Wie schön, das die einfachsten Formen des Anstandes, des respektvollen Miteinanders im Senat noch Anwendung fanden. Er blickte sich um. Nicht wenige Gesichter blickten ratlos drein.
"Senatoren, wie ihr seht, gibt es in einer politischen Karriere nicht nur aufwärtstrendige Stufen, sondern es gibt auch Römer, die das Wohl des Imperium vor ihr Eigenes stellen. Es muß nicht Wort geführt werden, um die Tätigkeiten eines Aediles aufzuführen, es müssen nicht Argumente aufgelistet sein, die jeden Römer, oder nur mich darin bestärken zum Aedil zu kandidieren. Ihr kennt mich und mein Curriculum Vitae. Einige von euch werden Bände voller Rhetorik finden, die dagegen sprechen, mir ihre Stimme zu geben.
Nun ich akzeptiere das voll und ganz...
Es ist ihre Wahl, aber es ist auch meine Wahl und daher begehre ich auch diese Stimmen, denn es ist nicht mein Name, meine Silhouette, die hier nach Stimmen lechzt. Nein es ist die Stadt Rom, die auf Ordnung, Sicherheit und vorallem Gesundheit erpicht ist. Viele Legislaturen wurde nachsichtig das Amt des Ädiles beglitten. Ich möchte nicht anklagen, denn es ist schwer den Müßiggang zu durchbrechen, es würde den Rahmen sprengen, aber ich möchte, das man aufhorcht. Eins und dafür stehe ich mit meinem Namen, meinem Vita und auch meiner Stimme wird es in meiner Amtszeit nicht geben: Gnade für jene, die Rom zu einem dreckigen Pflaster gedeihen ließen, jene die auf Kosten Anderer ihren Schmutz über die Straßen der Stadt, über die Märkte und Foren verteilen. Aber auch jene, die sich heute sicher sehen, weil ihre Patrone eine schützende Hand und eine weitere Offene über sie halten, sollten sich fürchten.
Sicher werden diese Worte auch unter euch eine Furch ziehen. Einige werden mir vielleicht gerade deswegen ihre Stimme aberkennen. Andere weil sie bangen mehr Arbeit zu bekommen, als ihnen lieb ist. Nun es ist eure Entscheidung mich zu wählen oder mir das Amt zu versagen.
Bevor ihr den Gang zu Urne wagt, denkt an diese großartige Stadt Rom. Denkt an ihre Zukunft und entscheidet euch erst dann!"
Wer ein stichhaltiges Programm erhoffte, war sicher enttäuscht, würde die Nachfrage wählen müssen, um seine Neugier zu befriedigen. Senator Avarus hatte sicherlich eins gelernt in der Politik, nämlich blühende Landschaftsversprechen zu vermeiden. Rom war ein dreckiges Loch geworden, seit die Aedile mehr ihre eigenen Hände zum Aufhalten nutzen, denn zum Arbeiten. Gnade hatte er gesagt, würde man nicht erwarten können, was dies bedeutete, nun sicherlich würde der eine oder andere Senator das noch hinterfragen. Blieb nur die Frage, wie tief man stochern wollte...

PRAECEPTOR - SCHOLA ATHENIENSIS
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SODALIS FACTIO VENETA - FACTIO VENETA