Zitat
Original von Lucius Flavius Furianus
"Meine Worte und diese lex zeigen auf, dass diese lex hier weder mehr wert ist, noch weniger. Sie zeigen nur auf, wo Missstände versteckt oder offensichtlich zu sehen waren, deren Behebung ich mir zum Ziel gesetzt habe. Falls du keine Missstände siehst, so sei es so, andere sind durchaus in der Lage welche zu sehen."
"In jeder Lex gibt es Undurchsichtigkeiten, die der Senat gewillt ist auszumerzen. Auch in dem Gesetz zur Getreidezuweisung ist das der Fall. Jene deine Version jedoch hat diese nicht gefunden. Sie schreibt gestandenes Brauchtum um, aber verbessert nichts für die Hungerleidende Bevölkerung in Rom. Sie fasst Worte auf, die einfach gestellt waren, sodas auch jene die es betrifft mit kleinem Geist ihre Möglichkeit finden es zu lesen, es zu verstehen und es zu nutzen, wie sie es nach dem Gesetz dürfen und verwirrt sie in ein unverständliches Geschalle, das dir hier im Senat gefallen mag, das die Bürger auf der Straße aber nicht lesen wollen."
Blickt sich um. Einigen Senatoren ist die Müdigkeit nicht nur anzusehen.
"Was du neues ins Gesetz gebracht hast ist allesamt wirtschaftlicher Blödsinn, der dadurch noch verstärkt wird, das der Cura Annona rechtlich die Hände gebunden werden."
Es dauert einen Augenblick nur, wo andere Senatoren berechtigte Fragen stellen und aufzeigen, das jene gewählten Worte soviele Fehler beinhalten, das Avarus auch ersteinmal ein Nickerchen macht. Erst als sein Name so plepsig ausgesprochen fällt, ist er wieder wach und hört dem Schwall nicht enden wollender Worte zu.
Zitat
Original von Lucius Flavius Furianus
"In erster Linie ist Senator Avarus wohl Politiker und kein Bäcker, nehme ich an. Aus welchem Interesse er dies nicht befürwortet, das sei dahin gestellt, doch wir alle erwarten doch voneinander autonome Entscheidungen, auch ich von dir. Wenn du dich seiner Position anschließt, weil er Senator Avarus ist und nicht, weil dies die Stimme von Aurelius Commodus ist, so frage ich mich, wie groß der Senat eigentlich ist. Besteht er aus hunderten von Männern, die ihre Zeit zum Schutze des Volkes und des Reiches nach bestem Wissen und Gewissen einsetzen, Politiker sind, oder diese alten Hallen ein paar Senatoren und ihre meinungs- und stimmlose Klientel beherbergen."
"In erster Linie kann man von Politik nicht leben. Sie wird einem Senator in nötigen Maße bekannt halten, wenn er sich nicht tag ein und aus in die hintersten Hallen setzt. Aber in erster Linie lebt ein Politiker in Rom von seinem ihm angetragenen Amt, den Ländereien und auch der Wirtschaft."
Das das Leben eines Politikers durchaus kostspielig war, zeigten die vielen Pleiten im Cursus Honorum. Welcher Aediles konnte nach seiner Amtszeit schon noch gerade stehen. Nur jene, die das Geld von ihren Vätern geerbt hatten und es nun mit beiden Händen verprassten.
"Aber auch du Flavius Furianus solltest dem Senat nicht eine Meinung auferlegen, die solltest jeden hier selbst entscheiden lassen, wie er mit seiner Meinung umgeht. Wem er mehr zustimmt. Wenn man dagegen ist, heißt das nicht, das man bei einem sinnvolleren Änderungsvorschlag der Lex ebenfalls ein klares 'Nein' vertritt. Vielmehr ist es doch so, das es mir persönlich nicht reicht, was du in gesalbte Worte fasst."
Ihn wunderte es aber, das der Flavier das bekannte Klientelsystem so scharf angriff. Und das wo er dadurch und nur dadurch ebenfalls in die Reihen des Senats aufgenommen wurde. Das man hier dann als neuer Senator, als junges Mitglied eben jenen Gönnern parteiisch folgt, ist wohl mehr als nur angebracht. Naja auch das noch zu erklären? Nein dann schicke man diesen Mann doch lieber weit weg... hm Hispanien vielleicht?

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