Beiträge von Maximus Decimus Meridius

    Zitat

    Original von Flavia Messalina Oryxa

    Sim-Off:

    Komisch, komisch. Anton hat sein Stimmrecht regelmäßig an Adria übertragen, da war das alles gar kein Problem. Ist halt doch nicht dasselbe wenn zwei das gleiche tun.


    Sim-Off:

    Da war ich mit Sicherheit nicht Princeps Senatus. Und in letzter Zeit hatte ich auch kaum Gelegenheit hier rein zu sehen. Ich hätte auch Anton ans Bein gepinkelt, wenn das jetzt von ihm gekommen wäre. Todsicher. Er selbst weiß am Besten, dass sein Linkes Bein mein Stammplatz ist... :D

    "Es geht um den Bau eines Tempels in Tarraco. Als Pater Factiones der Aurata hatte ich Rücksprach gehalten mit Gnaeus Fabius Antistes, dem Rex Sacrorum, und ihn gefragt, ob es uns möglich wäre einen Tempel in Hispania zu bauen. Er gab uns die Erlaubnis und der Legatus Augusti Pro Praetore stellte uns einen Bauplatz gleich in der Nähe des Forums in Aussicht. Deshalb bin ich jetzt bei Dir um alles wichtige zu regeln, bevor ich mit der Legion nach Numantia abrücke... Welche Behördengänge muss ich gehen, damit das ganze starten kann? Was braucht ihr alles und was musst Du noch wissen?"

    Wenig später hatte sich die gesammte restliche Legion abmarschbereit aufgestellt. Ich trat vor die Truppe um eine Rede zu halten.


    "Soldaten Roms! Kameraden!


    Heute ist der Tag gekommen, an dem wir zum Schutz von Rom dieses Castellum verlassen werden, um die Feinde des Friedens und des Imperiums zu jagen und zur Strecke zu bringen! Wenn es sein muss, bis ans Ende der Welt!


    Rom sieht auf uns herab! Der Imperator sieht unsere Taten! Die Götter werden uns treu oder untreu befinden!


    Mögen wir sie nicht enttäuschen und siegreich und mit erhobenem Haupte wiederkehren,
    oder aber ruhmreiche Taten vollbringend ins Ellysium einkehren.


    Roma Victor!"


    Die Soldaten fielen wie ein Mann laut brüllend mit ein:


    "ROMA VICTOR!"

    Sim-Off:

    Erneut eine Verwarnung in Kauf nehmen: Eine Übertragung des Stimmrechts macht in keinem Fall und unter keinen Umständen einen Sinn. Wir sitzen hier nicht im Senat, weil wir gewählt worden wären, oder um das Volk zu vertreten, sondern, weil der Imperator jeden einzelnen von uns mit seiner Stimme hier zusammengerufen hat. Das hier ist der Senat. Wer nicht da ist, ist schlichtweg nicht da. Ich kann auch nicht - wenn der Imperator mich zu sich sich nach Hause bestellt - einen Dienstboten schicken. Wie wirkt das?


    Jede Stimme ist an die Person gebunden. Alles andere ist Bananenrepublik.

    Meridius sah sie an. Sollte er ihr sagen, was in ihm vorging? Sie kannten sich doch kaum und hatten sich erst heute kennen gelernt. War es ein Wink des Schicksals? Wille der Götter? Bildete er es sich nur ein? Sie war eine junge und schöne Frau. Sie besaß Charme, Charisma und Intelligenz, Ehre und Würde. Er dachte nach. Dann lächelte er. Es war nichts, ausser dass er sich ein bisschen verkuckt hatte. Doch das würde vorrübergehen.


    "Es ist nichts. Es sind nur die Sorgen, die aus den Pflichten heraus entstehen..."

    "Das macht doch nichts. Stell ruhig so viele Frage wie Du willst..."


    Meridius blickte sie an und wurde dann nachdenklich. Sie gefiel ihm zu gut, als dass er sie wieder gehen lassen wollte. Doch wusste er auch zu gut, dass er sie kaum kannte und dass sie wohl viel zu jung für ihn war. Er war Soldat und würde mit Sicherheit keine Zeit für sie haben. Innerlich seufzte er, aber er ließ es sich nicht anmerken.

    Meridius lächelte.


    "Zu den Praetorianer? Als ich noch Centurio war, wollte mich der damalige Praetorianerpraefect Marcellus für seine Truppe verpflichten, doch ich lehnte ab. Später dann, ich war Tribun und der Posten des Praetorianer Praefecten war frei geworden, nahm mich der Imperator bei Seite und ließ mir die Wahl: Entweder Rom und den verantwortungsvollen Posten als Anführer seiner Leibwache, oder das Kommando über die Legion in Hispania. Ich entschied mich für letzteres.


    Was möchtest Du sonst noch über mich wissen?"


    Er blickte sie freundlich an.

    Meridius lächelte.


    "Verus war einmal ein Gladiator. Normalerweise sollte man denen ja nicht trauen, denn sie sind gefährlich, aber in seinem Fall kannst Du unbesorgt sein. Ich kenne ihn seit meiner Kindheit. Wir haben immer unten am Straßeneck gespielt. Weißt Du noch? Der Bengel, der mit Steinen nach der Ziege von DER Alten geworfen hat? Das war Verus! Ich habe ihn zufällig auf dem Sklavenmarkt getroffen und wir erkannten uns wieder. Es machte ihm nichts aus, dass ich ihn kaufte, ganz im Gegenteil, denn in die Arena will er nicht zurück..."


    Meridius nahm sie in den Arm.


    "Pass auf Dich auf, Schwester! Und vergiss nicht: Egal was Du tust, ich werde stolz auf Dich sein."


    Er küsste sie auf den Mund, wie sie es als Kinder immer getan hatten.

    Meridius lachte. Es war ihm eine helle Freude, der jungen Frau zuzuhören. Er wollte ihr antworten, doch dann geschah die Siegerehrung. Erneut hob er zur Antwort an, als Adria ihr Liedchen summte. Er begrüsste sie und stellte Julia vor. Als diese ihren vollen Namen selbst aussprach spürte er einen Frieden in sich wie schon lange nicht mehr. Wann war es das letzte mal gewesen, dass eine Frau so lange und vertraulich mit ihm sprach? Er überlegte. Er wollte sie genauer kennen lernen. Doch ob er dazu Zeit haben würde? Dann wandte er sich an Julia.


    "Julia, Das ist Adria Vinicia. Die Frau des Praetorianerpräfekten."


    Er grinste schelmisch.


    "Schön und intelligent, doch bedenke was Du sagst. Nicht dass wir im Laufe des Tages Besuch von den Cohortes Praetoriae bekommen..."


    ;)

    Zitat

    Original von Quintus Decimus Mercator
    „Sind wir hier in Tarraco auch in Gefahr?“


    "Ich kann Dich beruhigen, Euch wird nichts passieren. Bis nach Tarraco kommen die niemals und die Bevölkerung hier ist mehr als loyal. Du kennst doch die Familien selbst, die in dieser Stadt leben. Sie sind uns lange bekannt und Rom, wie unsere Familie, treu ergeben...


    Im übrigen wird Verus auf euch aufpassen. Falls irgendetwas ist, ruft nach ihm. Er wird dann wissen, was zu tun ist. Und Lucidus ist auch noch da. Er wird euch jederzeit helfen, egal in welcher Hinsicht."


    Dann setzte er hinzu.


    "Praetorianus wird die ersten Tage sowieso noch im Castellum bleiben, da es seine Aufgabe sein wird, den Nachschub zu koordinieren..."

    Ein Centurio trat zu den beiden hinzu.


    "Legatus! Was machen wir mit dem inhaftierten Octavier? Er sitzt schon seit Wochen wegen Disziplinlosigkeit und Aufsässigkeit ein und weigerte sich auch mehrmals seine Zelle zu verlassen..."


    Er blickte den Legaten an.


    Meridius dachte nach.


    "Entlass ihn aus der Truppe und schmeiß ihn aus dem Lager. Ich habe für solche Sachen keinen Nerv..."


    "Zu Befehl, Legatus!"


    "Ach, und Centurio..."


    "Ja, mein Legatus!"


    "Du bleibst mit Deiner Centurie als Wachmannschaft im Lager."


    "Zu Befehl, Legatus!"


    "Und die Bewachung des Legatus Augusti Pro Praetore vertraue ich Dir ebenfalls an."


    "Zu Befehl, Legatus!"

    "Nur keine Sorge, Mercator. Deinen Söhnen geht es gut. Sie sind tapfere Soldaten und werden auf sich selber aufpassen können. Nur geht es heute um mich. Die Legio IX wird komplett in das Einsatzgebiet ausrücken."


    Wie er das so sagte, trafen auch die anderen ein.


    "Livia, setz Dich bitte. Auch Du Martinus, Onkel Proximus..."


    Er hielt kurz inne.


    "Ich muss euch davon in Kenntnis setzen, dass die Legio IX Hispana ausrücken wird, und dass ich als Kommandeur natürlich mit ins Feld ziehen werde. Ich habe keine Ahnung, wie lange alles dauern wird, aber ich denke, dass ihr hier zu Hause das alles auch ohne mich gut hinbekommt."


    Er lächelte.


    "Falls wir uns vorher nicht mehr sehen sollten, Livia, wünsche ich Dir auf Deiner Reise nach Rom nur das Beste. Ich möchte das Martinus Dich begleitet, und Calliope soll Dir behilflich sein.


    Onkel Proximus, als der Älteste, wird in meiner Abwesenheit hier im Haus meine Potestas haben. Also, falls er einmal ein Machtwort sprechen sollte, vergesst nicht, dass ich dahinter stehe..."


    Meridius lachte und blickte alle nocheinmal an.


    "Zu guter letzt: Ich komme wieder!"

    Meridius verfolgte das Spektakel wie alle anderen Zuschauer in der Arena mit Bewunderung und Begeisterung. Hin und wieder jedoch konnte er nicht umhin einen Seitenblick auf Julia zu werfen, nur um zu sehen, wie sie auf alles reagierte. Er mochte sie auf Anhieb, sie hatte ein Lächeln und eine Art, die ihm gefiel. Ob er sie wieder sehen würde? Es war ihm jedenfalls eine Ehre gewesen ihre Bekannschaft gemacht zu haben. Er lächelte. Hätte dieser Jüngling sich nicht so theatralisch vor ihr auf die Knie geworfen, er hätte sie wohl nie angesprochen, nie kennengelernt. Die Götter waren bisweilen die besten Stückeschreiber...

    Es herrschte ein geschäftiges Treiben im ganzen Lager, eine geordnete Unruhe, wie sie schon lange nicht mehr zugegen war. Überall rannten Soldaten hin und her, wurden Wagen und Maultiere beladen, Soldaten rüsteten sich, kontrollierten ihre Waffen und Gerätschaften, kontrolllierten den Proviant und das Schuhwerk.


    Meridius gab hier und dort Befehle, Praetorianus war ihm eine große Hilfe.


    "Wenn wir nur schon unterwegs wären... Du bleibst in den ersten Tagen noch hier und organisierst den Nachschub. Ein Zwischenlager ist für Celsa vorgesehen. Sobald die Verbindung steht, folge mir dann nach. Und wenn Du administrative Hilfe brauchst, wende Dich ruhig an Lucidus. Egal was. Er wird Dir die nötigen Türen öffnen..."


    Meridius blickte seinen Halbbruder an.


    "Ich verlass mich darauf. Jetzt wird es ernst. Die Legio IX rückt komplett aus und wird erst zurückkehren, wenn der Aufstand bis zur Wurzel bekämpft und niedergeschlagen wurde! Du kommst zurecht?"