Beiträge von Quintus Tiberius Vitamalacus

    Mit langsamen Schritten setzte er sich in Bewegung, direkt auf sie zu. Doch er umrundete sie nur in etwas 2 Schritt abstand, näher kam er ihr nicht, aber er betrachte sie eindringlich die ganze Zeit. "Luciana,...." wiederholte er dabei leise ihren Namen. Dann, als er sie einmal umrundet hat, dreht er sich zu ihr und tritt dichter an sie heran, etwa auf eine ihrer Armeslängen. Der Blick aus seinen braunen Augen, der sie von oben herab trifft, ist kalt und hart.


    "Warum du hier bist ? Wärst du lieber im Carcer der Praetorianer ?"

    Eine ganze Weile schwieg der hochgewachsene Soldat, liess die junge Frau im ungewissen. Er hörte an ihrer Stimme, das sie, trotz ihrer forschen Worte, unsicher, gar verängstigt war. Und das war auch nicht abwegig, schliesslich hatte er sie hier ganz in seiner Hand, könnte mit ihr tun was er wollte, selbst sich mit ihr etwas amüsieren und sie dann verschwinden lassen.
    Und natürlich trug ihre zerrisene Kleidung nicht dazu bei, sie von diesen Gedanken abzubringen und genau das war auch die Absicht von Titus Tat gewesen. Hätte die junge Frau gewusst, das die Gedanken des Tiberius Vitamalacus weit davon entfernt waren, sie auf das Bett zu schleidern und sich an ihr zu vergehen, wäre sie vielleicht etwas erleichtert, aber sein Gesicht verriet immer noch keinerlei Regung.


    "Wie ist dein Name ?" fragte er noch einmal, während er das Glas abstellte.

    Als die Tür sich geschlossen hatte und er allein mit der jungen Frau ist, dreht sich der hochgewachsene Soldat langsam um, würdigt sie allerdings kaum eines Blickes, geht stattdessen langsam zu dem Tisch mit den Weinkarraffen und füllt sein Glass wieder auf.
    "Du hast etwas fallen lassen." sagt er, mit einer kleinen Geste auf den Dolch auf dem Boden. Dann schweigt er wieder, dreht sich allerdings ihr zu und musterte sie eine Weile, das Glas Wein immer noch in der rechten Hand.
    "Ich warte immmer noch auf deinen Namen !"
    Sein Blick wandert langsam an ihr rauf und runter, ohne allerdings eine Regung auf seinem Gesicht zu zeigen.

    Tiberius Vitamalacus kommentiert Livillas Abgang nicht weiter, er hoffte nur innerlich, das sie sich etwas beeilen würde und nicht zu lange sich mit der für Frauen so typischen Schönheitspflege beschäftigen würde. Kurz fällt sein Blick auf Helena und aus irgendeinem Grund fragt er sich, wie lange sie wohl heute gebraucht hat, sich für diesen Abend herzurichten. Zumindest er findet, das sie einfach wünderbar aussieht, doch es ihr zu sagen ist ihm eifach nicht möglich.
    So bleibt ihm erst mal nichts überig, als die Blicke zwischen seinen Verwandten und Gästen hin und her wandern zu lassen, mit einem leichten Lächeln auf den Lippen, das sich auch in seinen Augen wiederspiegelt. Geduld überhört er die, ihm unangenehme und auch für seinen Geschmack unpassende Prallerei über die Innenaustattung der Villa Tiberia und klingt sich wieder in das Gespräch ein, als die Ludi zur Sprache kommen.
    "Es waren allerrdings spannende Läufe, auch wenn ich mit dem Ergebniss nicht zufrieden bin." In diesem Moment erinnert er sich an die junge Frau, welche er bei dem Geschwisterpaar gesehen hatte, so richtet er sich direkt an Constantius: "Ich musste die ganze Zeit überlegen, woher ich die junge Frau kannte, welche sich zu euch gesellt hatte. Irgendwie schien sie mir bekannt zu sein, aber bis heute weiss ich nicht woher."
    Natürlich entging ihm der bitter böse Blick nicht, den Calvina ihm zu warf, als das Thema auf ihre Erkundungswünsche der Stadt ging, doch nutze er die Gelegenheit, sich wieder einmal direkt an Helen azu wenden. "Sie ist etwas erbost, weil ich ihr strenge Vorschriften gemacht habe, was das Erkunden der Stadt angeht. Doch ich finde einfach, das eine junge Frau nicht einfach so, unbegleitung und wohl möglichkeit in der Dunkelheit durch die Stadt spazieren sollte." Darüber allerdings, das Helena damals einfach so im Dunkeln am Ianusbogen aufgetaucht war, ist er ihr sehr dankbar.

    Der Mann im Türrahmen zum Balkon reagiert garnicht auf die Worte der jungen Frau. Immer noch ist sein Unmut über Titus Eigenmächtigkeit gross, aber das würde dieser später noch zu spüren bekommen. Tiberius Vitamalacus bliebt einfach stehen, führt sein Glass an die Lippen und nimmt einen Schluck. Wenn er er ehrlich zu sich ist, reizt ihn diese Situation, weniger das da sich eine Frau in seinem Zimmer ist, sondern vielmehr die Gefahr des Dolches, welcher sich in ihrer Tunika verbirgt.
    Titus ist mittlerweile an die junge Frau heran getreten und packt sie hinten an ihrer Tunika, so das diese zerreist und zu Boden fallen würde, wenn sie sie nicht mit mindestens einer Hand zusammen halten würde.
    Als er das Geräusch des reissenden Stoffes hört, hebt Tiberius Vitamalacus die linke Hand, schickt so Titus aus dem Zimmer.

    Natürlich hörte er ihre Worte, doch er hatte ihr eine Frage gestellt und wollte von ihr die Antwort. Auf keinenfall würde er ihr auf ihre Fragen antworten, eigentlich wollte sich garnicht mit ihr beschäftigen, doch es stimmte schon, Titus hatte recht, Titus hatte in dieser Situation den gleichen Riecher wie auch Lucius ihn hatte....
    Daher wiederholte er einfach die Frage.


    "Wie ist dein Name ?"


    Und es war nur ein kleines Zeichen, und Titus näherte sich wieder der Frau....

    Titus blieb in der Tür stehen, ihm war egal, ob die Göre sofort kommen würde oder nicht, er hatte Zeit. Sicher würde er nicht herein stürmen und sie sich greifen, denn dann war er, wegen der Enge im Nachtel.


    "Du kommst raus,..."


    Gerade wollte er noch eine Drohung zu fügen, da war sie schon in seinen Reichweite und seine Rechte legte sich eisern auf ihre Schulter. Ein Moment war er versucht, sich noch kurz mit ihr zu vergnügen, doch sein Tribun war klar gewesen.... er wollte sie sehen,... sofort....


    So brachte er sie in das Zimmer des Tribuns.

    Er hatte getobt, als Titus ihm Bericht erstattet hatte. Wie kam dieser Idiot dazu, einfach so eine Peregrina in die Villa zu verschleppen ? Seine Order war nun klar, Titus musste diese Frau zu ihm bringen und er würde die Sache schon klären.
    Allerdings, kamen ihm auch einige Ideen, und Titus Handeln wurde mehr und mehr sinnvoll und vernünftig. Wenn Titus Ahnung Stimmte, könnte diese Frau noch nützlich sein. Daher schenkte er sich ein Glas Wein ein, trat in die Tür zum Balkon und wartete, das Titus mit der Frau zurückkam.
    Dann, als sich die Tür öfnete und kurz darauf wieder schloss, drehte er sich nicht um, sondern stellte nur eine Frage: "Wie ist dein Name ?"

    Stundenlang hat sich vor der Tür der Kammer nichts getan, das Licht das von drausen herein kommt, beginnt schon zu schwinden, bis irgendwann schwere Schritte von genagelten Stiefeln auf dem Gang vor der Kammer zu hören.


    Die Tür öffnet sich und Titus steht in der Öffnung.


    "Steh auf,... der Tribun will dich sprechen !"

    Der Blick des Tiberius Vitamalacus verengte sich weiter. Hätten sie sich auf dem Exzierplatz befunden, hätte dieser Bursche nach diesen Äusserungen gut und gerne zwei Runden das Intervallum entlang laufen dürfen, zusammen mit seinen Kammeraden, die hinter her ihren Unmut deutlich an ihm ausgelebt hätten. Doch es war hier kein Exzierplatz und kein Castellum. Er war nur ein junger Bursche, der noch lernen musste, seinem Gegenüber den nötigen Respekt zu erweisen, und diese Lektion lag nicht in seinem Verantwortungsbereich.
    "Nun, es liegt bei mir, wie ich mein Mündel abschirme ! Und wenn dir ihr Anblick gefält, solltest du wissen, wie du dich zu verhalten hast !"
    Dann war Calvina bei ihnen und sein Blick auf sie wurde finster, ermahnte sie zum Schweigen. Was erlaubte sie sich, sich einfach selbst vorstellen ? Das würde er später zur Sprache bringen, jetzt aber war er die Ruhe selbst und tat das, was sie schon selbst getan hatte, er stellt die Beiden sich vor: "Calvina, dies ist Caius Flavius Aquilius,.... Flavius Aquilius,... mein Mündel, Tiberia Calvina."

    Es ist eine kleine Kammer, kaum 2 mal 2 Schritt gross, nur eine Liege ist darin und ein Eimer, offensichtlich für die Notdurft. Einzige Quelle für Lich ist ein kleines, vergittertes Fenster, vielleicht in etwas mehr als 2 Schritt höhe.


    Genau in diese Kammer wirft Titus die junge Frau, die er vom Marsfeld hergebracht hat. Er durchsucht sie nicht weiter, er weis, das sie ein Messer trägt, doch was soll eine Göre wie sie damit schon machen. Stattdessen schliesst er die schwere Tür und legt den Riegel vor.


    "Der Tribun wird dich nachher befragen."

    Das der junge Mann so eifrig seine Mitgliedschaft in den palatinischen Saliern und sein zukünftige Berufung in den Cultus Deorum betonte, liess Tiberius Vitamalacus zu den Entschluss kommen, das diesem Patrizier sicher ein oder zwei Jahre Militärdienst gut anstehen würden. Weniger des körperlichen Trainings, daran mangelte es sicher nicht, sondern um die besondere Erfahrung des Lebens in einer Zeltgemeinschaft zu machen.
    Allerdings, das Gesicht des Tiberius Vitamalacus zeigte keine Regung, ausser dem harten Blick aus den dunklen Augen. "Der Grund, weswegen meine Begleitung auf meinen Befehl reagierte, waren die unpassenden Blicke, die ein Fremder meinem Mündel zu geworfen hat."
    Wenn schon Söhne aus besten Häusern so allein durch die Strassen liefen und ehrbare junge Damen anstarrten, wie ein Miles im Ausgang die Lupas in der Tabernen der Umgebung, dann bekräftigte ihn das in seinem Entschluss, Calvina nicht allein aus der Villa zu lassen.

    Titus
    --------------------------------


    Titus zeigte sich von den Schimpfworten und der Gegenwehr der jungen Frau unbeeindruckt. Stattdessen beugte er sich zu ihr herunter und raunte ihr sehr leise zu : "Halt die Klappe uind komm mit,.... Oder soll ich den Prätis erzählen, wat du da unter der Tunika hast ?"
    Nicht das er diese arroganten Kerle der Leibwache des Imperators mochte, eigentlich mochten die nur jene Miles, die selbst gern dabei wären. Und Titus gehörte sicherlich nicht dazu.
    So zog er sie, langsam aber sicher über das Marsfeld, zurück in die Stadt...

    Titus war in der Tat kurz davor, noch einmal zu zu langen, der Hühne fürchtete in der Tat keinerleis auseinandersetzung und ebendieses hatte mehrmals seine Beförderung zum Optio verhindert. Naja,... das er etwas langsam im Denken war, war auch nicht besonders förderlich.
    Doch mittlerweile war Tiberius Vitamalacus auf die Szene aufmerksam geworden und auch schon heran.
    "Titus !" Der Name war wie ein Befehl und in der Tat ,liess der Hühne die schon erhobene Hand wieder sinken und trat ein paar Schritte zurück. "Pass auf die Waren und Calvina auf !" befahl der Quaestor knapp und wandte sich dann dem fremden Mann zu, musterte ihn eindringlich, so wie erc stets einen Mann musterte, ihn Automatisch darauf prüfte, ob er das Zeug zu einem Soldaten hatte, ohne allerdings seine Einschätzung zu verraten.
    "Tiberius Vitamalacus, Quaestor Consulum,"stellte er sich, nach einem Moment eisigen Schweigens, militärisch knapp vor,"Du bist also ein Verwandter des Verlobten meiner Schwester ?"

    Titus
    --------------------------------


    Titus grunzte etwas, das so ähnlich klang, wie :"Ich durchsuch sie mal." Und genau das tat er auch, hielt sie mit der linken Hand fest am Arm, während seine Rechte sie relativ unsanft abtastete, dabei keinerlei Rücksicht darauf nahm, das er hier eine Frau kontrollierte.
    Er spürte auch den Dolch und sie musste es auch gespürt haben, denn er drückte diesen kräftig gegen ihren Körper. Doch er förderte ihn nicht zu Tage, stattdessen nur einen kleinen Beutel mit Sesterzen, denn er Calvina regelrecht zu warf.
    "Is das deiner ? Besser ich nehm mich ihrer an,... Du passt dann auf Calvina auf..." meinte er knapp zu Durus.
    Dann packte er die fremde Frau und führte sie davon...

    Tiberius Vitamalacus warf seiner Cousine Livilla einen kalten, harter Blick zu. Ihr Auftritt und auch Ausdruck war ganz und garnicht angemessenen für eine Dame von Stand. "In der Tat, werte Cousine, hätte dein Bruder dich informieren sollen. So leiste uns geschellschaft, sobald du dich passend gekleidet hast." In der Stimme des Tiberius Vitamalacus schwang nichts mit, den Ärger könnte sie später noch bekommen. Doch innerlich lächelte er, ihm gefiel das unbekümmerte auftreten seiner Cousine, auch wenn er es nie zugeben würde.


    Dann wandte er sich von ihr ab, mit seinen Worten war sie für ihn entlassen bis sie sich umgezogen hätte. Er nahm ein Glas von dem Tablett, ihm entging nicht, welches seine Sklavin ihm zu gedacht hatte und gutierte diese Aufmerksamkeit mit einen leichten Nicken. Auch entging ihm nicht, das der junge Iulier seine kleine Unterlassung mit Überraschung zur kenntniss nahm. er fragte sich in diesem Moment, ob die Briefe, welche er nach Germanien geschickt hatte schon angekommen waren, ob sein Freund schon unterwegs war und welche Reaktion denn kommen würde. Kurz schwenkte er seinen Blick zwischen den Geschwistern hin und her, sich fragend, wie die beiden reagieren würden, wenn er, sollte eine positive Antwort erfolgen, den nächsten Schritt tun würde.


    Kurz blickte er, leicht vorwurfsvoll zu Calvina. Sie hätte ihm von ihrer Eskorte erzählen sollen, doch er war froh darüber, das sie so sicher den Weg in die Villa gefunden hatte und dies wollte er auch dem jungen Iulier gegenüber zum Ausdrück bringen.
    "In diesem Falle danke ich dir, werter Iulius Constantius, das du mein Mündel so sicher in die Villa geleitet hast. Bei all dem Gesindel, welches sich heut zu Tage schon bei Tageslicht und auch in edlen Gewandungen in der Stadt herum treibt, ist es gut zu wissen, das eine junge Frau, für welche ich Verantwortung trage, in so guten Händen war. Ich hoffe, sie hat deinen Schutz auch mit angemessenen Dank zu würdigen gewusst ?"


    Das sich der junge Mann unwohl fühlte entging ihm auch nicht, auch wenn der Blick des hochgewachsenen Soldaten immer wieder mal den Blick mit Helena suchte, er gerne gewusst hätte, wo gerade ihre Gedanken waren. Vielleicht war den jungen Mann einfach nur unnötiger Weise von den Äusserlichkeiten der Villa beeindruckt.
    "Auch wenn eure Casa äusserlich bescheidener ist, sei versichert, gerade weil sie einst das Heim des göttlichen Iulius Caesars, ist sie sehr beeidruckend."


    Dieser äusserliche Prunk der Villa Tiberia war ihm einfach zu viel, vielleicht legten seine Verwandten wert darauf, doch er fühlte sich in einem Castellum und sei es auch nur der bescheidenen Unterkunft eines Centurios wohler. Die Ruhe, die man dort im gegensatz zu einen Conturbium hatte, war der einzige Luxus, der ihm wichtig war.