Beiträge von Quintus Tiberius Vitamalacus

    ".... der Bär !"


    Die Sonore Stimme des Ansagers kündigt an, was die Zuschauer schon gesehen haben. Von den Rängen wirkt der Bär noch relativ klein, sein Bewegungen sind langsam und bedächtig, doch dieser Eindruck täuscht, der Braunbär ist einer der grössten seiner Art. Langsam geht der Bär weiter, in Richtung des Zentrums der Arena. Er nimmt die Wölfe war, doch die sind für ihn nichts, das er als Bedrohung Wahrnehmen würde, ihn reizt vielmehr der Geruch, der in seine Nase steigt. Irgendwo muss hier ein Weibchen sein, welches in mit seinen Gerüchen lockt. Suchend blickt er sich um...


    Die Wölfe haben mittlerweile den Kampf mit den Babaren für sich entschieden, zwei liegen Tod am Boden, ein dritter liegt auch, seine Arme sind scheinbar nur noch blutige Stümpfe, zwei Wölfe schlagen wütend ihre Klauen in seine Beine. Die Schmerzenschreie des Mannes dringen bis in die letzte Reihe der Zuschauerränge.


    Für die drei Männer, welche sich vor den Wölfen fliehen konnten, scheint sich eine Chance zur Flucht zu bieten. Ratternd öffnet sich ein Tor am Rand der Arena, eine dunkle Öffnung, ungewiss was sich dahinter befindet. Doch es ist auch ihre einzige Chance, den die Wölfe haben Blut gelegt, wenden sich zwar auch wieder der Beute zu, doch immer wenden sie sich auch den Menschen zu. Und der Bär, der sich gerade zu seiner vollen Grösse aufrichtet, lässt ein furchterregendes Brüllen ertönen.


    Verzweifelt beginnen die drei Männer auf die dunkle Öffnung zu zu rennen, zwei Wölfe verfolgen sie. Und auch der bär lässt sich wieder auf alle viere fallen und beginnt auf die Männer zu zu rennen, legt dabei ein Tempo vor, das kaum jemand für möglich gehalten hätte.

    Etwas wunderte ihn, das der Legatus nach dem Leben von Cato fragte, ging es doch nur um einen Sklaven. Gut, für Tiberius Vitamalacus war Cato nicht nur ein Sklave, sondern eigentlich ein langjähriger Freund und vielleicht gerade deshalb wog der Vertrauensbruch so schwer.


    "Noch nicht ! Er ist ein gesperrt und auf Schmalkost gesetzt, doch diese Flucht war schon sein zweites Vergehen, für welches er das Kreuz verdient."

    Zitat

    Original von Lucius Annaeus Florus
    Ich war mit Medeia, Macer und den andern in ein Gespräch vertieft, als der Aedil eintraf.


    Aedil! Es ist mir eine Freude, dass ihr es geschafft habt zu kommen. Ich denke, euch muss man nicht vorstellen, doch kennt ihr die Anwesenden auch?


    Es war etwas ungewohnt, das irgendjemand in Rom annahm, ein jeder würde ihn kennen, doch vielleicht musste er sich an den Gedanken gewöhnen, trat er doch gerade seine Amtszeit als Aedil an und gerade als solcher, gieriet man doch unweigerlich mehr in das Blickfeld der Öffentlichkeit.


    "Salve , werte Artoria Medeia. Senator Purgitius Macer ! Artorius Corvinus." Seine Begrüssung der Männer war gewohnt Militärisch knapp und bei dem Namen des Artorias hatte er kurz überlegen müssen, doch hatte er er sich an die Feier in der Casa Artoria erinnert und dort dessen Namen erfahren zu haben.
    "Doch dieser junge Mann, " deutete er auf Annaeus Metellus, "ist mir unbekannt."


    Aus dem Augenwinkel bemerkte er das eintreffen des Praetorianer Praefekten und in ihm kam der Wunsch hoch, die Toga Pratexta endlich einmal wieder gegen eine Rüstung einzutauschen.

    So wear es wohl nun an ihm, nach dem das Opfer vollbracht war, seiner Pflicht als Weinkönig nach zu kommen. Sein Blick wanderte über die Gäste, erst jetzt war ihm aufgefallen das Centurio Plautius während des Opfers verschwunden gewesen war und nun mit der Gastgeberin zurückkehrte. Minervinas Haltung gefiel ihm den ganzen Abend schon nicht. Egal was sie bedrückte, er erwartete von der Tochter eines Patriziers einfach etwas mehr Haltung.
    Und natürlich blieb sein Blick kurz auf Helena hängen, bevor er kurz den Praetorianer Praefekten und seine beiden Vereehrerinnen musterte, wieder die Gastgeberin ansah und dann seine Stimme erhob.


    "Werte Medeia, wäre ich hier in einem Castellum der Legionen, hätte ich mein bevorzugtes Mischungsverhältniss gewählt : An einem Nebeltag in Germania kurz aus dem Fenster gehalten. Doch wir sind in deiner ehrenwerten Casa und auch wenn viele meiner Kameraden der IX. anwesend sind, ist dies keine Feier von Soldaten. Daher erwähle ich für diesen Abend ein Verhätnis von drei Teilen Wein und einem Teil Wasser."


    Aber er wusste, das die Folgen eines übermässigen Weinkonsumes nicht wirklich vom Mischungsverhältnis des Weines abhing. Wichtiger war die Qualität des Weines, die Art der Speisen zum Wein und die Menge Wasser, welche man daran noch trank.


    "Und nun, geniessen wir den Wein und Speisen, welche uns unsere Gastgeberin hat auftragen lassen," sagt er noch mit einem leichten Lächeln in Richtung der Gastgeberin, bevor er, Numierianuns und Minervina einfach mit sich ziehend, auf Helena und ihren Bruder zu steuert. Er hat nicht vor, ihre kleine Neckerei mit der Nominierung so einfasch zu vegessen.

    "Werte Helena, werter Constantius, "begrüsst er die beiden freundlich, wobei sein Blick etwas länger auf Helema ruhen bleibt als ihrem Bruder," es freut mich euch heute Anbend zu sehen. Meine Nicht Minervina kennt ihr doch sicherlich ?" Dann deutet er kurz auf ein paar Klinen in der Nähe. "Helena, ich hoffe, ihr beide leistet uns heute Abend gesellschaft, ohne das ich von meiner Amtsgewalt als Weinkönig gebrauch machen muss ?"
    Eigentlich hätte er nun lieber mir ihr allein gesprochen, ihr vom Verlaufs Numerianuns Mission in Germania berichtet, wusste sie doch mittlerweile von dieser, aber noch war das nicht möglich.

    Auch Tiberius Vitamalacus erhebt sich, läst seinen noch gutgefüllten Bercher auf dem Tisch stehen. Dieses verdünnte Zeug sollte einer der Sklaven ertragen. "Valerius, ich wünsche den Septemviri viel Erfolg bei der Ausrichtung ses Epulum Iovis. Und natürlich würde ich mir wünschen, das die Veneta bei diesen Ludi erfolgreich ist."

    Er hasste es, seit ewigen Ruhezyklen war er in diesen engen Käfig eingesperrt, kaum konnte er sich bewegen, er der Stolz der Germanischen Wälder, der es so liebte umher zu wandern in seinem Reich. Denn das war es, sein Reich, niemand konnte es ihm streitig machen, er war der Herrscher seines Waldes, seit er als junger Bär den alten Herrscher vertrieben hatte. Und dies zu jenem Tag, hatte sich auch kein anderer Bär gewagt ihn ernsthaft heraus zufordern, die paar Jungspunde hatte er mit seiner Stolzen Haltung schon in Flucht geschlagen, nicht einmal hatte er seine Pranken erheben müssen.
    Glücklich und zufrieden war er gewesen, seine Partnerin hatte erst kürzlich junge zur Welt gebracht, sein Reich ernäherte sie alle ausreichend. Doch dann passierte es, diese felllosen Zweibeiner stellten ihm eine Falle. Er ärgerte sich immer noch, dass er nicht erkannt hatte, , das unter dem Laub, auf dem die leckeren Früchte lagen sich eine Grube befand. Lange hatte er sich in der Grube noch gewehrt, es sogar geschafft einen seiner Häscher in die Grube zu ziehen und zu zerfleischen. Doch irgendwann hatte er aufgeben müssen und man hatte ihn in diesen Holzkäfig gesperrt. Und während er so eingesperrt war, hatte man ihn auf so ein Ding geladen, auf dem diese felllosen Zweibeiner immer alles packten, dass zu tragen sie nicht in der Lage waren. Zuerst hatte er immer noch wütend gegen das seinen Käfig geschlagen, denn er wollte in seine Freiheit, außerdem wurde es immer wärmer und ungemütlicher. Doch es half nichts,….
    Und jetzt, nachdem man ihn durch diese riesige Ansammlung von Stein geführt und dann in diesem dunklen Loch eingesperrt hatte, da hatten sie sogar noch auf gehört ihm Futter zu kommen zu lassen. Stattdessen hatte man immer wieder mit langen, dicken Ästen seine Ruhe gestört.


    Er war schlecht gelaunt, sehr schlecht gelaunt. Und genau in diesem Moment, öffnete sich eine Seite des Verschlages, helles Sonnenlicht brach herein und nachdem er sich etwas an das Licht gewöhnt hatte, ..machte er sich auf den Weg nach draußen,….

    Zitat

    Original von Maximus Decimus Meridius
    Getreidehof Decima
    Grossbäckerei Decima
    Weingut Decima
    Weinkelterei Decima


    Von meinem Villicus Decimianus Verus an meinen Vilicus ---> Decimus Drusus überschreiben.


    Ist in allen 4 Fällen geschehen

    Die Einladung im Postkasten der Villa Tiberia wäre fast untergegangen, zu sehr war Tiberius Vitamalacus mit der übernahme seines Amtes beschäftigt. Doch als dann endlich ein Sklave ihm den Brief auf den Tisch legte, merkte der Haushalt was es hies, einen Soldaten als Hausherren zub haben.
    Seine Kommandos hallten durch die Villa und kurz darauf hatte Tiberius Vitamalacus, gekleidet in der Toga Praetexta seines Amtes, gefolgt von Titus, die Villa verlassen, natürlich zu fuss.


    Bald darauf bogen sie in Strasse ein, in der sich die Casa Iulia befand, gingen mit kräftigen Schritten auf die Gruppe vor der Casa zu. Fast hätte man den Eindruck gewinnen können, das eine Centurie auf die Casa zu marschierte.


    "Annaeus Florus !" begrüsste er den Bräutigam, "es ist mir eine Ehre, zu der hochzeit meines früheren Kommandeurs zu erscheinen."

    "Mein Imperator, diese Spiele sollen das Volk erfreuen. Und gerade deine Anwesenheit wird das Volk noch weiter erfreuen."


    Sicher wusste er, das glanzvolle Spiele auch seinen egenen Ruhm mehren würden, doch das war nicht seine Absicht, er war kein Iulius Casaer, der mit Spielen die Gunst des Volkes erlangen wollte. Er sah sich immer noch mehr als Soldat, der mit vollem Einsatz seine Pflicht tat.


    "Wenn du keine Weiteren Anliegen hast, werde ich mich nun zurück ziehen."

    Fast augenblicklich bemerken die Wölfe die Männer, welche sich, da sie regelrecht aus dem Tor gestossen wurden, den wölfen unweigerlich auf einige Schritt nähern. Diese haben gerade ihres erste grosse Beute seit langem geschlagen, wollen diese nicht aufgeben. Und ob die Männer nun ihnen die Beute streitig machen wollen oder nicht, sie sind eine Bedrohung für die Wölfe. Und sofort stellen sie ihre Strategie um, stellen sich den Männern im halbkreis gegenüber, bis auf einen, der weiter seine Fänge in das Fleisch des Hirsches schlägt.


    Die Männer, kaum das sie begriffen haben, wo sie sich hier befinden, ihre Augen sich gerade erst an das grelle Sonnenlicht gewöhnt haben, sehen sich nun einer wütenden, zörnige Knurrenden Reihe Wölfe gegenüber gestellt. Bei dem einen oder anderem macht sich Angst breit, probieren um zu drehen, einen der Aufgestellten Baumstämme zu erreichen, doch die anderen stellen sich den Wölfen mutig entgegen. Vielleicht sehen sie ihre Chance im Kampf die Arena lebend zu verlassen.


    Doch auch die Wölfe sind gereizt, wochenlanger Hunger hat sie aggressiv gemacht und sie sind nicht bereit ihre Beute allein zu lassen. Eine ganze Weile stehen sich die beiden Gruppen gegenüber, belauern sich, jede Seite bedeutet die ersten Attaken an. Aber wenn die Menschengruppe gedacht hat, mit einigen Kräftigen Schlägen die Wölfe vertreiben zu können, da irren sie, die grauen Wölfe weichen nicht zurück, fletschen zornig ihre Lefzen.


    Und wieder zeigt sich die fast schon militärische Stategie der Wölfe. Irgendwie schaffen sie es, das gezielt zwei von ihnen einen der Männer anfallen, wieder ist ein Angriff nur ein Finte, dient nur dazu, den Mann zu verwirren, doch der zweite ist genau gezielt, der Wolf schlägt seine Fänge in den Oberarm des Mannes, reisst eine Klaffende Wunde, aus der eine grosse Fontaine Blut spritzt. Ein anderer Mann will seinem Mitstreiter zu hilfe eilen, kann mit seinem schartigen Schwert den Wolff treffen. Der Wolf heult auf, doch verbeisst sich wieder in sein erstes Opfer.


    Der Kampf zwischen Wölfen und Menschen geht hin und her, doch immer wieder zeigt sich, das die Wölfe leicht im Vorteil sind, aber beide Seiten erleiden immer wieder verletzungen. Wolfsgeheul und Schmerzensschreie hallen durch das Rund der Arena, langsam nehmen die Blutlachen im Sand zu. Dann liegt der erste Mann am Boden, ein Wolf hat seine Kehle durchbissen, der sterbende Körper liegt zuckend am Boden. Zwei andere Manner probieren ihr heil in der Flucht, doch einer von ihnen wird von zwei Wölfen gestellt, der eine schlägt seine Fänge in seine Fersen, reisst den Mann so zu boden, der andere verbeist sich in den Rücken des Mannes, dessen Schmerzensschreie durch die Arena hallen.


    "Doch," ertönt wieder die Stimme des Ansagers, "es gibt noch einen grösseren, stärkeren, gefährlicheren Bewohner der Wälder Germaniens."


    Auf der anderen Seite der arena öffnet sich ein Gatter.

    In dem hochgewachsenen Patrizier kam etwas Sorge hoch, der Lanista wirkte heute nicht besonders gut. Konnte es sein, das der Herr der Gladiatorenschule schwer erkrankt war ? Doch seine Sorge liess der Patrizier nicht nach Aussen dringen.


    "Lanista !" begrüsste er ihn militärisch kanpp. "Dann lass uns für den weiteren Verläuf das beste hoffen und das wir auftretende Probleme schnell und unauffällig lösen."

    Der Blick des Tiberius Vitamalacus verfinsterte sich. Wer war dieser Mann ? Wollte er ihn auf den Arm nehmen ? Oder war dies die neue Kundschaft, welche ihn in seinem Amt erwartete ?


    "Der richtige Titel ist Aedil," sagt er mit fester, militärischer Stimme.


    "Was ist dein Anliegen ?"

    Der Mann, der wie üblich hat er die Strecke von der Villa Tiberia zum Forum zu Fuss zurückgelegt, trägt seine perfekt drapierte Toga Praetexta. Natürlich wird er nicht nur von seinem Schatten, dem riesigen Titus begleitet, sondern auch von einer nicht undeutenden Anzahl von Klienten und Freunden der Familie. Mit geraden Schritten geht er erhobenen Hauptes über das Forum und betritt die Rostra. Einen kurzen Moment sammelt er sich und legt beide Hände auf das Geländer.


    Dann erhebt er seine durch unzählige Befehle gestählte Stimme


    „Volk von Rom !”


    Seine Worte dringen, allerdings ohne übertrieben Laut zu wirken, bis in die hinterste Ecke des Platzes.


    „Volk von Rom !”


    "Als ich das letzte Mal vor euch trat, tat ich dies um euch um eure Stimme für das Amt des Aedilis Curulis zu bitten. Mittlerweile habt ihr mich in dieses Amt gewählt, der Imperator hat mich in dieses Berufen und ich habe auch schon die ersten Amtshandlungen ausgeübt und auch die Ludi Romani, welche ich zusammen mit Artoria Medeia und Petronius Varus veranstelte, haben begonnen."


    "Nun ist es an der Zeit, mich für eure Stimmen und euer Vertrauen zu bedanken und euch meinen Tätigkeitsbericht als Quaestor Consuluim nicht vorzuenthalten. Vieles mag euch bekannt sein, da ich es schon während meiner Wahlrede ansprach."


    „Der Senat berief mich in das Amt des Quaestor Consulum. So liegt meine Aufgabe vornehmlich darin, den Imperator bei der Festlegung eines Wahltermins zu beraten, welcher mit den Bestimmungen des § 40 des Codex Universalis übereinstimmt und nicht mit den Feiertagen unseres Kalenders kollidiert. Des weiteren oblag es mir, die Rechtmässigkeit jeder Kandidatur der Wahl zu prüfen, was ich tat und in jedem Fall konnte ich die Zulässigkeit bestätigen, im einem Falle war ein Nachfragen bei der Schola nötig, doch konnte auch diese Kandidatur bestätigt werden."


    "Nach der Wahl legte ich dem Imperator Vorschläge zum Termin der Nachwahl vor, welche auch aufgegriffen wurden."


    "Ich unterstützte den Quaestor Principes bei der Erstellung der Liste der Peregrini in Italia an, welche das Bürgerrecht erhalten können. Zu diesem Zweck suchte ich die Kommandaten der Vigiles und der Classis auf und legte diese Namen dem Imperator vor.“


    „Der Imperator selbst bat mich, einige Vorschläge zu erarbeiten, welche Korrekturen und Präzesierungen am Codex betreffen. Diese Vorschläge legte ich dem Imperator vor, welcher seine Zufriedenheit äusserte. Inhalt waren bereits umgesetzte änderungen in der Auszeichnungs, desweiteren Klarstellungen der Tätigkeiten des Quaestor Principes und eine Sichtung des Codex Universalis auf Passagen, welche nicht Gesetzescharakter, sondern den Charakter eines historischen Exkurses haben.“


    „Eine weitere Aufgabe der Quaestoren ist die Fortführung der Chronicusa Romana. In der kollegialen Aufteilung der einzelnen Abschnitte lag es an mir, zusammen mit dem Quaestor Pro Praetore jenen Abschnitt für Germanien zu pflegen. Dies führte dazu, das ich einige Ereignisse aus früheren Amtszeiten festhielt, welche bisher nicht dokumentiert waren und leider einige streichen musste, welche nicht in der Chronicusa Romana festgehalten werden müssen.“


    "Dies war mein Bericht, ich danke für eure Aufmerksamkeit und stehe nun für eure Fragen zur Verfügung."

    Als einer der Veranstalter war natürlich auch Tiberius Vitamalacus anwesend an diesem ersten Tag der Galdiatorenspiele. Gewohnt forschen Schrittes hatte er sich seinen Weg in die Menge gebahnt, bis er den Platz erreicht, welcher für die Veranstalter gedacht ist.
    Sein Blick wandert über die Zuschauerreihen und über das Geschehen in der Arena. Bisher ist er mit dem Verlauf recht zufrieden, doch er weiss, ein grossteil der Arbeit steht ihnen noch bevor.
    Aber jetzt lässt er sich erst mal einen kühlen Becher Wein reichen.

    Erfreut nimmt Tiberius Vitamalacus die positiven Worte des Imperators zur Kenntniss. Auch wenn er der Meinung ist, das er nur seine Pflicht getan hat, beteutet ihn das urteil des Imperators sehr viel.


    "Ich danke dir, mein Imperator. Ich werde mich bemühen, auch in Zukunft stets mein Bestes für Rom und das Imperium zu geben."


    Dann, bevor er darum bittet sich zurückziehen zu dürfen, spricht er noch ein Thema an, das ihn am Herzen liegt.


    "Mein Imperator, ich hoffe, das wir dich während der Ludi im Circusd Maximus und des Flavischen Theaters das eine oder andere mal erblicken dürfen."

    Kurz blickt Tiberius Vitamalacus auf die Wachstafel, überlegt kurz und trifft dann eine Entscheidung. Nicht umsonst hat er nach der Gesamtsumme gefragt.


    "Gut, ich werde dir zunächst 1000 Sesterzen zur verfügung stellen, wenn du mehr brauchst, sage bescheid. Desweiteren möchte ich wert darauf legen, das mein Name nicht übermässig genannt wird, meine beiden Mitorganisatoren, Artoria Medeia und Petronius Varus, auf gar keinen Fall vergessen werden."


    Kurz notiert er etwas.


    "Dann bleibt noch eine Frage : Wohin soll ich das Geld schicken."

    Die Wölfe fangen an sich ihrer Beute zu bedienen, genau so diszipliniert wie sie den Hirsch erlegt haben. So wie es ihre Rangfolge im Rudel ist, gehen sie nacheinander auf die Beute zu, schlagen grosse Stücke heraus und verschlingen sie. Auch der Wolff, welcher bei der Verfolgung weit durch die Luft geschleudert wurde, hat sich wieder gefangen und eilt, erst noch etwas humpelnd, zu seinem Rudel.
    Da ertönt erneut die sonore Stimme des Ansagers.


    "Doch nicht nur wilde Tiere leben in den Wäldern der unbekannten Germaniens. So manches mal kommt es vor, das die Barbaren einige aus ihren Dörfern verstossen, zwingen in den Wäldern zu überleben. So kommen nun die Barbaren.... "


    Bei diesen Worten öffnet sich ein Tor am Rand der Arena, ziemlich dicht an der stelle, an der die Wölffe ihre Beute geschlagen haben und eine Gruppe von fünf Männern wird regelrecht in das Rund hinein gestossen. Sie sind in lumpige Tuniken gekleidet, ihre Kopf- und Barthaare sind lang und ungepflegt, in ihren Händen tragen sie schartige Waffen und Knüppel.


    "Seit Wochen irren diese Männer durch die Wälder, es sind die schlimmsten unter den Barbaren, Verbrecher und Schläger, nicht einmal unter ihren rauen Stammeskollegen erwünscht. Sie haben geraubt und gemordet, doch nun plagt sie der Hunger...."