Beiträge von PLUTO

    Die schattigen Ecken des Tempels wurden Düster.


    Aus einem kühlenden Luftzug wurde Eiseskälte.


    Freudiges Hochgefühl verwandelte sich in kriechendes Unbehagen.


    Denn von den Worten des Pontifex Marcus Ranius Fullo gelockt stieg aus den Schatten der Totenwelt herauf Pluto, Herr des Totenreichs, Schattenfürst, Gebieter über Elysium und Tartarus. An seine Seite gesellte sich Proserpina, seine gutmütige Gattin.


    Die Sterblichen baten um Aufnahme des Kaisers Cornelius Palma in das Elysium. Pluto warf seiner Gattin einen finsteren Blick zu. Sie antwortete mit einem milden Lächeln und einem Nicken. Die drei Totenrichter bezogen ihre Plätze. Sie würden Urteil fällen über den Verstorbenen. Von ihnen hing es ab, ob die Furien seine Seele strafen würden, oder ob er Frieden im Elysium finden würde.


    Der Herr der Unterwelt kniff die Augen zu schmalen Schlitzen zusammen und beäugte kritisch das ihm zugedachte Opfertier. Ein schwarzer Ziegenbock harrte dort seines Endes.
    Nehmt dafür diesen wohlgeratenen Ziegenbock als gerechtes Opfer an...
    ... auf dass unser verstorbener Kaiser in eurem Reich Ruhe finde

    , so sprach der alte Priester, den Pluto wohl ebenfalls in Kürze dem Fährmann überstellen würde. Proserpina berührte sanft Plutos Arm.


    Es gelang ihr, ihren Gatten milde zu stimmen. Die Innereien des Opfertiers würden keinerlei Makel erkennen lassen. Das Elysium stand dem verblichenen Imperator offen. Schleichend zogen sich daraufhin die Schatten wieder in ihre Winkel zurück, wich die Kälte einer angenehmen Temperatur. Ohne den weiteren angerufenen Geistern und Gottheiten Beachtung zu schenken, zog sich der Herr der Unterwelt in sein finsteres Reich zurück.

    Der Herr des Totenreiches hatte denjenigen, dessen Leiche hier verbrannt wurde, schon vor langer Zeit zu sich genommen. Bisher hatte er dafür nichts erhalten. Nun kam doch noch jemand der Pflicht gegenüber den Göttern nach und Pluto zollte dem Respekt.

    Friedvoll und von den Seinen begleitet, hatte dieser Sterbliche die Welt der Lebenden verlassen.
    Tot und kalt war nun das, was von ihm im Diesseits geblieben war, doch alsbald auch vergehen und zu Staub zerfallen sollte.
    Nicht so aber der Teil, die Seele, unsterblich, die bleiben würde, in anderen Sphären, im Jenseits, dem Elysium, von dem die, die noch hier blieben, nur wage und unzureichend ahnen konnten.
    Von dort kam das Überwesen herauf. Es schaute auf den Toten, durchdrang mit seinem Blick das faulende Fleisch, die reglosen Knochen und alles was an diesem Mann vergänglich war. Es fand das Ewige in seinem Herzen, sah das es gut war, und geleitete und führte es weg von denen die lebten, zu jenen, die tot waren.

    Über den Köpfen von Vater und Sohn, oben am Rande des compluviums kauernd, die großen, feurig und zugleich dunkel erscheinenden Augen auf die Opfernden gerichtet und den Blick niemals abwendend, saß ein Käuzchen. Es hatte sich niedergelassen, kaum dass Gracchus Maior den Namen des Herrn von Unter- und Totenwelt gerufen hatte.
    War es derselbe Kauz, der sich im vorletzten Sommer in jenem Baum niedergelassen hatte, der, von einem Blitz gezeichnet, im flavischen Garten stand, nur wenige Schritte vom Atrium entfernt? Der also in dem Baum hauste, den Gracchus einst zum Arbor felix, zum „heiligen“ Baum erklärt hatte?
    Ruhig saß das Tier dort, wenn es denn nur Tier war. Ungewohnt zutraulich wirkte es, für ein solch scheues Geschöpf der Nacht, denn ein solches war es ohne Zweifel. Wenn auch fraglich sein mochte, welch Geist in seinem Inneren hauste.
    War es nicht Pluto, Dis pater, der sich dort höchstselbst eingefunden hatte? War nicht Äides, der Unsichtbare, hier durchaus sichtbar und höchstselbst erschienen und betrachtete er nicht mit Wohlwollen das Tun des alten und des jungen Flaviers?
    So war es wohl. Denn als der Vater zum zweiten mal "Litatio" rief, da flog der Kauz auf, kreiste zweimal um die Dachöffnung, erwiderte das Gerufene mit einem erstaunlich dunklem “hu hu uhuuu“ und entschwand dann ebenso lautlos wie er gekommen war.

    Konnte die Selbstvergessenheit der Mantuaner folgenlos bleiben? Beschworen sie nicht das Unheil herauf, da sie sich nur noch ihren Vergnügungen hingaben und dabei übersahen, dass sie Teil einer größeren Welt waren, die sie, als Sterbliche, nicht zu überblicken vermochten?
    Wussten die Weisen nicht seit jeher, dass die Menschen in ihrer Einfalt nicht nur für sich selbst feiern und schmausen durften, sondern auch die Götter an ihre Tische einladen mussten?
    Hatten sie vergessen, dass diese teilhaben und besänftigt werden wollten? Hatten sie die Götter in letzter Zeit nicht bereits über alle Maßen missachtet? Gab es einen Zweifel, dass die Überirdischen sich in Erinnerung bringen würden?
    Lag nicht längst ein dunkler Schatten über dem Land? Musste all dies nicht ihren Zorn heraufbeschwören?
    Fürchteten sie nicht den finstersten aller Götter, den schwärzesten und zornigsten, der von Groll erfüllt war, dem ohnehin und zu jeder Zeit das ausgelassene Treiben der Menschen, ihre Fröhlichkeit, der Gesang, Tanz und Schabernack zuwider und verhasst war?


    Es begann zunächst weithin unbemerkt.
    Wer war der erste? Der junge Sohn eines Magistrats, der nach durchzechter Nacht am nächsten Morgen mit feuerheißem Kopf und unter Hustenanfällen erwachte, alsbald vom Schüttelfrost gepackt wurde und in Apathie verfiel?
    War es die Dirne, die über ein Stechen in Kopf und Gliedern zu klagen begann und vor ihrem Freier keuchend zusammenbrach, so dass dieser erschrocken und überhastet das Weite suchte?
    Oder war es der Bettler, den man zusammengesunken und tot in einer Seitengasse fand, die Haut bläulich-schwarz verfärbt und mit getrocknetem Blut an Mund und Nase?
    So fing es an. Doch wer sah was hier geschah?

    Während sich der Priester im Geiste bereits wieder irdischen Dingen zuwandte, dabei wohl nicht ahnte, womit dieses Opfer verbunden war, während sich Iunia Axilla erleichtert über den guten Ausgang des Opfers zeigte, dabei aber vielleicht auch wusste, dass darin zugleich etwas Böses lag und die Beschaffenheit ihrer Seele für immer verändert war, während Burichus Edecon die beiden Damen dorthin geleitete, wohin sie zu gehen wünschten, während all dies geschah, entschwand der dunkle Schatten und mit ihm ging der Fluch auf seine weite Reise, den Mann zu treffen, den Axilla so inbrünstig hasste. Welches Verderben er ihm bringen würde, dass sollte sich zeigen.

    :blitz:
    Die Hand, mit der eben noch eine Tabula geworfen und ein Gefäß zerschmettert worden war, sie begann zu brennen und sich undefinierbar fremd anzufühlen. Hatte sich Cyprianus in seiner Wut selbst verletzt? Oder war der Brief vergiftet gewesen und das nicht nur mit Worten?
    Nein. Doch konnte er nichts von dem Fluch wissen, den die Schreiberin dieser Zeilen heraufbeschworen hatte.
    Die Weiten übersprang er, Gebirge, Küsten und Meere überwand er, und war, im fernen Rom ausgesprochen, jetzt in seinen Körper gefahren.
    Doch dies war nur der Anfang.
    Der dunkle Schatten des Unterweltfürsten legte sich auf ihn, geleitet von dem hasserfüllten Wunsch seiner Feindin. Aber wie hätte er das in diesem Augenblick ahnen können?

    Die Zeit verrann zäh wie Blut, dass eben noch munter und hellrot aus einer Wunde gesprudelt war, nun aber dickflüssig und dunkel wurde, um gleich in einer schwarzen Kruste zu erstarren.
    Jede Bewegung erschien langsam, als wenn die Kälte im Raum alles zu erfrieren drohte.
    Lang zog sich das Warten hin, während der Priester die Organe prüfte und auf eine göttliche Eingebung hoffte.


    Wollte Dis pater die Sterblichen auf die Probe stellen? Wollte er ihren Langmut ergründen und ihre Geduld strapazieren?
    Zeit – für ihn ein Begriff von nur geringer Bedeutung. Aber für die Menschen ein kostbares Gut, immer zu knapp, nie genug, zu schnell vorbei, und wenn nicht, dann auch eine Last.


    Endlich legte er sich auf den Priester nieder, öffnete ihm die Augen, zeigte ihm, dass alle Organe schön und ohne Makel waren, und er gab ihm die Gewissheit, dass er, Dis, den sie angerufen hatten, dass er, der Dunkle Gott, auf den sie gewartete hatten, dass er, den sie auch Pluto, Orcus, Agelastus, Februus oder Summanus, Agathalyus, Agesilaus, Chtonius, Altor, Quietalis, Axiocerses, Eubuleus, Soranus, Stygius, Vedius oder auch Veiovis nannten, gelegentlich auch Äides, oder wenn sie griechisch ansprachen auch Hades, dass er zufrieden war und das Opfer annahm.

    Zitat

    Original von Germanica Laevina
    "(...) bei Plutos Schwanz (...)"


    Bei Proserpinas Leib! Was hatte die alte Vettel da über sein Gemächt zu fabulieren?!
    Die sorglos dahin geworfenen Worte riefen ihn, den dunklen Fürsten, zwar nicht selbst auf den Plan.
    Aber tückisch und boshaft wie er war entsandte er ein kleines, schwarzes Insekt. Das stach dem vertrockneten Weib in den faltigen Hals und labte sich an ihrem dickflüssigen Blut!

    Der Schattenfürst vernahm ihre Worte. Er hörte ihr Versprechen und wog es gegen das Verlangte ab.
    Es dauerte nur einen Wimpernschlag und war doch wie eine Ewigkeit.
    Dann drehte und wand er sich, hob sich ab und verließ sie mit einem Ruck, der ihren schlanken Leib kurz erzittern ließ.


    Zurück blieb die Leere und die Ungewissheit, ob der Gott sie erhört hatte und ihr Einsatz ausreichte, damit ihre Rache wahr wurde.
    Zurück blieb aber auch das Wissen, Pluto würde sich ihres Versprechens erinnern.

    Der Raum war dunkel, die Fenster verhängt und keine Kerze erhellte ihn.
    Die Finsternis breitete sich aus.


    Der Raum war kühl. Kein Kohlebecken wärmte ihn.
    Die Kälte kroch in jeden Winkel.


    Weihrauch lag in der Luft.
    Er wurde beißend und ließ die Augen tränen.


    Umringt von Larven, Manen und Laren erschien der unsichtbare Fürst Äides, Herr der Toten, Pluto, der Reiche, Agelastus, Bruder des Iuppiter, Altor, Sohn des grausamen Kindfressers Saturnus, Quietalis, der Schweigende, Summanus, der Nachtfinstere...


    Dis war hier!


    Die Totengeister fuhren in Axilla.
    Kein Lufthauch umspielte ihre nackten Fesseln.


    Sie kamen durch Ohren, Nase, Augen und Schlund.
    Kein Geräusch war zu hören.


    Sie griffen nach ihrem Herzen, bedrängten ihren Verstand, Sogen an ihren Lebenssäften und wüteten wild in ihren Eingeweiden.
    Kein Schatten zu sehen.


    Dann rief der Totenfürst, Gebieter über die Geister, sie mit schrillem, tonlosen Schrei zur Ruhe, bevor er selbst, eiseskalt wie der Tod und heiß wie glühende Leidenschaft, über Axilla kam, und einen Lohn für das Verlangte einforderte.
    Was war sie bereit zu geben, damit ihre Rache geschah?

    Da grollte Pluto. Finster war sein Blick. Heiß war sein Atem. Furchterregend seine Stimme: “Eines Tages wird sie mir gehören! Alle Seelen kommen am Ende zu mir!“
    Hasserfüllt und nach Rache dürstend, zischend und fluchend, wie ein gefangenes Tier fiebernd, wogte er hin und her, um dann endlich, mit einem schrecklichen Schrei, zurück in die Tiefe zu fahren.

    Wie ein eiseskalter, vor Hitze flimmernder und alles zugleich erfrierender, wie versengender Pesthauch erschien der Gott der Unterwelt.
    Widerwillig gab er sein Stelldichein, denn er hasste die herrische Oberweltgöttin Iuno im tiefsten Grunde seines schwarzen Herzens.
    Den Geruch des vergossenen Blutes genoss er, verabscheute aber den Anblick jungen Lebens.
    Tonlos und rau klang seine Stimme, als er zischte: “Die Menschen sind schwach und ihre Seelen schuldbeladen. Ihr Geist ist wirr und doch sind sie selbst die Schöpfer ihres Elends. Das Menschenweib hat dir das Leben ihrer Tochter versprochen. Diese unbesudelte Seele ist rein und weiß. Sie wird meine Hallen erleuchten. So soll es sein und so wird es sein!“

    Ein Winter war ins Land gegangen und der Baum hatte geschlafen.
    Dann war der Frühling gekommen, dass Leben kehrte zurück und der Baum hatte neu getrieben.
    Junge, frische, grüne Blätter hatten sich entfaltet und empfingen das Licht der langsam wieder stärker werdenden Sonne.
    Jetzt war Frühsommer und der kleine, aber alte Baum hatte wie in jedem Jahr sein dichtes Blätterdach entfaltet, das seinen Stamm beschattete.


    Doch eine Lücke war geblieben, dort, wo vor nunmehr einem halben Jahr der furchtbare Blitz eingeschlagen war und einen Ast herausgeschlagen hatte. War es göttlicher Zorn gewesen? Summanus' Zorn? Oder war es ein Zeichen des Wohlwollens, von einem über- oder wohl doch besser gesagt unterirdischen Wesen, dass seine Liebe nur roh und gewalttätig, glühend heiß oder bitterkalt zeigte?
    An der Wunde, die das gleißende Himmelsschwert dem Baum damals geschlagen hatte, machte sich im Frühjahr ein schwarzer Specht zu schaffen. Er hackte mit seinem spitzen Schnabel in das verbrannte, geschwärzte Holz und hieb eine Höhle hinein. Doch er blieb nicht. Eines Tages war er fort und kehrte nicht mehr zurück.
    Doch dann, eines Nachts im Iunius, war der Ruf eines Käuzchens zu hören. Es hatte sich in der Höhle sein Nest gebaut. Von nun an saß es in den Zweigen des alten Baumes, sobald die Sonne untergegangen war und sich Dunkelheit über die Tiberstadt legte. Es hatte von dem Baum Besitz ergriffen. Ein Vogel der Nacht, von dem manche sagten, er sei eine Kreatur des schwarzen Gottes.

    "Für Pluto!", waren die letzten Worte des Piraten gewesen und Pluto kam, um ihn sich zu holen.
    Eisig strich er über die schon erkaltende Leiche des Gorgus hinweg, kehrte zurück, umrundete sie, und fuhr dann in sie hinein, um die schwarze, verdorbene Seele aus dem faulen Fleisch zu lösen.
    Er packte sie, riss sie heraus, zog sie mit sich und führte sie hinab in die tiefsten Tiefen der Unterwelt, in den Tartarus, wo sich Gorgus' Schicksal erfüllen würde.

    Als der Herr des Totenreichs sah, dass diese verlorene, ihm verfallene Seele ihre Schuld im Diesseits noch nicht abgetragen hatte, strich er sanft über sie hinweg... und davon.
    Gorgus' letzter Tag auf Erden würde kommen und Pluto würde ihn mit sich hinab nehmen, doch so weit war es heute noch nicht.

    Ein eisiger Wind fachte das Feuer an, verwirbelte den schwarzen Qualm und trieb ihn über die Wasserfläche davon. Mit ihm kam der Herr der Unterwelt: Pluto.
    Er lauschte den angstvollen und verzweifelten Schreien der Todgeweihten. Er roch das verbrannte Fleisch und das vergossene Blut, welches sich mit dem salzigen Wasser des Meeres vermischte. Er sah den duzendfachen Tod und erfreute sich daran.
    Die Piraten waren mit seinem Namen auf den Lippen in den schrecklichen Kampf gezogen. Mit wilder Raserei und wie im Rausch hatten sie getötet. Sie hatten Kehlen aufgeschlitzt, Bäuche geöffnet, Schädel eingeschlagen und Knochen gebrochen. Viele von ihnen hatten dabei ihr eigenes verdorbenes Leben gelassen. Das alles war ein Opfer, ihm – Pluto – zu Ehren! Grimmige Zufriedenheit erfüllte ihn.
    Er befreite die Seelen der Toten aus ihren zerschlagenen, zerissenen, entstellten und klammen Körpern. Er strich mit dem Wind über das nasse Feld der Verwüstung.
    Am Schluss kam er zu Gorgus. Er betrachtete seinen Jünger. Er sah hinab bis auf den Grund seiner schwarzen und verlorenen Seele, ob sie nun schon bereit sei diese Welt zu verlassen, ob sie ihn nun schon begleiten würde, ganz nach unten, in die tiefste und dunkelste aller Finsternisse, wo der Tartarus auf Gorgus wartete.

    Das summanische Feuer hatte bis hierhin schon furchtbar gewütet. Vom Dachstuhl aus war es in das Innere der Villa vorgedrungen und hatte den vorderen Teil des weitläufigen Anwesens verwüstet. Vom göttlichen Zorn angefacht, hatte es sich unaufhaltsam seinen Weg gebahnt. Die Einwohner konnten einiges nach draußen und in Sicherheit schaffen. Aber alles andere war ein Opfer der Flammen geworden. Das Dach über dem Vestibulum – eingestürzt! Es hatte alles darunter zerschlagen, in Stücke gehauen, und unter sich begraben. Aus dem Atrium war ein groteskes Trümmerfeld aus schwelendem Schutt und heißer Asche geworden. In seiner Gier hatte das lodernde und gleißende Untier verschlungen, was ihm Nahrung gab.
    Doch das Hinterhaus stand noch und versprach weitere Beute.
    Aber die Gegner hatten sich formiert. Sie hatten eine Wand eingerissen und sich damit Zugang verschafft. Nun stellten sie sich dem Flammentier geschlossen entgegen. Es fauchte. Es zischte. Es schlug nach seinen Widersachern aus. Es schleuderte ihnen beißenden Rauch und glimmende Funken entgegen. Nun war aber die schlimmste Wut vorüber. Die Bemühungen der Helfer zeigten Wirkung. Die Flammen waren auf dem Rückzug. Sie wichen zurück und vergruben sich in das Innere der Trümmer, versteckten sich in schwarz zerfressenen Balken, und kauerten in Höhlen, die von weißer Asche bedeckt waren.