Macer nahm sich ein weiteres Gebäckstück, während er Iunia Axilla zuhörte. Er hatte nicht unbedingt erwartet, dass sie sich so umfangreiche Gedanken machen würde. Umso interessanter war es da, ihren Ausführung zu folgen. "Dass man weniger hört von dem was in Gallia oder Hispania passiert oder auch Africa oder Britannia würde ich nicht unbedingt darauf zurückführen, dass mit diesen Provinzen die Kommunikation lahmt. Und selbst was Syria oder Germania anbelangt bin ich mir sicher, dass die Nachrichten nie völlig versiegen werden. Welches Interesse sollte eine der Seiten daran haben, zum Beispiel Händler am Reisen zu hindern? Ganz abgesehen davon, dass es viel zu aufwändig wäre, sowas zu kontrollieren." Macer konnte sich tatsächlich nicht vorstellen, dass eine der Seiten darauf ihre Kräfte verschwendete. Wenn, dann war es wohl die Angst vor dem Krieg, die Händler weniger und vorsichtiger reisen ließ.
"Man kann nur hoffen, dass alle klug genug sind, nicht die Sicherheit der Grenzen für ihre eigenen Interessen aufs Spiel zu setzen. Es wäre ein Gebot der Vernunft, denn schließlich wären sie es, die mögliche Einfälle abwehren müssten, wenn sie siegreich aus dem Bürgerkreig hervorgehen", stellte er dann fest. Aber es war auch Macer nur allzu klar, dass ein solcher Krieg nicht immer zu rationalen Entscheidungen führte. Vor allem dann nicht, wenn man damit rechnen musste, dass Männer für ihren persönlichen Vorteil öffentliche Interessen hinten an stellen würden.