Vergessen war der Grund ihrer kleinen Reise in der Sänfte durch die Gassen Roms, vergessen war die Zurückahltung die er hatte üben wollen und zu der er in ihrer Nähe einfach nicht fähig war, vergessen war es auch, das sie sich an einem unbekannten Ort in Rom befanden, in einer Sänfte lagen. Vielleicht hatte er sich sich für dieses erste Mal, das sie sich so nahe kommen würden, etwas anderes Vorgestellt, etwas, das ihrer beiden Stand angemessener wäre, wie die Nacht ihrer Hochzeit in einem grossen Bett in der Villa Tiberia. Doch in diesem Moment gab es nichts, das ihn störte, die Nähe zwischen ihnen schien ihm vollkommen, es gab nur sie und ihn hier innern der Sänfte, nichts war da, das ihn störte, nicht einmal die leichte Mühsal es bereitet hatte, ihn von seiner Rüstung zu befreien. Doch er wäre nicht der Pragmatiger, der er war, gewesen, hätte er sich nicht im Geiste gemerkt, das nächste Mal darauf zu verzichten.
Ihre Finger berührten seine Haut und auch wenn sie sich langsam über ihn hinweg bewegten, verblieb doch das wohlige Gefühl, dieses verlangensteigernde Gefühl der Wärme, das diese Berührungen auf seiner Haut hinterliessen, immer noch eine Weile, hinterliessen eine nur langsam abklingende Spur dieser Zärtlichkeit auf seiner, von langem und aufopferungsvollen Dienst geprägten Haut. Ob sie es zu erst geschafft hatte, das letzte Stück Stoff von seiner Haut zu lösen, oder ob es er war, der ihr Brusttuch gelöst hatte, konnte er nicht sagen, er spürte wie seine Lippen zum ersten Mal ihre Brüste berührten, wie seine Finger ihre Rundungen umfuhren, dabei leicht vor verlangen zitternd. Und als sie ihn von dem Tuch befreit hatte, das noch seine Lenden bedeckt hatte, reckte sich sein Becken ihr unwillkürlich etwas entgegen, liess sie spüren, wie sehr es ihm nach ihr Verlangte.
Langsam hob er seinen Kopf, seine Hände legten sich sachte auf ihre Wangen, fuhren zärtlich durch ihr Haar. Tief blickte er in ihre Augen, lächelte, ein Lächeln das Geprägt war von Verlangen aber auch Zuneigung, für diese Frau, welche er unbedingt zu seiner machen wollte, und das nicht für eine Nacht. "Ich verspreche es dir, Helena," antwortete er leise flüsternd und sein Versprechen mit einem zärtlichen Kuss bekräftigend. Ihre Bitte, der er so gerne nach gekommen war, liessen sein Herz einen Moment schneller schlagen, war es doch genau das, was auch er wollte, das dies das erste Mal sein würde, doch bei weitem nicht das letzte Mal, das sie sich so nahe kamen.
Als seine Lippen wieder ihre berührt hatten, hatte er seine Augen geschlossen, dennoch hatte er jede Faser ihres Körpers vor seinen Augen. Langsam liess er seine Hand von ihrer Wangen herab wandern, legte sich sachte auf ihren Nacken und steigerte die Intensität seines Kusses. Da wo ihre Haut seine berührte, spürte er die Warme ihres Körpers, die Hitze ihres Verlangens und wie sein Körpers diese erwiderte. Seine Hand glitt über sie, erkundete die Rundungen ihrer Brüste, berührten sie zärtlich, während seine Zunge das Spiel mit ihrer Zunge spielte. Mit ihr so zusammen war so anders, als je zuvor mit einer Frau, intensiver, tiefgehender. Jede kleine Berührung hinterliess ihre Spur des Verlangens in ihm, jede Reaktion von ihr, die ihn ihr Verlangen und Vergnügen zeigten, das leichte entgegen bäumen, das leise seufzen, trug dazu bei, diese Momente noch mehr zu geniessen.
Er konnte die Ungeduld, sie noch intensiver zu spüren, kaum noch verbergen, aber etwas in ihm wollte diese Vorfreude noch etwas weiter auskosten, so das er seine Hand nur langsam ihren Bauch herab wandern liess. Doch auch wenn es langsam war, nährte sie sich unaufhaltsam ihrem Lendentuch, schob sich leicht darunter und machte sich daran, dieses letzte Stückstoff zu entfernen, das noch zwischen ihnen war, zu beseitigen. Es dauerte nicht lange, und auch dieses letztes Hinderniss war verschwunden. Langsam löste er seine Lippen sich wieder von ihren, während seine Hände zärtlich über ihre Schenkel, ihre Hüften und ihren Oberkörper glitten. Tief blickte wieder in ihre Augen, er wollte sie sehen, in dem entscheidenen Moment, der kommen würde. "Helena," hauchte er ihr leise nur ihren Namen zu.