Er überlegte im Geiste die Liste seiner Besitzungen, welche er Lucius zu Verwaltung überlassen hatte. "Wenn ich es richtig erinnere, gehört ein Gestüt nicht zu meinen Besitzungen, Vielleicht sollte ich Lucius mal darauf ansprechen... " Der Gedanke an eine Zucht von Pferden gefiel ihm, an einem ruhigen Tag die eigene Pferdeherde zu besichtigen. "In Gallien hatten wir eine Herde von fast Pferden, es war herrlich sie auf sich zu gallopieren zu sehen," schwelgte er wieder in Erinnerungen an die schönen Zeiten in seiner Jugend und Kindheit, "Man durfte nur keine Angst zeigen, sonder, mit wilden Gesten dem Leithengst Zeichen geben, darauf hin würde er die Herde an einem vorbei lenken."
Ihre entschiedenen Worte zu möglichen Gerüchten erfreuten ihn, denn um seinen Ruf machte er sich keine Sorgen. Wenn es jemand wagen sollte, falsche Gerüchte über ihn zu verbreiten, würde er Massnahmen ergreifen. Allerdings, der Gedanke daran, das jemand ihren Ruf beschädigen könnte, auch wenn nichts passiert war, für das er oder sie sich schämen müssten, war für ihn unerträglich, vielleicht gerade weil nichts wirklich unmoralisch passiert war. Und hatte er eben scherzend gemeint, er würde Titus auf sie ansetzen, würde er erfahren, jemand würde Helenas Ruf beschädigen wollen, würde er ernst machen und jener Kreatur Titus vorbei schicken.
Doch lieber setzte er das lockere Gespräch über seine Karriere als Vasenmörder fort. "Dann muss ich ja wirklich meine Versprechen einhalten, denn ansonsten muss ich mir eine Brandrede meines früheren Kommandeurs anhören und vielleicht kommen dann auch meine anderen Verfehlungen hoch,..." Er lachte auf und imitiert im folgenden, zwar mehr schlecht als recht, eine Brandrede des Volkstribuns, "Volk von Rom, glaub dem schmarotzenden Patrizier Tiberius Vitamalacus kein Wort, es ist ein schlimmer Mörder, zu seinen Lasten geht der Mord an einer Vase...."