Beiträge von Camillus Matinius Plautius

    Plautius wandte sich dem Priester zu. Bei Mars Schwertarm! Im größten Tempel von Mars sahen selbst die Priester aus, als ob sie einer Wolfsmeute entkommen waren. War der Kerl etwa Statist bei den Ludi gewesen? Oder versuchte er genauso abgewrackt auszusehen, wie das Gebäude?


    "Ja! Du kannst mir zunächst einmal eine Frage beantworten. Wieso ist der größe und bedeutenste Tempel von Mars eigentlich so herunter gekommen? Selbst die Tempel in Mantua und CCAA und Mogontiacum sehen besser aus! Dieser Zustand ist eine direkte Beleidigung an Mars."

    "Wenn er nicht kommt, dann verklagen wir ihn. Und dann sorgen wir dafür, daß das alles an die Acta gelangt und es auch in Roma die Runde macht, was sich seine Sklavinnen leisten. Die lesen seine Post und beleidigen Freie. Und jetzt reden wir mal mit deiner Schwester. Und wer weiß, Neffe, vielleicht kastrieren wir ihn auch einfach, wenn er uns über den weg läuft."

    "Ich werde mich darum kümmern, Legatus. Allerdings habe ich noch 3 weitere Anliegen."


    Mit diesen Worten griff Plautius in einen kleinen Beutel auf seinem Schreibtisch und legte einen Senatorenring auf den Schreibtisch.


    "Optio Aristides und Probatus Bursa haben sich in Germanien auf Suche gemacht und tief gegraben. Optio Aristides ist fündig geworden. Neben dem Ring konnte er einige gesiegelte Dokumente sicher stellen. Hier ist noch sein Bericht. Die infantile Schrift ist schwer zu Lesen. Der bekam auch direkt einen persönlichen Scriba als Geschenk zum Geburtstag kaum daß er laufen konnte."


    Plautius legte die Dokumente mit dem Senatorensiegel und der Unterschrift von Livianus auf den Tisch.


    "Die Fälschungen sind eine gute Arbeit. Ich bekomme deine Unterschrift nicht so gut hin wie die Germanin, aber dafür habe ich festgestellt, daß sie ein Wachs verwendet, wo man das Siegel als Ganzes von diesem speziell verwendeten Papyrus wieder entfernen und neu verwenden kann. Wenn du mir 2-3 Tage Zeit gibst, dann erstelle ich ein Schriftstück, daß du mir 5000 Sesterzen schuldest und mir die Sklavin Miriam als Geschenk geben willst. Nur die Götter mögen wissen, was die damit alles ausgestellt hätten."





    Bericht über den Diebstal des Leggatenringes



    Wie aufgetragen, nahmen Probatus Bursa und ich die Suche nach dem Ring des Leggaten auf. Wir gingen ingognito in die Stadt, trugen sivile Sachen und erkundigten uns in einer Taberna, zum lustigen Germanen, nach einem möglichen Hähndler, der uns einen Ring abnehmen könnte. Zwei Namen wurden uns genannt, wichtig von den Namen wahr jedoch nur ein gewiser Claudius, am südlichen Forum. Wir namen die Spur auf und konnten den Hähndler ausfindig machen. Den Hähndler versuchden wir mit einem Täuschungsmahnöver reinzulegen, in dem wir nach einem Ring dieser Art fragten. Infligrantie Auf frischer Tat konnten wir ihn dann im hinteren Raum fassen, wo er den Ring einer Kompliezien übergeben wollte. Probatus Prudentius Bursa nahm den Hähndler fest, während ich die junge Frau verfolgte. In einem Hinterhof konnte ich sie ställen und ihr den Ring abnehmen. Mit Hilfe weiterer Kompliezien konnte die Frau leider fliehen.


    Gez. Optio Marcus Flavius Aristides




    Sim-Off:

    weiteres Schreiben in meinem Habitatio

    http://upload.wikimedia.org/wi…jpg/180px-Mercury_god.jpg



    Ein einfaches, aber sauberes Haus in unmittelbarer Nähe zum Castellum, welches sowohl über den Hauptweg, wie auch einige verschlungene Nebengassen erreicht werden kann.


    In dem Lupanar bemühen sich fleißige Damen (und auch einige Herren) den Gast auf die Schnelle oder in aller Ruhe zufrieden zu stellen. Sonderbarerweise sind viele Gäste Mitglieder der Legio I, wie auch unglaublich viele Bürger aus Mantua, die warum auch immer alle Gaius heißen.


    Von einem eher bescheiden beleuchteten Empfangsraum führt ein Flur in die angrenzenden kleinen Zimmer, wo der Kunde zu seiner Glückseligkeit finden kann. Räucherbecken sorgen für angenehme Gerüche. Die Räume sind funktional eingerichtet und sauber.


    Der “Maior Domus”, Avitus Ambitus, kurz von allen nur AA genannt, empfängt den Kunden und trifft mit diesem eine Auswahl der dienstleistenden Person und nimmt die Bezahlung entgegen. Dezent im Hintergrund hält sich eine breitschultrige “Beschwerdeabteilung” bereit. Aber bislang mußte der abgemusterte Gladiator aus Roma aufgrund der einfachen Geschäftsbedingungen, wie auch dem Namen und Rang des Eigentümers, nicht zum Einsatz kommen.



    Geschäftsbedingungen:
    1.Bezahlt wird im voraus!
    2.Mach keinen Ärger, dann bekommst du auch keinen mir uns!
    3.Wer Ärger macht bekommt Hausverbot und Lupanare sind in Mantua rar!
    4.Wer es schafft seine “Ballista” an einem Abend 7 mal in Schussposition zu bringen und auch das “Geschoss” abzufeuern, braucht an diesem Abend nichts zu bezahlen. Desweiteren darf sich der Gast in die “Bruderschaft der Sieben” namentlich auf der Wand im Empfangsraum verewigen.






    .

    "Du hast mein Einverständnis für einen Übungsmarsch, aber ich rate Dir nicht nur mit den Probati alleine los zu ziehen. Besprich dich aber mit Numerianuns, ob er dir einige berittene Aufklärer stellen kann. Und nimm einige erfahrene Leute mit. Wir kennen die Gegend noch nicht so, aber mit Feindeshorden würde ich mal weniger rechnen. Zur Not gebe ich Dir noch einige Leute aus der I. Centurie mit. Nur mit Neulingen zu bauen kann fatal werden. So haben die erfahrene Leute dabei, bei denen sie sich die Arbeiten abschauen können.


    Was den Bau des Theaters angeht, so habe ich bei aller Liebe zur Architektur, so habe ich hier klare Prioritäten, auch wenn die Curie von Mantua das Ding schon seit Monaten fertig sehen will. Zuerst kommt die Ausbildung, dann die Baustelle. Dafür gibt es bei Bedarf noch genug weitere Kohorten als Ersatzbauarbeiter. Aber als Konditionstraining würde ich das nicht außer Betracht verlieren.


    Was die Baustelle betrifft, so ist Optio Priscus dein wichtigster Mann. Mache mit ihm einen Termin aus, wo er mit uns einmal die Baustelle begeht und er uns Schritt für Schritt die bereits getätigten Arbeiten zusammen mit seinen besten Vorarbeitern erklären kann. Die Vorarbeiter mußt du ebenfalls loben und einbeziehen. Und dann dezent Druck machen. das Ding muß mal fertig werden. Der Optio soll Dir eine Liste der besten Mitarbeiter zusammen stellen, die er für eine offizielle Belobigung vorsehen würde. Diese gibst du an den Legatus weiter. Außerdem besprichst du mit dem Optio einmal dessen Teilnahme am Cursus Architectura!"

    Plautius nickte.


    "Na, solche Unterbesetzungen gehen ja noch voll und ganz, Optio. In Germanien fehlte es lange Zeit an allen Ecken und Enden. Wenn da der Imperator mitunter zur falschen Zeit gekommen wäre und eine Parade gewollt hätte, dann hätten wir an ihm vorbei marschieren und hinter der ersten Häuserreihe ihn heimlich wieder umrunden müssen. Damit wir uns hinten wieder anstellen könnten. Das wäre sonst eine verdammt kurze Parade geworden. Na, dann will ich mal meinen privaten Rundgang weiter fortsetzen."

    Plautius lächelte.


    "Nun, zurück in Italia ist vielleicht nicht so der rechte Ausdruck. Ich stamme aus Tarraco in Hispania und bin in die Legio eingetreten, als diese nach Germania aufbrach. Germania fand ich bis auf die harten Winter sehr nett. 2 Schritt Schnee mal eben in einer Nacht ist im Vergleich zu Hispania schon eine Umstellung gewesen. Das Land ist wild, geheimnisvoll und gefährlich. Das schärft ein Gladius und formt einen Soldaten. Dagegen ist Mantua wirklich harmlos. Hier muß man eher darauf achten, daß man nicht wieder abschlafft. Von einer gewissen Konzentration patrizischer Familien mal abgesehen. Vor allem schätze ich in Mantua aber, daß die Stadt ähnlich wie Tarraco klein und überschaubar ist. In Roma neige ich dazu mich jedes Mal zu verlaufen.


    Und was den Diebstahl angeht, so vertraue ich darauf, daß Mars die Täter schon zeichnen wird, damit man sie fängt."

    Plautius schlug die Tür hinter der Sklavin zu und nahm seinem Neffen den Brief ab.


    "Neffe, ein Mann von deinem Stand öffnet nicht selber die Tür. Das ist ein zu großes Risiko und auch unter deiner Würde. Ich denke wir sollten uns einmal mit deiner Schwester unterhalten und fragen, was sie dazu sagt. Außerdem würde ich mich gerne einmal persönlich mit diesem Sergius Curio unterhalten. Auch über das Verhalten seiner Sklavin. Ich denke wir werden diesen Herren einmal in unsere Casa vorladen - umgehend! Was sagst du dazu?"

    Ich bitte um die Freischaltung meines neuen Betriebes:


    Die fetten Kühe von Mantua



    Ich habe festgestellt, daß Viehzucht ein perfektes Gewerbe ist. Die Viecher sind zu doof um ihr Schicksal zu ahnen; geben teilweise gute Opfertiere ab; liefern Fleisch, Leder und Milch; düngen die Felder und fressen dabei nur Gras und Unkraut. Und im Gegensatz zum bauernhof ist man auch vom Wetter unabhängig. :D

    Plautius amüsierte sich prächtig, was aber nicht zu Lasten seiner Aufmerksamkeit ging. So packte er blitzschnell und mit der Kraft eines Mannes zu, welcher stundenlang mit Waffen übte oder beim Bautrupp mitarbeitete.


    "Ich mag keine Taschendiebe. Sei es an meiner Tasche oder an der Tasche den Dame neben mir. Aber da mich das Stück amüsiert hat, lasse ich Dir weder die Hand abhacken, noch übergebe ich dich der CU."


    Mit diesen Worten brach Plautius dem jugendlichen Taschendieb die Finger und das Handgelenk der rechten Hand, bevor er ihm eine schallende Ohrfeige gab. Der Dieb taumelte jammernd und heulend davon.


    Plautius wandte sich wieder der Bühne zu.

    "Es ist für uns nicht von Interesse, ob Es einen Namen hat, denn Es ist nur eine Sache. Und eine Sache, der sein Eigentümer keine Manieren beigebracht hat, denn für solche Worte gehört ES ausgepeitscht und Es sollte die Zunge abgeschnitten bekommen.
    Es vergisst wohl mit wem Es hier spricht. Es wird dem Brief an meine Nichte mir nun übergeben und dann so schnell Es nur kann aus unseren Augen verschwinden.
    Und ich werde Es nicht noch ein weiteres Mal auffordern, sondern im Anschluss mit Freude einmal seinen Herren, Sergius Curio, in diese Casa laden und von diesem Rede und Antwort für solch ein skandalöses Benehmen verlangen. Während man dir mit der Peitsche das Fleisch von der Haut schält. Die paar Sesterzen Schadenersatz ist mir das dann auch noch wert."

    Plautius schaute auf und schien zu überlegen.
    "Ja, das steht dort im Regal. Bediene dich. Hm, den Dienstplan hat man mir eben mal mitgeteilt. Na ja, sagen wir ich bin im Moment der ranghöchste Offizier, aber wir beide wissen, daß Autorität nicht alleine auf einem Rang basiert. Keine Sorge, aber Papierkram hat mir noch nie etwas ausgemacht. Solange ich nicht jeden Tag 10-12 Stunden darüber sitzen muß. Das hier ist auch eher mal Freizeitlektüre. Irgendwie reizt es mich so einen Belagerungsturm zu bauen. Wir brauchen ihn nicht, aber einfach mal sehen, ob ich so was mit Leuten hinbekomme. In der Theorie so was zu sehen und studieren ist es immer was anderes als in der Praxis.


    Aber was kann ich für dich tun?"

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    Gaius Nanus Rufus, in der Legio IX auf immer nur der dicke Rufus genannt, erreichte müde und erschöpft mit seinem Bündel das Castellum. Er schob seine gut 2 Meter große Gestalt an die Torwache heran. Er hatte etwas Körpermasse verloren, aber die enormen Speckreserven würden ihn auch noch diesen Winter überstehen lassen. Und auch vielleicht den nächsten und übernächsten. Er nahm Haltung an.


    "Ex-Legionär Gaius Nanus Rufus, ehemals Legio IX Hispana, wünscht Centurio Matinius Plautius zu sprechen."

    Wenn er schon einmal in Roma war, so plante er auch einen Besuch im Mars Ultor Tempel ein. Immerhin war dies der größte Tempel des Mars im ganzen Imperium. Zuerst dachte er, daß er sich (mal wieder!) verlaufen hatte. Der Tempel war zwar groß, aber spontan erweckte er bei Plautius den Gedanken an eine renovierungsbedüftige Bruchbude. Nicht aber Gedanken an den erhabensten Tempel seines verehrten Gottes. Auf ein vorsichtiges Nachfragen hin wurde ihm aber bestätigt, daß er im Tempel des Mars war.


    Matinius Plautius betrat den inneren Tempelbereich und stand schließlich vor der großen Statue von Mars. Welch ein erhabener Anblick! Was man von dem abblätternden Putz an der Wand nicht sagen konnte. Und sah er dort hinten in der Ecke etwa eine feuchte Wand? Immerhin war die Statue von Mars geputzt und sauber. Bei Mars! Was Mars wohl für eine Sandalengrösse hatte?


    Plautius betrachtete ergriffen einen Moment die Statue und ließ alles auf sich wirken.

    Plautius kam endlich zu den Spielen. Es war noch etwas Zeit bis zu seiner Verabredung. Geschickt fing er 3 Kugeln und beobachtete amüsiert die Bemühungen anderer Grobmotoriker im Publikum. Er entdeckte eher zufällig seinen Optio und steuerte diesen an.


    "Salve, Optio! Was macht der Kopf? Hast du auch so eine krallenbewehrte Bestie darin stecken wie ich. Also die Weinmischung vom Tribunus war ja mörderisch. Hm, deine Begleitungen werden auch immer jünger, Optio."


    Plautius grinste und jonglierte eher unbewusst mit den 3 Kugeln vor sich.