, die Palatini selbst zu dominieren. Die Claudier hätten mit Felix' Aufnahme in der Mitgliederanzahl zu den Aurelii aufgeschlossen.
Ich habe auch keinen Grund, an den Aussagen meines Enkels Felix zu zweifeln, zumal ich Lupus bereits als Haruspex zuvor in meinem Haus erlebt und nicht in sonderlich guter Erinnerungen behalten habe.Tja, es folgte sein Tribunat bei der Secunda." Menecrates seufzte erneut. "Kurz gesagt, er hatte wohl nicht verstanden, dass er nichts weiter als ein Teil meines Beraterstabs war, die Entscheidungen aber noch immer ich als Legat fälle. Seine Vorschläge, was den Einsatz der ersten und zweiten Cohorte als die ersten Aufklärer betraf, geht aus militärischer Sicht gar nicht. Sie sind die wichtigsten Einheiten und kein normaler Legat würde sie als Kanonenfutter liefern. Wir hatten also nicht nur inhaltliche Differenzen, sondern in erster Linie persönliche. Er zeigt Probleme gegenüber Autoritäten. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich halte Lupus für einen charakterlich minderwertigen Menschen." Die letzte Formulierung war dezent ausgedrückt. Derb ausgedrückt, würde statt 'charakterlich minderwertiger Mensch' kurz und knapp 'Arsch' stehen.
"Ungeachtet all dieser Punkte misstraue ich diesem Lupus. Er gehörte vor seinem Tribunat einem Kreis an, dem ich eine maßgebliche Beteiligung an der Ermordung unseres damaligen Kaiser Valerianus zuschreibe. Ich war Zeitzeuge und weiß, wovon ich spreche. Die beiden Köpfe dieser Gruppierung wurden hingerichtet bzw. einer hat sich selbst gerichtet. Beiden wurde die Aufnahme ins Ulpianum verwehrt. Es wurde zwar kein weiteres Mitglied gerichtet, aber es wurde auch nicht ermittelt.
Alles in allem ist Lupus ein Mensch, mit dem ich nicht meine freie Zeit verbringen will." Menecrates erhob sich. -
"Als du bei den Prätorianern warst, weilte er in Germanien. Ich glaube nicht, dass ihr euch kennt. Sein Name ist Vibius Vespa." Das wäre natürlich eine interessante Situation, würden sich die beiden Männer kennen. Menecrates ging in diesem Fall eher von einer Abstandshaltung als von Freundschaft aus.
Zeit blieb nicht, die Angelegenheit gedanklich weiter zu verfolgen, denn Antoninus eröffnete sein Anliegen. Menecrates überlegte kurz, dann antwortete er.
"Grundsätzlich spricht nichts gegen ein Tiro bei mir im anstehenden Amtsjahr. Allerdings", er machte eine bedeutungsvolle Pause, "ich werde keine Zeit haben, deinem Verwandten das Laufen beizubringen, wenn du verstehst, was ich meine. Er müsste also eine gewisse Selbstständigkeit mitbringen." Er wiegte den Kopf, bevor er weitersprach. "Ich könnte ihn während meines Wahlkampfes für ein oder zwei Wochen nehmen. Da kann er sich bewähren oder wir erkennen, dass ein Tiro bei einem Consul doch zu große Schuhe sind." -
Der begehrte Bericht folgte und er fiel umfänglich aus. Wahrscheinlich hatte Menecrates etwas falsch aufgefasst, denn jetzt sprudelten die Informationen. Der Claudier folgte den Ausführungen interessiert, was seine zugewandte Körperhaltung, sein unverwandter Blick und die eine oder andere Reaktion verrieten. Mal nickte er, dann ließ er ein "Hmhm" verlauten und zum letzten Teil des Berichts hob er überrascht die Augenbrauen.
"Zu einem Thing geladen zu sein, halte ich für eine außerordentliche Erfahrung. Das wird wenigen zuteil und jede gewährte Einsicht hilft uns, den Gegner richtiger einschätzen zu können." Er lehnte sich zurück, verschränkte die Arme vor der Brust und rieb sich mit dem rechten Zeigefinger das Kinn, während er an die gegenüberliegende Wand starrte.
"Und ein beachtlicher diplomatischer Erfolg", fügte er an. Viele Römer teilten sogar die Ansicht, man könne mit den Germanen nicht verhandeln.
"Kann man ihnen trauen?" Er suchte wieder den Blick des jungen Flavius. "Und werden diese Geiseln, wie du sie nennst, innerhalb der Hilfstruppen aufgeteilt oder sollen Untereinheiten aus rein germanischer Abstammung gebildet werden?" Letzteres würde er nicht empfehlen, aber das lag nicht in seiner Verantwortung.
Ein vielfaches Scheppern riss ihn aus den Überlegungen und ließ ihn herumfahren. Zuerst vermutete er ungeschickte Sklaven, dann aber erkannte er in der sich ausbreitenden Weinpfütze die Spiegelung einer ihm wohl bekannten Gestalt.
Er blickte schnell weg und konnte sich nur mühsam ein Grinsen verkneifen.
"Flavius, jetzt, wo du militärische Erfahrung sammeln konntest, wie würdest du vorgehen, wenn dir ein sich anschleichender Gegner auffällt, den du dingfest machen möchtest?" Ob Flavius ebenfalls Silana identifizieren konnte, wusste Menecrates nicht. Er ging aber davon aus, dass der Gast wusste, worauf der Claudier anspielte. -
Fleißige Helfer verteilten Handzettel auf dem Forum Romanum, dem Markt und in vielen Straßen Roms. Hauswände verkündeten ebenso das anstehende Wagenrennen, das der für das Amt des Consuls kandidierende Claudier veranstaltete - groß genug, um zu beeindrucken, handlich genug, damit es in den Rahmen des Wahlkampfes passte.
Bürger Roms!Der Senator Claudius Menecrates veranstaltet im Rahmen seines Wahlkampfes
ANTE DIEM IV KAL NOV DCCCLXVII A.U.C. (29.10.2017/114 n.Chr.)ein
WAGENRENNEN
der besonderen Klasse.[Blockierte Grafik: http://up.picr.de/30727300sv.jpg]
Habt Vergnügen, erlebt Verzückung, findet Zerstreuung!
Eilt also herbei, Bürger Roms! Feuert sie an, eure Helden!
Ihr unterstützt damit gleichzeitig den Wahlkampf des ausrichtenden Senators. -
Ein Wahlhelfer gab die Einladung direkt an der Porta ab.
EinladungDer Senator Claudius Menecrates richtet im Rahmen seines Wahlkampfes
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WAGENRENNEN
aus.Interessierte Factiones sind gehalten, bis
ANTE DIEM VI KAL NOV DCCCLXVII A.U.C.
(27.10.2017/114 n.Chr.)
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Maximal drei Gespannen dürfen an den Start gehen. -
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Nach Absprache mit dem Verantwortlichen des Stadium Domitiani stand der Termin für das geplante Wagenrennen des zum Consul kandidierenden Claudius Menecrates fest. Ein Aushang am Stadion wies alle an Wagenrennen interessierten Zuschauer auf das kommende Ereignis hin.
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Die Argumentation des Senators leuchtete Menecrates ein und für ihn stand schnell fest, dass er ihr folgen würde.
"Welchen Sinn würde es machen, dich um dein Urteil zu bitten, um es anschließend in den Wind zu schlagen?", erwiderte Menecrates auf die Bemerkung hin, für ihn muss nicht selbiges gelten wie für Macer. "Vielen Dank für deine Einschätzung, sie hat mir sehr geholfen." Den Namen des Ansprechpartners prägte er sich ein, bevor er fortfuhr.
"Den Termin kann ich natürlich noch nicht benennen, aber sofern er auf freie Kapazitäten der Russata fallen wird, kann ich mit der Teilnahme deiner Factio rechnen ?" Er überlegte kurz, dann fügte er an. "Die Einladung würde ich dir umgehend zukommen lassen." -
"Das hoffe ich auch, allerdings glaube ich das nicht", erwiderte Menecrates überzeugt, denn wer Silana und Sabinus einlud, musste zwangsläufig wissen, dass beide eine in Rom anwesende Schwester hatten, zumal deren Verlobungsfeier nicht lange zurücklag und auch Aurelier auf dem Fest weilten.
"Apropos Verlobungsfeier", stieg Menecrates ins Gespräch ein, obwohl Sabinus seine vorhergehenden Gedanken nicht wissen konnte. "Ich hatte in der Villa Flavia ein ausgiebiges Gespräch mit Aurelia Lentidia." Er wusste, dass Sabinus Lentidia inzwischen näher kennengelernt hatte und vermutete, dass er sich auf die Wiederbegegnung freute. "Wir hatten damals unter anderem ihre verwandtschaftliche Entfernung zu Lupus erörtert, weswegen sie es sicherlich richtig einzuordnen weiß, wenn ich der Einladung nicht Folge leisten werde. Er machte eine entschuldigende Geste, die jedoch jeden Ernst entbehrte. "Genau das ist die Mitteilung, die ich dir machen möchte, verbunden mit der Bitte, gut auf Silana zu achten. Es ist mir wichtig, dass du mein Fernbleiben nicht mit einem Bedauern erklärst. Selbstredend ist es auch nicht nötig, dem Gastgeber wissen zu lassen, dass ich gegen ihn Antipathien hege. Wenn sein Gedächtnis funktioniert, wird er vielleicht von allein auf Erklärungen kommen, weswegen ich nicht erscheine." Um Sabinus weitgehend unbelastet zu lassen, erwähnte Menecrates die Hintergründe nicht. "Richte aber bitte Lentidia und den anderen Aureliern meine Grüße aus." -
Er nickte und stimmte zu. "Es läuft nicht alles rund und es wäre mein Ziel, sofern ich zum Consul gewählt werde, mich mit den Köpfen aller Stadteinheiten zusammenzusetzen, um diese Schleifpunkte in der Zusammenarbeit zu minimieren. Mit Köpfen meine ich Führung UND Stab. Erst wenn wir Ergebnisse erzielt haben, würde ich diese dem Kaiser präsentieren. Du wärst mit im Boot meiner Gesprächsrunde." Er wiegte kurz den Kopf. "Dann allerdings ganz in deiner Funktion als Tribun. Ich habe auch bei den Praetorianern einen Klienten, der sicherlich in Kürze zum Tribun ernannt werden wird. Damit wäre das Gleichgewicht zwischen den Einheiten hergestellt und niemand könnte Vetternwirtschaft vermuten. Böse Zungen gibt es überall, aber", er hob abwehrend die Hände, "das ist sehr weit vorweg gegriffen. Bleiben wir in der Gegenwart. Hast du ein Anliegen, das du mitgebracht hast?"
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Ein verwunderter Seitenblick traf Macer, nach dessen erster Antwort. Menecrates sah aber großmütig über die weitgehend unbrauchbare Auskunft hinweg, weil sein Gast dabei grinste. Mit einem vergnügten Gast unterhielt es sich angenehmer als mit einem betont förmlichen.
"Ich sehe es keineswegs als Zeitverschwendung an, dich um Rat zu fragen", konterte Menecrates nun seinerseits amüsiert. "Immerhin ist unser Gespräch mein erster Schritt und ich habe nicht vor, unnötig Zeit zwischen diesem und dem nächsten zu verschwenden." Anschließend hörte er aufmerksam zu, denn es folgten wertvolle Hinweise."Ah, vermutlich hätte ich das Pferd von hinten aufgezäumt, weil ich zuerst die Factiones angeschrieben hätte. Ich kläre also zuerst mit dem Rennbahnbetreiber den Termin, lade ein und warte ab, wer kommt. Klingt einfacher als gedacht. Bliebe der Anfang." Menecrates kannte keinen einzigen Rennbahnbetreiber, vermutete aber, dass es außer dem Circus Maximus auch kleinere öffentliche und jene Rennbahnen gab, die im Eigentum der jeweiligen Factio standen. "Würdest du an meiner Stelle den Circus Maximus wählen? Und falls ja, kennst du dort namentlich den Ansprechpartner? Und falls nein und somit für meinen Zweck und die Kürze der Zeit eine kleinere Rennbahn empfehlenswerter wäre, hättest du auch da eine Empfehlung für mich inklusive einem Ansprechpartner?"