Beiträge von Medicus Germanicus Avarus

    "Eine Frage, die sich nur unter Mithilfe der objektiven Mittel beantworten läßt, Senator Macer. Es kommt wohl immer darauf an, wie sich die Situation darstellt. Letztlich ist es aber das Feine daran, das man als Aediles nicht fragen muß, sondern die Antwortergründung an die Praetoren weitergeben kann." :]


    Antwortete Avarus schmunzelnd.














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    ... nimmt seinen Anfang an der Casa Decima. Die Gäste haben den Abend zu einem wunderbaren Ereignis gemacht. Doch ist es die Zeit, die diese Festlichkeit gefühlt viel zu schnell beendet. Die drückende, kühle Dunkelheit hat die Stadt umhüllt. In den Gassen ist kaum mehr los, als auf dem Land. Nur wenige Wagen rumpeln auf dieser Straße durch die Stadt. Meist fahren sie an der Hauptstraße eher geradeaus, um dann drei Straßen weiter in diese Richtung abzubiegen. Das mag daran liegen, das das Pflaster dort einfach sauberer verlegt wurde und die Karren dann ohne Probleme ihren Zielort erreichen können. Das es diesen Straßennachbarn so rechter ist, als anders herum, sei verständlich, denke man nur an den Krach, den so ein Gespann verursacht.


    In dieser Nacht ist auf der Straße trotzdem mächtig viel los. So langsam kommen die Gäste der Hochzeit Lucilla et Avarus auf die Beine. Im Dunkeln der Nacht leuchten kleine helle Parzellen auf dem Pflaster, gerade dort wo die Weißdornholzfackelträger stehen. Ist der Zug ersteinmal am ziehen, werden sie die Gruppe Gäste -die sich am Marsch beteiligen- und das junge Brautpaar glücksbringend und zum Schutz gegen bösen Zauber jene Fackeln vorantragen. Die tibicines hatten sich eingefunden, waren in ihrem Element, nachdem sie am Tisch der Bediensteten bereits einige Lockerungstrunke genommen hatten. Sie würden ihre Flöten spielen, um die derben Scherzgesänge und Verse zu übertönen. Das ihnen das gelang, war unwahrscheinlich...


    Mit einem kleinen Trick hatte Medicus seine Lucilla der nächsten weiblichen Verwandten von ihr, die die Rolle der verblichenen Mutter übernahm, entrissen und zur Straße gelitten. Dort warteten neben den Begleitern des Avarus (die Flötenspieler) auch drei junge Knaben, deren Eltern noch lebten. Ihre Aufgabe bestand darin die Braut zu beschützen und mit einer unpersönlichen, höheren Kraft zu erfüllen. Dazu gelitten den Brautzug voran noch zwei Blumenmädchen, die in dieser Nacht allerdings keine Blüten verstreuten, sondern mit Nüssen versuchten das Unheil von diesem Paar abzuwenden und ihnen Fruchtbarkeit zu gewähren. Zwei Trägerinnen nahmen sich zudem dem Rocken und der Spindel an. Diese Zeichen trug man als Indiz hausfraulicher Tätigkeit hinter der Braut her.


    Ansich konnte der Weg begangen werden. Noch einen Mantel schlug Avarus seiner Lucilla um die Schultern. Immerhin war der kalte Herbst fast vorbei und wollte dem noch frostigeren Winter Platz machen...



    Es ist an euch die derbsten Sprüche zu finden. Der Zug beginnt mit Absicht hier, damit die Feierlichkeit nicht so abrupt beendet werden muß, sondern gemäßigt ausklingen kann.

    "Die Architektur ist es nicht, die den Acker entspringt, nein ihre Rohstoffe müssen es laut Gesetz sein und dieser Meinung bin ich weiterhin. Auch wenn es von zwei gewählten Praetoren anders gesehen wurde. Als Vergleich habe ich mich danach entschlossen, das durchaus sehr gering angesetzte Strafmaß zu akzeptieren. Habe die angestellten Römer und Peregrini in die Arbeitslosigkeit geschickt. Immerhin um die einhundert Soldbezügler und mich darauf gelegt nurnoch das Maß des akademischen Architekten am Markt zu bedienen. Mir ist es gleich, immerhin ließ sich mit dem erzeugerischen Architeketum kaum mein Lebensstandart erwirtschaften."


    Die magistrale Architektur wird sich weiterentwickeln und soviele Diplome gab es nicht im Imperium. So recht konnte Avarus die Fragen des Macers nicht einordnen, vielleicht auch deshalb, weil er diesen in der Basilica gesehen hatte, als er die damals nicht so gut gelaufene Verhandlung verließ. Dieser Prozess war aber im Endeffekt das Symbol dafür, das man Männer wie ihn vor der Öffentlichkeit verkaderte und die eigenen Gentes, die Freunde, die Bekannten und wahrscheinlich eher Kameraden dort wo sie waren beließ, nämlich im gesetzesfreien Raum. Er war sich schon bewußt, das viele jetzt kalte Füße bekamen und auch, das viele ihm ankreiden würden seinen ganz persönlichen Rachefeldzug durchzuführen, indem er eben jedes kriminelle Individuum verfolgte, das ihm vor die Nase kam, am Ende würde sich das auch in den Zahlen der Wahl niederschlagen. Für ihn würde es mehr ein Beweis dafür sein, die korrupt der Sunf Rom schon war, denn das es an seiner Person lag. Etwas Eitelkeit durfte man da schon erkennen.




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    "Architektur ist nicht gleich Architektur. Das Kunstempfinden, das Leben, das Ausleben von künstlerischer Finesse zieht dort klare unterschiedliche Linien. Aber wenn du wissen willst, ob dieses Wissen auf dem Acker wächst, dann kann ich dir klar verneinen."


    So recht wußte Avarus nicht mit der Frage des Macers wohin...















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    Da das auf mich gemünzt ist, will ich gerne schreiben, warum dem so ist.


    Die Erzähler ID ist nicht frei verfügbar. Zudem sind es keine Personen des Haushalt Germanica, die solche Sprüche schreiben, sondern eben das Volk von Rom. Deswegen finde ich es auch belustigend, wenn jemand die 'Schmierfinken' verklagen will. Faktisch sind das eine Handvoll Anhänger von Avarus (um bescheiden zu sein), die ihre Stimmung in Mache wandeln. Klar hätte ich dazu auch die ID Avarus nehmen können, aber wie du es so erkannt hast, hätten es auch andere gesehen, das eben jener selbst durch die Straßen zieht und Wände beschreibt. ;)


    Da dem nicht so ist, sehe ich es als Notbehelfchen und letztlich wem stört es denn? Wurde irgendeine andere ID dabei benachteiligt? Nein! Zudem hab ich mir natürlich von den eingeflechteten Namensbesitzern das Ok geholt, ihre Signen zu verwenden. Und der letzte Grund ist einfach, das die ID Avarus nicht dem Wahn von so maximal wie möglich Posts in so gering wie möglicher Zeit verfallen ist, um ja in der Mitgliedertabelle weit oben zu rankieren.


    Manchmal denke ich einfach, wenn etwas neues im IR auftaucht, müssen erstmal alle im Simoff dazu Gegenstellung beziehen. Glücklicherweise bin ich nicht so sensibel und habe sehr viel positive Resonanz dazu erhalten.


    PS: Achja die Copyrightrechte liegen bei den alten Römern, es ist also durchaus möglich selbst auszuschwärmen und seine Kandidaten zu bewerben. :P ;)

    Erwartungsgemäß tuschelten einige Reihen nur mit den Nachbarn. Wahrscheinlich weil dort das Thema Korupption im Besonderen nicht nur vor der Tür herrschte, sondern per Gesetz aktiv geführt wurde. Das Gesicht des wohl auf Mitleid pochenden Octaviers -wer hätte auch gedacht, das sich seine Siluette vom dahin vegetierenden Dasein in einen aktiven, wie gehaltvollen Wahlkampf wandelt- schien auch einige Worte zu murmeln. Avarus wußte natürlich, das er als Stadtpraefekt abgelöst worden war. Nach seiner raschen Genesung schloss er diesen Grund für eben diesen Vorgang der Absetzung aus. Sicher hatte eine Einheit der Speculatores die Machenschaften des Octaviers mal genauer untersucht und nachgefragt, warum er gewissen 'Konkurrenten' im Senat justizial nachsetzte und Gesetzesbrecher großzügig weiterhin hantieren ließ. War da eine dieser offen gehaltenen Hände? Gut möglich war es allemal...


    Doch Avarus beschäftigte sich nicht weiter mit dem Thema. Mit Sicherheit würde man Recht und Gesetz in Einklang bringen, um diese Machenschaften aufzuklären. Er selbst konzentrierte sich wieder auf das Geschehen im Senat, um Rede und Antwort zu stehen.


    Als diesjähriger Kandidat vermied er es außerdem durch Polemik in den Wahlkampf anderer Kandidaten einzugreifen. Es war Tradition. Das Diese im Besonderen nichmal von den Urgentes zelepriert wurde?... Nun man war eben auch dort eine ganze Handbreit weit davon entfernt, was sie auf dem Podium beschworen.




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    Ah der Tiberier... wie ein Hund pläffte er sofort los. Kein Wunder! War es doch blanke Absicht gewesen, ihn und seine Getreuen aus der Reserve zu locken. Das es allerdings so einfach war... nun die Gräben waren unüberwindbar tief geworden. Von Korruption hatte Senator Avarus trotzdem kein Wort gesagt. Sicher war es unter den Tiberiern üblich, sodas Durus darauf zu Wort kam. Es bis ins kleinste Detail aufzudecken,war aber nicht Senator Avarus Berufung.


    "Korruption Tiberius Durus? Ist dem so, kannst du uns Näheres dazu berichten? ...Nun ich für meinen Teil sprach von nachlässigem Handeln. Da gibt es einen tiefgründigen Unterschied und Dieser ist draußen zu sehen."


    Avarus zeigte mit dem Finger in Richtung Ausgang, der Straße, dem Platz vor der Curie, ließ den Arm aber sogleich wieder sinken.


    "Wer mit gehobenen Kopf durch unsere Straßen geht - und sich mal nicht tragen läßt- wird merken, wie oft er die Richtung wechseln muß. Dies ist nur ein geringer Anteil, aber ein hygienisch wichtiger..."





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    Zitat

    Original von Marcus Aurelius Corvinus


    Das macht Avarus doch schon zur Genüge... -.^


    ... und der kam sogar ganz alleine auf diese Idee. :P:D;)


    Zitat

    Kann ja sein, dass ich was übersehen hab, aber ... woher wissen denn eigentlich die Römer jetzt, wer überhaupt kandidiert?


    Acta? Klienten - Patronverhältnis? usw.

    Wie schön, das die einfachsten Formen des Anstandes, des respektvollen Miteinanders im Senat noch Anwendung fanden. Er blickte sich um. Nicht wenige Gesichter blickten ratlos drein.


    "Senatoren, wie ihr seht, gibt es in einer politischen Karriere nicht nur aufwärtstrendige Stufen, sondern es gibt auch Römer, die das Wohl des Imperium vor ihr Eigenes stellen. Es muß nicht Wort geführt werden, um die Tätigkeiten eines Aediles aufzuführen, es müssen nicht Argumente aufgelistet sein, die jeden Römer, oder nur mich darin bestärken zum Aedil zu kandidieren. Ihr kennt mich und mein Curriculum Vitae. Einige von euch werden Bände voller Rhetorik finden, die dagegen sprechen, mir ihre Stimme zu geben.


    Nun ich akzeptiere das voll und ganz...


    Es ist ihre Wahl, aber es ist auch meine Wahl und daher begehre ich auch diese Stimmen, denn es ist nicht mein Name, meine Silhouette, die hier nach Stimmen lechzt. Nein es ist die Stadt Rom, die auf Ordnung, Sicherheit und vorallem Gesundheit erpicht ist. Viele Legislaturen wurde nachsichtig das Amt des Ädiles beglitten. Ich möchte nicht anklagen, denn es ist schwer den Müßiggang zu durchbrechen, es würde den Rahmen sprengen, aber ich möchte, das man aufhorcht. Eins und dafür stehe ich mit meinem Namen, meinem Vita und auch meiner Stimme wird es in meiner Amtszeit nicht geben: Gnade für jene, die Rom zu einem dreckigen Pflaster gedeihen ließen, jene die auf Kosten Anderer ihren Schmutz über die Straßen der Stadt, über die Märkte und Foren verteilen. Aber auch jene, die sich heute sicher sehen, weil ihre Patrone eine schützende Hand und eine weitere Offene über sie halten, sollten sich fürchten.


    Sicher werden diese Worte auch unter euch eine Furch ziehen. Einige werden mir vielleicht gerade deswegen ihre Stimme aberkennen. Andere weil sie bangen mehr Arbeit zu bekommen, als ihnen lieb ist. Nun es ist eure Entscheidung mich zu wählen oder mir das Amt zu versagen.


    Bevor ihr den Gang zu Urne wagt, denkt an diese großartige Stadt Rom. Denkt an ihre Zukunft und entscheidet euch erst dann!"


    Wer ein stichhaltiges Programm erhoffte, war sicher enttäuscht, würde die Nachfrage wählen müssen, um seine Neugier zu befriedigen. Senator Avarus hatte sicherlich eins gelernt in der Politik, nämlich blühende Landschaftsversprechen zu vermeiden. Rom war ein dreckiges Loch geworden, seit die Aedile mehr ihre eigenen Hände zum Aufhalten nutzen, denn zum Arbeiten. Gnade hatte er gesagt, würde man nicht erwarten können, was dies bedeutete, nun sicherlich würde der eine oder andere Senator das noch hinterfragen. Blieb nur die Frage, wie tief man stochern wollte...




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    Jener Senator nickte und machte sich eine geistige Notiz. Im ersten Schritt mußten die gemeldeten Senatoren unter einen Hut gebracht werden, was die zeitlichen Zusammenkünfte betraf. Außerdem dachte Avarus darüber nach Männer der Wirtschaft dazu zu laden, um ihnen Möglichkeit zu geben ihr Schicksal mitzubestimmen. Ein garnicht so alltägliches Unterfangen in Rom.


    "Das werde ich Consul."


    Dann war das Thema auch bereits gegessen und weitere langatmige Themen passierten die Senatssitzung.












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    Es war nicht weit aus der Reihe, wo er sonst immer saß oder sich bemühte im Stehen an den Diskussionen teilzunehmen, die den Senat beschäftigten, bis in die Arena. Avarus ging die Stufen gemächlich hinab. Nicht aus Zeitschinderei, sondern vielmehr, um das Omen der mysteriösen Unfälle von Senatoren und seinesgleichen zu respektieren.


    Vorn angekommen, verneigte er sich leicht vor dem ersten Consul. Eine Art Ehrerbietung also und wartete, was geschehen würde. Keiner hatte nämlich gebeten das Wort zu erheben. 8)














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    Die Stille war ermüdend und Avarus, Senator seines Standes, mit der Mühe beauftragt nicht erneut die Lider zu senken. Macer hatte sich gemeldet, das Tuscheln mit dem Tiberier Durus verhieß nichts Gutes. Da das Wort aber auch danach verstummt blieb ...wohl nur ein Kleingespräch unter Banknachbarn. Ansich war es regelrecht verlockend einer Vielzahl anderer Senatoren zu folgen und etwas Schönes oder weniger Schönes zu träumen, wenn da nur nicht das Gewissen war, das davor warnte. Und warum? Weil er dann wieder in der Nacht das Lager mit dem Dösen teilte, den Schlaf geraubt war und letztlich Gedanken durchforstete, was ihm erneut ein bischen mehr von der gesunden Nachtruhe nahm...













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    "Ja sicher..." entgegnete der Senator Avarus und verabschiedete sich auch wieder vom ersten Consul. Seine Aufgaben würden ihn auch heute keinen römischen Feierabend bescheren, daher war er etwas froh nicht zulange durch unzählige Fragen des ersten Consuls aufgehalten zu werden.