Beiträge von Quintus Tiberius Vitamalacus

    Dieses Ritual des Vortretens, Befragens und wieder eintreten lassen, wiederholte sich mehr mals, bis etwa 20 Namen auf der Liste standen. Wortlos liess er sich die Liste mit Namen geben, überfolg sie, strich noch ein zwei Namen und reichte sie dem Centurio.




    -liste
    mit
    Namen--


    Caecilius Metellus Minor


    Sextus Germanicus Sollianus


    Quintus Germanicus Sedulus


    -weitere-
    -Namen-




    "Centurio, der Rest der Männer kann abtreten," sagte er kanpp

    "Ich danke dir zu deinem Glückwunsch, doch ich fürchte, so mancher bereut es schon jetzt, das du mich nomiert hast," antwortet er Helena lächelnd, "doch worin ist der Unterschied, ob ich einen Schluck unverdünnten Weines trinke, oder aber einen Becher verdünnten Weins. Der Rausch ist der gleiche. Nur feiern wir doch die Vinalia und sollen den Geschmack des Weines ehren und nicht jenen des Wsssers, welches die Aquaedukte zu uns bringen."
    Er ahnte zwar, das diese Erläuterung seine Motive unnötig seinen, hoffte er doch das zumindest Helena ihn verstand und es später nie zu streitereien kommen würde, ob seiner Vorliebe für unverdünnten Wein.
    Dann fiel sein Blick wieder auf Minervina neben ihm, ihre Haltung an diesem Abend missfiel ihm ganz und gar, war dieses offensichtliche Trübsal zeigen doch einer Patrizierin, welche sie sein wollte, nicht wirklich würdig. Er würde ein ernstes Wort mit ihr sprechen müssen. Doch zunächst führte er sie zu einer Cline in der Nähe, half hier sich niederzulassen. Leise, für die anderen nicht hörbar, flüsterte er ihr leise ins Ohr "Reiss dich zu sammen und zeig dich etwas amnüsierter !"


    Dann wartete er, bis auch die anderen sich niedergelassen hatten, bevor er sich selbst setzte und dafür sorgte, das ein jeder in seiner Nähe auch einen korrekt gemischten Becher Wein erhielt. "Zum Wohl, auf eine amüsantes Fest."

    Vergessen war der Grund ihrer kleinen Reise in der Sänfte durch die Gassen Roms, vergessen war die Zurückahltung die er hatte üben wollen und zu der er in ihrer Nähe einfach nicht fähig war, vergessen war es auch, das sie sich an einem unbekannten Ort in Rom befanden, in einer Sänfte lagen. Vielleicht hatte er sich sich für dieses erste Mal, das sie sich so nahe kommen würden, etwas anderes Vorgestellt, etwas, das ihrer beiden Stand angemessener wäre, wie die Nacht ihrer Hochzeit in einem grossen Bett in der Villa Tiberia. Doch in diesem Moment gab es nichts, das ihn störte, die Nähe zwischen ihnen schien ihm vollkommen, es gab nur sie und ihn hier innern der Sänfte, nichts war da, das ihn störte, nicht einmal die leichte Mühsal es bereitet hatte, ihn von seiner Rüstung zu befreien. Doch er wäre nicht der Pragmatiger, der er war, gewesen, hätte er sich nicht im Geiste gemerkt, das nächste Mal darauf zu verzichten.


    Ihre Finger berührten seine Haut und auch wenn sie sich langsam über ihn hinweg bewegten, verblieb doch das wohlige Gefühl, dieses verlangensteigernde Gefühl der Wärme, das diese Berührungen auf seiner Haut hinterliessen, immer noch eine Weile, hinterliessen eine nur langsam abklingende Spur dieser Zärtlichkeit auf seiner, von langem und aufopferungsvollen Dienst geprägten Haut. Ob sie es zu erst geschafft hatte, das letzte Stück Stoff von seiner Haut zu lösen, oder ob es er war, der ihr Brusttuch gelöst hatte, konnte er nicht sagen, er spürte wie seine Lippen zum ersten Mal ihre Brüste berührten, wie seine Finger ihre Rundungen umfuhren, dabei leicht vor verlangen zitternd. Und als sie ihn von dem Tuch befreit hatte, das noch seine Lenden bedeckt hatte, reckte sich sein Becken ihr unwillkürlich etwas entgegen, liess sie spüren, wie sehr es ihm nach ihr Verlangte.


    Langsam hob er seinen Kopf, seine Hände legten sich sachte auf ihre Wangen, fuhren zärtlich durch ihr Haar. Tief blickte er in ihre Augen, lächelte, ein Lächeln das Geprägt war von Verlangen aber auch Zuneigung, für diese Frau, welche er unbedingt zu seiner machen wollte, und das nicht für eine Nacht. "Ich verspreche es dir, Helena," antwortete er leise flüsternd und sein Versprechen mit einem zärtlichen Kuss bekräftigend. Ihre Bitte, der er so gerne nach gekommen war, liessen sein Herz einen Moment schneller schlagen, war es doch genau das, was auch er wollte, das dies das erste Mal sein würde, doch bei weitem nicht das letzte Mal, das sie sich so nahe kamen.


    Als seine Lippen wieder ihre berührt hatten, hatte er seine Augen geschlossen, dennoch hatte er jede Faser ihres Körpers vor seinen Augen. Langsam liess er seine Hand von ihrer Wangen herab wandern, legte sich sachte auf ihren Nacken und steigerte die Intensität seines Kusses. Da wo ihre Haut seine berührte, spürte er die Warme ihres Körpers, die Hitze ihres Verlangens und wie sein Körpers diese erwiderte. Seine Hand glitt über sie, erkundete die Rundungen ihrer Brüste, berührten sie zärtlich, während seine Zunge das Spiel mit ihrer Zunge spielte. Mit ihr so zusammen war so anders, als je zuvor mit einer Frau, intensiver, tiefgehender. Jede kleine Berührung hinterliess ihre Spur des Verlangens in ihm, jede Reaktion von ihr, die ihn ihr Verlangen und Vergnügen zeigten, das leichte entgegen bäumen, das leise seufzen, trug dazu bei, diese Momente noch mehr zu geniessen.


    Er konnte die Ungeduld, sie noch intensiver zu spüren, kaum noch verbergen, aber etwas in ihm wollte diese Vorfreude noch etwas weiter auskosten, so das er seine Hand nur langsam ihren Bauch herab wandern liess. Doch auch wenn es langsam war, nährte sie sich unaufhaltsam ihrem Lendentuch, schob sich leicht darunter und machte sich daran, dieses letzte Stückstoff zu entfernen, das noch zwischen ihnen war, zu beseitigen. Es dauerte nicht lange, und auch dieses letztes Hinderniss war verschwunden. Langsam löste er seine Lippen sich wieder von ihren, während seine Hände zärtlich über ihre Schenkel, ihre Hüften und ihren Oberkörper glitten. Tief blickte wieder in ihre Augen, er wollte sie sehen, in dem entscheidenen Moment, der kommen würde. "Helena," hauchte er ihr leise nur ihren Namen zu.

    Die Garnelen waren inzwischen fertig gekocht und nun lagen zahlreiche von ihnen auf der hölzernen Arbeitsplatte. Es waren wirklich viele, sicher könnten viele Leute davon satt werden, aber Tiberius Vitamalacus hatte schon eine besondere Verwendung für einen guten Teil dieser Köstlichkeit. Und vielleicht trug auch der Gedanke daran auch zu seiner guten Laune bei.


    "Leider viel zu selten. Zum einen stört es doch die Köche der Villa, wenn ein Anfänger ihre Töpfe und Pfannen benutzt und zum andern, hab ich zu selten Zeit dafür."


    Das er nicht wirklich Anfänger war, davon zeugte die Geschwindigkeit mit der er Köpfe, Beine und den schwarzen Darm von den Garnelen entfernte. Währenddessen erzählte er weiter. "In der Legion habe ich als einfacher Miles oft gekocht, für viele war es einfach eine Qual fpr die Kameraden zu kochen und so quälten sie ihre Kameraden mit ihren Künsten. Doch für mich war es einfach eine angenehme Entspannung."


    Dann blickt er auf den Topf mit dem Öl. "Lass es nicht zu heiss werden,.. und tu dann den Knoblauch hinein."

    Kurz blickte Tiberius Vitamalacus auf seine Neuerwerbung, die nun am Boden lag. Er sagte nichts, sein Gesicht verriet auch keine Regung. Er war nicht unzufrieden, schliesslich sollte der Sklave kein Legionär werden. Aber er hatte einige Ansätze, die doch einen nützlichen Kämpfer aus ihn machen könnten, vielleicht einen Beschützer für Calvina und Minervina. Und sollte Helena mal in der Villa wohnen, würde sie ihren Wonga mitnehmen ? Wenn nicht, dann brauchte sie auch einen Beschützer,....


    "Steh auf ! " befahl er harsch. Er wäre nicht der Mann der er war, wenn er diesen Kampf so schnell beendet hätte. So trat er noch mal ein Schrit zurück. "Greif an !"

    Er hatte das Geschehen schweigend verfolgt, die Gespräche aufwerksam verfolgt. Dies war eine seine Stärken, das einfache Zuhören und auf die Details zwischen den Worten zu achten. Als die Gäste eingelassen werden, folgt er gemessenen Schrittes.
    Mit einer kleinen Geste verwiedert er den Gruss der Braut, sein Blick wandert aber unweigerlich von dieser hin zu Helena. Irgendwie hätte er gewusst, worum an diesem Tag ihre Gedanken kreisen. Er muss heute unweigerlich an seine Hochzeit denke, jene, die nun Jahre zurück liegt, aber auch jene, welche hoffentlich in nächster Zukunft anstehen wird. Das diese sicher erfreuerlicher würde, als seine erste, daran zweifelt er nicht, obwohl er keine richtigen Erinnerungen an jenen Tag vor vielen Jahren hat, er hatte seine Trauer mit unmengen von Wein betäubt, es war ein Wunder gewesen, das er überhaupt stehen und gehen konnte damals.


    Schweigend folgt er den weiteren Gästen, sein Blick ruht dabei immer wieder auf Helena, und immer wenn sein Blick sie trifft, hellt sich seine Miene etwas auf.

    "So ? Nur gewehrt ? Gegen wenn denn ?"


    Die Antwort des Tiberius Vitamalacus kommt schnell, genauso so schnell wie er den Angriff beantwortet. Statt direkt zu parieren, tritt er einen halben Schritt zurück, lässt den Angriff ins leere gehen.


    *Hast du schon mal ein Scutum abgewehrt ?"


    Er hat den Satz kaum gesprochen, da tritt er blitzschnell vor, das Scutum schnellt vor, prallt mit grosser Wucht gegen den Sklaven, gibt dem ganzen Oberkörper einen kräftigen Stoss.

    Es ist eigentlich kein richtiges Zimmer, mehr ein Vorraum zum Officium des Aedilis Curulis. Neben dem Scriba des Aedils, haben hier auch zwei Skalven ihren Arbeitsplatz. Hier bereitet man die Unterlagen und Dokumente vor, welche der Aedil für seine Arbeit benötigt.
    In der Regel ist die Tür zum Officium des Aedils geöffnet, so das ein Besucher direkt durchgehen kann. Natürlich kann auch ein Besucher erst Informationen bei dem Anwesenden Scriba einholen.

    Er schrieb schweigend etwas auf die Wachstafel, liess sich nicht von ihren sanften Küssen stören, er genoss sie einfach, diese zärtliche Vertraulichkeit. Als er geendet hatte, legte er seinen Arm um sie und hielt sie ihr hin. "Dies ist ein Schreiben für den Besitzer einer Insula. Wenn du es ihm überreichst, wird er dir eine Wohnung im ersten Stock der Insula bereitstellen. Es ist eine neue, gutgebaute und auch helle Insula. Du und deine Schwester werden dort gut leben können."


    Es tat gut, diese Nacht nicht allein zu verbringen, obwohl er für Luciana nicht viel mehr als ein gewisses körperliches Verlangen empfand. Doch irgendwie gab es ihm ein gutes Gefühl, so mit ihr hier auf dem Bett zu sein. "Du wirst zunächst nur deine Augen und Ohren offenhalten, ich muss auch von den Gerüchten erfahren, die in den Gassen kursieren. Ich werde dich auch informieren, wenjn ich informationen von einer bestimmten Person oder über eine solche brauche." Die Wachstafel war geschrieben, und ihren ersten auftrag wollte er ihr heute noch nicht geben. Genüsslich verzehrte er die olive direkt aus ihren Finger, lehnte sich etwas weiter in die Kissen zurück. "Gerne nehme ich ein paar kleine Häppchen," sagte er lächelnd, während er sanft über ihre Hautstrich.

    Wieder einmal war Tiberius Vitamalacus froh darüber, das er Titus mit genommen hatte nach Rom. Denn so war die Inspektion der Lupanare in Subura sicherlich kein Problem, kannte sich Titus doch nur all zu gut in den niederungen der Stadt aus.
    "Nun, dann hätten wir das soweit geklärt. Die allgemeine Marktaufsicht sollten wir uns so aufteilen, wie es gerade anfällt, sollten Genehmigungen doch so schnell wie möglich erteilt werden. Strafedikte sollten wir nach möglichkeiten vor dem Erlass kurz gemeinsam besprechen, so bekommen sie noch etwas mehr gewicht."


    Zu gut erinnerte sich an die letzten Wahlreden des Pompeianers, seine sogenannte Res Gestae hatte so von schlechtem Stil gezeugt, das er nicht einmal daran gedacht hatte, sich dazu zu äussern. "Die Ergüsse dieses Pompeianer sind mir auch schon zu ohren gekommen. Doch wenn wir voreingenommen gegenüber jeden schlechten Redner auf der Rostra wären, hätten wir unser Amt verfehlt. Denn auch wenn die Gesetzes lage verbesserungs würdig ist, besteht doch in diesem Fall ein objektives Verfehlverhalten. Mir fiel auch auf, das auf vielen öffentlichen Konten hohe Beträge einfach nur zu lagern scheinen. Wir sollten eine Gesetzesvorlage entwickeln, welche klar regelt, wie öffentliche Konten zu führen sind."


    "Es gibt auch einige Punkte in ein paar Konten, bei welchen ich gerne nachfragen würde, was sich dahinter verbirgt. Es stört mich, wenn von diesen Konten einfach Beträge an Amtsträger oder Privatpersonen ausgezahlt werden, ohne das ein Leistungsnachweis geführt wird. Ich wollte meinen Scriba damit beauftragen, ein Musterschreiben dafür zu erstellen."

    Direkt viin der Besprechung in der Principia kommend, geht Tiberius Vitamalacus auf das Praetorium zu. Die Schritte des Mannes sind gewohnt militärisch, auch wenn seine Kleidung Civil ist. Und auich wenn er sich in einem Castellum immer zu Hause fühlt, kommt er sich doch als ein Fremdkörper vor, so ganz ohne seine Rüstung.


    Militärisch knapp grüsst er den Wachposten.


    "Tiberius Vitamalacus, Tribun Legio IX., Aedilis Curulis, ich suche eine Sklavin Miriam, mit Erlaubnis des Legatus."

    Leicht schüttelte er den Kopf. Gerne hätte er dem Legatus dieses Versprechen gegeben, doch Cato hatte sich den zweiten, schlimmen Fehler geleistet, eine Strafe musste sein und leider war eigentlich nur eine Todesstrafe die Richtige.


    "Legatus, dies kann ich dir nicht zusagen, nur so viel : Ich habe mein endgültiges Urteil noch nicht gefällt."


    Vielleicht war es ein gutes Zeichen für Cato, das er immer noch lebte, das sich Tiberius Vitamalacus so schwer tat, seinen Freund zu töten.


    "Ich werde Miriam im Anschluss an dieses Gespräch aufsuchen. Doch nun würde ich gerne das andere Thema ansprechen, den Bau des Tempels in Ostia."

    Aus dem Boden der Arena kommen kleine Baum und Buschgruppen, der Zuschauer im flavischen Amphitheater bekommt den Eindruck, das hier wirklich ein dichter, britanischer Wald steht. Trotzdem bleibt das ganze Areal übersichtlich und von jedem Platz in der Arena können die Zuschauer dem Geschehen in der Arena folgen. Ein raunen geht durch die Menge, als aus dem Boden der Arena schwere, weisse Rauchschwaden heraus kommen, so schwer, das sie auf dem Boden der Arena liegen bleiben.


    "Die Legion des Vespasian ist die dritte, welche im Süden Britaniens gelandet ist, sie ist die Nachhut." Die tiefe, sonore Stimme ertönt, bevor wieder die Tore sich öffnen. "Die Batavischen Späher haben gemeldet, der Weg durch den Wald ist frei, die vielen tausend Männer des Britannischen Häuptlings seien alle geflohen. So macht sich die Legion auf den Weg, durch einen langen, dunklen Wald."


    Nun öffnte sich wieder ein Tor, und die Legion marschiert langsam heraus, immer zwei Mann nebeneinander, die Cornichenbläser fehlen diesmal und Terentius, als reitender Legatus, ist in der Mitte des Zuges. Natürlich ist ihnen eine gewisse Anspannung anzumerken, wissen sie doch, das gleich der Kampf beginnt. Vor dem Reiter läuft der Signifier und wer in der welt der Gladiatioren sich etwas auskennt, erkennt ihn an seiner Maske als Marius, den Sieger unzähliger Kämpfe, der für seine besonders schöne Kampfkunst berühmt ist.


    "Der zug der Legion ist lang gestreckt,... Vor- und Nachhut nicht zu sehen. Doch der Feind soll ja weit weg sein..."


    Plötzlich fliegen, wie aus dem Nichts, Speere auf die Legionäre zu....

    Zitat

    Original von Artoria Medeia
    Quartus bemerkte den vorbeischreitenden Vitamalacus gar nicht erst. Träumend hatte er die Augen geschlossen und wippte mit seinem Stuhl hin und her. Selig lächelnd seufzte er und schon war der Aedilis Curulis an ihm vorbei. Im Officium wollte Medeia gerade zu der Antwort ansetzen als die Tür aufging. Etwas überrascht hob Medeia ihren Blick, lächelte dann jedoch höflich und freundlich. Sie stand auf und nickte Vitamalacus zu. „Salve, Aedil! Dich schicken die Götter! Möchtest Du etwas Wein?“ Medeia griff nach einem weiteren Becher und goss die zartrote Flüssigkeit hinein und stellte ihn Vitamalacus hin. Höflich deutete Medeia auf die Sitzecke, bestehend aus zwei Klinen und einem Korbstuhl. „Setzt euch doch bitte.“ Bot sie sowohl ihrem Kollegen als auch erneut dem Volkstribun an.


    Mit wenigen Schritten war sie an ihrem Schreibtisch und holte ihre Notizen von dort. Dann gesellte sie sich ebenfalls zu der Sitzecke, genau genommen den Korbstuhl. „Nun, der werte Volkstribun ist wegen der Angelegenheit der societas pompeiana hier.“ fügte sie erklärend an Vitamalacus an. Medeia wandte sich an den Volkstribun und sah ihn ernst an. „Vielleicht darf ich Dir eine Frage vorab stellen? Du bist doch der Magister der societas? Dann kannst Du mir doch sicherlich sagen, wer in der societas für die Verwaltung der Spenden verantwortlich ist?“


    Zitat

    Original von Manius Pompeius Trimalchio
    Trimalchio hörte dem Aedil aufmerksam zu und antwortete dann. "Ja ich bin der magister der societas pompeiana, eigentlich kümmert sich kein bestimmtes Mitglied um die Verwaltung der Spenden, um welche Spenden geht es überhaupt?"


    Nach seiner Antwort gönnte sich der Volkstribun einen Schluck Wein.


    Er lächelte freundlich seiner Kollegin zu. "Danke, ich nehme gerne einen Becher Wein." Er nahm den Becher entgegen und ging auch zu der der Sitzgruppe. "Nun, als ich hörte, das der Volkstribun zu dir unterwegs ist, ahnte ich er über die Societas Pompeina sprechen wollen würde."
    Während er sich setzte, hörte er den Ausführungen des Magister der societas zu.
    "Wenn niemand bestimmtes die Spenden verwaltet, wer hatte Zugriff auf die Konten der Societas ?"
    Mit Absicht geht er nicvht auf die Frage des Pompeianers ein, schliesslich wird die Untersuchung von den Aedilen geführt.

    Je mehr sie sie echauffierte, desto ruhiger schien er werden. Während sie sprach, lehnte er sich leicht zurück, blickte sie an, sein Blick war kühl und emotionslos los, wie jede seiner Reaktion es bisher gewesen war. Und noch während sie sprach, stand er langsam auf, wandte ihr seinen Rücken zu und ging wieder zu dem Fenster hinter sich.


    Langsam nahm er wieder sein Glas auf und sagte nichts, auch als sie geendet hat. Ohne etwas zu sagen, nimmt er ein Schluck Wein und stellt das Glas wieder ab. Diese Reaktion von Helena hat er geahnt, es ist das, was einfach von ihr zu erwarten war.


    "Vergiss nicht, wir reden über Maximus Tochter, nicht über dich. Sie Tochter wird den Regeln dieses Hauses gerecht werden."


    Er dreht sich um und geht wieder zu seinen Tisch, setzt sich aber nicht, sondern stützt sich mit einen Hand leicht auf den Tisch und blickt auf sie herab.


    "Und schliesse nicht von dir auf mich. Verbittert bin ich sicher nicht, dessen kannst du sicher sein."

    "Du kannst mitnehmen was du brauchst, Sklaven, Werkzeuge, Karren, egal was."


    Er nahm eine Wachstafel und schrieb ein paar Zeilen darauf.



    Claudia,
    der Überrbringer dieser Zeilen wird den Rosenstrauch im Perystilium in die Villa nach Rom verlegen.
    QTV


    Er reicht die Tafel dem Scriba.


    "Meine schwester Claudia wohnt noch dort. Wenn sie fragt, gib ihr diese Tafel."

    Geduldig hatte er eine Weile gewartert, und als er die schwere Schritte hörte, gab es für ihn nur eine Erklärung : Der Mann, welche er aufsuchen wollte, näherte sich dem Attrium.
    Gewohnt militärisch koorekt erwiederte er den Gruss.


    "Iulius Seneca !"


    Wie aufgefort nahm er Platz, trotz der Toga war seine ganze Haltung die eines Soldaten.


    "Es freut mich, das du zur Garde unsere Imperators versetzt wurdest. Es ist ein ehrenvolles Amt. Aber ich vermute, auch du vermisst wie ich immer wieder das ruhige Leben im Castellum."


    Doch er war auch kein Mann von langen Vorreden, so kam er nun zügig zur Sache.


    "Doch ich bin nicht wegen der alten Zeiten gekommen, ich habe eine wichtiges, privates Anliegen."


    Er hatte sich nicht überlegt, wie er genau seine Bitte vortragen würde, das war nicht seine Art.


    "Ich habe vor eininger Zeit deine Nichte, Iulia Helena, kennen- und auch schätzen gelernt. Vor einiger Zeit schickte ich einem Brief an ihren Vater, deinen Bruder, mit der Bitte um sie werben zu dürfen. Da dein Bruder in Germania weilt, war es mir nicht möglich, diese Bitte persönlich vorzutragen, wie ich es bevorzugt getan hätte. Vor ein paar Tagen erhielt ich seine Antwort, in welcher er mich bezüglich meines Wunsche an dich verwiess."


    Er machte eine kleine Pause, dann wiederholte er noch einmal seine Bitte.


    "Iulius Seneca, ich würde gerne die Erlaubnis einholen, um Iulia Helena die Tochter deines Bruders zu werben."

    Einen Moment wartete er, überlegte kurz noch, nickte leicht.


    "Ich habe einen kleinen Auftrag für dich, der nicht umbedingt zu deinen Aufgaben als Scriba gehört, der mehr ein persönlicher Gefallen wäre."


    "Auf unseren Landsitz steht im Perystilium ein Rosenstrauch. Und ich hätte gerne das dieser umgepflanzt wird, hier in die Villa."


    Vielleicht hätte irgendein Strauch es auch getan, doch es war Novas Strauch und er wollte ihn hier haben.

    Es war also so, wie er es sich gedacht hatte. Mutter und Tochter hatten sich hier in Roma nicht wieder gesehen, was seine Meinung über ihre Qualitäten als Mutter bestätigte. Von einer fürsorglichen Mutter hätte er erwartet, das sie zu erst ihre Tochter aufsucht, bevor sie sich auf irgendwelchen Empfängen herumtreibt.


    "Ich habe Minervina bereits hier aufgenommen und mit ihr über ihre Zukunft gesprochen."


    Leicht beugte er sich vor, stützte seine Arme auf den Tisch.

    "Sie kann als eine von uns hier bleiben. Was bedeutet, das sie sich unseren Regeln zu beugen hat."


    So wie er das uns betonte, musste ihr deutlich machen, das sie sicher nicht mehr dazu gehörte.


    "Und du hast recht, es gibt Dinge, bei denen Dulde ich keinen wiederspruch !"